Der Deutsche Fußball-Bund hat den offenen Brief des FC Carl Zeiss Jena als „positives Signal“ gelobt. Die Vorschläge aus Jena sen „dazu geeignet, weitergehende Diskussionen unter den Teilnehmern der 3. Liga über die Zukunft ihrer Spielklasse anzuregen“.

In einem offenen Brief hat der FC Carl Zeiss Jena sich an den Deutschen Fußball-Bund gewendet. Aufgrund der behördlichen Verfügungslage sei die aktuelle Saison nicht regulär bis zum Endtermin am 30. Juni 2020 zu Ende zu bringen, so der Klub. Der FC favorisiert einen Abbruch der Spielzeit. Der DFB soll sich dabei dafür einsetzen, dass zwei Aufsteiger in die 2. Bundesliga gemeldet werden dürfen und der Abstieg in die Regionalliga ausgesetzt wird. Zudem soll man den Regionalligen die vor der Saison vereinbarten vier Startplätze zur Verfügung stellen. Die Dritte Liga hätte dann in der neuen Saison 24 Mannschaften.

Den offenen Brief findet ihr im Löwenmagazin unter „FC Carl Zeiss Jena mit offenen Brief an DFB – Lösungsvorschlag zum Abbruch

DFB begrüßt Schreiben des FC Carl Zeiss

„Wir begrüßen das Schreiben aus Jena und bedanken uns beim FC Carl Zeiss für seine Überlegungen“, schreibt DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius. „Es gilt weiterhin die statuarische Verpflichtung des DFB, alle Möglichkeiten zu prüfen, den Spielbetrieb wiederaufzunehmen. Die Vorschläge aus Jena sind jedoch dazu geeignet, weitergehende Diskussionen unter den Teilnehmern der 3. Liga über die Zukunft ihrer Spielklasse anzuregen. Weiterhin offen bleibt im Schreiben aus Jena, wie mit den Haftungsrisiken im Falle eines selbst gewählten Saisonabbruchs umgegangen werden sollte. Das Signal des Klubs empfindet der DFB grundsätzlich als positiv, weil lösungsorientiert.“

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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1860 forever
11 Tage her

Riesensauerei von Jena, wollen sich nur mit Blockadepolitik den Klassenerhalt erstreiken. Abgekartetes Spiel mit der Lokalpolitik. Erstens ist Thüringen nicht gerade als Pandemie-Hochburg bekannt, zweitens sind sie z.B. beim Öffnen der Restaurants ganz vorne mit dabei. Ein Schelm wer dabei Böses denkt. Wenn sich der DFB von solchen Erpressungsmethoden und -machenschaften beindrucken lässt, dass soll er am besten gleich ganz zu sperren oder sich nur noch um Amateurfußball kümmern.

anteater
11 Tage her
Reply to  1860 forever

Schwer vorstellbar, dass der FCC mit seinen fünf Anhängern als so wichtig erachtet wird, dass die Lokalpolitik sich an denen orientiert.

Und dass ein Land mit geringen Infektionszahlen gerne ein Land mit geringen Infektionszahlen bleiben möchte, das ist, zumindest für mich, komplett nachvollziehbar. So bleibt Bayern da unangefochtener Spitzenreiter, also, bei den Infektionszahlen pro Einwohner.