Geld für Neuzugänge ist vorhanden

Geld für Neuzugänge war und ist laut der bild.de beim TSV München von 1860 vorhanden. Die Online-Ausgabe von Bild widerspricht damit einigen Äußerungen in den sozialen Medien, die den Verein am Limit sehen. In der Fanszene wird immer wieder die Kritik laut, dass die Verpflichtung von Ex-Löwe Fanol Perdedaj an lediglich 8.500 Euro gescheitert ist. Laut bild.de stellt jedoch Sportchef Günther Gorenzel klar, dass man keine Spieler holen wolle, die pokern. Gorenzel sagt gegenüber dem Bild-Reporter Florian Plettenberg auch, dass man eine klare Strategie fahre: “Wir ka­te­go­ri­sie­ren Spie­ler, ent­schei­den an­hand sport­li­cher Maß­stä­be, was uns der Spie­ler wert ist. Wenn je­mand für einen Audi A4 den Preis eines A6 be­zahlt, dann bitte. Wir wer­den das nicht tun.” Der TSV München von 1860 fährt einen klaren Kurs und bleibt seinem durchdachten Sanierungsplan also treu. Ist kein Spieler auf dem Markt, der den Anforderungen des Vereins sowohl spielerisch als auch finanziell entspricht, greift man auch nicht zu. Ein gutes Zeichen von der Grünwalder Straße. Gerade mit Sportchef Gorenzel zeigt sich die KGaA souverän. Man tätigt keine emotionalen Transfers, nur weil bei manchen Fans eine bestimmte Erwartungshaltung vorherrscht. Perdedaj spekulierte darauf, dass 1860 einen Schnellschuss tätigt. Er hat gepokert und 1860 die Verhandlungen beendet. Der Verein setzt damit sicherlich auch ein Zeichen für die Zukunft.

Der TSV München von 1860 hat einen klaren Plan

Fakt ist, der TSV München von 1860 hat einen durchdachten Plan. Schnellschüsse gibt es nicht und auch als sich das Transferfenster geschlossen hat, zeigte man sich unaufgeregt. Geschäftsführer Michael Scharold, Chef-Scout Jürgen Jung, Sportchef Günther Gorenzel und Trainer Daniel Bierofka planen für die neue Saison zweigleisig. Man hat sowohl 3. als auch die 4. Liga im Blick. In den kommenden 6 bis 8 Wochen möchte man die Kandidaten, die man sich für den jeweiligen Fall wünscht, festlegen.

Die Diskussion wurde vor allem durch eine Aussage von Fanol Perdedaj, der nun für Saarbrücken spielt, aufgeheizt. Perdedaj sagte gegenüber der Saarbrücker Zeitung, dass von 1860 nur der Trainer angerufen habe und das Interesse von Saarbrücken deutlich höher gewesen sei. Die Saarbrücker Zeitung hat dem Löwenmagazin den Artikel zugeschickt, möchte jedoch nicht, dass wir ihn veröffentlichen. Der Artikel ist auch online verfügbar, die entsprechende Aussage über das Interesse der Löwen wurde jedoch nur in der Print-Ausgabe veröffentlicht.

Eure Meinung ist gefragt

Was haltet Ihr vom aktuellen Kurs? Wie viel Vertrauen setzt Ihr in das Team rund um Bierofka, Scharold, Jung und Gorenzel?

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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chkk3r

Ich setze größtes vertrauen in die handelnden Personen.

Als Löwe habe ich eh keine Wahl ?

3und6zger

Wenn ich mich dran erinnere, wie sich Perdedaj letztes Jahr hat ausspielen lassen (z.B. beim 0:1 gegen Union), bin ich froh, daß er jetzt in Saarbrücken die Gegentore nicht verhindert. Für mich hat er keine herrausragende Qualität und ist von daher “gut weiter”. Man muß niemanden um “des Verpflichten willens” verpflichten.

bla1860

Hm seh ich bisschen anders.

Also jetzt nicht, dass ich zwingend für eine Verpflichtung gewesen wäre.
Gerade in Anbetracht der Umstände finde ich es schon richtig, dass es nicht so gekommen ist.

Aber in meinen Augen ist Perdedaj für Liga 4 schon einer mit “herausragender Qualität”.

Jetzt kein absoluter Überspieler, aber halt schon einer der auf jeden Fall über dem durchschnittlichen Level der Liga spielt und auch in der 3. Liga ne gute Rolle spielen könnte.

Ich hab mir letzte Saison auch recht viel von ihm bei uns erwartet, da er mir sowohl bei der Hertha als auch vor allem beim FSV Frankfurt gut bis sehr gut gefallen hat.

Dementsprechend enttäuscht war ich dann über das was er unterm Strich bei uns geleistet hat.
Aber ein Spieler der jedem 4. und fast jedem 3. ligisten weiterhelfen würde ist das auf jeden Fall.

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konterhoibe

Er wollte ja erst nicht in die 4. Liga wegen seiner Chance auf das Nationalteam. Hat halt ewig gepokert, und laut Instagram ordentlich Urlaub gemacht, und am Ende dann keinen Club gefunden außer Saarbrücken und uns. Und für uns waren seine Forderungen einfach zu hoch, in dem Sinn, gut das er zu Saarbrücken ist.

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l-a

Wenn ich mich z.b. an denn Poschner von damals erinnere und natürlich die Situation aus der letzten Saison wie wild und blind eingekauft wurde ist der jetzige Zustand gerade eine Wohltat . Es wird nach einer klaren Linien und nachhaltig gearbeitet und nicht auf Biegen und Brechen einen Neuzugang geholt das man Hauptsache was vorweisen kann . Ich bin mit dem aktuellen Sanierungskurs und der Transferpolitik voll zufrieden wir haben einen Kader voller Talente und auch erfahrene Spieler die denn jungen Spielern weiterhelfen werden bei ihrer Entwicklung die Mannschaft ist gefestigt und wir haben sehr gute Leute im Trainer Team und im Hintergrund weiter so Löwen ich freue mich schon auf die Rückrunde .

blau91

Das sehe ich ganz genauso. Der aktuelle Kurs ist nahezu eine Wohltat gegen über dem was unter Herrn Poschner gelaufen ist. Ich erinnere mich mit Grausen an die Doku auf Sky. Das war nur noch peinlich. Die Aussagen und das Gebaren von Poschner, Moniz und van Ahlen nur zum Fremdschämen. Das sieht jetzt alles ganz anders aus. Vernunft und Bodenständigkeit sind die Basis. Wie gesagt, für mich eine Wohltat. Ich freu mich auf die Rückrunde.

leo1

Läuft!

Wobei ich es seltsam finde, dass die Saarbrücker Zeitung den Artikel nicht veröffentlicht sehen will…

Denken die schon an ein etwaiges Relegationsspiel gegen uns?

icfpfalz

“Er hat gepokert und 1860 die Verhandlungen beendet.”
Das ist ein ganz normaler Vorgang.

“Der Verein setzt damit sicherlich auch ein Zeichen für die Zukunft.”
Ein richtiges Ziel.

Arbeiten mit Plan und Ziel eine angenehme Alternative zur bisherigen Arbeitsweise “gotothetop”.

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tomandcherry

Grundsätzlich muss man natürlich auch einen aktuellen Viertligisten mit Ambitionen auf höherklassigeren Fußball erst einmal als Wirtschaftsunternehmen betrachten. Somit kann ich den derzeit eingeschlagenen Kurs, nur soviel in Transfers zu investieren, wie der Geldbeutel zulässt, sehr gut nachvollziehen. Die Zeiten von finanziellen Harakiri-Verpflichtungen (neben der Ablösesumme ist logischerweise noch der Gehalts- und Prämienanteil zu berücksichtigen, evtl. sogar “Handgeld”) sollten ein für allemal vorbei sein, weil 60 es sich schlicht und ergreifend nicht mehr leisten kann. Die Vergangenheit hat leider viel zu häufig gezeigt, wie man max. durchschnittliche Spieler mit vollkommen überzogenen Gehältern an die 114 gelockt hat.

Dass “Teamspirit” häufig der entscheidende Faktor sein kann, wenn Mannschaften innerhalb kürzester Zeit von der Viertklassigkeit in die 2. Liga durchmarschieren, haben doch u.a. schon Darmstadt oder Würzburg bewiesen. Und bei 60 waren seinerzeit auch keine Stars unter Vertrag, als man innerhalb eines Jahres von der drittklassigen Bayernliga in die Bundesliga durchgestartet ist.

Somit empfinde ich es als wohltuend bodenständig und uneitel, wenn endlich mal grundehrlich und vernünftig gearbeitet wird. Die großmächtigen Spinnereien mit “Bundesliga-Aufstieg” und “Augenhöhe mit Barcelona” waren sicherlich nicht ganz unschuldig an dem Totalabsturz 2017.

klothilde

Sehr guter Kommentar den ich vollkommen zustimme.?

Tante Tornante

Als einen Verweigerer würde ich Perdedaj nicht ansehen wollen. Es hat halt nicht gepasst, das kommt vor, aber warum sollte es jetzt passen? Von daher hätte mich eine Verpflichtung, unabhängig vom Geld, auch ein bisserl verwundert. Da waren oder sind Mölders und Mauer schon anders zu beurteilen gewesen.

konterhoibe

Im Endeffekt hat Perdedaj das Fass hier selbst aufgemacht. Das er eher einen besseren Vertrag akzeptiert als einen schlechtern ist ja völlig in Ordnung. Das er aber dann in einem Interview behauptet der Verein hätte dies und das nicht gemacht, was scheinbar, ja nicht richtig ist, dass ist schon mies.

alexander-schlegel

Jetzt muss ich doch auch ein wenig eine Lanze für einen Spieler wie Perdeday brechen. Gerade ein ehemaliger Zweitliga-Spieler stellt sich an der Schnittstelle von 3. zur 4. Liga sicherlich auch berechtigt die Frage, ob sich professioneller Fußball für ihn noch rechnet. Man darf das, so glaube ich, nicht in einen Topf werfen mit dem Millionen-Geschacher von Typen wie Aubameyang, Messi, Özil und ähnliche Abzocker, die langsam aber sicher den Fußball kaputt machen. Ich denke, es ist sein gutes Recht auszuloten, wo er zukünftig spielen wird, welche Perspektiven der Verein hat und, ja, wie viel der Verein auch zahlen kann. Das machen normale Angestellten, die auf Jobsuche sind, doch ganz genauso. Da darf man als Verein auch nicht empfindlich reagieren. Dass man als Verein allerdings eine klare Vorstellung von dem hat, was man ausgeben möchte, dagegen ist auch nichts zu sagen.

konterhoibe

Es geht hier ja grundsätzlich erstmal darum das Perdedaj dem Verein unterstellt sich A. nicht richtig gemeldet zu haben und B. dann indirekt eben zu wenig geboten zu haben.

Scheinbar stimmt es ja nicht das sich nur Biero bei ihm gemeldet hat, also hat er da schon mal gelogen wie es scheint.

Perdefaj hat jedes Recht zu verhandeln und mehr Geld zu verlangen, darüber sind wir uns ja glaube ich alle einig. Aber wenn dann eben ein Transfer nicht zustande kommt weil man sich nicht einig wird den Verein “anzugreifen” ist halt schon etwas schach.

alexander-schlegel

Sicher, mag er das falsch sehen. Vielleicht erkannte er auch die neue Nummer des Gorenzel am Display nicht und hat sie vorschnell weggedrückt … 😉 Who knows, ist auch nicht so wichtig.

Mir gings eigentlich mehr darum, dass der Verein da nicht empfindlich sein sollte und sich vielleicht nicht allzu nostalgische Erwartungen in (Halb-) Profis setzen sollte, zumal, wie in diesem Fall, der gute Mann aus dem Kosovo kommt und schon allein von daher die emotionale Bindung zu einem deutschen Verein nicht so groß sein dürfte. Was ja nicht heißt, dass er nicht alles rausholt für den Verein, der ihn bezahlt.

Ich glaube einfach, dass der Vorsatz, wie er in der Überschrift zum Ausdruck kommt, dass man keine Spieler holen wolle, die pokern, spätestens in der dritten Liga wieder der Vergangenheit angehören wird.

konterhoibe

Der Satz kam von der Bild, zumindest habe ich jetzt nicht gelesen das Gorenzel direkt “Pokern” gesagt hat, wobei er dies natürlich in dem Sinne meinte.

Ich glaube im übrigen nicht das man den Fehler der letzten Saison wiederholen wird. Unsere Manschaft ist ein verschworener Haufen den man, gezielt, verstärken kann/muss. Man darf nicht wieder das ganze Gerüst über den Haufen werfen nur um einen “Star” zu holen der sich evtl. für was besseres hält.

alexander-schlegel

Doch, zumindest laut “Bild” hat er das wortwörtlich so gesagt:

Den Fall von Ex-Lö­we Fanol Per­de­daj (26/jetzt Saar­brü­cken) er­klärt Go­ren­zel in BILD: „Wir hät­ten seine For­de­run­gen be­zah­len kön­nen, aber wir wol­len künf­tig keine Spie­ler holen, die po­kern.”

Ansonsten hast Du natürlich recht, aber das Risiko “Stargehabe” war doch bei einem Gebhart sicher auch nicht gerade gering. Und es ging gut, weil Biero seine Pappenheimer genau anschaut bzw. sie auch noch kennt. Und Perdeday war ihm ja auch kein Unbekannter.

robbie1860

Klingt für mich nach einer vernünftigen Einstellung.

stefan87

Je weniger ich von den letztjährigen Verweigerern bei 60 sehe, desto besser. Spieler mit Charakter sind mehr wert, als vermeindliche Stars.