Der TSV 1860 München steht nach dem sechsten Spieltag unter dem Strich der Drittliga-Tabelle. Die schmerzhafte Niederlage in Magdeburg liegt immer noch schwer im Magen, wie eine große Portion Schweinebraten, zwei Knödel, drei Maß Bier, eine Tüt’n gebrannte Mandeln und die vier Stamperl Schnaps hätte es auch nicht mehr gebraucht. Diese Völlerei. Wie kann man sich nur so gehen lassen? Wie kann man nach den ersten beiden Gegentoren nur so wenig Gegenwehr leisten?

Auswärtsniederlage in Magdeburg liegt schwer im Magen

Die Spieler werden dafür bezahlt, die trainieren fast jeden Tag in der Woche. Ich muss auch tagtäglich in der Arbeit funktionieren. So die Argumentation vieler verärgerter Anhänger. Am Ende sind wir aber alle Menschen. Keine Maschinen. Aber alles hat eine Ursache. Nichts ist zufällig. Und während die Einen in diesen Tagen nicht müde werden zu betonen, dass wir ohne Biero gar nicht in der Dritten Liga wären, werden die Stimmen derer immer lauter, die Entscheidungen unserer Trainer-Ikone in Frage stellen. „A bisserl“ Recht hat wohl jeder. Und das Recht, Kritik zu äußern, haben gerade diejenigen, die jede Woche Zeit und Unkosten auf sich nehmen, um bei jedem Spiel dabei zu sein. Und genau von diesen Fans sollten wir uns aktuell alle eine Scheibe abschneiden. Wir haben es in Mannheim gesehen und wir haben es in Magdeburg mitbekommen. Je größer die Pleite, desto lauter die Fans. Keine Schmähgesänge. Wenn die Mannschaft ihre Leistung nicht auf den Rasen bringt, dann feiern wir auf den Rängen trotzdem. Und am Ende gibt es für die Mannschaft ehrlich gemeinten Applaus. Auch wenn diese gerade vom Gegner fünf Eier ins Netz gelegt bekommen hat.

Das ist Sechzig. Und daran sollten wir alle denken, wenn wir unsere Kommentare im großen, weiten, digitalen Netz, mehr oder weniger anonym, abgeben. Dass es so nicht mehr weitergehen kann, weiß der Trainer, weiß die Mannschaft, wissen wir alle. Am morgigen Freitag wartet der nächste Gegner in der Fremde auf uns. Der Fokus liegt auf dem Chemnitzer FC.

Junger Club mit bewegter Vergangenheit

Der Club aus Sachsen wurde am 15. Januar 1966 als Fußballclub Karl-Marx-Stadt gegründet. 1990 wurde der Name in Chemnitzer Fußballclub e.V. geändert. Zu den größten Erfolgen des Clubs zählen der Gewinn der DDR-Meisterschaft 1967 sowie der Einzug ins Achtelfinale des UEFA-Pokals 1989/90. Aus der Nachwuchsarbeit des Vereins ist u.a. der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft Michael Ballack hervorgegangen. Der bekannte Bundesliga-Trainer Hans Meier (u.a. Borussia Mönchengladbach, 1. FC Nürnberg) war beim CFC von 1988 bis 1993 als Cheftrainer tätig.

Heute verfügt der Chemnitzer FC über ein vom Deutschen Fußball-Bund zertifiziertes Nachwuchsleistungszentrum und bietet jungen Talenten die Möglichkeit, in einer Eliteschule des Fußballs parallel einer sportlichen und schulischen Ausbildung nachzugehen.

Seit dem 1. Januar 2019 ist die Fußballabteilung, wie bei so vielen Profi-Clubs in Deutschland, in eine GmbH, die Chemnitzer FC Fußball GmbH, ausgegliedert. Der Verein hält dabei 91% der Anteile. 9% werden von sechs verschiedenen Minderheitsgesellschaftern gehalten.

Mit dem fünften Rang in der DDR-Oberliga nach Abschluss der Saison 1990/91 waren die Sachsen mit der Eingliederung aller DDR-Mannschaften in den Deutschen Fußball-Bund für die 2. Bundesliga spielberechtigt. Dort konnte sich der Club einige Jahre halten bevor es 1996 in die damals drittklassige Regionalliga ging. Nach zwei weiteren Jahren in der zweithöchsten deutschen Spielklasse ging es 2001 wieder runter in die Regionalliga. Nach der Saison 2005/06 verschwand der Club aus Sachsen für einige Jahre im Amateurbereich, um 2010 wieder in den Profifußball zurück zu kehren. Der Chemnitzer FC war fortan eine feste Größe in der neu gegründeten Dritten Liga.

Drohende Insolvenz und Querelen im Verein

Am 10. April 2018 gab der Verein die Insolvenz bekannt und setzte einen Insolvenzverwalter ein, der fortan die Geschäfte führt. Die laufende Saison war sportlich schwierig. Der CFC befand sich in der 3. Liga auf Platz 18 im Abstiegskampf mit sieben Punkten Rückstand auf den rettenden 17. Platz – bei fünf ausstehenden Spieltagen. Nach den DFB-Statuten wurde am 23. April 2018 der Abzug von neun Punkten verhängt. Der Abstieg in die Regionalliga war damit besiegelt. Am 3. Mai 2018 wurde der ehemalige Bundesliga-Profi Thomas Sobotzik als sportlicher Leiter vorgestellt. Nach nur einem Jahr in der Regionalliga Nordost gelang den Sachsen der sofortige Wiederaufstieg in die dritthöchste Spielklasse des deutschen Profifußballs.

Neben der weiterhin drohenden Insolvenz sorgte der Verein in der nahen Vergangenheit auch wegen einer gescheiterten Wahl des Aufsichtsrates und einer Trauerfeier für ein Mitglied der aktiven Hooligan-Szene für Schlagzeilen. Da dem verstorbenen Thomas Haller die Zugehörigkeit zu einer rechtsextremen Szene nachgesagt wurde, erhielt das vom Verein im Stadion offiziell durchgeführte Gedenken an Haller eine besondere Brisanz. Verantwortliche im Verein mussten in Folge dessen ihren Hut nehmen. Gleiches Schicksal ereilte den Spieler Daniel Frahn, als er nach einem Tor ein T-Shirt der aktiven Hooligan-Szene hoch hielt. Der Kapitän und Mittelstürmer der Sachsen wurde aufgund dieser nicht abgesprochenen und wohl auch unbedachten Aktion vom DFB für zwei Spiele gesperrt und letztendlich vom Verein entlassen.

So voll, wie auf diesem Bild, dürfte der Ultra-Block der Chemnitzer im Spiel gegen die Löwen nicht werden. Weil der sportliche Leiter Thomas Sobotzik am vergangenen Spieltag in München wegen angeblich verbaler Entgleisungen der Mannschaft den Gang in die Kurve verwehrt hatte, haben die Ultras einen entsprechenden Boykott im anstehenden Heimspiel angekündigt.

Stabilität durch Systemumstellung

Sportlich gesehen befinden sich die Sachsen derzeit ebenfalls im Tal der Tränen. Nach 6 Spieltagen stehen erst magere 3 Punkte auf der Haben-Seite. Lediglich Carl Zeiss Jena ist als einzige Mannschaft noch schlechter in die Saison gestartet. Zu Hause im Stadion an der Gellertstraße konnten bis dato lediglich zwei Unentschieden gegen Mannheim und Magdeburg als Erfolg verbucht werden. Nach drei bitteren Niederlagen in Folge stellte Cheftrainer David Bergner fortan auf ein defensiveres 5-4-1-Spielsystem um. Und so war der Hamburger SV nahe daran, sich in der ersten Runde des DFB-Pokals die Zähne an der neuen Defensiv-Taktik der Sachsen auszubeißen. In einem aufopferungsvollen Kampf über 120 Minuten musste letztendlich das Elfmeterschießen entscheiden, aus dem die Hamburger mit 8:7 als glücklicher Sieger hervorgingen. Ein 0:0 im Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg und ein respektables 2:2 im Auswärtsspiel am vergangenen Samstag auf Giesings Höhen gegen den Marktwert-Liga-Chrösus aus der Seitenstraße waren ebenfalls Folge der neuen defensiven Ausrichtung. Der spät erzielte Ausgleich in der Partie am vergangenen Spieltag zeigt zudem, dass die Mannschaft um Trainer David Bergner trotz mäßigem sportlichen Erfolges durchaus gefestigt ist.

Ist der TSV 1860 München drittligatauglich?

Selbiges kann Daniel Bierofka von den Seinen kaum behaupten. Die Löwen wirken nach den vergangenen schwankenden Leistungen stark verunsichert. Und so geht es bereits am siebten Spieltag im Auswärtsspiel in Chemnitz um viel. Nicht um alles. Aber auch nicht um weniger als die Richtung, in welche es für die Löwen in dieser Drittliga-Saison gehen wird. Der Kader des TSV 1860 München ist dabei, wie oft behauptet, weder zu jung, zu unerfahren, noch zu schlecht, um in dieser Liga nicht bestehen zu können. Mit einem Durchschnittsalter von 25,1 Jahren teilt man sich gemeinsam mit unserem nächsten Gegner Platz 7 der Alterstabelle. Die Liste derer, die in unserem Kader bereits höherklasssige (2. Bundesliga aufwärts) Erfahrungen auf dem Feld gesammelt haben, ist mit Sascha Mölders, Stefan Lex, Quirin Moll, Timo Gebhart, Nico Karger, Dennis Erdmann, Felix Weber, Aaron Berzel und Markus Ziereis, länger als bei manch anderem Club dieser Liga.

Insoweit kann man die Rufe nach Verstärkungen durchaus auch als Alibi interpretieren. Phasenweise haben es die Löwen in den Spielen zuvor bereits richtig gut gemacht, wenn auch wenig zählbares dabei rum gekommen ist. Die teilweise desolaten Leistungen gegen Mannheim und Magdeburg haben Gründe. Viele von uns Hobby-Fußball-Bundestrainern haben die Defizite in den Kommentarbereichen bereits aufgezeigt und sachlich analysiert. Unsere sportliche Leitung wird diese Woche ebenfalls selbiges getan haben. Es wird Zeit, Konsequenzen zu ziehen und sich auf das Wesentliche auf dem Rasen zu konzentrieren. Fußball ist im Grunde einfach. Um sich fehlendes Selbstvertrauen zu holen, gilt es, möglichst schnörkellos ein Spiel anzugehen. Die Laufbereitschaft muss stimmen, Pässe müssen ankommen, Zweikämpfe müssen gewonnen werden. Der Chemnitzer FC hat es mit der Umstellung auf eine andere, der Mannschaft entgegenkommendere Taktik, vorgemacht, wie es gehen kann.

Sechzig der richtige Gegner zur rechten Zeit?

Aus Sicht der Sachsen sind wahrscheinlich die verunsicherten Löwen aus München am bevorstehenden Freitag genau der richtige Gegner zur rechten Zeit. Die wollen den ersten Heimsieg, den ersten Dreier. Und sind wir uns mal ehrlich, nie waren die Chancen größer, die auswärtsschwachen Sechzger in einem Spiel vor heimischem Publikum zu schlagen. In dieser scheinbar unlösbaren Aufgabe liegt aber auch eine Chance. Für Daniel Bierofka galt es diese Woche, neben der Fehleranalyse seine Löwen wieder aufzubauen. Stark zu reden. Nur der Mutige wird belohnt. Vor was sollen die Jungs Angst haben? Angst zu verlieren, Angst Fehler zu machen? Derartiges Gedankengut muss raus aus den Köpfen der Spieler. Wir sind eine Mannschaft. Jeder hilft jedem. Genau diese Mentalität zu implementieren ist die Aufgabe des Trainers. Geht raus und spielt Fußball.

Der Löwenanhang wird Euch wie gewohnt lautstark, zahlreich und vor allem bedingungslos vor Ort unterstützen. Gemeinsam packen wir es gegen den Chemnitzer FC.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Snoopy.
Leser

3 Punkte und das Auswärts.
Gratulation.

Snoopy.
Leser

Gegen so eine Abwehr wie Chemnitz das in der ersten Hälfte praktiziert hat, tust du dich schwer, vor allem und erst recht dann, wenn man keine Löcher in dieses Bollwerk reißt. Da musst du auch ohne Ball arbeiten, laufen, Gegenspieler mitziehen, damit dein Mitspieler Platz bekommt. Bei uns das Gegenteil. Da wird gewartet, getrabt, gestanden, geschaut – nur bewegt wird sich nicht. Und wenn, dann kommt das Thema „Zuspiel“ und „Passsicherheit“ auf den Tisch. Über die Flügel geht nicht viel, durch die Mitte erst recht nicht. Die Chemnitzer Fünferkette steht da und wartet, weil bei uns auch jeder wartet.

Siggi
Leser

Du hast Dich, glaube ich, verschrieben. Es muss heißen Elferkette.

Snoopy.
Leser

Na also.
einmal hinter die Abwehr zur Grundlinie und schon funktioniert es.
smile

Banana Joe
Leser

Premiere heute für mich in dieser Saison: Ich werde lieber das schöne Wetter genießen als mir das Spiel anzutun! Wenn ich heimkomme checke ich das Ergebniss und ärgere oder freue mich!

Und weil ich grad wieder quer durch alle Blogs und Gazetten Lorant und Fröhling lese und Grosser, Radi und alle anderen altersenilen Ex-Trainer und Spieler im Hinterkopf habe… wie wäre es, wenn man einfach Hasan wieder machen lässt, den Verein mit Darlehen zuscheißt und dann wie ein Mann die Konsequenzen des DFB und Hasans Planlosigkeit trägt? Dann würden auch endlich mal die Gscheidhaferl verstummen, die meinen, man müsste den Verein nur mit Geld zuscheißen und man wäre sofort wieder oben dabei. Langsam nervt’s nämlich echt!

Siggi
Leser

Banana Joe Im ersten Moment dachte ich, das ist ja eigentlich ein einfacher und zugleich guter Gedanke. Warum denn nicht?
Aber dann ist mir eingefallen, dass die einzigen, die dafür haften, wenn sie das sehenden Auges zulassen würden, leider die Geschäftsführer sind. HI bzw. HAM sind da fein raus. Der Beirat ist ebenfalls paritätisch besetzt, da können die in Mithaftung genommen werden.
Seit ich vor ein paar Tagen nochmals den Artikel über den Kooperationsvertrag beim Wochenanzeiger gelesen hatte, ist mir klar geworden, dass wir aus dieser Nummer aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen. Sollte tatsächlich gar noch 50+1 eines Tages abgeschafft werden, ist es das für mich gewesen.
Man hat halt damals zu Bedingungen verkauft, die dringendst auf ihre juristische Haltbarkeit hin untersucht werden müssten. Das ist die letzte Hoffnung – und je mehr Zeit vergeht, desto mehr schwindet auch noch diese.

Banana Joe
Leser

Die beiden Geschäftsführer sind erwachsene Menschen. Beiden sollten wissen, welche Konsequenzen Eingriffe oder Nichteingriffe in die Geschäftspolitik eines Unternehmens haben können. Insofern hätte ich da kein Mitleid, wenn beide so einen Weg mitbeschreiten würden und am Ende noch wegen absichtlichem Herbeiführen einer Insolvenz oder Insolvenzverschleppung haften müssten. Es sagt ihnen ja auch niemand „du musst das jetzt machen“.

Siggi
Leser

Da bin ich mir auch ganz sicher, dass die beiden wissen, was sie dürfen und was nicht. Wenn jemand in meinem Sinne handelt und daraus Nachteile erfährt, würde nicht nur er oder sie mir leid tun, sondern ich würde mich selbst schuldig fühlen. Da ist halt jeder anders.

BruckbergerLoewe
Leser

Bei mir genauso, kann mich nicht überwinden nach Chemnitz zu fahren, der Schock von letzter Woche über die Arbeitsverweigerung des Teams steckt noch zu tief in den Knochen.
Vielleicht wirds nach ein paar (Frust oder Glücks) Maß auf der Landshuter Dult heute Abend besser 🙄

jürgen (jr1860)
Leser

die genannten Herren sind doch alle Legenden, Idole und Helden…
Ach stimmt … sind Fussballer und keine Kopfarbeiter
aber wenn ich in Rente wäre würde ichs wahrscheinlich auch so machen ;-), wenn mir mal wer zuhört und ja sagen, auch wenn ich die Frage nicht verstehe

jürgen (jr1860)
Leser

das „Experiment“ hatten wir doch 2017 smile mit bekanntem Ausgang…
… ach ja, der feine Herr hat uns auf seinen Schulden vom „Spielzeug“ sitzen lassen und erpresst uns seitdem auch noch damit.

#OHNE HASAN!
#Freiheit für 60!

Banana Joe
Leser

Manche wollen’s halt beim 1. Mal nicht lernen. Vielleicht dann beim 2. Mal…

Ich bin’s leid. Der Ismaik soll sich verpissen, Griss und Power mitnehmen und meinetwegen irgendwo anders einen Verein gründen und diesen in die CL führen!

jürgen (jr1860)
Leser

Grins… bist a bissl angep…t wink
Dafür würde sich gerade Chemnitz anbieten, wenn die endlich den Verein auflösen und statt dessen nen Retortenverein a la Dose Leipzig aufmachen.
Dann gibts auch keine nervigen Mitglieder mehr…

#OHNE HASAN!

3und6zger
Leser

Dann würde sich auch rausstellen, ob er überhaupt noch Pulver hat!?

Banana Joe
Leser

Naja wenn man gleich aus dem Ramadan in den USA urlaub macht und die Zeit hat, den ganzen Tag Bullsh!t bei Facebook zu posten, wird’s ihm schon so schlecht nicht gehen.

Snoopy.
Leser

Nach der PK zum heutigen Spieltag von Bierofka bin ich gespannt, welche Reaktion die Mannschaft zeigt. Gesagt wurde ja schon viel vor den Spielen, was allerdings nicht immer mit dem übereinstimmt, was man dann auf dem Platz gezeigt hat. Heute Abend wissen wir mehr.

3und6zger
Leser

Warte schon gespannt auf die Aufstellung und ob auf unserer linken Abwehrseite nach MA und MD sich was ändert? Derzeit sieht man auch klar, was der vielgescholtene Karger nach hinten gearbeitet hat. Biero, stell dir vor, Du hast die Mannschaft eben übernommen, nachdem sie unter den Strich gerutscht ist. Da heissts „Hinten dichtmachen!“ Und das erwarte ich heut abend…

Baum
Leser

Amore lasciami fare
Non lasciami fare
Niente

Wie gut das ich in Bella Italia weile. ☀️🇮🇹

anteater
Leser

Amore fede speranza

jürgen (jr1860)
Leser

„Trainer-Ikone“ und „Spielerhelden“ sind eher die Sprache vom anderen Blog wink

Sehr guter Bericht… macht Lust auf mehr smile

#OHNE HASAN!
#Freiheit für 60!

anteater
Leser

Leider lassen die Anreisehinweise auf der offiziellen Seite wieder auf sich warten. Das ist nichts für Leute, die gerne planen.

Die Anreiseinfos der Dresdner besagen, man solle, egal aus welcher Richtung kommend, in Chemnitz-Ost abfahren. Auf diese Idee würde ich ehrlich gesagt so nicht kommen. Anders als in Magdeburg, wo ein Umweg von 50 oder 60 Kilometern vorgeschlagen wurde (habe ich nicht gemacht, so ein Unsinn), sind es hier (hin und zurück) nur 26 Kilometer Umweg. In der Tat umgeht man da großräumig den Stadtverkehr. Ohne Ortskenntnis ist das wahrscheinlich eine sinnvolle Lösung! Abfahrt liegt auf der A4.
Gästeparkplätze gibt es wohl an der Forststraße.

Wichtiger Hinweis: die meisten Stadteinfahrten (und es gibt viele!) haben, mal früher, mal später, einen Geschwindigkeitsblitzer, auch die über Chemnitz-Ost. In der Stadt gibt es einige Rotlichtblitzer. Haltet Euch an die entsprechenden Signale und Begrenzungen und spart Euch so einige Euros.

Insgesamt ist die Anreise freitags Richtung Sachsen von nicht wenigen Wochenendheimfahrern geprägt. Es herrscht also oft sehr dichter Verkehr. Im Raum Zwickau ist eine größere Autobahnbaustelle, nervt etwas, Richtung Chemnitz aber zwei nebeneinander liegende Spuren (auf der Rückfahrt nicht, unbedingt die linke Spur nehmen, sonst fahrt Ihr 40…). Auf der Rückfahrt empfehle ich den Abstecher über Vojtanov zu Tank ONO am Ortsausgang rechts in der Tschechischen Republik. Super E95 kostet dort aktuell € 1,187 und man kann mit Euro bezahlen, 24h geöffnet. Lohnt sich NICHT für Diesel! Und beinhaltet eine kurvenreiche Strecke über den Erzgebirgskamm (lieber etwas langsamer fahren als zu verunfallen!).

Reist jemand mit der Bahn an?

anteater
Leser

Ein kleiner, unvollständiger Reiseführer für Chemnitz mit Informationen, die ich über die Jahre so aufgeschnappt habe:

Chemnitz war vor circa 100 Jahren die reichste Stadt Deutschlands, sagt man. Es heißt, dass in Chemnitz produziert, in Leipzig verwaltet und in Dresden das Geld ausgegeben wurde. Chemnitz war eine Industriestadt was auch mit der nahe gelegenen Bergbauregion Erzgebirge zu tun hat.

Heute ist Chemnitz die vom Durchschnittsalter der Bevölkerung her älteste Großstadt Europas. Es gibt also vergleichsweise viele „Graukappen“, wie man hier Menschen mit dieser Haarfarbe gerne mal nennt. Manch Zyniker (ich!) behauptet, dass in der Münchner Kaufingerstraße mittwochs um Mitternacht mehr los sei, als in der Chemnitzer Innenstadt samstags um 12 Uhr mittags, was sicherlich der unüberlegten Stadtplanung geschuldet ist (nach der Wende Errichten großer Einkaufszentren an den Rändern der Stadt, erst danach Versuch der Belebung der Innenstadt).

In die Schlagzeilen gerät und geriet Chemnitz nicht selten wegen rechtsextremer Umtriebe. So bot Chemnitz dem Neonaziverbrechertrio NSU lange Jahre Unterschlupf in der Limbacher und später Altchemnitzer Straße. Doch das ist bei weitem nicht das ganze Bild, das sind eben die negativen Schlagzeilen, die es in die Medien schaffen. Diese Stadt mit dem schlechten Ruf ist durchaus für einige positive Überraschungen gut!

Was es nicht in die Schlagzeilen schafft, das sind die zahlreichen alternativ-progressiven Kunst- und Wohnprojekte. Oder die alternativen Jugendprojekte (in Chemnitz das AJZ Talschock) und die in Sachsen sehr lebhafte Punkrockszene (http://www.sachsenpunk.de/).

Chemnitz ist nicht Dresden mit seinen Prachtbauten oder Leipzig mit seiner stellenweise schon ins Autonome abgleitenden alternativen Szene, aber Chemnitz ist auch nicht einmal halb so groß. Zudem absolut nicht von Touristen überrannt und irgendwie auch nicht so hip wie aktuell Leipzig.

Nach der Wende hat Chemnitz, bezogen auf die ursprüngliche Fläche, etwa die Hälfte seiner Einwohner verloren, was durch gezielte Eingemeindungen kaschiert werden konnte. Seither war die Einwohnerzahl (fast) durchgehend rückläufig, bis durch u.a. die Kriege in Syrien, Afghanistan und im Irak aus ihrer Heimat vertriebene Menschen auch in Chemnitz Zuflucht fanden. Anerkennend sei erwähnt, dass, anders als in Dresden, die lokalen Pegida-Ableger nie deutlich in der Überzahl gegenüber den weltoffeneren Gegendemonstranten waren.

Die Bevölkerung wird selbst von manch Einheimischen gerne als „verbiestert“ und etwas unnahbar beschrieben, wobei es natürlich auch in Chemnitz sehr, sehr nette, offene, tolerante Menschen gibt.

Nun ein bisschen was zur Stadt, um den Bogen zur ehemals reichsten Stadt Deutschlands wieder zu bekommen.

Die Innenstadt wurde im Zuge der Niederschlagung des NS-Regimes weitgehend zerstört. Während der SED-Diktatur wurde allerdings kein wirkliches Zentrum an gleicher Stelle errichtet (die Einkaufsstraße befand sich zu der Zeit am Brühl). Dies geschah erst nach der Wende, so dass das Stadtzentrum heute stark von sehr modernen Bauten geprägt ist.

Nicht zu übersehen ist allerdings auch die DDR-Architektur, die deutlich auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet war. Paradebeispiel ist hier der Rosenhof, der von großen Wohneinheiten (Platte) umsäumt ist, in den Erdgeschossen Ladenflächen und zentral hinreichend viel Platz für Zusammenkunft und soziales Leben bietet. Eigentlich eine prima Idee, sieht nur fürchterlich aus. Nicht umsonst nennt man diesen Baustil Brutalismus.

Am Neumarkt findet sich das dort etwas aus dem Rahmen fallende Siegertsche Haus mit seiner Barockfassade und auch das spätgotische Alte Rathaus, das an das älter aussehende neue Rathaus anschließt. An dessen Fassade kann man den einen oder anderen Löwen entdecken. Das neue Rathaus ist so schwarz ob des Feuersturms im Zuge des Bombardements 1945. Hier ist ein Gang in das Gebäude sehr zu empfehlen. Nicht nur gibt es einen Paternoster (aktuell weiß ich nicht, ob der wieder in Betrieb ist), sondern auch sehr üppige Wand- und Deckenmalereien, ebenso im darunter liegenden Ratskeller (die Küche ist eher so mittel).

Hinter den beiden Rathäusern am Jacobiplatz findet sich die gotische (?) Jacobikirche. Die Westfassade, also dort wo quasi der Haupteingang ist, weist Standbilder von Gelehrtem, Arbeiter, Mutter mit Kind und Kaufmann auf und nicht Apostel wie sonst eher üblich, was wohl auch dem starken Selbstbewusstsein der Arbeiterschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschuldet ist.

Vorbei an der modernen Galerie Roter Turm kommt man zum eigentlichen Roten Turm, der das wohl einzige Überbleibsel der mittelalterlichen Befestigungsanlage ist. Was im „Westen“ Pril ist, ist im Osten „Fit“, also das Eponym (Siggi, das musste ich selbst nachschlagen wink ) für Spülmittel. Was soll der Anwurf hier? Nun, „Fit“ kommt aus Chemnitz und die Flasche ist in ihrer Form an den Roten Turm angelehnt.

Durch den Stadtpark (oder daran vorbei) kommt man zum heute wohl bekanntesten Bauwerk der Stadt, dem sogenannten Nischel (Kopf), ein über sieben Meter hohes Karl-Marx-Monument (Portraitbüste) vor dem in mehreren Sprachen verfassten Wanddings (ja, wie nennt man sowas?) mit dem Zitat „Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“.
Nordwärts über die Straße der Nationen kommt man an den Theaterplatz mit den repräsentativen Bauten König-Albert-Museum (Teil der Kunstsammlung Chemnitz), dem Opernhaus und der neugotischen Petrikirche.

Geht man gegenüber dem Theaterplatz durch die Carolastraße, entdeckt man an der Ecke zur Bahnhofstraße eines der zahlreichen architektonischen Kleinode, womit der Übergang zu den Wohnvierten der Stadt gemacht sei. Über fast das gesamte Stadtgebiet ziehen sich Häuser aus der Gründer- und Jugendstilzeit. Während solche Bauten in den älteren Bundesländern in der Nachkriegszeit nicht selten moderneren Bauten weichen mussten, überließ man diese Gebäude in der damaligen DDR gerne ihrem Schicksal, so dass mit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten eine Bausubstanz fast sondergleichen vorgefunden wurde. So weist Chemnitz heute nicht nur die älteste Großstadtbevölkerung Europas auf, sondern zudem das zweitgrößte zusammenhängende Gründerzeit- und Jugendstilensemble Europas (nach, vermutlich, Brüssel, so genau konnte es mir niemand sagen). Es lohnt sich also durchaus ein Spaziergang z.B. über den Kaßberg im Westen der Innenstadt, wo sich eine hübsche, sanierte Fassade an die nächste reiht. Das ist wirklich etwas für das Auge, Parkplätze sind allerdings sehr rar (zurück ins Zentrum kommt man gut mit Öffis!).

Überhaupt ist Chemnitz mit durchaus positiv auffälligen Wohngebäuden gesegnet. So zum Beispiel am Talanger, die Satteldachgebäude an der Rudolf-Krahl-Straße, eine Handvoll Fachwerkbauten unterhalb der Schlosskirche (Schloss gibt es keines mehr), Gründerzeitvillen beispielsweise an der Salzstraße, das expressionistische Cammann-Hochhaus (oder Hochhaus Furth) als erstes Hochhaus der Stadt (8 Etagen), welches dereinst eine Weberei beherbergte, das ehemalige Kaufhaus Tietz am Rande der inneren Innenstadt, welches (u.a.) dem versteinerten Wald einen Ausstellungsraum bietet oder das auffällige Wohnensemble Wartburgstraße/Reichenhainer Straße.

Recht weit außerhalb liegt der aktuell ungenutzte, im Stile des sozialistischen Klassizismus errichtete Kulturpalast. Wenn man schon mal dort ist, dann kann man sich gleich noch die kleinste Burg Sachsens, die Burg Rabenstein, ansehen. Nicht zu vergessen die Jugendstilvilla „Villa Esche“ oder das Wasserschloss Klaffenbach sowie die wenigen Bauhausgebäude wie das Stadtbad oder die heutige Jugendherberge am Getreidemarkt. Interessante 60er-Jahre-Architektur weist der zentrale Omnibusbahnhof auf. Überdies gibt es eine große Zahl ehemaliger Industriebauten, die eine zeitgemäße Nachnutzung gefunden haben, wie die Ermafa (Erste Maschinenfabrik) oder die Schönherrfabrik.

Sportlich gesehen ist Chemnitz/Karl-Marx-Stadt im Eiskunstlauf erfolgreicher als im Fußball. Die ehemalige Goldabonnentin Katarina Witt trainierte und lebte hier ebenso wie Aljona Savchenko. Ingo Steuer oder Mandy Wötzel kennt man vielleicht auch. Zuletzt konnte die Chemnitzerin Lutricia Bock mit der deutschen Meisterschaft 2016 an die große Eiskunstlauftradition der Stadt anknüpfen.
Überdies bietet Chemnitz mit den Niners eine Zweitligabasketballmannschaft.

Das Stadion des CFC selbst liegt übrigens im zumindest teilweise etwas problematischen Stadtteil Sonnenberg. Geht man vom Hauptbahnhof durch die sogenannte Bazillenröhre (das steht interessanterweise auch so bei Google Maps) über z.B. die Hainstraße zum Stadion, sieht man allerdings auch hier die schönen Fassaden, nur nicht unbedingt so gut hergerichtet wie in anderen Stadtvierteln.

Chemnitz nennt sich „Stadt der Moderne“ was es vor ~100 Jahren war und so kann man der Stadt neben einer deutlichen Niederlage des heimischen CFC am morgigen Freitag nur wünschen, dass sie in der heutigen Moderne ankommt, sich der Welt öffnet, das ewig gestrige braune Gedankengut in seine Schranken weist und anfängt, ihr riesiges Potential zu nutzen und dann an vergangene glanzvolle Tage anknüpfen kann.

Siggi
Leser

anteater
„Eponym“ also. Ob ich mir jetzt das auch noch merken kann? Prüfe bitte nochmal, ob Du nicht eigentlich „Deonym“ meintest? (https://de.wikipedia.org/wiki/Deonomastik; https://deutschlernen-blog.de/blog/2009/05/28/tempo-tesa-uhu-und-co-generische-markennamen/)

Wanddings = Inschrift?
Woher Du das in Deinem „Kommentar“ alles hast, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass ich für sowas viele, viele Stunden, wenn nicht gar Tage gebraucht hätte. Respekt!

anteater
Leser

Unbedingt erwähnen möchte ich noch, dass blau91 und Tami Tes und ArikSteen hier auch stundenlang an ihren Beiträgen sitzen. Und z.B. Bine1860 an den Tickern. Und das regelmäßig! Was da noch im Hintergrund gemacht werden muss, da bekommen wir gar nicht mit.

Wenn man mal selbst so etwas geschrieben hat, dann kann man gar nicht genug den Hut vor den Machern (m/w/d) hier oder den Fanzinemachern ziehen. Das ist ja alles ehrenamtlich und non-profit. Da braucht es schon einige Liter Herzblut, um so etwas langfristig zu betreiben.

Tami Tes
Redakteur

Wer ist rogica?

anteater
Leser

Irgendwas läuft da gerade schief! blau91 war gemeint.

Tami Tes
Redakteur

ich korrigiere es für dich wink

anteater
Leser

Das mit dem Eponym habe ich von hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Taschentuch#Papiertaschent%C3%BCcher

„Tempo wird im deutschen Sprachraum nicht nur als Markenbezeichnung, sondern als Synonym (speziell Eponym) für Papiertaschentuch überhaupt gebraucht.“

Und das verweist dann auf Deonym…

Inschrift, weiß nicht. Es sind irgendwelche Platten mit erhabenen Buchstaben. Hier sieht man es ganz gut:comment image

Ja, Inschrift könnte es treffen, nur denkt man nichts so riesiges, wenn man Inschrift hört…

Siggi
Leser

Alternativer Vorschlag:
Durch den Stadtpark (oder daran vorbei) kommt man zum heute wohl bekanntesten Bauwerk der Stadt, dem sogenannten Nischel (Kopf), ein über sieben Meter hohes Karl-Marx-Monument (Portraitbüste) vor einer riesigen Wandtafel, die sich über acht Stockwerke ausdehnt und in mehreren Sprachen das Zitat „Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“ in die Welt hinausruft.
wink

jürgen (jr1860)
Leser

jup… eher an die Plakette des Mitarbeiters des Montas beim McD

anteater
Leser

lol

Tiefblauer87
Leser

Du solltest heir im LM eine eigene Rubrik erhalten. anteaters Reuiseführer für Auswärtsfahrer smile

Tami Tes
Redakteur

Die Idee finde ich gut grin

anteater
Leser

Mal sehen. Aber was will man über Großaspach groß schreiben?

3und6zger
Leser

Grossaspach ist super! Da war ich im April. Waldstadion, Wiesenparkplätze, Spiel war so gut wie die Musik von Andrea Berg sad

anteater
Leser

Dann kannst Du ja den entsprechenden Reiseführer schreiben. Bitte die schönsten Bäume erwähnen wink

jürgen (jr1860)
Leser

Fotostory von und mit Andrea Berg lol

anteater
Leser

Das ist eine sehr gruselige Vorstellung.

anteater
Leser

Das kann ich leider nur für wenige Städte bieten, neben Chemnitz noch für Halle, Duisburg, Düsseldorf, vielleicht Aue, Leipzig und Nürnberg, eine meiner Lieblingsstädte.

Peter Gewald
Gast
Peter Gewald

Ein ganz herausragender Artikel. Respekt da gibt es nichts hinzuzufügen.

Friedberger
Leser

Sehr schöner, sachlicher Bericht.
Um weiterhin Hobbytrainer zu spielen, ich bin mir fast sicher, dass der Biero auch morgen den Steinhart wieder aufstellen wird. Obwohl wir mit Leon Klassen einen der talentiertesten Nachwuchs-Linksverteidiger haben!
#ohnehasan

HHeinz
Leser

Der Bericht ist so gut den müsste man eigentlich gar nicht hinter einem Pseudonym verstecken. Vielen Dank.

Tami Tes
Redakteur

Meine Rede 😁👍🏼

Snoopy.
Leser

In dem Artikel in der AZ steht eine Aussage: „Wir hätten gerne mit allen Fans unseren ersten Heimsieg in der neuen Saison gefeiert.“ Was macht Chemnitz da blos so sicher?

An ein Wunder glaub ich jetzt nicht, schon gar nicht, dass man die Fehler abgestellt hat. Dazu wäre die Zeit auch viel zu kurz und was man in 3 Jahren nicht auf die Reihe gebracht hat, wird in 7 Tagen erst recht nicht gehen.

Die Mannschaft ist verunsichert, klar. Nach den Ergebnissen und den öffentlichen Aussagen wundert das nicht. Mit einem Punkt Auswärts wäre ich schon glücklich, so was im letzten Spiel in Magdeburg darf es so nicht mehr geben.

Siggi
Leser

Auch ich möchte mich für den umfangreichen und informativen Bericht bedanken. Und das alles ohne Werbung und ohne Pay-per-Click Marketing. Alles für die große Liebe.
Einmal Löwe, immer Löwe!
Danke!

anteater
Leser

Danke für den tollen Vorbericht!

„Je größer die Pleite, desto lauter die Fans.“

Und genau das wird auf anderen Plattformen kritisiert. Da wird dann behauptet, die Fans reisen eh nur mit, um zu saufen und das Scheichlied zu singen. Das schreibt sich ganz toll, wenn man daheim vor dem Fernseher sitzt und das Sofa vollpfurzt. Dass die Fans, wie in Magdeburg, um 2 Uhr morgens abfahren, 1.100 Kilometer reisen, und dann halt nicht heulend und Trübsal blasend in der Kurve stehen wollen, sondern aus einem gebrauchten Tag noch das Beste machen, ganz getreu dem Motto „Das kann doch einen Löwen nicht erschüttern“, das wird nicht gesehen von (meist) den Freunden der weiteren Überschuldung. Anerkennung für das Verhalten der mitgereisten Fans kam dafür übrigens von einigen Magdeburger Anhängern!

„Der Kapitän und Mittelstürmer der Sachsen wurde aufgund dieser nicht abgesprochenen und wohl auch unbedachten Aktion vom DFB für zwei Spiele gesperrt und letztendlich vom Verein entlassen.“

Vier Spiele! wink Und entlassen wurde er, weil er mit Hooligans in deren PKW zum Auswärtsspiel nach Halle angereist sein soll.

„Vom Sportgericht des NOFV erhielt er wegen der Vorkommnisse eine Sperre von vier Regionalligaspielen, wovon zwei zur Bewährung ausgesetzt wurden und die anderen zwei bereits durch die vorläufige Sperre erledigt waren sowie eine Geldstrafe von 3000 Euro.“ Quelle: Wikipedia

„Sechzig der richtige Gegner zur rechten Zeit?“

Umgekehrt genauso. Wo, wenn nicht in Chemnitz, können wir unseren Auswärtsfluch beenden?

Loewen1860
Leser

Wenn nicht jetzt, wann dann?