Zum letzten Heimspiel der Saison 2018/19 empfangen die Löwen am kommenden Samstag den SC Fortuna Köln. Anpfiff im Stadion an der Grünwalder Straße ist um 13:30 Uhr. Aus dem Hinspiel in der Kölner Süd-Stadt ist uns eher die tolle Choreographie der organisierten Fanszene in Erinnerung geblieben, als das magere und chancenarme 0:0. Doch mit der Mannschaft aus dem Hinspiel hat die Fortuna derzeit nichts mehr zu tun. Das gilt allerdings gleichermaßen auch für unsere Löwen. Ebenso haben sich die Rahmenbedingungen gravierend geändert. Mittlerweile befinden sich beide Mannschaften im Abstiegskampf. Es geht um das nackte Überleben in Liga 3.

Köln_Kurve
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Neue Besen kehren gut?

Mit dem SC Fortuna Köln kommt eine alles andere als gefestigte Mannschaft auf Giesings Höhen. Seit der Saison 2014/15 sind die Kölner fester Bestandteil in Liga 3, abgesehen von der letztjährigen Platzierung (Tabellenrang 8) konnte man die Liga immer nur knapp über dem „Strich“ abschließen. In der aktuellen Spielrunde ist man ebenfalls nie so richtig ins Rollen gekommen. Nachdem Trainer Uwe Koschinat in der laufenden Spielzeit dem Ruf der Zweiten Liga gefolgt ist und im Oktober 2018 den Verein in Richtung SV Sandhausen verlassen hat, folgte ihm Tomasz Kaczmarek. Nach anfänglichen vernichtenden Niederlagen in Wiesbaden (7:0) und zuhause gegen Unterhaching (0:6) stabilisierte sich die Mannschaft, schaffte es letztendlich aber nie über den unteren Strich in der Tabelle zu springen. Wie so oft im Profifußball wurde vier Spieltage vor Saisonschluss die Reißleine gezogen. Wie Investor und Geschäftsführer Michael W. Schwetje mitteilte, wurde mit dem neuen Trainer Oliver Zapel die letzte Patrone in den Lauf gelegt, um bis zum letzten Spieltag die Hoffnung auf einen Nichtabstiegsplatz aufrecht zu halten.

Auch wenn sich die Kölner Südstädter derzeit mit 39 Punkten auf dem vorletzten Tabellenrang befinden, ist der Sprung in die Nichtabstiegszone immer noch möglich. Das rettende Ufer ist gerade einmal einen Punkt entfernt. An diese Hoffnung klammert sich auch Oliver Zapel mit aller Vehemenz. Auch wenn in den Spielen gegen Würzburg und Meppen gerade einmal nur ein mageres Pünktchen erzielt werden konnte, war die vom Trainerwechsel entfachte Euphorie auf dem Platz durchaus zu spüren. Der Glaube der Spieler an die eigenen Stärken scheint zurückgekehrt zu sein. Mit mutigem Angriffsfußball konnte in den vergangenen Spielen eine Vielzahl an Torchancen herausgespielt werden. Allein die mangelnde Chancenauswertung und ein haarsträubender Fehler von Torwart Nikolei Rehnen im letzten Spiel gegen Meppen verhinderten eine größere Punkteausbeute.

FanTreff vor dem Spiel: FanTreff2019

Mit dem Mut der Verzweiflung

Für die verbleibenden Spiele gegen die Sechzger und den Sonnenhof aus Aspach rechnet sich Oliver Zapel große Chancen aus. Im Portal „Liga-drei.de“ wird er mit den Worten zitiert: „Ich habe den Glauben nicht verloren, das kann ich garantieren. Auch in München werden wir mit Leidenschaft und Energie attackieren.“ Bei dieser Attacke wird er allerdings auf seinen Kapitän und Top-Scorer Hamdi Dahmani verzichten müssen. Dass dies nicht unbedingt eine Schwächung darstellen muss, zeigte die Mannschaft im Spiel gegen Meppen. Auch als Dahmani bereits nach 10 Minuten verletzungsbedingt den Platz verlassen hatte, erspielten sich die Kölner eine Vielzahl an Chancen aus denen letztendlich auch das 1:0 resultierte. Gegen die Löwen müssen die Fortunen punkten, um überhaupt noch eine Chance auf einen Nichtabstiegsplatz zu haben.

Bei unseren Löwen sieht es ähnlich aus. Als derzeit mit Abstand schwächstes Team in Liga 3 muss unbedingt vor heimischen Publikum gepunktet werden. Durch einen Sieg könnten wir uns den Ligaverbleib bereits am Samstag aus eigener Kraft sichern. Um sich auf dieses „Endspiel“, wie es Trainer Daniel Bierofka selbst nennt, in Ruhe vorbereiten zu können, haben sich die Löwen aktuell unter Ausschluss der Öffentlichkeit in ihren Käfig an der Grünwalder Straße 114 zurückgezogen. Auch die Nacht vor diesem wichtigen Spiel werden die Spieler im Hotel verbringen. Unter den genannten Umständen kann man durchaus davon sprechen, dass sich am Samstag auf Giesings Höhen zwei Mannschaften mit dem letzten Mut der Verzweiflung gegenüberstehen werden.

Gemeinsam für den Klassenerhalt

Es wird nicht entscheidend sein, welcher Mannschaft welcher Spieler nicht zur Verfügung steht. Es wird entscheidend sein, dass die Spieler, die auf dem Platz stehen, wissen, was sie zu tun haben. Nicht fußballerische Qualität wird dieses Spiel entscheiden. Glaube, Mut und Einsatzwille werden es sein. Geht raus und kämpft. Miteinander, füreinander. Das Stadion ist unser, der Rasen ist unser, die Fans sind unser, der Ball ist unser.

Kommt nach Giesing, ob Ticket oder nicht! Holen wir uns den Klassenerhalt! Nicht alleine die Choreo vor dem Spiel soll uns in Erinnerung bleiben, sondern ein aufopferungsvoller Kampf auf dem Rasen, eine atemberaubende Stimmung im Stadion und ein Löwen-Sieg. Egal wie.

Anpfiff in …

TSV 1860 München vs. Fortuna Köln


Weiterführende Informationen

Liveticker und Diskussion am Spieltag: TSV 1860 München – SC Fortuna Köln (Ligaspiel)

Historisches: Der Abstieg im Jahr 1992 – TSV 1860 München gegen Fortuna Köln

FanTreff2019: Vor dem Spiel gegen Fortuna Köln – Der FanTreff 2019 im Giesinger Bräu

Übertragungen: Saisonfinale der 3. Liga – als Konferenz bei Magenta Sport

Homepage des Gegners: https://www.fortuna-koeln.de/

Beiträge in der Presse

Abendzeitung: Werner Lorant zum TSV 1860: „Rausgehen, Köln schlagen, fertig!“

Welt: TSV 1860 München – SC Fortuna Köln

WDR: Fortuna Kölns Hoffnung auf ein Happyend

Wochenanzeiger: Sechzig im Saisonendspurt

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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anteater
Leser

Liga3-online hat mal zusammengestellt, was uns heute für Konstellationen die Klasse erhält:

 

8. Mai 2019 um 14:56 Uhr

Entscheidungen im Abstiegskampf: Was passiert, wenn…Von Alexander Kleber

© imago

Der Abstiegskampf in der 3. Liga spitzt sich in dieser Saison in einem besonderen Maße an den letzten beiden Spieltagen zu. Noch insgesamt acht Mannschaften müssen um den Ligaverbleib zittern, zudem gibt es an den letzten beiden Spieltagen noch direkte Duelle im Tabellenkeller. liga3-online.de.de zeigt, welche Entscheidungen im Abstiegskampf am 37. Spieltag fallen können:

Klassenerhalt

Der TSV 1860 München ist gerettet, …

-bei einem Sieg gegen Fortuna Köln.

-bei einem Remis gegen Fortuna Köln, wenn mindestens zwei der folgenden Ereignisse eintreten*:
Lotte gewinnt nicht gegen Unterhaching
Großaspach gewinnt nicht gegen Zwickau
Cottbus verliert gegen Aalen
Jena gewinnt nicht in Meppen

-bei einer Niederlage gegen Fortuna Köln, wenn gleichzeitig Großaspach, Jena und Lotte verlieren.

Tami Tes
Redakteur

Was für eine Erklärung… was heißt denn „gewinnt nicht“? Niederlage und/oder auch Unentschieden?

Egal. Heute müssen/werden wir gewinnen und dann ist der Rest egal.

anteater
Leser

Gewinnt nicht ist aich ein Unentschieden, ja. Wir sehen uns gleich.

Tami Tes
Redakteur

Noch ein Wort… hoffe, dass sich unsere Jungs die Spiele der letzten drei Tage angeschaut haben und gesehen haben, was möglich ist, wenn man sich den Arsch aufreißt und einfach nicht aufgibt.
So eine Moral wünsche ich mir für Samstag!

Wolf
Leser

Ich fiebere jetzt schon seit Tagen auf Samstag hin und kann mir beim Ergebnis zwar wirklich alles vorstellen, glaube aber eher nicht an einen Sieg.
Falls am Samstag der ersehnte Klassenerhalt geschafft wird, wird das eher dank Meppen und Zwickau erreicht werden.

Tami Tes
Redakteur

Ok. Wie stehen die Chancen?

Köln hat in den letzten Spielen garnicht so schlecht gespielt, nur leider teilweise unglücklich verloren oder eben ein Tor kassiert. Sie haben einen Trainer, der voll motiviert ist und die Jungs sicher auf den Kampf einstellen kann. Sie werden sich den Allerwertesten aufreißen und nach Vorne spielen.

Wir haben einen Sportchef, der meint es bringt nix zu sagen „wir müssen“. Eine Truppe, die nicht weiß, wo es für sie hingeht und einen Trainer, der es nicht hinbekommt die mentale Blockade, oder was immer es bei den Jungs ist, zu lösen. Immerhin können sie doch wieder Tore schießen. Das ist ja was.

Ergo… wir gewinnen haushoch. Logisch :))

twchris
Redakteur

„Wir haben einen Sportchef, der meint es bringt nix zu sagen „wir müssen“. Eine Truppe, die nicht weiß, wo es für sie hingeht und einen Trainer, der es nicht hinbekommt die mentale Blockade, oder was immer es bei den Jungs ist, zu lösen. Immerhin können sie doch wieder Tore schießen. Das ist ja was.

Ergo… wir gewinnen haushoch. Logisch :))“

Ich nehm dich nie mehr mit und bleib nüchtern!

Tami Tes
Redakteur

🤷🏼‍♀️

ArikSteen
Redakteur

5:4

Tami Tes
Redakteur

Das ist nicht dein Ernst? Wer soll die Tore schießen und wie soll ich die Spannung überleben?

twchris
Redakteur

Acht Eigentore und das entscheidende letzte schiesst der SM