Nach drei Niederlagen in Folge und ohne einen einzigen Treffer erzielt zu haben, ist die Verunsicherung bei den Löwen derzeit groß. Der Glaube an sich selbst scheint abhanden gekommen zu sein. Mannschaft und Trainer mussten nach der deutlichen Niederlage und einer schwachen Leistung in Halle einiges an Kritik einstecken. Und ausgerechnet jetzt kommt mit dem Karlsruher SC der aktuell Zweitplatzierte der Liga. Der KSC hat im deutschen Profifußball einen klangvollen Namen. Erfolge wie Deutscher Meister, Deutscher Pokalsieger, Meister der Zweiten und Dritten Liga zieren den Briefkopf unseres nächsten Gegners. An dieser Stelle dürfen wir Euch auch den aktuellen Artikel von Tom Brandl aus der Rubrik „Historie“ wärmstens empfehlen.

Achtet bitte auch auf die vorgezogene Anstoßzeit 13:15 Uhr. Also pünktlich kommen und Regensachen nicht vergessen, der Wetterbericht verheißt nichts Gutes. Ach so, kein Ticket mehr ergattert? Kein Problem. Die Partie kommt diesmal im Free-TV. Das Erste überträgt.

Den Aufstieg fest im Visier

Die Karlsruher sind wie wir in der Saison 2016/17 aus der Zweiten Liga sportlich abgestiegen. Dabei haben die Badener in dieser Zeit einen ähnlichen Aderlass vollzogen, wie es beim TSV der Fall war. Spieler gingen, Spieler kamen. Die sportliche Verantwortung für einen Neuanfang in Liga Drei wurde dem neuen Trainer Alois Schwartz übertragen. Und der Mann scheint zu wissen, was er tut. Gleich in der ersten Saison erreichte er mit einer neuformierten Mannschaft Relegationsplatz 3. Wir erinnern uns noch gut an den sportlichen Vergleich mit Erzgebirge Aue, dessen Ausgang bekannt ist. Aktuell ist die Mannschaft von Alois Schwartz drauf und dran, neben dem VfL Osnabrück den direkten Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse zu schaffen. Nach der negativen Erfahrung in den Relegationsspielen der vergangenen Saison werden Mannschaft und Trainer alles daran setzen, um den begehrten 2. Platz bis zum Schluss zu verteidigen.

Ein Gegner mit breiter Brust und offenen Karten

Auf dieser Platzierung scheint der KSC, wie beim Monopoly ein Hotel gebaut zu haben und nur darauf zu warten, bis ein Gegner vorbei kommt, dem man dann ordentlich Miete abverlangen kann. Seit der Rückrunde ließ sich der KSC lediglich einmal vom zweiten Tabellenplatz verdrängen, als man durch die Niederlage in Wiesbaden am 31. Spieltag mit den Hessen kurzzeitig die Plätze tauschte. In den verbleibenden vier Spielen gilt es, die Mitkonkurrenten für den Aufstieg in die Zweite Bundesliga, den Halleschen FC (59 Punkte) und den SV Wehen Wiesbaden (58 Punkte), auf Distanz zu halten.

Und während sich unsere derzeit verunsicherte Mannschaft bei den anstehenden Trainingseinheiten hinter einem Vorhang verstecken wird, kommt der KSC mit breiter Brust und offenen Karten ins Städtische Stadion an der Grünwalder Straße. Trainer Alois Schwartz scheint seine Mannschaft gefunden zu haben und nichts von Experimenten zu halten. Insoweit muss man kein Prophet sein, wenn man an dieser Stelle behauptet, mit dieser Mannschaft wird der KSC am Samstag auf Giesings Höhen in 4-4-2-Formation auflaufen.

Voraussichtliche Aufstellung für kommenden Samstag.

Keine Überraschungen

Es wird keine Überraschungen geben. Nur Fakten. Und die sind durchaus beeindruckend. Wie beim Quartett-Kartenspiel könnten sich die Trainer gegenübersitzen und gegenseitig die Fakten austauschen. Tore, Vorlagen, Scorer-Punkte, Siege, etc. Unser Trainer müsste eine Karte nach der anderen an sein Gegenüber abtreten. So richtig schlucken muss man, wenn die Durchschlagskraft beider Mannschaften verglichen wird. Geht man von den am Samstag zu erwartenden Offensivkräften (Pourié, Fink, Lorenz, Wanitzek, Stiefler und Camoglu) aus, und vergleicht diese mit den Herren Mölders, Owuso, Karger, Lex, Bekiroglu und Wein, dann stehen bei den Badenern 44 Tore und 33 Vorlagen gegenüber 21 Toren und 14 Vorlagen auf unserer Seite. Allein das brandgefährliche Sturmduo um den aktuell Führenden der Torschützenliste Marvin Pourié und den beim TSV 1860 München ausgebildeten Anton Fink ist für insgesamt 32 der 54 erzielten Tore verantwortlich.

Trainer Bierofka wird die Mannschaft ausgiebig auf dieses Spiel vorbereiten. Die gesperrten Spieler Sascha Mölders und Efkan Bekiroglu stehen wieder zur Verfügung. Wir wissen, welch schwere Aufgabe am Samstag auf uns zukommt. Die Frage wird sein, ob unsere Jungs auch an sich glauben und den Mut haben werden, mit den eigenen Fans im Rücken Karlsruhe Paroli zu bieten. In Liga Drei ist alles möglich. Die Spiele sind eng und kampfbetont. Kein Mensch wird von unserer Mannschaft schönen Kombinations-Fußball erwarten. Wir wollen Euch kämpfen sehen!

Soll der KSC doch alle Quartettkarten haben und im Monopoly Hotels auf Schlossallee und Parkstraße bauen, wir holen uns die Punkte. Nur Mut liebe Löwen. Wir glauben an Euch.

Diskussion und Liveticker zum kommenden Spiel

TSV 1860 München vs. Karlsruher SC

Auch interessant:

Pfiffe trotz Heimsieg – das kuriose Spiel gegen den KSC vor 24 Jahren

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Friedrich Hegel
Leser
Friedrich Hegel (@leviatan)
1 Jahr her

Er lernt es scheinbar nicht mehr, unser Startrainer und Heilsbringer: Zitat heute im OG-Hetzforum:

„Alles andere als förderlich für die nächsten Wochen sei für Bierofka auch die weiterhin ungeklärte Zukunft beim TSV 1860: “Dass das nicht optimal für die Mannschaft, die sportliche Leitung und mich ist, ist klar. Aber das darf keine Ausrede sein, die Jungs verdienen hier ihr Geld und müssen schauen, dass sie bis zum Schluss alles für 1860 geben. Aber dass sich die Spieler, die noch keinen neuen Verein haben, damit beschäftigen, ist legitim.”
Was Bierofka am meisten ärgert: Dass der TSV 1860 wenige Monate nach dem Sommermärchen 2018 seinen vorgegebenen Plan wieder ohne Not abgeändert hat. “Grundsätzlich ist das Problem, dass das Ganze auf zwei Jahre ausgelegt war und dann wurde schnell wieder die Reißleine gezogen”, erklärte Bierofka gegenüber db24 und fügt hinzu: “Das ist die Schwierigkeit, mit der wir klarkommen müssen. Der Plan war eigentlich über zwei Jahre angelegt, deswegen haben viele Spieler Zwei-Jahres-Verträge. Deswegen haben wir bestehende Verträge.”
Bierofka stellt klar: “Wenn wir gewusst hätten, dass der Plan nur über ein Jahr geht, dann hätten wir uns bei der Spielersuche anders entschieden. Wenn man so kurzfristig einen Plan ändert, ist das für alle schwierig. Aber das darf keine Ausrede sein: Wir müssen jetzt die Zähne zusammenbeißen.”

Ich denke, dass entweder der Trainer oder OG lügt. Bei OG wäre es kein Wunder, da er ja seinen Breitbartjournalismus perfekt beherrscht und deswegen genau weiß, wie Fakenews und Hetzpropaganda funktionieren. Wenn aber der Trainer das gesagt haben soll, hätte er sich ÖFFENTLICH gegen die Vereinsführung gestellt und diese sogar der Planlosigkeit bezichtigt. Ich will mal Biero soviel Vertrauensvorschuss geben, dass er so dumm und dreist nicht wirklich ist. Wenn doch, wäre es vielleicht besser, er sucht sich einen anderen Verein.

anteater
Gast
anteater (@guest_20020)
1 Jahr her

„Dass der TSV 1860 wenige Monate nach dem Sommermärchen 2018 seinen vorgegebenen Plan wieder ohne Not abgeändert hat.“

Genau! Herr Ismaik hat höchselbst geäußert, dass die zusätzlichen 2 (1,5) Mio Euro für DREI Jahre gedacht waren. Herr Gorenzel, Herr Bierofka, warum haben Sie das Geld gleich komplett im ersten Jahr rausgehauen, wohlwissend, dass man die Mannschaft dann nach einem Jahr so nicht zusammenhalten kann.

Herr Gorenzel, Herr Bierofka (Herr Griss), warum haben Sie nicht den Geschäftsführer Finanzen gefragt? Der muss sowas doch wissen. Wenn er das nicht weiß, dann ist er fehl am Platze.

Alex Huber
Leser
Alex Huber (@mgl1860)
1 Jahr her

Servus miteinand…

Übermorgen holen wir uns die Punkte, die uns auch rechnerisch den Klassenerhalt ermöglichen werden. Es kommen ja einige gesperrte und auch der eine oder andere verletzungsbedingt ausgefallene Spieler zurück. Vor allem Efkan und Sascha fehlten uns an allen Ecken und Enden. Spätestens gegen Halle haben wir es alle gemerkt, dass unser „zweiter Anzug“ eben nicht sitzt.

PS Seitdem das Löwenmagazin über „Der nächste Gegner im Visier“ schreibt, hagelte es Niederlagen. Oder ich habe vorher dies nicht beachtet 😉 In den letzten 3 Spielen stach es mir aber ins Auge. Man merkt, ich bin abergläubisch 😉

Tami Tes
Tami Tes (@tamites)
1 Jahr her
Reply to  Alex Huber

Mit Aberglauben kenne ich mich aus… was habe ich mir schon nicht alles eingebildet und Sachen gemacht oder eben nicht gemacht, weil ich dachte „daran liegt es“… wenn das Löwenmagazin solche magische Kräfte hätte, würde 1860 in Geld schwimmen und in drei Jahren CL spielen. Dafür wurden wir dann mit unseren magischen Berichten schon sorgen ??.

Für Siege/Niederlagen sind die Spieler schon selbst zuständig. Ich für meinen Teil rechne leider am Samstag mit keinen Punkten… Zwickau dann eher schon wieder.

ArikSteen
ArikSteen (@ariksteen)
1 Jahr her

Hier kann man übrigens seinen Tipp abgeben (Sieg, Unentschieden, Niederlage):
https://loewenmagazin.de/diskussionen/topic/27-04-2019-tsv-muenchen-von-1860-karlsruher-sc-ligaspiel/

anteater
Gast
anteater (@guest_19959)
1 Jahr her

Samstag um kurz vor 15 Uhr wird der Papa vom Pourié seinem Filius ein beleidigtes „Komm Marvin, wir gehen“ zurufen, so wenig wird er einen Fuß auf den Platz bekommen haben. Mit Mauersberger und Lorenz haben wir genau die zwei zentralen Verteidiger, die den Finken rupfen und den Marvin beleidigte Leberwurst sein lassen können. Spielt stattdessen Aaron Berzel, kommen noch physische Schmerzen hinzu. Stiefler wird seinem Namen gerecht und noch vor dem Ende der ersten Halbzeit zum Duschen geschickt, weil Efkan Bekiroglu einfach eine Nummer zu groß für ihn ist. Dann verlieren sie auch noch beide zentralen Verteidiger, weil sie voll Kanne zusammenrasseln und Gehirnerschütterungen sowie gebrochene Nasenbeine davontragen und das blos, weil sie nicht damit gerechnet haben, wie schnell Sascha Mölders an ihnen vorbeirollen wird. Zu allem Überfluss denkt deren Lorenz er sei unser Lorenz und köpft drei Ecken ins eigene Netz. Nachdem der eingewechselte Markus Ziereis seine ersten drei Drittligatore erzielt, wechselt Karlsruhe den Torwart aus, da Uphoff seine Karriere Mitte der zweiten Halbzeit für beendet erklärt. Zu allem Überfluss gewinnt Halle auch noch haushoch und zieht in der Tabelle am KSC vorbei, so dass man sich dort keine Gedanken mehr wegen des fehlenden Stadiondaches machen muss. Fink wechselt nach der Saison zurück zum aufgestiegenen Chemnitzer FC und wohin Marvin mit seinem Papa gegangen ist, das wird man nie erfahren. Allerdings ist seither eine Stadiontoilette im GWS permanent verschlossen und man hört ein stetiges Schluchzen aus ebendieser. Fortan hatte jeder Gegner beim Besuch in Giesing so viel Angst vor dem vermeintlichen Spuken, dass die Punkte stets in München blieben.

Negativ waren wir jetzt die letzten Tage genug, zu Recht. Aber ins Stadion gehen und mit irgendetwas anderem als einem Sieg für Sechzig rechnen, da kann ich ja gleich zu Hause bleiben. 😉

Tami Tes
Tami Tes (@tamites)
1 Jahr her
Reply to  anteater

Darf ich das für den Spielbericht benutzen? Das klingt echt realistisch, oder zumindest würde ich es mir genauso wünschen ?.

Und ich dachte an irgendeine Ninja-Taktik, wo Mölders von Bekiroglu einen hohen Ball bekommt, er dann die Verteidigung überspringt und aus 2 Metern Hohe den Ball runter ins Tor drückt.
Oder Ablenkungsmanöver „schau, ein rosa Elefant“, „wo?“ und schwups, ist der Ball drin.

anteater
Gast
anteater (@guest_19962)
1 Jahr her
Reply to  Tami Tes

Das IST ein Auszug aus dem Spielbericht!!1!11!

Tami Tes
Tami Tes (@tamites)
1 Jahr her

Oh je… mir wird Angst und Bange. Lustlos muss da am Samstag niemand antreten. Wenn sie nicht alles geben, wird es die nächste Klatsche geben – auch mit Mölders und Bekiroglu. Ich kann nur hoffen, dass ein Umdenken stattfindet, richtig aufgestellt wird und die Motivation stimmt.

Gut, dass hinterher die U19 spielt. Bei den Jungs stimmt der Kampfgeist immer ?

Tami Tes
Tami Tes (@tamites)
1 Jahr her
Reply to  blau91

Garnicht so abwegig. Frau Mölders soll gut kochen, in Augsburg gibt es (vielleicht) auch gutes Bier und so ne Runde Auskotzen tut immer gut. Koussou hat die Nachspeise gemacht und Mauersberger den Tisch gedeckt. Hiller wäscht ab und Lex trocknet ab (nur an die hohen Schränke kommt er nicht ran. Da hilft im Dressel). Ich sehe es richtig vor mir.
Danach noch ein gemeinsames Mittagsschläfchen und alle sind wieder guter Dinge. Das nennt man schon mal Teamwork ?.

Dann hauen sie den Gegner am Samstag um.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Jahr her
Reply to  Tami Tes

Und dann schaut der OG vorbei und crasht die Party ??

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
1 Jahr her
Reply to  Bine1860

Und die schwäbische Hausfrau zieht dann 50+1 und verhindert den Sieg #Ironiemodus off

OHNE HASAN!

anteater
Gast
anteater (@guest_20021)
1 Jahr her
Reply to  jürgen

Schwedische Hausfrauen? Wo?