Der TSV 1860 München ist mit einem Sieg in Meppen und einem Unentschieden in heimischen Gefilden solide in die Saison 2020/21 gestartet. Die Stimmung an der Grünwalder Straße 114 könnte derzeit kaum positiver sein. Ein Finanzplan über die kommenden zwei Jahre, die erst kürzlich vollzogene Vertragsverlängerung von Michael Köllner und nicht zuletzt Fans, die unlängst trotz fehlender Aussicht auf einen gesicherten Stadionbesuch annähernd 11.000 Dauerkarten geordert haben, sorgen derzeit auch im Umfeld der Löwen für Ruhe. Rahmenbedingungen, die für einen ambitionierten Trainer und seine Mannschaft kaum besser sein könnten. Eine weitere Trainingswoche liegt hinter der Mannschaft von Michael Köllner und am kommenden Wochenende gilt es für die Löwen das unter der Woche erlernte im Ligabetrieb wieder unter Beweis zu stellen.

Am Samstag um 14:00 Uhr trifft der TSV 1860 München auf den FSV Zwickau. In der GGZ Arena sind aktuell 3.606 Zuschauer für das Spiel gegen die Löwen zugelassen und es dürfte kaum verwunderlich sein, wenn der ein oder andere Sechzger-Fan im Stadion anzutreffen wäre. Der FSV Zwickau geht mit seinem Trainer Joe Enochs mittlerweile in die dritte Saison. Zehn Abgängen stehen neun Neuverpflichtungen zu Saisonbeginn gegenüber. Während die meisten Abgänge zu niederklassigen Vereinen gewechselt sind, dürfte der Abgang von Mittelstürmer Elias Huth Trainer Enochs richtig geschmerzt haben. Die vom 1. FC Kaiserslautern ausgeliehene 23-jährige Offensivkraft zeichnete sich in der abgelaufenen Saison für insgesamt 14 Tore und 4 Assists verantwortlich. Grund genug für die Pfälzer, Elias Huth zu Saisonbeginn wieder nach Hause zu holen. Mit dem 21-jährigen Dustin Willms von der zweiten Mannschaft der Düsseldorfer Fortuna haben die Sachsen aber schnell einen hoffentlich adäquaten Ersatz für die Offensive gefunden. In den ersten beiden Liga-Spielen wurde der in der Jugend des FC Schalke 04 ausgebildete Rechtsfuß neben Ronny König, dem 37-jährigen Methusalem im Sturm der Sachsen, in die Startelf berufen. Mit Jozo Stanic (Innenverteidiger), Leihe vom FC Augsburg, Marco Schikora (rechter Verteidiger) von den Kickers aus Offenbach und Felix Drinkuth (Linksaußen) vom SC Paderborn hat Joe Enochs drei weitere Neuzugänge in seine aktuelle Startelf integriert. Gemessen an den bisherigen Ligaspielen zuhause, gegen die Bobfahrer aus Unterhaching (2:1) und auswärts gegen die Zebras aus Duisburg (1:1), stehen die Sachsen derzeit stabil im Ligabetrieb.

Auf die Löwen wartet am Tag der Deutschen Einheit mit dem FSV Zwickau alles andere als eine leichte Aufgabe. Auch wenn es an diesem dritten Spieltag natürlich um drei Punkte gehen wird und die Erwartungshaltung im Umfeld des TSV 1860 München weiterhin hoch ist – am Ende geht es für Michael Köllner und seine Löwen aber auch darum, den nächsten Schritt zu gehen. Es gilt an die bisher gezeigten Leistungen anzuknüpfen und dabei das Umschaltspiel im Mittelfeld und die Durchschlagskraft in der Offensive zu verbessern. Als Fan darf man wieder gespannt sein, welchen Matchplan der Trainer für seine Mannschaft zurecht gelegt hat und wem er von Anfang an sein Vertrauen schenkt.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
22 Tage her

37 Sekunden für das 1:0 für die Löwen durch Mölders.
Besser kann man fast nicht in dieses Spiel gehen.

_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
22 Tage her

Das Spiel wird übrigens live im MDR Fernsehen übertragen.

anteater
Gast
anteater (@guest_50976)
23 Tage her

wenn der ein oder andere Sechzger-Fan im Stadion anzutreffen wäre

Niemals! Auswärtsfans sind ja nicht zugelassen, es gibt wohl auch eine Postleitzahlensperre für alle, die nicht eine Null an erster Stelle eben dieser haben und überhaupt, wer würde sich denn so eine Anordnung widersetzen? Wie soll das mit der Anfahrt gehen? Es haben doch „alle“ zumindest eine 60 im Autokennzeichen und die Anbindung mit Öffis, die ist ja innerhalb von Zwickau schon eine Katastrophe.

anteater
Gast
anteater (@guest_50978)
23 Tage her
Reply to  blau91

Nicht einen! Es gab ja in der DDR nix, nicht einmal Sechzig…

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
22 Tage her
Reply to  anteater

Aha, da wir sich aber Chemieloewe freuen, wenn er das liest … 😉

anteater
Gast
anteater (@guest_50983)
22 Tage her

Garantiert! Vor allem wird er genau wissen, wie ich es meine, er kennt mich ja. 😉

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
23 Tage her
Reply to  anteater

Jo, mir san mit d’m Radl do! … Kein Kennzeichen. 😉
Oder zu Fuß. Wäre dann halt keine Anfahrt sondern ein Anlauf. 😉

anteater
Gast
anteater (@guest_50981)
23 Tage her
Reply to  Snoopy.

Ab München ist das auf jeden Fall ein Stückchen Fahrt…

Zur Not könnte man ja Park & Ride machen, je nachdem aus welcher Richtung man kommt in z.B. Crimmitschau, Glauchau, Plauen, Aue etc. Bei „Crimmsche“ könnte man dann sogar behaupten, dass man mit der S-Bahn angereist ist.

Das ist ja das, was ich eigentlich an den lokalen Öffis interessant finde. Leipzig ist ja nochmal deutlich nördlicher. Die haben z.B. Crimmitschau, Zwickau etc. an ihr S-Bahn-Netz angeschlossen, Hoyerswerda (nordöstlich von Dresden). Das sind richtige Entfernungen. Aber das viel näher liegende Chemnitz ist nicht angebunden (an die S-Bahn) und schafft es auch nicht, selbst z.B. Zwickau an sein Straßenbahnnetz anzuschließen. Dafür Orte wie Mittweida, Burgstädt etc. Man sieht schon, in Leipzig denken sie großräumig, in Chemnitz provinziell.

Egal, also, wer P&R machen möchte, damit das Auto in Zwigge nicht auffällt, da gibt es Möglichkeiten.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
23 Tage her

Auf die Löwen wartet am Tag der Arbeit mit dem FSV Zwickau alles andere als eine leichte Aufgabe.

Es ist zwar ein Feiertag, aber nicht der „Tag der Arbeit“ (1. Mai) sondern der „Tag der Deutschen Einheit“ 🙂

Leichte Gegner gibt es in der Liga nicht, die Aufsteiger überraschen auch. Zwickau einzuschätzen fällt schwer, aber wir sind Auswärts zumindest seit „Michael Köllner is here“ nicht mehr ganz so anfällig. Ich denke schon, dass wir in Zwickau eine gute Rolle spielen können, ein Punkt sollte auf jeden Fall drin sein, rein von meinem Gefühl her sogar ein Sieg. Vom Papier her sehe ich die Löwen schon über Zwickau.

Morgen wissen wir mehr, auch in wie weit sich die offensive Kreativität entfaltet. Zwickau wird auch das letzte Spiel der Löwen gegen Magdeburg sich angesehen haben und da haben wir uns ja doch gegen eine so kompakte Abwehr schwer getan.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
23 Tage her
Reply to  blau91

Ein Uhr Morgens … schlapper Nachmittag sozusagen.
😂

Kranzelreiter
Gast
Kranzelreiter (@guest_50973)
23 Tage her

Alles gute für das Spiel und auch in Kärnten werden die Daumen ✊🏻für die 60iger gedrückt ❗️⚽️⚽️⚽️