Zwei Tage vor der Mitgliederversammlung des TSV 1860 München wird auch der zweite Teil des Kicker-Interviews mit Hasan Ismaik veröffentlicht. Dieses Mal online.

„Entschuldigen Sie, aber was bildet sich dieser feine Herr eigentlich ein? Glaubt Reisinger, bestimmen zu können, wer für HAM verhandelt?“, sagt Ismaik über Reisinger, weil dieser Saki Stimoniaris als Verhandlungspartner für eine Kapitalerhöhung ablehnt.

Die letzte Saison war nicht richtig kalkuliert, so der Jordanier. Nach sechs Monaten waren 1,5 Millionen Euro verbraucht. Publikumsliebling Adriano Grimaldi, der mit einem Langzeitvertrag ausgestattet war, für wenig Geld an einen direkten Konkurrenten abgegeben.

„Er war immer der erste, der mir bei Toren für uns auf der Tribüne um den Hals gefallen ist“, meint Ismaik über Hans Sitzberger und fragt sich, warum er vom Präsidium bekämpft wird. Robert Reisinger wollte Geschäftsführer in der KGaA werden. Mayerhofer habe dies abgelehnt. Als das nicht funktionierte, wollte er Geschäftsführer von Ismaiks Vermarktungsfirma werden: „Deswegen bin ich doch sehr überrascht, dass mich nun genau dieser Mann bekämpft, der vor Jahren noch für mich arbeiten wollte.“

„Ich kenne Reisingers Ziele nicht, aber dieser Kurs wird definitiv nicht zurück in die 2. Liga führen“, sagt Ismaik. Man fährt die Kosten für den Kader auf einen Tiefpunkt und auf der anderen Seite schröpft man die Fans mit der Erhöhung der Ticketpreise.

Den zweiten Teil des Interviews lest Ihr hier: 1860-Investor Ismaik im Exklusiv-Interview Teil II

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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unvoreingenommen
Leser

Ismaik hätte die Namensrechte gekauft – und zurückgeschenkt

Welchen Kurs will Reisinger fahren?

Der 55-Jährige kümmert sich zwar ausgiebig um den Breitensport, dafür schätzen ihn einige Mitglieder sehr. Geht es aber um den Profifußball, steht er nach wie vor zu seinem im Winter eingeschlagenen Konsolidierungskurs: Es sollen keine zusätzlichen Schulden gemacht werden. Was zunächst charmant klingt, heißt aber auch: Für 1860 wird das Überleben selbst in der 3. Liga unheimlich schwer – ein Aufstieg, den alle im Verein gerne hätten, rückt in weite Ferne. Weil allein die Mittel für die Wettbewerbsfähigkeit fehlen. Der nach außen gepredigte Konsolidierungskurs hat also wenig Bestand. Sechzig macht aller Voraussicht nach auch in diesem Jahr Verlust. Und Ismaiks Geld wird nur dann gerne genommen, wenn es nicht in Darlehen ankommt. Kann Konsolidierung ohne Investitionen funktionieren?
Was bedeutet die Finanzspritze von Hauptsponsor „Die Bayerische“, die für 500.000 Euro die Namensrechte am Nachwuchsleistungszentrum erworben hat?

Hier wird es pikant. Mit den 500.000 Euro können die Löwen zwar mit unheimlich viel Kreativität und Geschick einen Kader für die 3. Liga basteln, aber auch dieses Budget wird schnell aufgebraucht sein. Nach kicker-Informationen gab es intern Überlegungen, die Namensrechte an Hasan Ismaik zu verkaufen. Der Investor hätte die Namensrechte dem Verein zurückgeschenkt: Um ein klares Zeichen gegen Namens-Kommerz zu setzen. Aber: Präsident Reisinger, der nach DFL-Statuten – Stichpunkt 50+1 – die Entscheidung für solche Angelegenheiten treffen darf, erteilte seinen Geschäftsführern Günther Gorenzel und Michael Scharold einen Dienstauftrag, sie müssten bis vorige Woche Donnerstag den Vertrag mit dem Hauptsponsor unterschreiben und damit verabschieden. Hinter dem Rücken Ismaiks, der als Mehrheitsgesellschafter wenig erfreut war.

Quelle Kicker

tomandcherry
Leser

unvoreingenommen

Ja klar, Herr Ismaik schenkt 60 Geld…

So wie er im letzten Zweitligajahr die ganzen Super-Fußballer inkl. dem „To the top“-Trainer vollkommen uneigennützig „geschenkt“ hat. Entschuldige, wenn ich mal kurz schief grinse…

Auch die ständigen Wiederholungen, dass sich 60 in der 3. Liga nicht konsolidieren kann, stimmt doch nur begrenzt.

Welche echten Alternativen zum momentan genutzten GWS hältst zu denn für angemessen? Die „Hasan-Ismaik-Arena“ für 50.000 Zuschauer am Münchner Messegelände? Ab wann sollen wir dort gleich nochmal spielen? Ach, stimmt ja, außer halbgaren „Absichtserklärungen“ seitens HI kam leider nichts mehr.

Verbleib in der mittlerweile optisch auf FCB-Style umgestalteten Allianz Arena? Sicher doch…

Ins Olympiastadion?

Noch andere Vorschläge, wie und wo man einen seit Jahren in die Schuldenspirale getriebenen Pseudo-Bundesligisten binnen kürzester Zeit auf eine wirtschaftlich solide Basis stellen kann?

Was stellst Du Dir vor, wenn es darum geht, einen Profisportverein zu führen?

Würdest Du allen Ernstes behaupten, dass das Wirken – von Zusammenarbeit mag ich nichts schreiben – des wohlhabenden Herrn Ismaik seit seinem Einstieg bei 60 irgendetwas Positives bewirkt hat?

Die Schulden sind höher, als vor seiner Entscheidung „60 helfen zu wollen“, der Verein steht eine Liga schlechter da und das, obwohl er bereits einen Aufstieg geschafft hat.

Die Fans sind zutiefst uneinig in der Frage, wie es kurz- und mittelfristig bei 60 weitergehen soll und Du schreibst was von „geschenktem Geld des Herrn Ismaik“?

Hast Du die letzten Jahre im Tiefschlaf verbracht, oder soll Dein o.a. Kommentar tatsächlich ernstgemeint sein?

Bine1860
Leser

HI hätte die Namensrechte nicht gekauft, das ist doch gelogen.
Er hätte ein Darlehen gegeben anstelle des Sponsorings der Bayerischen.
Dass der ganze Text vom Griss ist, ist doch offensichtlich.

Banana Joe
Leser

Allein, dass in diesem Artikel mehrfach ein „pikant“ schlummert, macht ihn per se unglaubwürdig.

anteater
Leser

Boulevardniveau, also Dummenfang.

3und6zger
Leser

Er hätte sie gekauft und ob er sie dann zurückgeschenkt hätte, steht in den Sternen. Ich glaube das nicht. Vielmehr wäre es das ein weiterer Mosaikstein in die nächste Erpressung eingeflossen, nach dem Motto:“ Ich stunde Darlehen/wandle Darlehen in Genussscheine/gebe neue Genussscheine, wenn xyz als GF Hr. Scharold ablöst / Saki Präsident wird / die KGaA gegen 50+1 klagt etc.
So verstehe ich das!

Tami Tes
Redakteur

Was willst du uns damit sagen?

Sportfan
Gast
Sportfan

So so ein Vertrag unter Geschäftsleuten übe 10 Jahre sei sittenwidrig. Selten so gelacht und was für ein hanebüchener Unsinn. Viele der Antworten klingen wie aus der Feder des leicht adipösen Stecksemmel-Liebhabers. Vielleicht ist es aber auch eine angestimmte Kampagne. Das unser Präsidium leider nicht immer glücklich und souverän agiert kann man nicht leugnen. Mal sehen wie diese Geschichte eines Tages endet

tomandcherry
Leser

Sportfan

„Das unser Präsidium leider nicht immer glücklich und souverän agiert kann man nicht leugnen.“

Stimmt sicherlich, aber Du darfst nicht vergessen, dass die e.V.-Verantwortlichen ehrenamtlich arbeiten („Aufwandsentschädigungen“ sind durchaus üblich) und es sich bei Herrn Ismaik um einen international tätigen erfolgreichen Geschäftsmann handelt.

Da müsste ich von dem Mann, der berufsbedingt in der Weltgeschichte herumjettet, eigentlich eher eine gewisse Souveränität erwarten, als ein permanent tadelloses Auftreten der e.V.-Seite.

Aber wie bzw. wann die Geschichte eines Tages endet, können wir uns wahrscheinlich in unseren schlimmsten Albträumen nicht vorstellen.

Alexander Schlegel
Leser

Geht es dem Kicker eigentlich so schlecht, dass er inzwischen Fragen nur mehr in der Art eines Schoßhündchens stellt, das auf Leckerlis wartet, nur um eine vermeintliche Exklusivität zu erhalten? So ein speichelleckerisches Interview gegenüber einer Person zu führen, die spätestens beim zweiten Satz anfängt sich im Gehege seiner eigenen abstrusen Verdächtigungen und Behauptungen selbst zu verlaufen, ist schon ein journalistischer Meilenstein in Sachen Selbstverleugnung. Das war wieder ein beredtes Beispiel für den Absturz des vermeintlichen Qualitätsjournalismus, dessen Fall inzwischen Tiefen erreicht hat, von denen wir vor Jahren noch nicht mal geahnt haben, dass es die überhaupt gibt.

Ansonsten war es wieder einmal ein typisches Ismaik-Interview. Man weiß gar nicht, über was man sich bei diesem Menschen mehr wundern soll: Über seiner intellektuelle Schlichtheit (um nicht noch ganz andere Ausdrücke zu verwenden) oder über die Chuzpe mit der sich dieser Mann die Wirklichkeiten hindreht. Ich denke, inzwischen kennt aber jeder seine Art von Argumentation. Natürlich wollten seine Gegner immer alle bei ihm arbeiten und haben sich natürlich nur aus verletztem Stolz von ihm abgewendet und wo man persönliche Vorteilnahme aufgrund eigener erfolgreicher unternehmerischer Tätigkeit nicht unterstellt werden kann (Beispiel Sitzberger), reicht schon die herzhafte Umarmung nach Toren als Indiz tiefster Verbundenheit, die sich unverständlicherweise gewandelt habe. Der Mann lebt einfach in seinem eigenen Kosmos, da kann man ihn auch nicht mehr per Funk von der Erde aus erreichen. Darum schätze ich die aufklärerischen Funkversuche des Löwenfreundes anteater sehr, der sich immer wieder die Mühe macht aufklärerische Schneisen in das widersprüchliche Gestrüpp von Wirklichkeitsverdrehung zu hauen. Ich selber kann das inzwischen kaum mehr leisten, weil mir dieses Ismaiksche Geschwätz nur noch Kopfschmerzen bereitet, sobald ich mich näher damit befasse.

tomandcherry
Leser

@Alexander Schlegel

Ich habe mir mittlerweile abgewöhnt irgendwelche Fakebook-, Twitter- oder sonstigen Verlautbarungen des Herrn Ismaik zu lesen.

Schont den Blutdruck und die Nerven.

Alexander Schlegel
Leser

So handhabe ich das schon seit geraumer Zeit mit db24 und kann Deine Aussagen bestätigen: man schont wirklich Blutdruck und Nerven durch Ignorieren. Im Zeitalter der Fake-News, wo immer mehr Menschen hemmungslos lügen und ihren Vorteil durch bewusste Falschmeldungen suchen, macht man immer mehr Bögen um Portale und Personen. Du hast recht, man sollte den Investor mit auf die Ignore-Liste aufnehmen, allerdings ist er, leider, leider, noch zu wichtig für meinen Lieblingsverein um ihn komplett zu ignorieren. Seine kleinen medialen Kläffer und Claqueure daqegen kann man getrost wegklicken.

anteater
Leser

Vielen Dank für die Blumen!

Herrn Ismaiks Kosmos erreicht man nur per öffentlichem Schuhwurf!

Tami Tes
Redakteur

Ich weiß nicht… ich finde da einige Widersprüche innerhalb seiner eigenen Aussagen. Einerseits kritisiert er, es wird kein frisches Geld generiert und schimpft im gleichen Atemzug über die Bayerische und deren Sponsoring. Dabei muss er ja froh sein, dass wir und er so einen guten Sponsor hat und das Geld reinkommt… er scheint sich von Ihnen sehr bedroht zu fühlen.

Er behauptet immer, Reisinger würde mit ihm nicht kommunizieren wollen und wenn RR darauf besteht, mit ihm zu sprechen und so wichtige Entscheidungen mit ihm zu treffen, verweist er ihn auf Stimoniaris.

Was der e.V. mit dem Verkauf von Grimaldi zu tun hat, erschließt es mir auch nicht… da war sein Wunsch-GF Gorenzel am Werk.

Und noch einiges mehr… hab aber gerade echt keinen Bock Romane zu schreiben.

Banana Joe
Leser

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wink

anteater
Leser

lol

anteater
Leser

Und noch was, Hasan. Du kreidest Herrn Reisinger an, dass manche Dinge kurz vor der MV passieren. Aber dass Du kurz vor der Wahl solche halbgaren Interviews gibst, das ist in Ordnung? Weißt Du, wie man das bei uns nennt? Heuchlerisch!

anteater
Leser

Jetzt ist mein Kommentar schon wieder unter dem falschen Artikel…

„Präsident Reisinger informiert die Menschen fünf Tage vor der Mitgliederversammlung über eine geplante Kapitalerhöhung – das ist alles berechnend. Hatte er nicht zwei Jahre Zeit, um den Verein so aufzustellen, damit er überlebensfähig ist?“

Also, so was wie ein Kapitalerhöhung, das plant man nicht über Nacht! Vor zwei Jahren bestand diese Option wohl noch gar nicht, weil kein potentieller Käufer da war. Das Timing finde ich allerdings auch suboptimal.

„Reisinger hatte mich vor Wochen angeschrieben, in dem er seinen Wunsch nach einer Kapitalerhöhung hinterlegte.“

Ach so, Hasan weiß es schon seit Wochen. Na dann.

„Reisinger lehnt Stimoniaris als Gesprächspartner ab.“

Das glaube ich jetzt erstmal nicht, wobei ich es absolut verstehen könnte, bei den Äußerungen, die Herr Stimoniaris in der Öffentlichkeit abgelassen hat.

„und dann wurde mit Adriano Grimaldi auch noch ein Publikumsliebling, der mit einem Langzeitvertrag ausgestattet war, für wenig Geld zu einem direkten Konkurrenten abgegeben.“

Publikumsliebling war er nur so lange, bis klar, wurde, warum er so einen Leistungseinbruch hatte. Die Löwenfamilie weiß das, Hasan nicht. Und, Hasan, sollte man Spieler, die unbedingt weg wollen, zwingen zu bleiben, auch wenn sie keine Leistung mehr bringen? Können wir uns das leisten? Der Typ ist so was von planlos.

„Die ganze letzte Saison war nicht richtig kalkuliert.“

Stimmt! Immerhin hat man jetzt schon Rückstellungen für Strafzahlungen wegen ausbleibender Umwandlungen gebildet.

„dass mich nun genau dieser Mann bekämpft“

Ach Hasan, der bekämpft Dich nicht. In unserem Kulturkreis ist es durchaus üblich, dass man unterschiedliche Meinungen hat und z.B. auch, dass man ein überschuldetes Unternehmen nicht noch mehr mit Schulden belädt. Du verstehst gar nichts, Hasan, oder?

„Aber da gibt es in diesem Verein mehrere Beispiele, die eine beispielslose 180-Grad-Wendung hingelegt haben.“

Allen voran Du, Hasan! Was hat uns eigentlich das von Dir betriebene Personalkarussell gekostet?

„Dazu gehört auch Herr Sitzberger. Er war immer der erste, der mir bei Toren für uns auf der Tribüne um den Hals gefallen ist.“

Und Du versuchst jetzt kurz vor der Wahl die aktuellen Kandidaten dadurch zu diskreditieren, dass sie Dir gegenüber mal positiver eingestellt waren, als sie es jetzt sind? Da zeigst Du wieder, dass Du zu Reflexion nicht fähig bist, denn grundlos ist diese Abkehr von Dir sicher nicht. Denk mal drüber nach, wenn Du denken kannst.

„Es heißt ja immer, Hasan Ismaik würde nichts für 1860 machen. Wir reden von 18 Millionen Euro.“

Wir reden von 18 Mio Euro, die Du Dir quasi selbst geliehen hast, die aber Schulden von Sechzig sind, bei Dir. Diese 18 Mio, die hast Du selbst verbrannt.

„aber selbst nichts auf die Reihe bekommen“

Langsam, Hasan. Als Du angeschafft hast, sind wir doppelt abgestiegen, fast in die Insolvenz gegangen, standen ohne Mannschaft, Trainer und Geschäftsführer da, fast 20 Mio mehr Schulden. Das hast DU auf die Reihe bekommen. Glückwunsch, Du Experte! Was hat man dann auf die Reihe bekommen, ohne Deine Einmischung? Aufstieg! Klassenerhalt!

„Mein Geld wird als eine Selbstverständlichkeit angesehen.“

Von wem? Vom Griss?

„Wenn ein Anderer Geld gibt, dann wird dieser Vorgang inszeniert und über Wochen gefeiert.“

Na, Du bist doch der große Investor. Da erwartet man das schon eher als von einem Sponsor, der aufgrund knapper Kassen kurzfristig und unkompliziert sein Engagement erhöht. Das ist übrigens nicht über Wochen gefeiert worden. Bist Du vielleicht gar kein Scheich, sondern ein Baron, ein Lügenbaron?

„Wenn ich zwei Millionen Euro gebe, heißt es: Ja, Ismaik muss das ja tun – das ist seine Verpflichtung.“

Nö. Stimmt nicht. Es heißt dann, dass Biero und Gorenzel rumgejammert haben, Du das dann angeboten hast und deshalb wurde das angenommen. Schon vergessen, Hasan?

„Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen.“

Ja, von Dir, Hasan.

Zum Beispiel hier:

„Ich wäre der erste, der dem Verein die Hand reichen würde.“

Nö, der letzte! Selbst wenn Du in der Stadt bist, triffst Du Dich nicht mit dem anderen Gesellschafter.

„Ich bin weiter bereit, zu investieren“

Darlehen? Nein, danke!

„Sagen Sie mir einen Drittliga-Verein in Europa, der mehrere 1000 Fans zu den Auswärtsspielen mobilisieren kann?“

Müsste man mal in England schauen, hab jetzt aber keinen Bock. In Deutschland gibt es schon ein paar, die an uns rankommen.

„Tauschen Sie sich mit anderen Investoren wie beispielsweise Chelseas Roman Abramowitsch oder Leipzigs Dietrich Mateschitz aus?
Durch meine Wirtschaftsbeziehungen habe ich ein großes Netzwerk, ich schaue auch viele Premier League-Spiele.“

Ein einfaches „Nein“ hätte also gereicht. Frage nicht verstanden, Hasan?

„Wären wir vor zwei Jahren nicht abgestiegen“

Hätten wir Dich 2011 nicht an Bord geholt, dann müssten wir uns heute nicht Deine seichten Weisheiten zu Gemüte führen.

„Der Aufstieg in die 3. Liga und der Klassenerhalt ist allein einer Person zuzuschreiben: Daniel Bierofka.“

Also, wenn jemand nicht verstanden hat, dass Fußball ein Mannschaftssport ist, dann Du, Hasan!

„Und ja, ich habe mich auch von vielen Leuten beraten lassen, die nur eines im Kopf hatten: Das schnelle Geld, aber nicht den sportlichen Erfolg von 1860.“

Stimmt!

„Warum werden diese Menschen abgelehnt? Diese Frage sollten sich alle kritischen Fans mal stellen.“

Du also nicht. Weil sie schon mal nicht erkannt haben, dass Sechzig (der e.V.) mehr ist als die Profifußballabteilung. Alles, was diese Leute um den Burgerkönig von sich gegeben haben, deutete ganz klar an, dass sie alle in der KGaA besser aufgehoben wären. Darum! Sag mal, Hasan, hast Du keinen, der Dir das erklärt, was bei Sechzig passiert?

„Ich hatte in den letzten Jahren immer wieder angeboten, die Kosten für die Jugendarbeit zu übernehmen.“

Ach. Meines Wissens zahlt Deine Firma die zugesicherte Vergütung nicht an das NLZ. Lügst Du schon wieder? Bekommst Du vom Lügen keine lange Nase, sondern einen dicken Bauch?

„Hier geht es nicht um Macht oder Ähnliches“

Ha ha ha ha ha ha.

„Aber der Verein tut alles, um sich abzuspalten.“

Ein Beispiel vielleicht? Eines?

„Die KGaA wird behandelt wie der böse Stiefbruder.“

Die KGaA wird behandelt, wie ein krankes Unternehmen. Laut Herrn Fauser ist sie das nämlich auch.

„1860 hat mit Abstand den größten Werbewert in der 3. Liga – und dieser Wert ist selbst mit der Erhöhung des Sponsoringpakets längst nicht erreicht.“

Was für eine Nullaussage. Wenn keiner was zahlen will, dann hat man einen Wert von Null. Offenbar stehen die Sponsoren nicht gerade Schlange.

„man dürfe sich nicht von einem Partner abhängig machen und müsse 1860 auf verschiedene Schultern satteln: Warum spielt dann die Bayerische in diesem Konstrukt die größte Rolle?“

Das ist eine der weiteren Schultern, Hasan. Sag mal, das ist jetzt keine große intellektuelle Transferleistung und selbst da versagst Du? Mit dem Intellekt, den Du da gerade zeigst, kommt man aber nicht zu viel Geld. Wo ist Dein Geld eigentlich her?

„Die Bayerische wollte im Abstiegsjahr mit dem Verein einen Zehn-Jahres-Vertrag unterschreiben. Das sagt alles. Dass das sittenwidrig ist, muss ich Ihnen nicht erzählen.“

Gut, ob das stimmt, man weiß es nicht. Sittenwidrig? Warum? Was allerdings sittenwidrig sein dürfte, das sind Teile des Kooperationsvertrages. Dieser Passus mit dem beantragen einer Lizenz zum Beispiel.

„Und zu den Namensrechten der Bayerischen: Ich wollte nicht, dass 1860 alles verramscht, was nicht niet- und nagelfest ist. Deswegen habe ich dem Verein ein Darlehen über die selbe Summe mit einer Verzinsung von 0,01 Prozent angeboten. Rechnen Sie sich aus, auf welche Summe wir in einem Jahr gekommen wären?“

Selbe Summe, 500.000. Die wären dann vielleicht im Dezember angekommen, oder irgendwann halt, wie üblich. 5% ist üblicherweise die Höhe von Strafzahlungen, also 25.000. Das ist ja fast ein Berzel (nach Adam Gorenzel). Und mit den Darlehen, das ist so eine Sache, Hasan. Gut, Du kannst es nicht wissen, weil Du offenbar nicht viel weißt, aber da gibt es so etwas wie eine Eigenkapitalquote…

So, und den richtigen Kommentar schreibt dann der Arik.

Lothar Willenweber
Gast
Lothar Willenweber

Könntest du den Kommentar auch in FB veröffentlichen

anteater
Leser

Hi Lothar Willenweber

nein, weil ich meinen dort verwendeten Klarnamen nicht mit dem Schutz der Anonymität meines Nutzernamens in Verbindung bringen möchte.

Aber Du darfst meinen Kommentar gerne als Zitat auf FB posten.

Tami Tes
Redakteur

„“Ich hatte in den letzten Jahren immer wieder angeboten, die Kosten für die Jugendarbeit zu übernehmen.“

Ach. Meines Wissens zahlt Deine Firma die zugesicherte Vergütung nicht an das NLZ.“

Na ja – er wollte schon in die Jugend investieren, aber sagt nicht dazu, dass er dafür das NLZ ganz übernehmen wollte und dass das rechtlich ja garnicht möglich ist. Man erinnert sich ja an seinen 6-Punkte-Anforderungskatalog.

anteater
Leser

Aber es geht ihm doch gar nicht um Macht…

Snoopy.
Leser

„Wir reden von 18 Millionen Euro. … Und es ist auch schon vergessen, dass mit Teilen dieses Geldes die Verpflichtung von Stefan Aigner realisiert wurde. Zudem wurden fast alle Plätze auf dem Trainingsgelände renoviert oder eine Fitnesshalle gebaut.“

… nicht vergessen ist jedenfalls Pereira, Ribamar, Andrade und Co.

Max
Leser

Richtigrichtirichtig! Und die Flitzpiepe vom Kicker hat nicht EINE kritische oder gar nur auf schierer Logik fußende Nachfrage rausgepresst gekriegt (wie auch immer dieses „Interview“ entstanden ist). Da kriegst du das kalte K*****. Kicker App gelöscht und Mail an den Chefredakteur geht raus – den interessiert es natürlich nur bedingt. Der Kicker verkauft jegliche journalistische Integrität, irgendwann gibt es keinen Grund mehr…

Julian Mayer
Leser

Wo HI sein geld her hat? Mal ein bisschen googlen nach Artikeln über ihn in Zeitungen aus dem arabischen Raum. Zeichnet ein fragwürdiges Bild.

anteater
Leser

Das sollte auch eine rhetorische Frage sein… wink

Julian Mayer
Leser

Schon klar. Finde aber, dass es zu wenig Erwähnung findet, wo das Geld herkommt. Hilft schon bei der Bewertung dieses Mannes.

anteater
Leser

Ja, stimmt schon. Leider findest offenbar kein investigativer Journalist (m/w/d) diese Frage so interessant bzw. wichtig, dass dies mal alles recherchiert würde.

Würde aber wohl auch nichts ändern, denn wer so Typen wie ihm folgt, ist wahrscheinlich durch nichts zu beirren. Etwas so wie bei Trump, der sagte, er könne auf offener Straße jemanden erschießen und seine Anhänger würden ihn trotzdem wählen.

Banana Joe
Leser

Am Sonntag gibt’s die Quittung!

Snoopy.
Leser

„Wären wir vor zwei Jahren nicht abgestiegen, würde 1860 seine Auswärtsfahrten jetzt nicht nach Großaspach oder Münster, sondern wieder nach Dortmund oder Leipzig machen.“

Wir sind aber abgestiegen. Dank einer ismaikschen Personalpolitik die seines Gleichen sucht – und vermutlich nicht finden wird, mal nicht bei einem „erfolgreichen“ Verein, der nach Dortmund oder Leipzig fährt.