Der TSV 1860 München ist aufgrund des jordanischen Investors Hasan Ismaik im deutschen Fußball in aller Munde. Für viele andere Vereine ein abschreckendes Beispiel, wie es nicht laufen sollte. Sehen kann man das natürlich aus verschiedenen Blickwinkeln. Das Thema “Investor” beschäftigt in jedem Fall nicht nur die Löwen aus München. Und die Sechzger schauen immer wieder auch auf andere Vereine und die dortigen Modelle.

Ein Verein kämpft im Moment mit enormen Investor-Problemen, nämlich der Regionalligist FC Viktoria 1889 Berlin Lichterfelde-Tempelhof e.V.. Dessen chinesischer Investor Advantage Sports Union LtD hat vereinbarte Zahlungen ohne Nennung von triftigen Gründen eingestellt. Der Verein kann nun auflaufende Verbindlichkeiten nicht decken. Die Folge: Der FC Viktoria 1889 Berlin musste heute beim Amtsgericht in Charlottenburg einen Insolvenzantrag stellen. Der Vorstand: “Mit dem Insolvenzantrag sichern wir die Fortführung des Vereins, welcher nach Bestellung des vorläufigen Insolvenzverwalters auch wieder handlungsfähig ist. Der Spielbetrieb der rund 70 Mannschaften des Breitensports wird wie bisher weitergeführt. Dies ist mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter und seinem Team abgestimmt. Wir bauen auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.”

Der FC Viktoria ist Regionalligist der Fußball-Regionalliga Nordost. Aktuell steht man auf Rang 6 und hatte sich sportlich gefangen. Gerade hatte man alle notwendigen Maßnahmen für die Ausgliederung in eine Kapitalgesellschaft abgeschlossen.


Titelbild: CC BY-SA 3.0, Nick Youngson

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