Robert Reisinger ist Präsident des TSV München von 1860 e.V.. Auf demokratischem Weg gewählt, durch die Mitglieder des Vereins. Seit der Ära Wildmoser steht er vor allem für eines: für Kontinuität. Begleitet von einem medialen Bashing gegen seine Person.

Seit Karl-Heinz Wildmoser nach zwölfjähriger Amtszeit seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, taten sich die Löwen-Präsidenten schwer. Rainer Beeck war immerhin 986 Tage im Amt, gefolgt von Dieter Schneider mit 783 Tagen. 9 Präsidenten verschliss der TSV 1860 München seit Wildmoser. Robert Reisinger ist der zehnte Präsident nach ihm. Und der Unternehmer steht für Kontiunität. Über 1.000 Tage ist Reisinger nun Präsident. Ein eher unrühmlicher Rekord dabei ist die Anzahl der Rücktrittsforderungen. Tagtäglich erfolgen diese unter der Berichterstattung der Boulevardzeitungen oder von journalistischen Blogs. Auch bei Themen, die herzlich wenig mit Reisinger selbst zu tun haben. Auch während der aktuellen Pandemie-Krise bricht die Hetze nicht ab.

Kritik an Präsident Robert Reisinger ist ungemein wichtig. Sie sollte eine demokratische Selbstverständlichkeit sein. Der Präsident des TSV München von 1860 steht im Fokus eines Sportvereins, der in der Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt. Medien müssen mit seiner Rolle und seinen Entscheidungen kritisch umgehen. Genauso wie die Mitglieder. Eine gesunde Opposition sollte sein Tun und Handeln in Frage stellen. Auf sachlicher und themenbezogener Ebene. Geschieht das? Wohl er selten. Stattdessen findet ein schier unerträgliches Reisinger-Bashing statt. Teilweise substanzlos, teilweise mehr als unter der Gürtellinie. Manchmal auch strafrechtlich relevant. Mit Morddrohungen oder dem Aufruf zur Selbstötung. Beleidigend. Unsozial. Selten sachlich und argumentativ.

Die Brüllaffen und Wadenbeißer unter den Löwen haben den Rahmen einer gesunden Opposition längst gesprengt. Manche Journalisten oder Blogger springen dabei erschreckend oft auf. Sie macht nicht mit, fördert jedoch die unsachliche Kritik immer wieder durch populistische Schlagzeilen. Gut ist das nicht. Das schadet Reisinger. Vor allem aber dem Verein. Und der Demokratie. Frei ist die Presse zumindest teilweise leider eben nicht mehr. Freie Journalisten, die nicht fest angestellt sind, sondern nach Klickzahlen bezahlt werden, müssen ins populistische Rufhorn blasen. Sonst gibt´s kein Geld. Manche Journalisten tragen deshalb sicherlich eine Mitschuld. Problematisch ist jedoch vor allem der Kommentarbereich und die dortigen Handelnden. Die Brüllaffen und Wadenbeißer unter den Löwen.

Das Reisinger-Bashing scheint Volkssport Nummer 2 nach dem Fußball. Doch es wirkt hilflos und lächerlich. Die Sachdimension wird durch die persönliche Dimension überlagert. Angegriffen werden nicht die Argumente, sondern Reisinger als Person. Er wird als Person in schlechtem Licht dargestellt. Die Brüllaffen und Wadenbeißer gehen dabei vor allem einem aus dem Weg. Der eigenen Verpflichtung, sich als Opposition inhaltlich mit Themen auseinanderzusetzen, für Meinungen einzutreten und Gegenvorschläge zu machen. Stattdessen wir suggeriert, Reisinger wäre für alles verantwortlich. Das ist falsch und im Grunde weiß das auch jeder. Das zu suggerieren, hat weder mit demokratischem Grundverständnis, noch mit gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein zu tun.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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3und6zger
Leser
3und6zger (@3und6zger)
9 Monate her

Deinem Kommentar geb ich meine 1860%ige Zustimmung.
Den 24-Dummbeutel-Blog lese ich seit fast 2 Jahren nicht mehr. Und zu den Brüllaffen und Wadenbeisser ist mir dann folgender Gedanke gekommen:“ Egal was sie sagen, egal was sie denken, ich will nur eins, zu Sechzig ins Stadion nach Giasing zurück“.
Und dann hab ich mir das Spiel gegen Chemnitz noch mal angeschaut, da ich nicht im Stadion sein konnte. Beim 4-3 von Owusu hab ich Rotz und Wasser geheult und war mal wieder kurz glücklich (natürlich rein fan-technisch).

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
9 Monate her
Reply to  3und6zger

Hab mir gestern den Podcast mit Mauersberger angehört und musste auch Tränchen vergießen, als er nochmal das Lowenradio beim 4:3 eingespielt hat…

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
9 Monate her
Reply to  Bine1860

… ging mir auch so 😅😅😅

Landshuter Löwe
Leser
Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
9 Monate her

Off Topic: Bald wäre es soweit ***heul***

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Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
9 Monate her

Das hat jetzt nur am Rande mit dem Thema zu tun, aber auch. Was passiert eigentlich, wenn in der zweiten Liga tatsächlich 6-7 Vereine Insolvenz anmelden, wie im Kicker zu lesen war und keine Lizenz mehr für die neue Saison erhalten? Normalerweise gibt es doch dann Nachrücker aus der darunter liegenden Liga, oder? Wenn ja, dann könnten wir doch als derzeit Tabellen-Sechster auch Nutznießer der Situation werden. Und diese Sachlage würde eine wirkliche Nagelprobe im Verhältnis der Gesellschafter und auch namentlich zwischen Hasan Ismaik und Robert Reisinger werden. Denn ohne Hasan Ismaik wird die derzeitige Situation, ganz abgesehen von der Aufstiegsfrage, wohl nicht zu schaffen sein.

Man darf in den nächsten Wochen gespannt sein, wie sich das entwickeln wird. Da werden auf jeden Fall einige über imaginierte oder wirkliche Schatten springen müssen …

Landshuter Löwe
Leser
Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
9 Monate her

2. und 3. Liga kannst dann zusammenlegen, fragt sich nur, ob wir dabei sind.

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
9 Monate her

Das glaube ich allerdings schon, dass wir da dabei wären. Ich kann mir bei unserem Investor Vieles vorstellen, aber dass er bei den Summen, die er bereits ausgegeben und dem vergleichsweise kleinen Sümmchen, dass zum Überleben reichen würde, einfach den Stecker ziehen würde, halte ich für extrem unwahrscheinlich. Zumal es ja den Wert seiner Anteile gehörig steigern würde.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
9 Monate her

kommt halt darauf an, an welche Bedignungen diese „Hilfe“ gebunden ist. Wenn es endet wie 16/17 müsste man es sich überlegen, ob diese Hilfe das Wert ist.

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
9 Monate her
Reply to  Snoopy.

Klar, das ist natürlich bei ihm immer die Frage. Aber was bleibt ihm im Endeffekt schon anderes übrig als Kompromisse einzugehen? Denn eines ist auch klar: die Möglichkeit über eine Insolvenz ihn loszuwerden, sind durch Corona sicherlich nicht kleiner geworden. Oder was meinst Du, warum er gleich versichert hat, dass die KGaA nicht pleite gehen wird? Der weiß natürlich auch, was die Stunde geschlagen hat …

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
9 Monate her

Natürlich weiß er, dass es für ihn kritisch werden könnte und das „China-Virus“ den „Jordan-Virus“ besiegen könnte. Er hätte auch das entsprechende Druckmittel dazu, denn im Gegensatz zu Bierofkas Abstiegskandidat Nr. 1 sind wir mit Köllner eher oben an. Was nebenbei bemerkt für Bierofka und seiner Trainerkarriere eher schlecht ist. Allerdings wissen wir ja auch, dass die Firma keine neuen Schulden verträgt und seine irrwitzigen Wahnvorstellungen für eine Kapitalerhöhung eher ins Reich von Utopia gehören.

Er wird weiterhin trotzdem nur reagieren können, wenn er sein Investment nicht verlieren möchte. Ich sehe ihn trotzdem nicht in der Position, Forderungen zu stellen oder wie vor 16/17 in eine Art Erpressungsmodus gegenüber dem e.V. zu gehen.

Aber warten wir erst mal ab, wann und wie diese Saison endet und wie danach die deutsche Fußballlandschaft aussieht. Heuschrecken warten ja schon, wenn man Focus glauben darf. Kann gut sein, dass sich die Vereine dazu entschließen, 50+1 einzustampfen um zu überleben. Vorher irgendwelche Prognosen zu erstellen fällt schwer, keiner weiß, was danach noch übrig bleibt, jetzt nicht nur auf Fußball und ihren Kapitalgesellschaften gesehen.

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
9 Monate her
Reply to  Snoopy.

Hoffe NICHT dass 50+1 fällt.
Wäre ein Grauen, wenn dann die HAM die KGaA übernimmt.
Dann lieber richtig insolvent und ohne HI neu anfangen 😎
… das im Moment in Lautern diskutierte Modell wäre da auch nichts, da würde jeder seine Anteile behalten, nur die Schulden wären weg. Und entschulden könnte uns die HAM auch ohne Insolvenz…

#ohneHasan

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
9 Monate her
Reply to  jürgen

 jürgen

Ein Schuldenschnitt wäre natürlich durch HAM möglich, aber wäre doch eher schlecht für Ismaik, denn dieser von ihm in exorbitanter Weise mit verursachte Schuldenberg ist doch ein gutes Druckmittel. Und das in mehrfacher Sicht bis hin zu Fantasialand mit dieser Kapitalerhöhung.

Sollte 50+1 fallen und Ismaik das Sagen bekommen, dann ist meine Meinung, dass der Club nicht durch die Decke geht und in rasender Geschwindigkeit nach oben kommt. Dazu hat dieser Mann ein zu beschränktes Wissen. Ich lache immer noch über „ich sehe einen Klopp 2.0“ (eher 0.2 Beta) oder seine Entscheidung, einen CL Trainer für teures Geld zu holen, Spieler nach dem Trainingslager zu verpflichten …

Auch denke ich, dass der eine oder andere Sponsor seine Unterstützung eher nach unten fahren würde, wenn nicht gleich abspringt.

Persönlich würde ich mir dann auch Stadionverbot erteilen, egal ob GWS oder die Utopia-Arena von ihm, die es so eh nicht geben wird. Ein Einkaufsverbot von Fanartikeln hab ich mir schon aufgelegt, auch wenn ich in den Trikots mittlerweile aussehe, wie das Michelin-Männchen und mein Geldbeutel von 1860 mit blauem Isolierband zusammengehalten wird.

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
9 Monate her
Reply to  Snoopy.

 Snoopy.

Sehe ich eigentlich genauso wie Du, Kollege Snoopy.

Einen „50+1-Investoren-Verein“ würde ich definitiv nicht mehr unterstützen, denn ein solches „Pseudo-Erfolgs-Konstrukt“ hätte definitiv nichts mehr mit dem von mir seit den 1970er-Jahren unterstützten TSV 1860 München zu tun.

Das mag sich möglicherweise arg naiv oder rückwärtsgewandt anhören, aber eine „Hülle“ mit der Bezeichnung TSV 1860 München unter der sich ein eklig-kommerzialisierter „Erfolgsverein“ verbirgt, wäre so ziemlich das Allerletzte, was ich von dem liebenswert chaotischen Giesinger Arbeiter-Verein erleben möchte.

Damit ich nicht falsch verstanden werde:

Ich hab‘ absolut nichts gegen sportlichen Erfolg. Und wenn es 60 in den nächsten Jahren nochmal in Liga 2 oder sogar bis in die Bundesliga schaffen sollte – umso besser!

Allerdings bekomme ich das Ko**en, wenn ich mir die Entwicklung des Profi-Fußballs zu „immer mehr und noch mehr“ anschaue, diese unersättliche Gier aus den (treu-doofen) Fans noch den letzten Cent herauszupressen und dennoch keinen echten Mehrwert dafür zu bieten. Im Gegenteil. Die Pervertierung des Kommerzes im Fußball-Geschäft lässt mich immer stärker daran zweifeln, ob das noch mein Interesse weckt und ob ich mir u.a. Bundesliga-, Europa League- und Champions League-Spiele anschauen mag? Die deutsche Nationalmannschaft geht mir schon seit längerer Zeit „am Ar*** vorbei“.

Vielleicht liegt’s an meinem Alter und den „guten alten Zeiten“, in denen ich noch Jahreskartenbesitzer und überaus interessierter Fußballbeobachter war, dass ich den aktuellen „Shutdown“ der Sportszenen gar nicht so dramatisch sehe.

Wenn es hilft, das Rad des Extrem-Kommerzes wieder um einige Umdrehungen zurückzudrehen, dann hätte es sogar noch etwas Gutes bewirkt.

Allerdings fehlt mir im Moment der Glaube daran.

Je nachdem, wie stark die Verwerfungen in den jeweiligen Sportarten sein werden, kehrt man möglicherweise sehr schnell wieder zum „business as usual“ zurück.

Und die Fans vergessen halt sehr schnell…

Wolf
Leser
Wolf (@wolf)
9 Monate her
Reply to  tomandcherry

Es gab schon so viele Schnittstellen (Arena mit der Unfarbe, Arenaanteilsverkauf, Investoreinstieg, Verkauf an den Investor über die 49% hinaus), an denen es einem hätte von 60 reichen können, es ist aber immer noch nicht passiert.
Und selbst bei einem Fall von 50+1, welches ich absolut befürworte, bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht – mindstens anfänglich – auch darüber hinwegschauen würde.

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
9 Monate her
Reply to  Snoopy.

„Persönlich würde ich mir dann auch Stadionverbot erteilen, egal ob GWS oder die Utopia-Arena von ihm, die es so eh nicht geben wird. Ein Einkaufsverbot von Fanartikeln hab ich mir schon aufgelegt“

Sehe ich im Moment genauso…

Mal sehen was kommt. Im Moment kannst ja ned weiter planen als ne Woche…

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
9 Monate her
Reply to  jürgen

Du Glücklicher. Ich plane nicht mal mehr 2 Tage im voraus …
😉

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
9 Monate her
Reply to  Snoopy.

Sehe ich alles genau so, Snoopy …

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
9 Monate her

Wie auch in anderen Bereichen der Gesellschaft ist es halt immer wesentlich einfacher „in der Opposition zu sitzen“ und aus dieser Warte heraus das Tun der Verantwortlichen zu kritisieren. Als Opposition muss man ja keine Verantwortung übernehmen und dadurch den Beweis antreten, dass man es besser kann. Da sind „schlaue Sprüche“ wesentlich einfacher. 😉

Was die permanenten Anfeindungen bis hin zu strafbaren Beleidigungen unseres derzeit aktiven Präsidiums, speziell die Person R. Reisinger betrifft:

Ich bin sicherlich kein „Homeboy“, „Ruinenanbeter“, „Pyrodepp“, „Oettinger-Säufer“, „Giasing Oida-Krakeeler“ o.ä.

Einfach nur ein Fan des TSV 1860 München, der in der Vergangenheit mit wesentlich mehr Herzblut und häufigen Stadionbesuchen bei der Sache war, mittlerweile aufgrund zahlreicher anderer Lebensinhalte eher aus der sicheren Distanz beurteilender „Immer-noch-Löwen-Fan“.

Zu Herrn Ismaik hatte ich zum Beginn seines finanziellen Engagements bei 60 ein eher positives Verhältnis, hat es den Verein doch damals vor einem Totalabsturz bewahrt.

Leider wurde danach nichts besser, eher das Gegenteil war der Fall. Und von Jahr zu Jahr und Saison zu Saison wurde ich immer skeptischer, ob es noch Sinn macht, weiterhin auf die „großzügigen Darlehen“ oder die häufig erst auf den letzten Drücker gewährten „Genussscheine“ zu warten.

Die Erfahrung hat jedenfalls mir gezeigt, dass Herr Ismaik scheinbar zwei sehr unterschiedliche Gesichter besitzt.

Das könnte ich von Herrn Reisinger nicht behaupten.

Bei ihm habe ich den Eindruck, dass er immer offen und ehrlich sagt/schreibt, was er meint und versucht danach zu handeln.

Dass es in unserem Verein mit seiner sehr inhomogenen Fanlandschaft nicht einfach, teilweise nahezu unmöglich ist, eine klare Linie zu finden, mit der sich fast alle Löwen-Fans identifizieren können, ist fast schon die Quadratur des Kreises.

Das wird auch kein Nach-Nach-Nach-…folger von R. Reisinger im Präsidenten-Amt des e.V. schaffen, weil auch dieser Mensch sich zwangsläufig für eine von mind. zwei Seiten entscheiden muss.

Besonders bedauerlich finde ich, dass ein gewisser Blog nach wie vor mit seinen häufig leicht zu durchschauenden Artikeln und Meinungen eine gewisse Zahl von sicherlich nicht einfältigen Löwen-Fans „auf Linie bringen“ kann und mit beinahe täglich gleichlautenden „Stammtischparolen“ für schlechte Stimmung unter Fans mit differenzierten Meinungen sorgt.

Vielleicht wird auch dieser „exklusive“ Blogbetreiber im Verlauf der Corona-Krise „geerdet“ und muss zukünftig kleinere Brötchen backen?

Ich habe schon vor Jahren prophezeit, dass eine solche Art von einseitiger und häufig hetzerischer Berichterstattung irgendwann ganz gewaltig auf den Verursacher zurückfällt.

Scheint sich langsam zu bewahrheiten…

Eglinger Bua
Leser
Eglinger Bua (@eglingerbua)
9 Monate her

Reisinger steht für Kontinuität. Allerdings geht die Entwicklung des Vereins und der KGaA unter Reisinger nicht nach oben, sondern es ist eine Gerade die kontinuierlich zur X-Achse verläuft.

e.V.
– wo bleibt die Turnhalle?
– ich habe gehört, das Budget der Jugendmannschaften wird immer elendiger. Seit Anfang dieser Saison müssen die Spieler ihre eigenen Getränke mit zum Training nehmen.

KGaA:
– den Darlehensabschluss in 2017 bei der Bayerischen in Höhe von 2 Millionen Euro, zu einem Zinssatz in Höhe von ca. 3,5% bis 3%, halte ich für einen schlechten Deal.

Rot aus Tradition_Blau aus interesse
Leser
9 Monate her
Reply to  ArikSteen

Das schätze ich hier an diesem blog so sehr, das man zwar weiß, wer welche Meinung hat, aber nie das Gefühl hat, das man nicht auf Augenhöhe und normal diskutieren kann. Dafür mal n super Lob an (fast) alle user hier, als „aussenstehender“ ist das einfach die beste Seite um sich über das, was bei den „blauen“ und den Fans abgeht zu informieren.

Landshuter Löwe
Leser
Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
9 Monate her
Reply to  ArikSteen

In Sachen Turnhalle denke ich, selbst wenn die Stadt Schuld ist dass da nichts passiert, hält sich RR bedeckt, weil wir die Stadt noch brauchen. Warum also hier jemanden vor den Kopf stoßen. Das kann nur nach hinten los gehen. Außerdem sind jetzt die Wahlen rum. Ich kann mir gut vorstellen, dass da jetzt was vorwärts geht.

BlueBerry
Leser
BlueBerry (@blueberry)
9 Monate her

Zum Thema Turnhalle- was mich da tatsächlich ärgert ist, dass uns der amtierende VR vor der relevanten Wahl auf der MV 2018 sehr vielversprechend Wasserstansmeldugen verkündet hat. Um dann 2 Jahre keine Wasserstandsmeldungen herausgeben zu wollen.

Verarschen kann ich mich selber. Und gewählt hätte ich die Protagonisten auch so. Aber das Thema bzw der Umgang ärgert mich nachhaltig.  :rolling:

Landshuter Löwe
Leser
Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
9 Monate her
Reply to  Eglinger Bua

In der Situation, in der wir damals waren sind 3%, denke ich, extrem günstig, bei dem Risiko, dass der Kreditgeber eingegangen ist.

Kurt Renner
Leser
Kurt Renner (@glaskasten)
9 Monate her

Anmerkung zu diesem Kredit der Bayerischen im Jahr 2017: Dies war/ist ein Abrufkredit, der extrem wichtig war, um die Liquidität zu sichern und somit die Lizenz vom BFV zu erhalten und die Insolvenz abzuwenden. vereinfacht gesagt funktioniert das wie ein Dispo beim Girokonto: Diese Kreditart ist auch deshalb so teuer, weil der Kreditgeber auf starke Besicherung verzichtet und die Rückzahlung durch in der Zukunft liegende Einnahmen erhofft. Die Bayerische kann übrigens als VVaG auch nicht einfach freihändig Gesellschaftskapital als Kredite vergeben. das war jedenfalls ein starker Coup vom GF Fauser. Daß das Präsidium als Vertreter des Minderheitsgesellschafters erst mal ein solches extrem preiswertes Darlehen nutzt, satt auf eine weitere langfristige Verbindlichkeit beim Mehrheitsgesellschafter einzugehen, ist angesichts der Bilanzsituation 2017 und auch heute noch praktisch alternativlos.

HHeinz
Leser
HHeinz (@hheinz)
9 Monate her
Reply to  Kurt Renner

Dem BFV ist es egal ob wir einen Kredit bei der Bayerischen aufnehmen oder nicht

Eglinger Bua
Leser
Eglinger Bua (@eglingerbua)
9 Monate her
Reply to  Eglinger Bua

Als positiv im Jugendbereich ist die aktuelle Saison der U17 zu bewerten. Man kann nur hoffen das Corona Ihnen jetzt nicht den Aufstieg in die U17-Bundesliga raubt.

Kurt Renner
Leser
Kurt Renner (@glaskasten)
9 Monate her
Reply to  Eglinger Bua

Ich hab den Beitrag mit „Daumen hoch“ bewertet, nicht weil ich den Inhalt teile, sondern weil ich die Art und Weise der Diskussion gut finde. Gute Fragen stellen bzw. Thesen aufzustellen schätze ich hier im Forum sehr.

Erwiderung zum eV:
– Die Turnhalle ist nur im Zusammenwirken mit der Stadt München realisierbar. Natürlich könnte man mehr Transparenz einfordern, aber der Inhalt der Gespräche sollte, wie schon beim Umbau GWS, mMn nicht in die Öffentlichkeit gegeben werden. „Wasserstandsmeldungen“ per Zeitung sind wohl eher kontraproduktiv.
– Ich nehme an, es ist die Fußballjugend gemeint beim Budget, nicht eine andere Abteilung. Hier darf ich an die öffentlich kolportierte beträchtliche Summe erinnern, die nun die FA anstelle der KGaA trägt, um das NLZ in Gänze zu bewahren. Details zu diesen komplexen Sachverhalten unserer Finanzverfassung könnten bei einer MV des Gesamtvereins oder der FA erfragt werden. Gerade das aktuelle Präsidium und die FA-Abteilungsleitung geben transparent jede Information bereitwillig an die Öffentlichkeit, wenn dies statthaft erscheint und Compliance entspricht. Geheimniskrämerei wird/wurde eher von anderer Seite betrieben.
– Zum eV gehören unterschiedlichste Abteilungen. Eben erst seit 2017 bietet der TSV 1860 immer mehr Sportarten an und kommt so seinem gesellschaftlichen Auftrag in vorbildlicher Weise nach (kann übrigens Gespräche mit dem Sportreferat der Stadt erleichtern…). Auch darf ich an die Neugründung der Abteilung Vereinsgeschichte erinnern, erst vor sieben Wochen geschehen. Die positive Darstellung unseres TSV 1860 im Breitensport, exemplarisch durch die Läufer oder die Boxer, kann gar nicht hoch genug bewertet werden und nutzt auch den Fußballern als Synergie, z.B. bei der Suche nach Sponsoren in Stadt und Region München.

Zum Darlehen der Bayerischen mach in einen eigenen Post unter dem Kommentar vom Landshuter

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
9 Monate her
Reply to  Eglinger Bua

 Eglinger Bua
„– den Darlehensabschluss in 2017 bei der Bayerischen in Höhe von 2 Millionen Euro, zu einem Zinssatz in Höhe von ca. 3,5% bis 3%, halte ich für einen schlechten Deal“
Aus meiner geschäftlichen Erfahrung sind 3/ 3,5 % für (zudem risikoreiche) Geschäftsdarlehen durchaus üblich und eher günstig (bitte nicht vergleichen mit Krediten an Privatpersonen oder der smava Werbung oder gar Baudarlehen).

Ausserdem gab es keine! Alternative um die Lizenz zu erhalten, was hätte man (=Fauser) deiner Meinung nach machen sollen?
Auch hab ich gelesen, die Bayerische hat beim Abruf des Geldes 2019 den Zinssatz nochmal nach unten angepasst. Alles in Allem ein guter Deal nicht nur weil einzig möglich.

HHeinz
Leser
HHeinz (@hheinz)
9 Monate her
Reply to  Eglinger Bua

Wenn wieder was zum Wählen ansteht wird wieder sehr aktiv über die Turnhalle berichtet werden.
Wenn Jugendliche jetzt schon nicht mehr kicken können wenn sie die Getränke selber mitbringen müssen dann wird aus denen sowieso nichts.
Der Fahrdienst wurde jedenfalls signifikant verbessert aber das ist ja jetzt auch schon ein paar Monate her und daher wohl der Abteilung „Selbstverständlichkeit“ zuzuordnen.
Der e.V. bezahlt das komplette Gehalt des NLZ Leiters, worüber ich im übrigen wenig begeistert bin.
Das Darlehen mit der Bayerischen wurde abgeschlossen als Herr Ismaik keinen Cent bezahlen wollte. Das hat er auch durchgezogen, während der Regionalligasaison ist kein Euro von Herrn Ismaik in die KGaA gewandert. Es wäre vermutlich sogar ohne das Darlehen gegangen, weil Markus Fauser überraschend gute Deals ausgehandelt hat, aber dann hätten wir es 12 Monate später benötigt. Der Zinssatz stört mich jedenfalls nicht. Wildmoser hat damals 7% genommen (bei einem zugegeben höheren Zinsniveau) mit der Begründung so einem Pleiteclub leiht ja niemand sonst zu vernünftigen Zinsen Geld.
Finde Deinen Post als provokanten Diskussionsbeitrag eigentlich nicht schlecht.

Boeser Zauberer Wurst
Leser
Boeser Zauberer Wurst (@boeser-zauberer-wurst)
9 Monate her

Jeder weiß, wer dahinter steckt! Ohne dem standhaften Präsidenten Reisinger, wären wir dem Untergang geweiht…

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
9 Monate her

Der Untergang könnte vielleicht sogar schneller kommt als gedacht oder befürchtet …

Gestern Abend hab ich auf Focus einen Artikel gefunden, der über die „möglichen Pleiten“ in den ersten beiden Ligen informiert, warnt. Dabei ist auch die Rede davon, dass 50+1 zur Rettung aufgehoben / gelockert werden könnte und wir dann eine „Heuschreckenplage“ haben könnten …

https://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/coronavirus-faellt-jetzt-50-1-regel-im-deutschen-fussball-deutschen-klubs-droht-insolvenz_id_11849265.html

Wolf
Leser
Wolf (@wolf)
9 Monate her

Für die Unterstützung des Kurses des e.V. und damit von Reisinger bin ich letzten Sommer insgesamt etwa 1.200 km (hin und zurück) zur Mitgliederversammlung gefahren, das ganze hat mich einschließlich der beiden Übernachtungen im Hotel mindestens 300 Euro gekostet.
Es war es mir wert und ich bereue es bis heute nicht.

Kurt Renner
Leser
Kurt Renner (@glaskasten)
9 Monate her

Ein sehr guter Kommentar, Arik, danke Dir erstmal dafür.

Eigentlich haben wir ja eine staade Zeit, die noch nie dagewesen war und absolut beispiellos ist. Noch vor drei Wochen konnte man es emotional noch so wie eine Winter- oder Sommerpause unsrer Fußballer begreifen, nun aber wird der äußere Zwang und der Mangel an zeitlicher Eingrenzung immer drückender. Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Nun aber zu meiner ernüchternden Anmerkung hierzu: Während in den regulären Fußballpausen auch bei der Hetze (Entschuldigung, aber alles andere ist verharmlosend!) eine ruhigere Zeit einkehrt, geht es gegen unseren Präsidenten Robert Reisinger und andere ausgewählte eV-Funktionäre medial munter weiter. Natürlich vor allem indirekt, über Kommentarspalten, und sehr selten mit offenem Visier direkt. Nach meiner Wahrnehmung (und gleichzeitg Hoffnung) sind es die immer gleichen wenigen Protagonisten, die die immer gleichen Sprüche zum x-ten Male loswerden wollen. Ist der Drang zur Selbstdarstellung in totalen und allumfassenden Krisenzeiten denn noch größer geworden? Muß es sein, daß Ikonen, Allesfahrer, Ex-Spieler auf Jobsuche, oder was auch immer jemanden im Jahre 2020 zum Löwen-Experten werden läßt, eine journalistische Plattform erhalten?

Nun meine Higlights, um positiv abzuschließen:

🙂 Wie wohltuend sind hier doch Einlassungen und Erklärungen zu lesen, emotional und sachlich gleichermaßen, zum Beispiel von Reinhard Friedel zu den KGaA-Finanzen

 :heart: Oder die wunderschöne Bilderserie der Junglöwen

😆 das gemeinsame Schwelgen in kürzlich erlebten Erinnerungen

🙁 die gemeinsame Trauer, sich momentan nicht sehen zu können

 :stadium: die Vorfreude, wenns ins Giasing wieder weitergehen wird

Und die Gewißheit, daß es mit unserem TSV 1860 und allen seinen Abteilungen IMMER weitergehen wird, vor allem Dank des aktuellen Präsidiums, in der jetzigen Zeit das beste, was uns passieren kann.

Robert, Hans und Heinz, auf die nächsten 1.000 Tage  :lion: – Präsidium

Und an ALLE, ausdrücklich auch an die Präse-Kritiker, ein ehrlich gemeinter Wunsch: Bleibt alle gesund, und auch Eure Lieben mögen vom Virus verschont bleiben.

ELIL

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
9 Monate her

Ich finde Robert Reisinger im Moment den perfekten Präsidenten.
Fehler macht jeder, aber Reisinger hat doch das Meiste richtig gemacht,…
… ausser dass er die Pyro immernoch nicht abgeschafft hat 😂😂😂😂
… vielleicht ist er ja gerade beim Corona abschaffen, auch nicht schlecht 😷😷😷😂

Robert, bitte mach weiter so und befreie uns aus den Klauen des Kredithais!

#ohneHasan

United Sixties
Leser
United Sixties (@richard-ostermeiergmail-com)
9 Monate her

Danke für den wichtigen Kommentar und an Robert für seine ersten 1000 Tage als unser unaufgeregter Präsident in schwierigsten Löwenzeiten. Bleibe weiter standhaft und dazu wünsche ich Dir Gesundheit, Nervenstärke und Ausdauer sowie uns allen den baldmöglichsten Wiederaufstieg und eine gemeinsame Aufstiegsfeier auf dem Marienplatz. Außerdem die Einweihung nach Umbau GWS, weiter vernünftige Konsolidierung und bald 30 000 Mitglieder im aufregendsten Klub in Oberbayern und München.

Landshuter Löwe
Leser
Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
9 Monate her
Reply to  United Sixties

Niederbayern nicht zu vergessen 😉

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
9 Monate her
Reply to  United Sixties

Feier in Giasing ist viiiel schöner 🦁
Marienplatz überlass ich gerne der Kriminellentruppe aus der Seitenstraße

60 ist der geilste Club der Welt

#ohneHasan

Rot aus Tradition_Blau aus interesse
Leser
9 Monate her
Reply to  jürgen

Warum eigentlich immer kriminell?
Das ist auch extrem unsachlich…

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
9 Monate her

@Rot aus Tradition_Blau aus Interesse

Servus „Roter“ (nicht bös‘ gemeint 😉 )

Ich vermute mal der Jürgen spielt auf die bekannten Machenschaften der Herren Hoeneß und Rummenigge an, die ja beide dadurch einen Eintrag im Vorstrafenregister bekommen haben. De facto „kriminell“.

Im Übrigen kann ich speziell Dir als „traditionellem Roten“ ein sehr aufschlußreiches Buch von Hans Woller empfehlen. Es trägt den Titel „Gerd Müller oder wie das große Geld in den Fußball kam: Eine Biografie“.

Ich als „traditionell Blauer“ muss Dir offen schreiben, dass es eigentlich nicht zu glauben ist, wie korrupt (!) dieser mittlerweile so glänzend dastehende Verein und seine zahlreichen Führungskräfte bzw. die ebenfalls zahlreichen Unterstützer in der (bayerischen) Politik sich schon zu Zeiten benommen haben, als die Blauen noch die Nummer 1 des Münchner Fußballs waren.

„Kriminell“ in Zusammenhang mit dem von Dir traditionell unterstützten Verein ist eine 100 %-ig passende Vokabel.

Nur komisch, dass die derzeit beim FCB verantwortlichen Herrschaften offensichtlich keinerlei Anstalten machen, gegen den Autor dieses äußerst aufschlußreichen Buches vorzugehen?

Wird schon seine Gründe haben… 😉

Nix für unguad, „Roter“ und passt’s gut auf die „Konkurrenz“ in der Bundesliga auf, vielleicht schmieren da ein paar Vereine demnächst finanziell komplett ab?

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
9 Monate her
Reply to  tomandcherry

Stimmt, und der neue Vorstand Herr Kahn hat auch vergessen beim Zoll ein paar Edelklamotten anzugeben und ist verurteilter Steuerhinterzieher.
… nachdem das kein Kavaliersdelikt ist und meinem sozialen Gewissen wiederspricht und das auch kein Einzelfall ist, bezeichne ich die zurecht als Kriminell.
Aber im bayerischen CSU-Sumpf denke ich auch dass da wir auch früher sehr verstrickt waren, va mit KHW und Sohn…

Nichts für ungut 🦁