Diskussionsthema

Forbes spricht von nur noch rund 300 Millionen Euro

Vorab, wir können Euch die Frage nicht beantworten. Aber es ist eine Frage, die sich viele Fans stellen. Laut dem Magazin Forbes Middle East soll Investor Hasan Ismaik im Sommer nur noch ein Vermögen von rund 300 Millionen Euro besessen haben. Für Otto-Normalverbraucher hört sich das immer noch viel an, für große Sprünge und Träume in Giesing würde ein solches Vermögen jedoch wohl kaum reichen.

Als er 2011 beim TSV München von 1860 mit damals 18 Millionen einstieg, waren das für ihn “nur Peanuts”. 2014 wurde sein Vermögen noch auf sage und schreibe 1,6 Milliarden US-Dollar geschätzt. Hasan Ismaik profitierte 2007 vom Immobilienboom im Nahen Osten. Doch der ist längst vorbei. Danach mussten die großen Profiteure ihr Geld in andere Projekte investieren. Oder im Immobilienbereich einen deutlich schwierigeren Weg gehen.

Ismaik hat in der Zwischenzeit viel Geld verloren. Wie viel, darüber gibt es bislang nur Spekulationen und eben den Bericht des Magazin Forbes. Und der Investor hat viel zu tun. Ismaik ist Geschäftsführer oder Teilhaber bei Masaken Capital, bei der HAMG Group, bei Marya Investment Company und Almanara International Jeweelry Company. Es ist fraglich, ob er im Hinblick auf diese Tatsache tatsächlich wirklich groß investieren würde. Selbst wenn 50+1 fällt. Er hat im Moment viele Baustellen.

Fällt 50+1, ist das Schicksal von 1860 offen

Es ist die große Angst, die viele im e.V. haben, dass 50+1 fällt. Den meisten Vereinen kann es schlichtweg egal sein, ob die Regelung fällt oder beibehalten wird. Weil sie mehr als 50 Prozent der Aktien bzw. des Vereins haben und dann selbst entscheiden, ob sie sich verkaufen oder nicht. Bei Sechzig ist das anders. Der Verein hat bereits 60 Prozent verkauft.

Andere wiederrum spekulieren genau auf diese Option, nämlich dass die Regelung 50+1 fällt und Investor Ismaik das Ruder übernehmen kann. Die Regelung muss jedoch komplett fallen. Vergleiche mit Martin Kind sind fragwürdig. Erst heute hat Kind, der Investor und Präsident von Hannover, seinen Antrag zur Übernahme des Vereins zurückgezogen. Der Antrag betraf jedoch rein seine Angelegenheiten. Er wollte eine Ausnahmeregelung für sich. Hasan Ismaik und der TSV München von 1860 wird ihn herzlich wenig interessieren. Er wollte die kleine Lösung, wollte, dass das DFL-Präsidium in seinem Fall anders entscheidet. Auf die Situation in München hätte das vermutlich keine Auswirkung gehabt. Hierfür muss die Entscheidung wahrscheinlich vor dem Europäischen Gerichtshof fallen. Und das ist ein längerer Prozess, der bislang noch nicht begonnen hat.

Was wenn 50+1 irgendwann fällt? Hasan Ismaik könnte dann in München schalten und walten wie er möchte. Doch was würde es ihm bringen? Der Verein ist in der 4. Liga angekommen. Von den investierten Millionen von Euro ist nichts mehr da. Der Verein im Vergleich zu 2011, als Ismaik seine ersten Millionen investierte, praktisch wertlos.

Die Stadionfrage

Erst in der 2. Bundesliga würden seine Verluste langsam wieder reinkommen. Doch der Weg dorthin ist steinig. Fällt die Regelung zum Schutz des e.V., dann verändert sich das Gesamtbild. Besonders interessant wird dann die Stadionfrage. Man muss bezweifeln, ob die Stadt München im Hinblick auf das Stadion an der Grünwalder Straße noch so kompromissbereit ist wie aktuell. Was, wenn der “neue” Verein unter Hasan Ismaik ohne Stadion dasteht? Dass er rasch ein Stadion baut, das muss man bezweifeln. Dafür hat er vermutlich nicht mehr die finanziellen Mittel, zumindest wenn man dem Magazin Forbes Glauben schenkt. Und ob er Mitinvestoren findet, ist in Deutschland auch eher fraglich. Auch im Hinblick auf das Olympiastadion wird die Stadt wohl eher weniger kooperieren. Und die Allianz-Arena ist ebenfalls Geschichte. Selbst wenn man die Finanzierung sichert, so wird man sich in München wohl zwei Mal überlegen, ob man überhaupt Baugrund hergibt. Da steckt mehr als nur ein Verkauf dahinter. Das ist eine politisch schwergewichtige Entscheidung. Und das gilt auch für das Umland. Taufkirchen und Ismaning waren bereits im Gespräch. Das Problem dort ist die kleinteilige Aufteilung der Grundstücke. Und wie man es in Bayern kennt, wird es schließlich am Widerstand in den Gemeinden scheitern. Selbst kleinere Stadien sind im Landkreis ein Problem und werden politisch hart diskutiert. Wer glaubt, dass solch ein Projekt möglich ist, der muss sich nur mal im Umland umhören. Wo also sollte dann die KGaA-Mannschaft spielen? Ohne ein entsprechendes Stadion würde man vermutlich in die Bayernliga oder sogar noch tiefer abrutschen. Und könnte dann gegen den ehemaligen Mitgesellschafter, den e.V. spielen. Das wäre absolut grotesk.

Reine KGaA -Mannschaft?

Eine weitere Frage ist, wer auch personell den Weg einer reinen KGaA-Mannschaft mitgeht. Allzu glücklich waren die Entscheidungen des Investors im Hinblick auf seine Berater nicht. Fredl Fesl singt in einem Lied “… mit Geld, da kann man alles kaufen, auch Spieler, die dem Ball nachlaufen.” Doch einer vom e.V. losgelösten KGaA fehlt die Identität. Es wäre praktisch gesehen ein Retortenverein, der sich aus einem Traditionsverein herausgelöst hat. Wenn 50+1 fällt, dann hat Investor Hasan Ismaik eine KGaA, die nicht einmal mehr die Bezeichnung “TSV München von 1860” nutzen darf. Und er hat eine Geschäftsstelle. Aber wird dann Profi-Fußball überhaupt noch funktionieren? Und wie viele Fans gehen diesen Weg mit? Man kann sich durchaus ganz ehrlich fragen, ob der Fall von 50+1 nicht auch die komplette Vernichtung des Invests ist. Das könnte damit, anders wie manche behaupten, nämlich in großer Gefahr sein.

Was möchte der Investor?

Vom e.V. wird von einigen Fans Transparenz gefordert. Doch auch im Hinblick auf den Investor und seine Vorhaben wünscht man sich als Fan durchaus eine Erläuterung, wie denn die Zukunft aussehen soll. Bislang versteckt sich die Investorenseite mit ihren aktuellen “Ideen”. Man hat sich praktisch in der Opposition wiedergefunden und lebt dort ganz gut. Rein wirschaftlich gesehen ist für den Investor im Moment der aktuelle Weg der Richtige. Denn gesundet der Verein auf diese Weise und steigt in die 3. Liga wieder auf, dann ist sein Invest gleich wieder mehr Wert. Sollte es in die 2. Bundesliga gehen, steigt das Invest noch mehr. Vielleicht hat er sich deshalb aus dem Aufsichtsrat zurückgezogen. Vielleicht überlässt er deshalb nun Cassalette und Stimoniaris die Stimmen im Aufsichtsrat.

Eure Meinung ist gefragt

Was sagt Ihr dazu? Ist der Wunsch nach Profifußball durch einen rein durch den Investor geführten und kontrollierten Verein eine Seifenblase und völlig utopisch, oder hätte ein solches Modell nach Fall von 50+1 eine Zukunft?

Gerne dürft Ihr unsere Aussagen auch in Frage stellen. Das Thema ist durchaus spannend.


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(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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bruckbergerloewe

Nur noch 300Mio ? Da wird’s knapp mit einem Brasilianer für Biero ?

konterhoibe

Für Neymar würd´s vielleicht grad so noch reichen 😀

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sechzig_ist_kult

Erstmal: Klasse Artikel! Viel gute und interessante Gedankengänge.

Hmmm… Ich halte es – auch im Hinblick auf unsere Gesellschaft – zumindest schon für gut möglich, dass es letzlich funktionieren würde. Allerdings hätten wir dann hundert pro ein anderes Sechzig München als das Bisherige bzw. als jenes, welches so viele von uns Blauen so lieben.

Identifizieren könnte ich mich mit so etwas persönlich kaum noch bzw. eigentlich gar nicht mehr… Einerseits der Wunsch nach größtmöglicher Unabhängigkeit und vernünftigem/autarkem Wirtschaften (kein Verkauf unserer “Seele”) und auf der anderen Seite meine Skepsis gerade gegenüber Ismaik. Ausgerechnet derjenige, der uns durch geradezu irrsinnige Spielerverpflichtungen mittels teurer Darlehen, den vielen fragwürdigen Personalentscheidungen (Hinterberger, Kreuzer, Poschner, Pereira…) dem konsequenten Setzen und Vertrauen auf die falschen Berater oder durch das Unterlassen der Lizenzzahlungen (für mich) hauptverantwortlich die vierte Liga zu verantworten hat, soll nun das alleinige Sagen haben… 🙁 Bitte nicht.

Dennoch denke ich, dass wir da schon auch nicht ganz wenige Fans haben, die das Ganze unterstützen würden. Ich will das niemandem verdenken, auch wenn ich es persönlich halt irgendwie schwer begreifen kann. Geht dabei nicht vieles kaputt, was uns als fannaher Traditionsverein gerade auszeichnet? Sollte sich der schnelle Erfolg tatsächlich einstellen, was ich aus verschiedenen Gründen zwar nicht glaube (s.u.), dann findet man schon ausreichend neue “Fans”. Dahingehend habe ich überhaupt keine Bedenken. Bei einem Verein wie Sechzig München denke ich schon, dass die Stadt uns so und so immer irgendwie entgegenkommt… Ob in den selben Maßen wie bei Erhalt von 50+1 ist natürlich rein spekulativ. Sollte sich der schnelle Erfolg allerdings nicht einstellen, dann gebe ich der Sache wenig Chancen, da der Verein mit Sicherheit einen großen Anteil der aktuellen Fans, v.a. auch der Ultras verliert. Wenn diese nicht durch einkehrenden Erfolg „ersetzt“ werden können, geht der Verein kaputt. Gerade ein Verein wie Sechzig, der v.a. durch seine grandiosen Fans lebt. Die fantastische Stimmung im Stadion würde wohl in jedem Fall (auch bei Erfolg) unter der Sache leiden. Die Folge: Noch mehr Kommerz, noch mehr Event, weniger Stimmung, weniger Fannähe, weniger Leidenschaft… Ich zitiere hier mal Christian Streich, den Wahnsinns-Trainer aus Freiburg, der auf fantastische Art und Weise Mensch geblieben ist: „Der Gott des Geldes verschlingt alles…“ So true. Leider.

An diejenigen gerichtet, die sich den Fall von 50 +1 wünschen und dabei mit dem Argument Profifußball argumentieren:

=> Sollte das von Forbes angenommene Vermögen von etwa 300 Millionen Euro stimmen, wie soll man denn damit große Sprünge machen? Und Ismaik wird sicherlich nicht sein gesamtes Vermögen in Sechzig pumpen… Wer soll uns denn bitte ein neues Stadion bauen? Mit welchem Geld sollen wir wirklich nach oben kommen, wenn der aktuelle Kurs der wirtschaftlichen Vernunft nicht fortgesetzt wird? Eine Alternative wäre, dass Ismaik beim Fall von 50+1 (z.B an die Quandts oder ähnliche wirtschaftliche „Kaliber“) verkauft, was ich allerdings nicht unbedingt für wahrscheinlich halte…

=> Wir haben unsere Anteile in einer absoluten finanziellen Notlage verkauft. Das heißt, wir haben überspitzt gesagt „ein Butterbrot“ (18 Mio) für 60 Prozent (!) der Anteile bekommen. Wie viel werden wohl andere Vereine für einen Anteilsverkauf bekommen, wenn sie darüber selbst entscheiden können, also eine viel stärkere Verhandlungsposition haben, ergänzt um die Tatsache, dass 50+1 inzwischen gefallen ist… Das macht die Sache für Investoren doch noch viel lukrativer und die werden viel eher bereit sein, richtig Geld hinzublättern. Der Vfb Stuttgart zum Beispiel soll für gerade mal 24,9 Prozent der Anteile etwa 100 Millionen erhalten. Und wenn 50+1 erstmal gefallen ist, werden die Summen sicherlich noch viel extremer…
Wie sollen wir denn dagegen ankommen? Mit einem Investor der laut Forbes gerade mal 300 Mio auf der hohen Kante hat? No way! Kann mir das nie und nimmer vorstellen.
Natürlich werden nicht alle Vereine verkaufen. Denke da z.B. an Freiburg, Gladbach, Werder, Pauli, Union, etc. Nur bestechen diese Vereine eben kontinuierlich durch hervorragende Arbeit. Das heißt es wird auch bei diesen Vereinen (Gott sei Dank!) schwer, vorbeizukommen. Geld ist im Fußball ohne Frage wichtig, aber halt immer noch nicht alles. Ohne einem guten Plan und ebenso guter Umsetzung wird man mit noch so viel Geld der Welt keine Bäume ausreißen.

=> Unsere Anteile sind eh schon weg. Da bekommen wir gar nix mehr. Vereine die noch keine bzw. sehr wenige Anteile abgegeben haben, haben in der Zukunft Chancen, die wir einfach nicht mehr haben können…

=> Mannschaften, die in den höheren Ligen spielen und sich für einen Anteilsverkauf entscheiden werden immer mehr Geld bekommen als Vereine in der vierten Liga. Die Spreizung geht also tendenziell doch eher noch weiter auseinander, auch wenn man als Traditionsverein mit breiter Fanbasis sicherlich gewisse Vorteile gegenüber manch anderem Verein hat.

=> Woher kommt die Überzeugung, dass Ismaik wirklich aus seinen Fehlern der Vergangenheit gelernt hat? Ich finde, gerade dadurch, dass man Ismaik in der Vorsaison freie Hand gelassen hat, ist man doch v.a. nach unten durchgereicht worden. Es wurde also leider nichts erreicht, ganz im Gegenteil. Und diejenigen, die damit argumentieren, auch der e.V. stünde hier in der Verantwortung, da er Ismaiks schalten und walten ließ, was ich durchaus (=>Teilverantwortung) auch so sehe: Wenn 50+1 fallen sollte, kann Ismaik potentiell überhaupt keiner mehr daran hindern… Nach all den Äußerungen Ismaiks (erst neulich der erneute Vergleich mit CL-Vereinen wie Paris oder Barca, „Jeder Verein braucht Geld, um konkurrenzfähig zu sein: siehe Barcelona oder Paris Saint-Germain.“ https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/hasan-ismaik-giftet-markus-fauser-hat-nichts-getan-power-hat-1860-muenchen-weg-gezeigt-9519765.html) kann ich mir das halt einfach nicht vorstellen. Wenn Ismaik wirklich den Erfolg herbeiführen will, muss aber nahezu alles anders laufen als noch im Vorjahr. Der Fokus muss aufs Team gelegt werden, nicht auf Namen und teure Einzelspieler. Kein Zweit-/Viertligist braucht einen portugiesichen Starcoach, der die Liga nicht kennt, oder einen englischen CL-Geschäftsführer. Und es braucht endlich Kontinuität. An wie vielen rollenden Köpfen war Ismaik bitte beteiligt… Darüber hinaus all die Dinge wie der Medienboykott oder die „St. Pauli-Geschichte“, worunter der Ruf unseres Vereins in den letzten Jahren doch immer weiter gelitten hat. Deutschlandweit.

=> Ich bin mir auch bei Weitem nicht sicher, ob basierend allein auf der Tatsache, dass mehr Geld im Umlauf ist, tatsächlich der Fußball im gleichen Maße besser werden würde…

=> Ist es wirklich so abwegig, dass man auch mit finanziell nachhaltigem und gesundem Wirtschaften, guter Arbeit und einem Plan langfristig gesehen nach oben kommt? Genau diesen Eindruck habe ich zurzeit von unseren Verantwortlichen.

=> Ergänzend: Mit dem Finger auf den roten Kommerzverein zu zeigen, kann man dann eigtl. nicht mehr bringen. Irgendwo fehlt mir dann einfach auch die Abgrenzung zu den Roten… Sind wir nicht mehr als nur ein billiger Abklatsch der Roten? Braucht München neben den Roten sowas wirklich?
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Es wäre für mich schon fast Galgenhumor und irgendwie wieder richtig Sechzig-like, wenn – ausgerechnet in der Phase – in der unser Verein und die Veanatwortlichen aus der Sicht so vieler Fans so vernünftig wie lange nicht mehr agieren und endlich aus den Fehlern der Vorjahre zu lernen scheinen, 50+1 fällt und all diese Bemühungen und Hoffnungen quasi umsonst gewesen wären. Das darf in meinen Augen einfach nicht passieren. Persönlich: Absoluter Alptraum…

In diesem Sinne: Pro 50+1! Ohne Wenn und Aber! Zumindest sollten für mich die Fans (Mitglieder) als höchstes „Gut“ im Fußball selbständig darüber entscheiden dürfen, ob die Regel für ihren Verein gilt oder nicht… Klar würde das die Schwierigkeiten im Hinblick auf das EU-Recht nicht wettmachen. Aber aus Sicht eines Fußballfans habe ich dazu den klaren, eben geschilderten, Standpunkt.

Abgesehen davon, sollte die 50+1 Regel aufgelockert werden, ist Stand jetzt ja nach noch lange nicht klar, inwieweit dies geschieht, wie die Neuregelung konkret aussieht und welche Ligen davon betroffen wären. Bundesliga, Ligen der DFL (1-3) oder darüber hinaus auch im Amateurfußball? Da ist noch so viel möglich.

“Gehen Bundesliga und 2. Liga beim Investoren-Thema getrennte Wege?”
http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/716678/artikel_der-liga-droht-die-spaltung.html

Hoffen wir also das Beste. Was das Beste dabei ist, möge jeder für sich selbst entscheiden. Soweit mal meine Ansicht…

Landshuter_Loewe

Vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag.

“Abgesehen davon, sollte die 50+1 Regel aufgelockert werden, ist Stand jetzt ja nach noch lange nicht klar, inwieweit dies geschieht, wie die Neuregelung konkret aussieht und welche Ligen davon betroffen wären. Bundesliga, Ligen der DFL (1-3) oder darüber hinaus auch im Amateurfußball? Da ist noch so viel möglich.”

Was ich sogar wichtiger halten würde wäre endlich eine eindeutige rechtliche Klärung. Solange 50+1 immer wieder aus rechtlicher, verbandsferner Sicht in Frage gestellt wird, wird hier nie Ruhe eintreten.

hheinz

Ich habe große Zweifel an der Theorie der zwei TSV 1860. Wenn 50+1 fällt dann spielt Herr Ismaik die Musik und der e.V. darf vielleicht weiterhin Amateursport betreiben.

klothilde

Bleibt noch der Faktor Fan.

buergermeister

Der e.V. würde die Plätze im Aufsichtsrat behalten. Sie hätten halt keine Mehrheit mehr oder?

hheinz

Ja aber aufgrund der schlechten finanziellen Situation in der KGaA wäre der e.V. vermutlich innerhalb kürzester Zeit nahezu komplett draußen sofern Herr Ismaik das möchte.
Ein Hauptproblem bleibt die Geschäftsführungs GmbH. Hier hat Herr Ismaik dann die Mehrheit und dann sitzen eben wieder Power Toni und Konsorten an den Schalthebeln.

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klothilde

Ich finde, dass in diesem Kontext auch die “Verpflichtungen” von Cassalette und Stimoniaris einen ganz anderen Sinn ergeben.

Es ist, für mich, ein abkoppeln von 1860.

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klothilde

Das kann ich mir beim besten Willen auch nicht vorstellen.
Nur durch sehr schnellen Erfolg und positive Starverpflichtungen könnte es der abgekopelten KGaA gelingen Fans zu halten.
Aber wer bezahlt es und wer nimmt das Risiko auf nachher ohne Stadion dazustehen?

konterhoibe

Vorallem, da kriegst du keinen Spieler dazu da mitzumachen, außer natürlich du erschlägst die mit Geld, welches Ismaik evtl. ja gar nicht mehr hat.

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klothilde

Inwieweit ein TSV dann noch Sinn macht, wenn es keinen Verein mehr gibt, wird man dann bewerten müssen.
Auch bleibt die Frage, falls sich eine Spalltung vollziehen sollte, was eine KGaA ohne Fans Wert ist?
Denke uns allen ist klar, dass 80% der Fans zum Verein halten.

Landshuter_Loewe

Ich denke Du hast Recht. Zu “TSV München von 1860” siehe unten.

Landshuter_Loewe

Auch auf die Gefahr hin, kleinlich zu wirken. “TSV München von 1860” ist dem Register nach nicht geschützt, zumindest finde ich nichts. Was mich allerdings wundert.

stepanek

Wenn man den Artikel und die darin geäußerten Schlussfolgerungen liest, dann bleibt HI doch nur der schnellstmögliche Verkauf der Anteile. Ich, wie wohl viele anderen Löwen-Fans, hätte sicherlich nichts dagegen, nur stellt HI die gleichen Prognosen für die Zukunft?

klothilde

So lange er nichts zuschiessen muss hält er seine Anteile und hofft auf Wertsteigerung.
Jetzt ist wohl der schlechteste Zeitpunkt für ihn zum verkaufen.

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Landshuter_Loewe

Das Problem ist nur, dass seine Anteile aktuell nichts wert sind. Und beim Notverkauf bekommt er noch weniger. Es bleibt ihm nur zu hoffen, dass 60 ohne seine Mitarbeit ? endlich wieder auf die Erfolgsspur kommt.

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Landshuter_Loewe

Oder warten, er ist noch jung. Aussitzen halt. Das kennen wir ja aus Berlin??

eurasburger

Wenn Ismaik durch den Fall der 50+1 Regel die Mehrheit auch in der GF GmbH übernehmen kann. (Dort spielt ja die Musik) Dann sollte man diesem Konstrukt 100% der Aktien verkaufen, mit der Auflage, dass der e.V. das Spielrecht der zweiten Mannschaft in der Bayernliga nutzen kann. Ismaiks Retorte kann dann von mir aus spielen, wo sie will. Idealerweise nicht mehr in Giesing!
Wenn ich die Stadt München wäre würde ich der Ismaik Firma sicher kein Grundstück o.ä. anbieten! Warum auch? Dieses Konstrukt hat dann nichts mehr, was einer Förderung durch die Öffentlichkeit rechtfertigen würde.
Man kann nur hoffen, dass a) 50+1 erhalten bleibt oder b) Ismaik zumindest gegen einen intelligent und rationell handelnden Investor ausgetauscht wurde, bevor a) eintritt.

Einen Weg der 100% Hasanretorte gehe ich sicher nicht mit! Da werden dann andere Zielgruppen erschlossen werden müssen.

Die Fans der Hasanretorte hättens dann in München nicht leicht. Die Anfeindungen kommen dann nicht mehr nur von Rot, sondern sicher auch von den Löwenfans.

konterhoibe

Da sich Ismaik bisher an nichts gehalten hat was er uns oder anderen Partnern zugesichert hat, wird die Stadt einen Teufel tun wenn es zu dieser Situation kommen würde. Wenn Ismaik mit einer eingekauften Söldnertruppe antreten will, viel Spaß, mich kann er dann gern haben.

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3und6zger

Ich denke, Herr Ismaik hatte aufgrund seiner geschäftlichen Mißerfolge völlig die Realität aus den Augen verloren. Das kann man deutlich auf der Homepage der Marya Ltd. sehen, wo das Investment 60 noch immer “in der Allianz-Arena und in der 2. Bundeliga” spielt.
Insofern kann man hoffen, dass seine Umgestaltung des Aufsichtsrats als erste Schritte in Richtung Realität verstanden werden können. Möglicherweise will er doch mal “verstehen” was so abläuft.
Aber finanziell viel erwarten kann man von ihm, glaube ich, nicht mehr.

klothilde

Ich möchte auch anmerken, dass bei der Masaken Capital, lediglich 8 Personen angestellt sind.
Da hat manches Restaurant bei uns mehr Leute beschäftigt.
Dementsprechend vermute ich auch dort viel heiße Luft um wenig Ertrag.

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klothilde

Ist der Ticketverkauf nicht ausgelagert?

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klothilde

Also war die Stadionverordnung der AA im Internet im Verantwortungsbereich des eV´s oder LMS Sport?

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klothilde

Das meinte ich, dass es ein ext. Problem war.

3und6zger

Der Ticketverkauf richtet sich an die Löwenfans und die wissen wo Sechzig spielt. Die Stadionordnung muss man nicht haben oder lesen um sich ein Spiel anzuschauen. Die Marya-Homepage ist eine Darstellung des Unternehmens und der Investments dieser Investmentfirma und richtet sich an Geschäftspartner und Investoren. Und was zeigt das dann? Ich behaupte, die gleiche Traumtänzerei und der gleiche mangelnde Realitätssinn, welche uns Liga 4 eingebracht haben.

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Landshuter_Loewe

Auch die Wortmarke “TSV 1860” gehört der KGaA, allerdings läuft der Schutz am 2 8.02.2018 aus, also wer schnell ist … ?

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banana-joe

 tomandcherry WAS habe ich dir vor ein paar Wochen gesagt? ??

Landshuter_Loewe

Der Löwe gehört der KGaA, dann darf im Extremfall der e.V. den nicht mehr verwenden, oder?

(Zumindest nach DPMA-Register).

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Landshuter_Loewe
arik

 Landshuter Löwe Du hast übrigens ein veraltetes Blatt aufgerufen. Siehe hier: https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/3020110220204/DE

arik

Wie Ismaik erst jüngst erfuhr, hat 1860 zwei Markenrechte (“TSV München von 1860 e.V.” und “Turn- und Sport Verein München von 1860 e.V.”) in den e.V. zurückgeführt
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Mai 2013

Das könnte bedeuten, dass Wappen gehört tatsächlich der KGaA.

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Landshuter_Loewe
Landshuter_Loewe

Das sind die Wortmarken mit e.V. Alle ohne sind bei der KGaA, was ich so auf die Schnelle gesehen habe.

arik

Ja, das müsste man mal dann genauer ergründen …

banana-joe

Das irritiert mich jetzt eher mehr:

Knöpfe, Haken und Ösen, Nadeln; künstliche Blumen; Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Reis, Tapioka, Sago, Kaffee-Ersatzmittel; Mehle und Getreidepräparate, Brot, feine Backwaren und Konditorwaren, Speiseeis; Honig, Melasse-Sirup; Hefe, Backpulver; Salz, Senf; Essig, Saucen (Würzmittel);

Ghört das alles am Ende der Christl?

?

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klothilde

You speak the truth

Würde gern 20 ? geben.
Für mich, der bisher beste Artikel des Löwenmagazins.
Respekt.

chkk3r

Auch ich möchte diesem Artikel meinen Respekt aussprechen. Sehr gute Gedankenspiele.

banana-joe

Um’s mit den Worten von Erdinger Löwe auszudrücken: Volle Zustimmung!

Arik, das war bis jetzt mit Abstand der beste Bericht hier.