Am morgigen Samstag spielt der TSV 1860 München auswärts gegen den SV Meppen. Es ist für die Löwen der Auftakt für die Saison 2020/21 in der Dritten Liga. Wir blicken auf den kommenden Gegner.

Am heutigen Freitag wird die Drittliga-Saison 2020/21 mit der Partie 1. FC Kaiserslautern gegen den Absteiger Dynamo Dresden auf dem Betzenberg eröffnet. Der TSV 1860 München trifft einen Tag später auf den SV Meppen (Anpfiff 14:00 Uhr).

Meppen

Ausgangslage der Löwen

Eine fast schon historische Partie im fernen Emsland. Aufgrund der Analyse von Cheftrainer Michael Köllner war die leichte Schwächephase im Endspurt der abgelaufenen Saison mit den schwierigen Trainingsbedingungen während der Corona-Pandemie zu erklären. In der Vorbereitung auf den Re-Start durfte anfangs nur in Fünfer-Gruppen trainiert werden. Das tat laut Köllner dem Mannschaftsgefüge nicht wirklich gut. Mit einem eingeschworenen Haufen wäre mehr drin gewesen. Abgehakt. Die neue Saison steht vor der Tür. Die Erste, in der Michael Köllner von Anfang an in die Kaderplanung mit eingebunden war und der Trainer genug Zeit zur sportlichen Vorbereitung hatte. Wie gut die Saat des Trainers bereits aufgegangen ist, haben die Pokal-Spiele gegen Würzburg und Eintracht Frankfurt eindrucksvoll gezeigt. Mit den beiden Neuzugängen im Sturm Martin Pusic und Tim Linsbichler scheint der Kader für die neue Saison nun zu stehen. Im Gegensatz zu Beginn der vergangenen Spielzeit, darf sich der Löwenfan auf die anstehende Saison freuen. Erwartungen, dass diese einen positiven Verlauf nehmen könnte, sind da. Und diese Erwartungen sind berechtigt. Nie war die Stimmung im Umfeld des TSV 1860 München so harmonisch und positiv wie heute.

Der SV Meppen

Mit dem SV Meppen erwartet die Löwen am Samstag in der Ferne kein Unbekannter. In den vergangenen zwei Spielzeiten der Dritten Liga schenkten sich beide Teams wenig. Die Partien waren immer ausgeglichen und umkämpft. In der Saison 2018/19 wechselten sich beide Mannschaften mit einem 1:0 ab. In der darauffolgenden Saison teilte man sich jeweils die Punkte (0:0; 1:1). Auf der Abschlusstabelle 2019/20 lagen die Löwen ebenfalls Kopf an Kopf mit dem SV Meppen auf den Plätzen sieben und acht. Für die neue Saison holten sich die Emsländer mit dem ehemaligen Nationalspieler Torsten Frings einen neuen Besen an die Seitenlinie. Wie gut er kehren kann, wird der neue Trainer sicherlich bereits im Auftaktspiel gegen die Löwen beweisen wollen. Dabei gilt es für die Meppener, die verlorene Durchschlagskraft der vergangenen Saison zu kompensieren. Mit Denis Undav (17 Tore/13 Vorlagen) mussten die Emsländer einen der Topscorer der Liga ziehen lassen. Den Mittelstürmer zog es in der Wechselperiode in die zweite Belgische Liga zu Saint Gilloise. Mit dem Außenstürmer Marius Kleinsorge, heute Abend bei den roten Teufeln auf dem Betzenberg zu sehen, haben weitere 13 Scorerpunkte den Club verlassen. Das Vakuum in der Offensive sollen Dejan Bozic (Mittelstürmer) und Christoph Hemlein (Rechtsaußen) kompensieren. Sowohl dem ehemaligen Lauterer Christoph Hemlein (29) als auch Dejan Bozic (27) vom Absteiger aus Chemnitz ist die Dritte Liga bekannt. Die Fußstapfen eines Denis Undav muten für den im Profifußball kaum erfahrenen Bozic aber eher überdimensioniert an. Für die Chemnitzer traf er in der abgelaufenen Abstiegssaison aber immerhin fünfmal ins Schwarze. Auch aus den Testspielen des SV Meppen lässt sich wenig über das aktuelle Leistungspotenzial der Frings-Truppe ableiten (0:5 gegen den VfL Osnabrück; 0:0 gegen Sonderjeske Fodbold/2. Dänische Liga; 1:2 gegen St. Pauli; 7:3 gegen den FC Schüttorf/Landesliga).

Alles in allem dürften die Emsländer den bereits gut aufgelegten Löwen keine Angst machen. 500 zugelassene Zuschauer werden auf den Rängen ein ungewohntes aber sicherlich kein beeindruckendes Bild abgeben. Michael Köllner hatte in den vergangenen Tagen genügend Zeit, seine Mannschaft auf die anstehende Herausforderung in der Fremde einzustellen. In der zu erwartenden Anfangsformation der Löwen dürfte es zudem nur wenige Fragezeichen geben. Die Abwehrreihe mit Marius Willsch über Rechts, Philipp Steinhart über Links, der erfahrenen Neuverpflichtung Stephan Salger und dem umfunktionierten Quirin Moll in der Innenverteidigung dürften ebenso gesetzt sein, wie das Eigengewächs Marco Hiller auf der Linie. Lediglich auf der Position der Doppelsechs darf mit Spannung erwartet werden, wer von den drei möglichen Kandidaten Dennis Erdmann, Daniel Wein und Dennis Dressel von Beginn an auf dem Rasen stehen wird. Ein weiteres Fragezeichen könnte sich im Mittelfeld ergeben. Neben dem bereits gut integrierten Erik Tallig drängt auch Neuzugang Richard Neudecker in die Startelf. Im Sturm, der gegen die Eintracht aus Frankfurt durch Stefan Lex, Sascha Mölders und Fabian Greilinger gestellt wurde, könnte es ebenfalls zu einem Wechsel kommen. Ob dabei allerdings die beiden Neuzugänge Tim Linsbichler und Martin Pusic bereits eine Rolle spielen, ist eher fraglich. Ein Johann „Hans“ Djayo darf jedoch als Alternative in der Offensive gehandelt werden. Das 19-jährige Eigengewächs konnte in der Vorbereitung durchaus mit Kampfgeist und Löwenherz gefallen. Letztendlich ist die Vorhersage der Anfangsformation der Löwen vor einem Spiel nichts anderes als der berühmte Blick in die Glaskugel. Wir wissen nicht, wie die einzelnen Spieler unter der Woche trainiert haben, wer gesundheitlich vielleicht nicht ganz auf der Höhe ist. Es macht aber Freude darüber zu spekulieren. Insoweit fordern wir Euch gerne auf, Euch an dieser Spekulation zu beteiligen.

So könnte die Aufstellung der Löwen am Samstag aussehen.

Die Vorfreude ist groß und ein Auftakterfolg immer Antrieb für einen positiven Saisonverlauf. Löwen, macht da weiter, wo Ihr gegen Frankfurt aufgehört habt. Es war eine Freude zu sehen, wie Ihr Euch im Spielaufbau durchs Mittelfeld kombiniert und die Räume bei Ballbesitz des Gegners eng gehalten habt. Wie Ihr immer wieder aggressiv und bedingungslos den Gegner angelaufen seid und Eure Chancen in der Offensive gesucht habt. Holt Euch die Punkte im Emsland und in den folgenden Spielen. Wenn die Zeit gekommen ist, sind wir wieder da und tragen Euch mit unseren Gesängen und Schlachtrufen dahin, wo wir uns alle sehen. Auf geht’s Löwen, die Liga wartet auf uns.

Wen sollte Michael Köllner Eurer Meinung nach am Samstag von Beginn an auf den Rasen schicken?


Auch interessant: Die Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel des TSV 1860 in Meppen

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Thrueblue
Leser
Thrueblue (@thrueblue)
1 Monat her

Vorsicht Spoiler: das wird heute ein klassisches 2:2.

Landshuter Löwe
Leser
Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
1 Monat her
Reply to  Thrueblue

Hi, hi, hi, … wer hat’s getippt?

Last edited 1 Monat her by Landshuter Löwe
Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
1 Monat her

Habe mir gerade das vermeintliche Spitzenspiel Lautern – Dresden angeschaut. Ja, meine Güte, was für ein Grottenkick. Will man es positiv sehen, kann man sagen, dass Dresden es clever angestellt hat, da man über eine Hälfte mit einem Mann weniger spielen musste und kaum was zugelassen haben. Auf der anderen Seite: Lautern hat ja überhaupt kein System oder Taktik. Was die mit diesem Trainer Schommers wollen, ist mir ein Rätsel. Der hat ja überhaupt keinen Plan. Das dürfte ein ernsthafter Kandidat für den ersten Rausschmiss sein.

Insgesamt eine spielerisch äußerst dürftige Veranstaltung. Vor diesen beiden Teams muss der Löwe keine Angst haben …

Siggi
Leser
Siggi (@gscheiderl)
1 Monat her

Schommers kann ich nicht beurteilen, aber so wie Kaiserslautern Spieler geholt hat, würde es wohl auch bei anderen Trainern eine Weile dauern. Uns soll’s recht sein. Meinetwegen wird Dresden Zweitligameister, wenn wir dann als Zweiter aufsteigen. Aber gaaaaaanz realistisch betrachtet, werden wohl doch eher wir am Schluß Erster sein.
😉

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
1 Monat her
Reply to  Siggi

Ich kenne den Schommers auch nicht, aber wie er dieses planlose Gebolze nach dem Spiel noch schön geredet hat, lässt mich schon ernsthaft an seiner Kompetenz zweifeln.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her

Man hat schon gesehen, dass beide Mannschaften, Kaiserslautern wie auch Dresden, einiges an Spielern hat abgeben müssen, darunter Leistungsträger.
Dynamo hat meiner Meinung nach verdient gewonnen, von Lautern kam wirklich nicht viel, vor allem bei einem mehr auf dem Platz. War recht einfallslos, auch wenn Dresden im Grunde die zweiten 45 Minuten nichts anderes gemacht hat, als hinten zuzustellen. Dresden hat im DFB gegen Hamburg ein gutes Spiel gezeigt, allerdings auch mit Unterstützung der Hamburger.

United Sixties
Leser
United Sixties (@richard-ostermeiergmail-com)
1 Monat her

Sehe ich auch kritisch. So wird es Lautern leider sehr schwer haben.
Und Dresden muss man auch nicht zu arg fürchten. Wenn unsere Löwen morgen und die Kommenden Wochen die Frankfurt-Leistung nur halbwegs hinbekommt und genügend Torchancen nutzen, starten wir siegreich. Tippe auf 1:3 mit Toren durch Sascha, Steini und dem eingewechselten Puuuusic 😁 Trinke jetzt erstmal ein kühles Giesinger Bier auf die TSV-Instagram Meldung zu nun sensationell 10 000 verkauften Dauerkarten

Tami Tes
Tami Tes (@tamites)
1 Monat her

Hab ich auch gemacht… das Gute an dem Spiel, war die Zuschauer-Kulisse. War schön, wieder Reaktionen zum Spiel von den Rängen zu hören… und gewöhnungsbedürftig Rieder rumrennen zu sehen. Nun ja – glaube nicht an den Erfolg von Lautern durch die wilde Einkaufspolitik – aber we will see.

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
1 Monat her
Reply to  Tami Tes

Apropos Zuschauer: es waren gestern ungefähr 4.500 drin, erlaubt wären aber, laut Moderator, 5000 gewesen? Weiß da jemand was über die Hintergründe, warum da 500 einfach nicht gekommen sind?

Rieder fand ich übrigens gestern noch als einen der besseren …

BruckbergerLoewe
Leser
BruckbergerLoewe (@bruckbergerloewe)
1 Monat her

Sehen uns am Samstag in Giasing (er Bräu)
https://muenchnerloewen.de/aktuelles.html

Max
Gast
Max (@guest_50622)
1 Monat her

Toll geschrieben!!!
💙
💙
💙

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
1 Monat her

Prima, jetzt geht endlich die Liga wieder los. Es herrscht ja ziemlich viel Vorfreude, ja geradezu Euphorie im Löwenlager vor, die mir schon wieder etwas Angst macht. Auch wenn es keiner offiziell sagt, so unter der Hand, rechnen wohl schon die Meisten, dass man zumindest um den Aufstieg mitspielt. Und natürlich haben die beiden guten Auftritte zuletzt im Pokal nicht gerade als Euphoriebremse gewirkt. Man kann daher nur warnen: schon das Spiel in Meppen steht unter einem ganz anderen Stern, als wenn man gegen höherklassige Vereine als Underdog eine gute Rolle spielt. Schon im Spiel morgen wird man leicht favorisiert ins Spiel gehen und das ist – so banal es klingt – eine ganz andere Voraussetzung als in David-gegen-Goliath-Spielen.

Interessant ist auch die Eigeneinschätzung im Verein und seinem nach Erfolgen dürstenden weiß-blauen Vereinsumfeld mit der Einschätzung von außen zu vergleichen. So unterzog liga-drei.de die Löwen einem Team-Check und erwartet die Mannschaft zwischen Platz 10 und 12. Das ist doch mal ein interessantes Kontrastprogramm zur Erwartungshaltung rund um die Grünwalder Str. 114. Und ja, es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass es schon auch einige Fragezeichen im Köllner-Team gibt.

Fragezeichen 1: Kann man Tim Rieder, der in der letzten Saison immer mehr zum Team-Leader heranwuchs, wirklich ersetzen? Wein und Erdmann sind passable Zerstörer, ihnen fehlt aber oft der Blick für öffnende Pässe. Zumindest bis jetzt. Und Neudecker wird wohl eher Bekiroglu ersetzen wollen. Es wird wohl nur als Mannschaft funktionieren, dass man Rieder ersetzen kann.

Fragezeichen 2: Wird Mölders noch mal an die überragende letzte Saison anknüpfen können oder werden wir uns doch darauf einstellen müssen, dass er im gehobenen Fußballalter jetzt dann doch mal nachlässt? Er wird immer torgefährlich bleiben, aber man braucht schon einen topfitten und in Bestform spielenden Mölders um oben mitzuspielen. Denn er ist nicht nur gefährlich als Torschütze, sondern bindet im Strafraum immer 1-2 Verteidiger fest an sich, was wiederum Lex Freiräume schafft. Und auch da ist die Frage: kann Lex in der Saison auch mal zweistellig treffen? Es wäre so wichtig. Und daran anschließend: Kann vor allem Martin Pusic gegebenenfalls in die Bresche schlagen und das Team mit wichtigen Toren unterstützen? Da sind schon einige Fragen offen.

Fragezeichen 3: Wir haben ein Innenverteidiger-Duo, das spielerisch sicherlich gehobenen Drittliga-Ansprüchen gerecht wird. Dennoch machen mir die für einen Innenverteidiger doch unterdurchschnittliche Größen von Moll (1,82) und Salger (1,84) etwas Sorgen, zumal wir mit Hiller einen überragenden Torwart auf der Linie haben, aber auch jemanden, der jetzt nicht als Strafraum-Monster bekannt ist (wobei er da doch langsam besser wird). Gegen Frankfurt fiel so schon ein Treffer, als Moll bei einer Flanke ein paar Zentimeter zu klein war und der hinter ihm postierte Bast Dost den Ball maßgerecht auflegen konnte. Da kann das eine oder andere Mal bei Flanken Ungemach drohen, vor allem, wenn beim Gegner ein Hüne im Sturm aufläuft. Gut, bei Standards müssen die „langen Lackel“ zwingend mit hinten aushelfen, was natürlich im Fall Mölders dann auch wieder beim Kontern nachteilig ist, wenn der erst von hinten loslaufen muss. Gut, man wird sehen.

Aber ein großer Pluspunkt ist auf jeden Fall, dass wir ein sehr gut funktionierendes Trainer-Team haben und mit Köllner einen Mastermind an der Spitze, der überragende Fähigkeiten mitbringt. Der kennt natürlich diese Probleme und wird, so hoffe ich, auch entsprechende Antworten drauf haben.

Last edited 1 Monat her by Alexander Schlegel
Loewenaufsteiger
Leser
Loewenaufsteiger (@loewenaufsteiger)
1 Monat her

Warum muss man immer „warnen“ – wieso? Ich genieße es, an den Aufstieg zu denken! Warum auch nicht? Wir haben einen Super-Coach und eine gute Mannschaft. Letzte Saison hat es nur knapp nicht gereicht! Also: Marsch zur Tabellenspitze 👆

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
1 Monat her

Ganz einfach: es gibt einfach momentan noch viel zu wenig Anhaltspunkte in Richtung Aufstieg zu denken. Und weil ich gerade ein Fan der derzeitigen Situation bin, warne ich vor überzogenen Erwartungen. Jetzt jubelt alles Köllner und der Mannschaft zu, wie schaut es aber aus, wenn mal 3-4 Spiele hintereinander verloren gehen? Und das kann und wird wahrscheinlich auch mal passieren. Extreme kippen dann immer schnell in die entgegengesetzte Richtung.

 Letzte Saison hat es nur knapp nicht gereicht! Also: Marsch zur Tabellenspitze 👆

Genau dieses Denken macht mir Sorgen. Wir haben jetzt nicht die Übermannschaft und haben auch einige Qualitätsspieler verloren. Und was letzte Saison passiert ist, mit diesem auch in der Historie von 1860 einmaligen Lauf, wird sich wahrscheinlich nicht so einfach wiederholen.

Ich will Dir gar nicht die Freude nehmen, ich habe ja sicherlich genau so viel Spaß an der Truppe wie alle anderen auch, aber das wird nicht immer so sein. Und wenn man einfach im Kopf behält, dass es mehrere Aufstiegskandidaten gibt und wir da noch nicht mal in den Top-Kreis der am heißesten Gehandelten gehören, dann ist doch nichts Schlimmes daran, oder?

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her

Mölders sollte nicht der einzige sein, der Tore schießt und meiner Meinung nach auch nicht zwingend der Zielspieler sein. Das wäre (ist) dann für den Gegner zu einfach. Torgefährlich ist er, keine Frage, aber oft genug hat das „anspielen und Ball halten“ auch nicht funktioniert. Von daher ist Pusic vielleicht doch eine gute Alternative und auch hier gilt, dass Mölders sich da reinhängen muss. Wobei ich mir ein Mölders – Pusic Duosturm ganz gut vorstellen kann, zumindest nach den Eindrücken des Österreichers die es so auf Videoplattformen gibt. Aber dazu muss der Neuzugang wohl erst den Trainingsrückstand aufholen. Wir sollten im Angriffsspiel etwas unberechenbarer werden, mir war das doch ein wenig zu sehr auf Mölders ausgerichtet.

Bei der Innenverteidigung fehlen uns im Schnitt ein paar Zentimeter, halte ich aber für nicht so schlimm. Mittels Stellungsspiel und Timing kann man da schon auch Boden gut machen. Natürlich wären 10 cm größere Leuchttürme nicht schlecht, aber man kann nicht alles haben. Und wenn Erdmann noch mit hinten aushilft und zwischen die beiden IV’s im Notfall geht sind wir schon ganz gut aufgehoben. Alle Flanken wegblocken oder wegköpfen kannst du eh nicht.

Was mir in den bisherigen Spielen gefallen hat: wir sind schnell wieder „hinter dem Ball“ und da macht auch jeder mit, genauso wenn man ins Pressing geht. Wir verschieben gut, stehen gut im Raum, stellen gut zu. Einzig das Angriffsspiel war nicht ganz so optimal. Bis zum 16er gut, wenn man von den mir zu vielen hohen Bällen über die Mitte absieht, danach fehlte bisher so der letzte Pass, meist auf Mölders. Da erhoffe ich mir jetzt doch ein wenig mehr „Überraschung“. Spielberechtig sind die beiden Neuzugänge anscheinend schon und ich vermute Pusic wird ein paar Minuten Wiesenzeit bekommen.

Ich denke schon, dass man mit diesem Kader in der Lage ist, im oberen Tabellendrittel zu bestehen. Ob es für ganz oben reicht (Aufstieg) glaube ich nicht, dazu ist mir der Umbruch dieses Jahr zu groß, es wird Rückschläge geben und ein wenig Zeit brauchen. Dazu kommt halt noch die Frage nach den Fans im Stadion, besonders bei Heimspielen, die eine Mannschaft doch noch puschen können.

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
1 Monat her
Reply to  Snoopy.

Zu Mölders: klar, das weiß ich, dass wir da teilweise zu einfach auszurechnen sind. Aber Fakt ist, dass Mölders viel Aufmerksamkeit der Abwehrleute auf sich zieht – und da müssen dann andere auch viel stärker reinpreschen. Bekiroglu hat das letztes Jahr für einige schöne Tore genutzt, auch Lex, aber gerade von Letzterem muss man dieses Jahr noch mal etwas mehr verlangen. Es ist jetzt schon länger verletzungsfrei und super eingespielt, jetzt brauchts da einfach noch etwas mehr Torgefahr bei ihm.

Andere, wie Tallig haben ja auch angekündigt, dass sie zweistellig treffen wollen. Auch Neudecker und vor allem Pusic sind da natürlich genau so in der Pflicht, weil Du hast natürlich vollkommen recht: wir müssen variabler vorne spielen und nicht immer drauf warten was Mölders macht.

Ansonsten passt das System von Köllner gerade maßgeschneidert mit dem Engstellen der Räume und aggressiv anlaufen. Denn eines ist ja auch klar: je weiter vorne man die Bäller abläuft, desto kürzer ist der Weg zum Tor. Alte Klopp-Weisheit … 😉

Siggi
Leser
Siggi (@gscheiderl)
1 Monat her

Momentan kann ich mir fast gar nicht vorstellen, dass wir das Spiel nicht gewinnen. Hoffentlich werde ich da nicht von Wolke 7 heruntergeholt.
Aufstellung: Neudecker wird wohl eher nicht in der Startaufstellung sein, Pusic hingegen schon, falls die Papiere vorher noch fertig werden. Wenn nicht, wird er auch nicht im Kader sein.
Mit der Doppelsechs kann ich mich auch nicht so recht anfreunden. Dressel wird wohl etwas weiter vorne spielen. Allerdings wird Köllner nicht müde, darauf hinzuweisen, dass sehr variabel gespielt werden soll. Folglich wird der eine oder andere eh keine feste Position einnehmen. Wir sollen genau hinschauen hat er gemeint. Mal schauen, wie weit unser Fussballverstand reicht :-).

Last edited 1 Monat her by Siggi
Bene
Gast
Bene (@guest_50618)
1 Monat her

Ich denke Djayo könnte in den nächsten zwei Jahren zu einem Wichtigen Spieler heranwachsen

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her

Interessanter Vorbericht.

Wen Köllner auf die Wiese stellt, überlasse ich wie immer dem Trainer.
Wo der Löwe in etwa steht, hat man durch die Testspiele und den beiden Pflichtspielen im Toto- und DFB-Pokal sehen können, wobei Liga wieder eine andere Baustelle ist. Und den SV Meppen einzuschätzen fällt schwer. Ist eher für Meppen Positionsbestimmung als für den TSV. Der kann nach Frankfurt mit einer breiten Brust auftreten, da haben sie gezeigt, wozu sie im Stande sind. Diese beiden Erfolge, auch wenn ein Spiel verloren wurde (Frankfurt ist nicht unser Gegner in der Liga), mit in die Liga zu nehmen und dort auszubauen wird wichtig sein.

Natürlich wünscht man sich gleich mal am Anfang 3 Punkte, damit der Start auch in das alltägliche Geschäft positiv verläuft. Ich denke, wir werden, auch wenn die Neuzugänge noch nicht ganz „matchen“ (oder dabei sind) ein gutes Spiel der Löwen sehen. Bange braucht einem nicht sein, wir haben jetzt auch eine gewisse Tiefe oder Breite in den Kader bekommen. Und die Eindrücke der Testspiele bzw. Pflichtspiele haben schon auch beeindruckt. Ich freu mich auf Samstag.

Landshuter Löwe
Leser
Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
1 Monat her

Vielen Dank für den wieder tollen Bericht. Du hast mich jetzt so richtig angefixed und es ist noch so lange bis morgen 14 Uhr 😉.