Bierofka wird Fußball-Lehrer

Günther Gorenzel-Simonitsch

Der Löwen-Meister-Trainer Daniel Bierofka, zuletzt „Kaiser von Giesing“ genannt, sitzt von heute an wieder auf der Schulbank. In Hennef startet der 65. Lehrgang zur Ausbildung von Fußball-Trainern und der Sechziger-Coach ist mit dabei. Bierofka wird während der Ausbildung immer erst am Donnerstag zur Mannschaft zurück kehren und diese bis zum Spiel betreuen. In seiner Abwesenheit leitet der Sportdirektor Günther Gorenzel-Simonitsch das Training der Spieler, dabei wird er sicherlich die Vorstellungen und Konzepte von Daniel Bierofka in seinem Sinne umsetzen.

Hier die DFB-Presse-Mitteilung:

An der Hennes-Weisweiler-Akademie in Hennef startet am heutigen Montag der 65. Fußball-Lehrer-Lehrgang. An der Spitze des Kurses steht zum ersten Mal Daniel Niedzkowski. Nach Sepp Herberger, Hennes Weisweiler, Gero Bisanz, Erich Rutemöller und Frank Wormuth ist Daniel Niedzkowski der sechste Leiter des Fußball-Lehrer-Lehrgangs. Zuvor hatte er an der Hennes-Weisweiler-Akademie zum Team von Wormuth gehört.

Zum Start des Kurses sagt Niedzkowski: “Ich kann es kaum erwarten. Mir macht es wahnsinnig viel Spaß, mit Trainern zu arbeiten, mich mit ihnen auszutauschen, ihnen Dinge mitzugeben, ihnen Fragen zu stellen, anhand derer sie sich weiterentwickeln können. In meiner neuen Rolle habe ich noch mehr Einfluss auf das Gesamtprodukt – das ist fantastisch.”

Unter Leitung von Niedzkowski bleibt die Struktur des Lehrgangs erhalten, einige Akzente in der Ausbildung werden sich verschieben, diverse Details, aber auch Schwerpunkte verändern. Dazu sagt der neue Chefausbilder: “Ein zentrales Anliegen wird sein, dass wir darauf hinwirken, dass unsere Trainer in der Ausbildung der Spieler künftig ein stärkeres Gewicht auf die Förderung von Kreativität legen. Daneben wird es in unseren Diskussionen stärker um Menschen- und Mannschaftsführung gehen. Die Leadership-Funktion des Trainers wird mehr im Fokus stehen, zudem werden wir den Kurs internationalisieren und die DFB-Akademie stärker einbinden. In dem Zusammenhang freue ich mich auch sehr auf die Zusammenarbeit mit dem neuen DFB-Ausbilder Peter Hyballa, von dessen Erfahrungen die Trainer mit Sicherheit profitieren werden.”

Der 65. Fußball-Lehrer-Lehrgang ist prominent besetzt. Unter den 24 Teilnehmern befinden sich mit Daniel Bierofka, Patrick Helmes und Andreas Hinkel drei ehemalige Nationalspieler. Zu ihnen gesellen sich Trainer, Verbandssportlehrer des DFB und der Landesverbände sowie Führungskräfte in Nachwuchsleistungszentren. Auch eine Frau absolviert den Kurs: Theresa Merk, Verbandssportlehrerin des Fußball-Verbandes Mittelrhein. Niedzkowski sagt: “Wir haben eine großartige Mischung. Ich bin sicher, dass der Austausch zwischen diesen Gruppen und ihren Perspektiven interessant und bereichernd wird. Für die Teilnehmer untereinander – und natürlich auch für uns als Ausbildungsteam.”

Eingeteilt ist der Lehrgang in 22 Wochen Präsenzausbildung, acht Wochen Praktikum und sechs Wochen Selbststudium. Zu den Fachbereichen des Lehrgangs gehören Fußball-Lehre, Psychologie und Physiologie. Die Ausbildung dauert insgesamt zehn Monate und endet mit der Prüfungsphase im März 2019. Der Lehrgang beginnt mit den Modulen “Pressearbeit” und “Präsentieren” und wird fortgesetzt mit dem Modul “Spitzenfußball-Analyse”. Dabei werden die Teilnehmer eine Spielbeobachtung der UEFA U 19-EM im Juli in Finnland durchführen.

Die Teilnehmer des 65. Fußball-Lehrer-Lehrgangs

Arne Barez, Daniel Bierofka, Sebastian Dreier, Cristian Fiel, Sebastian Geppert, Ovid Hajou, Patrick Helmes, Andreas Hinkel, Patrick Irmler, Alexander Kiene, Oskar Kretzinger, Georg Martin Leopold, Theresa Merk, Patrick Mölzl, Elard Ostermann, Roberto Pätzold, Andre Pawlak, Marcel Rapp, Pit Reimers, Sven Schuchardt, Uwe Speidel, Mike Sergio Terranova, Marco Vorbeck, Markus Zschiesche.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
GehtDiNixO
Leser

Viel Erfolg, Biero!

DonZapata
Leser

Stepanek : „60er-Coach“ ist ganz gruselig. schreib doch Sechziger-Coach.
Merci.

3und6zger
Leser

Alles Gute, Biero, für das nächste Dreivierteljahr und viel Erfolg!

Ich denke, es hat auch Vorteile wenn man Spieler mit einigen Tagen Pausen immer wieder sieht. Man kann dann Fortschritte noch besser beurteilen. Ein grosser Vorteil ist auch, daß Biero „weg vom Schuss“ ist und nicht so mitkriegt, was jeden Tag für ein Schmarrn geschrieben wird, damit die Tageszeitungen und Blogs voll werden.

ArikSteen
Redakteur

Dann hoffen wir mal, dass diese Doppelrolle funktioniert. Tiefstabeln wie in der Regionalliga ist nicht mehr drinn. Wir sind nun einer von vielen guten Mannschaften. Daniel Bierofka wird nun eine ganz andere Erwartungshaltung entgegengebracht, wenn man bedenkt, dass seine Wünsche erfüllt wurden. Mit dem Kader kann er sich nun beweisen.

SechzgeMax
Leser

Naja lieber tiefstapeln, als „We go to the top“ oder „Wir müssen Meister werden!“

Außerdem kann Biero nicht mehr so viel Zeit mit der Mannschaft verbringen durch den Lehrgang.

Das wird eine Herausforderung, aber ich denke, dass wir trotzdem eine gute Saison spielen werden.