Am kommenden Sonntag um 13 Uhr trifft im Grünwalder Stadion der Deutsche Meister aus dem Jahr 1966 auf seinen Nachfolger aus Niedersachsen. Nach einem nicht für möglich gehaltenen Höhenflug mit sieben ungeschlagenen Punktspielen in Folge zum Ende der Hinrunde hin, haben die Münchner Löwen in der Tabelle nur noch einen Rückstand von 4 Punkten auf Eintracht Braunschweig. Die Duelle der beiden großen Traditionsvereine sind Klassiker im deutschen Fußball. Im Laufe der Jahrzehnte wurden in der Bundesliga, im DFB-Pokal, der 2. Bundesliga und momentan in der 3. Liga Partien beider Teams ausgetragen.

Lässt man alle 36 Pflichtspiele zwischen Sechzig und Eintracht Braunschweig seit 1963 Revue passieren, sticht ins Auge wie ausgesprochen eng fast alle Partien waren. Nur im Dezember 2011 gelang Münchens großer Liebe mit einem 3:0-Heimsieg einmal ein relativ „deutlicher“ Sieg. Ein besonderes Punktspiel ereignete sich am 31. Spieltag der Zweitligasaison 2015/16 in der Allianz Arena vor 20.800 Zuschauern. Dass 1860 München in dieser Saison den Klassenerhalt schaffte, grenzte an ein kleines Wunder. Vom ersten Spieltag an befand sich das Team aus Giesing im permanenten Überlebenskampf. Nach dem 22. Spieltag standen die Löwen mit lediglich 2 Siegen wenig überraschend auf einen direkten Abstiegsplatz. Da der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz zu diesem Zeitpunkt bereits 9 Punkte betrug, war als einzig realistisches Ziel das Erreichen der Relegation übriggeblieben.

Duell zweier Gründungsmitglieder der Bundesliga

Doch es sollte anders kommen und den Aufstieg eines ehemaligen Spielers zur Clubikone ebnen. Ab dem 22. Spieltag konnten das Team unter Benno Möhlmann den Abstand zum rettenden Ufer zwar allmählich verkürzen, aber nach einer Auswärtsniederlage in Duisburg am 30. Spieltag wurde Möhlmann von der Vorstandschaft trotzdem entlassen. Gegen Eintracht Braunschweig gab nun mit Daniel Bierofka ein neuer Trainer sein Debüt an der Außenlinie, der aufgrund großer Verbundenheit zu 1860 München höchstes Ansehen besaß.

(Photo Wikipedia)

Daniel Bierofka verließ im Sommer 2000 die Amateurmannschaft des ungeliebten Nachbarn und wechselte von der Seitenstraße an die Grünwalder Straße. Bierofka besaß von Anfang an das Vertrauen von Werner Lorant. In beiden schicksalshaften Spielen der Champions League Qualifikation gegen Leeds United wechselte Lorant den damals 21-jährigen Jungprofi ein. In den folgenden zwei Jahren erlebte Bierofka als Kreativkraft im offensiven Mittelfeld einen kometenhaften Aufstieg beim TSV 1860 München. In 55 Ligaspielen erzielte Daniel Bierofka sieben Tore, darunter mit einer sehenswerten Einzelaktion eine zwischenzeitliche 1:0-Führung gegen den FC Bayern in einem Derby. Zwangsläufig wurde auch der DFB auf die Leistungen des Newcomers aufmerksam. Im Mai 2002 gab Bierofka sein Debüt in der Nationalmannschaft gegen Kuwait. Bei seinem zweiten Länderspiel erzielte er gegen Österreich das Tor zum 6:2-Endstand. Daniel Bierofka wurde im Mai 2002 von Nationaltrainer Rudi Völler für den vorläufigen Kader zur Fußball-WM 2002 berufen, ein Platz im endgültigen Kader blieb Bierofka allerdings verwehrt. Seinen letzten Einsatz im Trikot der Nationalmannschaft hatte Bierofka im August 2002 beim Gastspiel in Bulgarien.

Daniel Bierofka weckte mit seinem Können auf dem Platz das Interesse von finanzkräftigen Vereinen und im Sommer 2002 wechselte Bierofka für 4,2 Millionen Euro Ablöse zu Bayer Leverkusen. Bis heute sind diese 4,2 Millionen die höchste Ablöse, die je ein Löwenspieler „eingebracht“ hat. In den folgenden Jahren kam Bierofka für die Werkself regelmäßig zum Einsatz, stand in 62 Ligaspielen auf dem Platz und erzielte für Bayer elf Tore. Zusätzlich lief Bierofka in den Jahren bei Leverkusen neunmal in der Champions League auf, unter anderem gegen Manchester United und Real Madrid. Die Karriere des Daniel Bierofka hätte noch bedeutender ausfallen können, hätten ihn nicht langwierige Verletzungen regelmäßig außer Gefecht gesetzt (z.B. ein Bandenscheibenvorfall 2004, ein Knöchelbruch 2005). Durch Komplikationen und Rückschläge musste Bierofka nach dem Knöchelbruch im Jahr 2005 zwölf Operationen innerhalb eines halben Jahres über sich ergehen lassen.

Verletzungen stoppten den Spieler Daniel Bierofka

Daniel Bierofka – Deutscher Meister im Jahr 2007 (Photo Wikipedia)

Als Entschädigung für diese grausame Zeit dürfte Daniel Bierofka die Saison 2006/07 beim VfB Stuttgart in Erinnerung geblieben sei. Mit 12 Einsätzen trug er dazu bei, dass der VfB in dieser Saison überraschend Deutscher Meister wurde. Nach 2007 kehrte Bierofka zu seinem Herzensverein nach Giesing zurück und blieb bis 2014 als Spieler. Ab Februar 2015 übernahm Daniel Bierofka als Trainer die Löwenamateure und im April 2016 übergangsweise für drei Spiele die Profimannschaft. Da Bierofka nicht die erforderliche Trainerlizenz besaß, konnte er nur mit einer Sondergenehmigung tätig werden und diese lief vor dem letzten Saisonspiel ab. Denis Bushuev musste deshalb offiziell das letzte Saisonspiel beim FSV Frankfurt übernehmen.

Die Löwen, die im April 2016 gegen Eintracht Braunschweig in den Meistertrikots von 1966 aufliefen, spielten von Beginn an überraschend dominant und brachten die Eintracht aus Niedersachsen stark in Bedrängnis. Valdet Rama kam mehrmals in aussichtsreicher Situation zum Abschluss, aber eine frühe Führung blieb verwehrt. Nicht nur Rama scheiterte am starken Braunschweiger Torwart in der ersten Halbzeit, auch Maximilian Wittek, Sascha Mölders und Christopher Schindler konnten trotz bester Gelegenheiten den Ball nicht über die Torlinie bugsieren. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zwar offener, wiederum hatten aber Rama und Mölders gute Möglichkeiten, um die längst überfällige Führung für 1860 München zu erzielen. Als in der Schlussphase die Kräfte sichtbar schwanden, wechselte Bierofka mit Michael Liendl und Rubin Okotie den Sieg ein. In der 87. Minute trat Liendl eine Ecke punktgenau auf Okotie und der Österreicher nickte zum verdienten Heimsieg bei Bierofkas Trainerdebüt ein.

Siegtorschütze gegen Braunschweig – Rubin Okotie (Photo Wikipedia)

Beim folgenden Auswärtsspiel auf St.Pauli folgte ein 2:0-Auswärtssieg und beim Heimspiel gegen Paderborn vor 54.100 Zuschauern ein 1:0-Sieg in der Allianz Arena. Daniel Bierofka hatte in prekärer Situation aus drei Spielen die maximale Ausbeute von 9 Punkten geholt und aufgrund günstiger Ergebnisse der Konkurrenz bedeutete dies vor dem letzten Spieltag in Frankfurt den sicheren Klassenerhalt. In der darauffolgenden Saison wurde Trainer Runjaic nach dem 13. Spieltag beurlaubt und ausgerechnet gegen Eintracht Braunschweig nahm Biero erneut Platz auf dem Chefsessel. Es folgten gegen Dynamo Dresden und dem VfL Bochum noch zwei weitere Partien mit Interimscoach Bierofka, bevor Bushuev wie in der Vorsaison aufgrund der fehlenden Trainerlizenz das Kommando wieder übernehmen musste. In der Rückrunde war Bierofka anschließend Co-Trainer unter Vitor Pereira.

Wiederaufbau mit Daniel Bierofka als Cheftrainer

Unvergessen sind die erschütternden Szenen im Relegationsrückspiel gegen Jahn Regensburg. Als in der Schlussphase Sitzschalen auf das Spielfeld der Allianz Arena flogen, ging Daniel Bierofka in die Nordkurve und wirkte auf die Fans ein. Dank dem Einschreiten Bierofkas konnte das Rückspiel wenigstens regulär zu Ende gebracht werden konnte. Nach dem Schwarzen Freitag erklärte sich Biero umgehend bereit, die Mannschaft mit dem Ziel Rückkehr in den Profifußball zu übernehmen. Bedenkt man das schwierige Umfeld bei 1860 München, ist es um so höher anzurechnen, dass dieses sehr ambitionierte Vorhaben gleich in der ersten Saison klappte.

In dauerhafter Erinnerung sind die glücklichen Momente im Grünwalder Stadion nach dem Saarbrückenspiel geblieben, als der von mehreren Bierduschen durchtränkte Bierofka von den Fans lautstark mit Sprechchören „Ohne Biero wären wir gar nicht hier“ gefeiert wurde. Mit einer immensen Doppelbelastung aus Coaching und gleichzeitigem Trainerlehrgang in Hennef schaffte Biero in der Saison 2018/19 mit seinem Team den Klassenerhalt in der 3. Liga.

Das Löwenmagazin wünscht Daniel Bierofka, der sich als Spieler und Trainer große Verdienste um die Löwen erworben hat, für seinen weiteren Werdegang alles Gute und viel Erfolg bei seiner nächsten Trainerstation!

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
8 Monate her

Sollte dieser Artikel dereinst aus irgendeinem versteckten Winkel wieder in die Hände eines Geschichtsforschers landen, wird er das Elaborat in dem Ordner „Hagiographie“ abheften.

Nach diesem Absatz:

„Unvergessen sind die erschütternden Szenen im Relegationsrückspiel gegen Jahn Regensburg. Als in der Schlussphase Sitzschalen auf das Spielfeld der Allianz Arena flogen, ging Daniel Bierofka in die Nordkurve und wirkte auf die Fans ein. Dank dem Einschreiten Bierofkas konnte das Rückspiel wenigstens regulär zu Ende gebracht werden konnte.“

… musste ich endgültig das Schneuztuch rausholen um über die heldenhaften Taten von Jung-Siegfried heiße Tränen der Verzückung zu vergießen …

sheiny
Leser
sheiny (@sheiny)
8 Monate her

Meine Fresse wie oft will man denn das Bierofka Thema noch aufwärmen? Bierofka ist Vergangenheit und Köllner die Gegenwart. Erstens nervt es sowas von und zweitens finde ich es dem jetzigen Trainer unfair gegenüber der ständig mit seinem Vorgänger verglichen wird und erklärt bekommt wie toll sein Vorgänger doch gewesen wäre. Bierofka mag Zeitweise gute Arbeit geleistet haben aber auch nicht immer und zuletzt recht wenig . Seine Motzauftritte und sein Abgang ohne Erklärung in den Monaten zuvor bleiben mir mehr im Gedächtnis als das was davor war. Bei keinem anderen Trainerwechseln hat man so ein übertriebenes Gschiß gemacht . Es langt jetzt wirklich mal! Sorry für meine Wortwahl aber mich nervt das tierisch.

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
8 Monate her
Reply to  sheiny

 sheiny

In ähnlichen, vielleicht nicht ganz so heftigen Worten habe ich ebenfalls mein Missfallen über diesen mittlerweile als „Biero the hero-Kult“ zu bezeichnenden Artikel-Wahnsinn geäußert. Das betrifft natürlich nicht ausschließlich das „Löwenmagazin“. Aber auch dort darf es jetzt – nicht nur meiner Meinung nach? – mal genug sein, mit der beinahe schon Heiligsprechung des „echten Löwen“ Daniel B.

sheiny
Leser
sheiny (@sheiny)
8 Monate her
Reply to  tomandcherry

Daniel Bierofka hat eine einzige Trainerstation vorzuweisen, gut er hat den Aufstieg aus der Regionalliga geschafft nur das ist nichts besonderes und denn das haben andere auch daher kein Alleinstellungsmerkmal. Was mir immer zu kurz kommt ist das zu wenig oder gar nicht erwähnt wird das BEIDE Gesellschafterseiten Daniel Bierofka nach dem Absturz ermöglicht haben das man überhaupzt eine Mannschaft aufs Feld schicken konnte , BEIDE Gesellschafterseiten haben für Biero die organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen aber von Bier kommt im Nachhinein Motzerei, Nachtreten und Undankbarkeit. Auch das er bei laufenden Betrieb seine Lizenz machen konnte ist nicht selbstverständlich.

Was Bierofka als Trainer wirklich taugt wird sich in den nächsten Jahren bei anderen Arbeitgebern zeigt. Er ist erst 40 und hat im Trainergeschäft weder national und erst recht nicht international was vorzuweisen wenn üner ihn berichtet wird hat man den Eindruck als hätten wir einen Überflieger Trainer gehabt was aber nicht so war. Es reicht schon das die anderen Medien um den Personenkult von Biero kein Ende finden aber dass das auch hier weitergeführt wird macht echt wütend gerade weil ich immer davon ausging dass das Löwenmagazin andere Wege gehen will als alle anderen!

ArikSteen
ArikSteen (@ariksteen)
8 Monate her
Reply to  sheiny

Es nervt dich nicht wegen uns, sondern weil anderes es bis zum geht nicht mehr ausschlachten. Aber du lässt deinen Frust eben an uns aus. Gäbe es aber die tendenziöse Berichterstattung von anderer Seite nicht, dann wäre jeder dankbar, dass man diesen Rückblick macht. Unser Ziel ist es jeweils einen Rückblick in die Vergangenheit zu machen und einen auf das kommende Spiel.

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
8 Monate her
Reply to  ArikSteen

Tut mir leid, Arik, aber ich kann sheiny absolut verstehen. Ich habe jetzt zwar erst durch Deine Erklärung das dahinterliegende Konzept verstanden, aber das ist in dem Fall aus mehreren Gründen komplett misslungen. Erstens, warum muss man Bierofkas komplette Karriere noch mal nacherzählen, wenn man nur den dürren Aufhänger mit dem ersten Spiel gegen Braunschweig als Trainer hat (das kann ich bei Wikipedia auch nachlesen). Zweitens macht so ein Rückblick doch nur dann Sinn, wenn das Ganze wirklich in der Vergangenheit angesiedelt ist. Aber Bierofkas Tätigkeit ist gerade mal ein paar Wochen her, viel zu kurz für so eine Art von Artikel (dessen Proportionen zum Thema aber auch dann nicht stimmen würden).

So wirkt das Ganze als ob man den Gegner Braunschweig nur als Aufhänger nutzt um Bierofka noch mal einen gewaltigen Glorienschein zu verpassen. Und dass die Tätigkeit Bierofkas in der Gesamtsicht bei weitem nicht so glorios ausgefallen ist, wie der Artikel suggerieren möchte, ist hier schon einigen aufgestoßen. Da braucht man nicht gleich mit Unterstellungen auf die Kritiker losgehen, sondern kann auch mal darüber nachdenken.

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
8 Monate her
Reply to  Brandl Tom

Du schreibst:
„Meine Artikel folgen seit zwei Jahren einem ungeschriebenen Masterplan. Ich stelle kurz einen aktuellen Bezug her, schildere die allgemeine Lage von dem Spiel, auf welches ich zurückblicke, und schildere anschließend Anekdoten von den Hauptakteuren des jeweiligen Matches. Das mache ich nicht immer so, aber in den meisten Fällen. Das Hauptaugenmerk bei diesem Artikel wollte ich auf Details von Biero legen, die in der Öffentlichkeit nicht so bekannt sind. Dass Biero wegen eines Knöchelbruchs 12mal innerhalb eines halben Jahres operiert wurde, habe ich tatsächlich von Wikipedia. Dass er gegen Manchester und Madrid in der CL spielte, weiß ich, weil ich auf welfußball.de die Aufstellungen von Bayer Leverkusen aus den jeweiligen Jahren studiert habe.“

Gut, wenn Du das so gemacht hättest, was Du als Deinen ungeschriebenen Masterplan beschreibst, wäre das sicherlich ein anderer Artikel geworden. Denn Anekdoten habe ich da jetzt keine gefunden, sondern eine ewig lange Beschreibung der Karriere Bierofkas, die eigentlich eh den meisten Löwenfans geläufig ist und die gerade, was seine Trainertätigkeit angeht, nahezu nur das Positive herausstreicht. Das muss doch, in dem jetzigen Kontext um die immer noch aufflammenden Diskussionen um Bierofka eventuell doch anders wirken als es vielleicht von Dir selber gedacht war, oder? Ich bleibe dabei: falscher Artikel zur falschen Zeit, da die Diskussion um Bierofka noch zu aktuell ist.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan (@guest_41481)
8 Monate her

Sehr häufig wird darüber „gemosert“, dass nach der gesponserten Ertüchtigung des GWS dieses nur 18.100 Zuschauer fassen soll. Nicht selten wird ein Fassungsvermögen von 25 bis 30.000 Zuschauer als Minimum gefordert.

Nunmehr irritiert mich dieser Artikel doch auf Äußerste: Das Schicksalsspiel am 31. Spieltag der Zweitligasaison 2015/16 gegen den ewigen Rivalen in der Allianz Arena soll vor nur 20.800 Zuschauern stattgefunden haben?

Bitte, wie ist das zu erklären?

blau91
blau91 (@blau91)
8 Monate her
Reply to  Kein1860Fan

Kein1860Fan
Was du als nicht 1860-Fan fragst, sollten sich natürlich auch Sechzger fragen, die ein großes Stadion fordern. Hier mal ein Überblick zur Veraunschaulichung:

https://www.transfermarkt.de/tsv-1860-munchen/besucherzahlenentwicklung/verein/72

Dabei sollte man auch immer beachten, dass einzelne wenige Spiele vor ausverkauftem Haus den Schnitt nach oben schrauben. Ein Blick in die einzelnen Spiele pro Saison, ist durchaus interessant.

Eine bescheidene Frage, musst du nicht beantworten. Von wem bist du eigentlich Fan?
Ich weiß, ich bin neugierig.

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan (@guest_41509)
8 Monate her
Reply to  blau91

Das wechselt laufend. FCB, HSV, Hertha aber noch nie. Am ersten von Vereinen, die durch eine solide Vereinsführung überzeugen (Freiburg)

blau91
blau91 (@blau91)
8 Monate her
Reply to  Kein1860Fan

Kein1860Fan
„FCB, …..,……,……aber noch nie.“
Gut zu wissen 😉

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
8 Monate her
Reply to  Kein1860Fan

Naja, dann bist Du allenfalls ein interessierter Beobachter des Fußballgeschehens oder ein schwäbischer Buchhalter, aber in der Tat kein Fan. Sein Fan-Sein wechselt man doch nicht wie die Unterhose. Ich behaupte eh schon seit längeren, dass nicht der Fan einen Verein „aussucht“, sondern der Verein einfach eines Tages da ist und Dich holt. So ein Prozess läuft über das vegetative Nervensystem ab und kann vom armen Fan gar nicht groß gesteuert werden.
Alles andere hat nix mit Fan-Dasein zu tun …

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
8 Monate her

da ist was dran 🦁

ELIL

kein1860fan
Gast
kein1860fan (@guest_41555)
8 Monate her

Interessante Theorie. Tatsächlich hat in grauer Vorzeit ein Verein (nicht aber der TSV) mich ausgesucht. Dann hat er eine Phase durchlaufen mit Skandalen, Pleiten, Pech und Pannen, Abstieg, etc. Deshalb bin ich zum distanzierten Beobachter geworden.

Ungefragt: Beim TSV 1860 ist vor allem spannend, wie zwei Gesellschafter bzw. Fangruppierungen um Macht und Einfluss ringen. Häufig führt das zur Insolvenz. Ob es dem Präsidium gelingt, das zu verhindern?

Sollte es dereinst zu einer Einigung kommen, dürfte mein Interesse am TSV schnell vorüber sein.

Wie Sie schon schreiben, das hat nix mit Fan-Dasein zu tun … Oder sollte der TSV mich doch eines Tages holen?

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
8 Monate her
Reply to  kein1860fan

Diese Distanziertheit, die Du jetzt behauptest, erkenne ich in Deinen Artikeln überhaupt nicht. Du suggerierst eine geradezu wissenschaftliche Haltung, die sezierend und neutral das Geschehen von oben betrachtet, in Wirklichkeit haust Du Dich für das jetzige Präsidium und gegen den Investor mit einer Verve in die Bresche, die mich vielmehr glauben lässt, dass Du schon längst abgeholt wurdest, es aber als der wahrscheinlich Letzte noch nicht gemerkt hast.

Also nur keine falsche Zier und nachträglich ein herzliches Willkommen im weißblauen Narrhalla …

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan (@guest_41592)
8 Monate her

 Alexander Schlegel
 blau91

Es mag der Anschein entstanden sein, der TSV habe mich abgeholt. Das ist aber nur scheinbar, denn jede (sorry) Vereinsmeierei ist mir ein Gräuel.
Für was sollte ich das Präsidium kritisieren? Für Sch… FCB oder der Profi-Fußball geht mir am A… vorbei? Geschenkt? Die Herren haben sich mit der Amts-Übernahme doch selbst bestraft. Sie müssen eine KGaA sanieren, die nicht leben und nicht sterben kann. Mit 60 Mio. Schulden bei 10 Mio Vermögen kann nur der Weg zum Insolvenzgericht empfohlen werden. Aber auch das ist wegen der unseligen Investorenvereinbarung verbaut.
Nennen Sie mir einen Grund, den Investor nicht zu hinterfragen. Er hat sich freiwillig in das TSV-Kasino begeben, versucht die 50+1-Spielregeln auszuhebeln, 50 Mio. mitverzockt und erwartet jetzt auch noch Dankbarkeit. So funktioniert Heuschrecken-Kapitalismus nicht. Für Märchen wie Champignons League, 50.000 Zuschauer-Arena und dergleichen erntet man bestenfalls schallendes Gelächter. Wenn er denn wenigstens menschliche Größe zeigen würde. Haben Sie die über Facebook an den Präsidenten gerichteten Geburtstagsgrüße gelesen? Für Hasanis scheinbar die Vorstufe einer Verständigung zwischen den Gesellschaftern, tatsächlich eine bodenlose Frechheit im Stile von Rassisten, Lügner, Profilneurotiker oder rückwärtsgewandte Fans.
Bei Worst-Case-Szenarien hoffe ich immer widerlegt zu werden. Erscheint mir beim TSV nicht sehr wahrscheinlich, auch wenn Ismaik bei einem Aufstieg in die 2. BL Milch und Honig fließen sieht. Vielfach gibt die Vergangenheit einen Hinweis und dieser besagt, dass 1860 trotz scheinbar üppig fließender Zuschauereinnahmen in der AA im Zeitraum 2011 bis 2016 im Durchschnitt jedes Jahr jeweils 5,3 Mio. Verluste eingefahren hat. Wie soll unter diesen Vorzeichen eine nachhaltige Konsolidierung gelingen?
Dann doch lieber nur kritischer Betrachter

blau91
blau91 (@blau91)
8 Monate her
Reply to  Kein1860Fan

Kein1860Fan
Das machst du, wie du meinst. Meine Neugier ist jedenfalls gesättigt.

DaBrain1860
Leser
DaBrain1860 (@dabrain1860)
8 Monate her

Großen Respekt an Daniel Bierofka und vor allem vielen Dank für alles aber unser neuer Trainer heißt Michael Köllner und hiermit sollte auch das Thema Daniel Bierofka endlich erledigt sein!!

Sechzig ist der geilste Club der Welt
Ohne Hasan

Löwin
Leser
Löwin (@lini)
8 Monate her
Reply to  DaBrain1860

Stimme zu 1000% zu! Super formuliert. 👍
Ich kann es nicht mehr hören! Ich würde viel lieber was über das kommende Spiel lesen oder zu unseren Trainer Michael Köllner.

 :heart:  :lion:  :heart:

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
8 Monate her
Reply to  DaBrain1860

Das Beste was Daniel Bierofka für den TSV gemacht hat, war sein freiwilliger Abgang.

#ELiL

Friedrich Hegel
Leser
Friedrich Hegel (@leviatan)
8 Monate her

Schöner Artikel, aber leider fehlt am Schluss ein entscheidender Satz:

„Verhängnisvoll wirkte sich leider auf die Karriere von Daniel Bierofka die nicht nachvollziehbare geradezu symbiotische Beziehung zum Blogger Oliver Chris aus. Dessen Blog „DB24“, der ja bereits in der Namensgebung versteckt ausdrückte, dass Griss 24 Stunden am Tag (daher „24“) eine Standleitung zu Daniel Bierofka (daher „DB“) pflegte und durch dessen Informationen und leider auch Indiskretionen gezielt gegen die Vereinsführung, vor allem gegen den Präsidenten Robert Reisinger, die Befürworter eines alternativlosen Konsolidierungskurses und sämtliche erklärten Gegner der Schuldenpolitik des Hauptgesellschafters Hasan Ismaik hetzen konnte. Am Ende seiner dann auch sportlich sehr durchwachsenen Zeit als Trainer der Profis lieferte sich Daniel Bierofka dem Blogger regelrecht bedingungslos aus, ließ zu, dass dieser als offenkundiger Verfasser der Facebookstatements von Hasan Ismaik die Person Bierofka zu seinen Zwecken missbrauchte und ließ sogar Mobbingerüchte im Stil Trumpscher Breitbartmeldungen zu, die ihm mehr schadeten als nützten. Wir wünschen Daniel Bierofka daher für sein weiteres Engagement als Trainer viel Glück und ein besseres Händchen bei der Auswahl seiner Freunde und Berater. Sollte es ihm an neuer Wirkungsstätte gelingen, sich ganz auf seine Aufgabe als Trainer zu konzentrieren, steht ihm sicher noch manch schöner Erfolg ins Haus.“