Vor einigen Wochen war die Aussage der Dachverband ARGE noch, dass man sich aus der Politik des e.V. heraushalten möchte. Bei einer Veranstaltung verkündete der Vorstand öffentlich, man wolle sich bis zur Wahl in die Politik des Muttervereins TSV München von 1860 e.V. nicht einmischen. Deshalb stellte man auch die groß angekündigte Umfrage ein. Diese sollte den Kurs der ARGE bestimmen und vor allem herausfinden, ob die Fans überhaupt eine politische Einmischung des Dachverbandes gutheißen. Zu einer Befragung kam es nicht mehr.

Das Team Profifußball organisierte deshalb mit Vertretern aus Fanclubs eigenhändig Veranstaltungen in Bayern und darüber hinaus. Am 17. Juli 2018 um 19.00 Uhr soll es nun auch zu einer Vorstellungsrunde in München kommen. Hierzu lädt nun jedoch überraschend jemand aus dem Vorstand der ARGE-Region 1 ein. Sepp Viehhauser, Schriftführer der Region, lädt mit den Worten ein, dass es eine Infoveranstaltung der Region 1 zur Verwaltungsratswahl am 22.07.2018 sei. Da bei dieser Veranstaltung lediglich Kandidaten des Team Profifußball vorgestellt werden, positioniert sich die ARGE nun doch politisch ganz klar. Bereits jetzt ist klar, dass es keine offene Veranstaltung sein wird. Alle 300 verfügbaren Plätze sind bereits vergeben.

Die Veranstaltung findet in der Isarpost in der Sonnenstraße 24 statt. Dort befindet sich das Burger-Lokal „Hans im Glück“ von Thomas Hirschberger, Kandidat des Team Profifußballs.


Titelbild: Isarpost in der Sonnenstraße, (c) Nothere

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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HHeinz
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HHeinz (@hheinz)
2 Jahre her

Mehr Plätze hat die Veranstaltung Morgen in München allerdings auch nicht. Bleibt daher die Frage ob wirklich 300 kommen oder man mit einem kleineren, ausgewählten Kreis einen kuscheligen Abend verbringen möchte. Ich vermute Letzteres.
Sollte die ARGE so stark mobilisieren könnte es eine interessante MV werden.

Kranzberg
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Kranzberg (@kranzberg)
2 Jahre her

Kann man die ARGE aufgrund des Verstoßes gegen ihre Satzung eigentlich irgendwie belangen?

LionsPack
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LionsPack (@lionspack)
2 Jahre her
Reply to  Kranzberg

Sie könnten die Gemeinnützigkeit verlieren oder auch den Eintrag ins Vereinsregister. Das ist aber so eine Sache für sich.

DaBianga
Leser
DaBianga (@dabianga)
2 Jahre her
Reply to  Kranzberg

Das Problem ist, wo ist der Satzungsverstoß? Bei §2 c 3 kann man nicht wirklich ansetzen da “ in jeglicher der Sache dienlichen Form“ nicht wirklich deffiniert werden kann.

Landshuter Löwe
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Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
2 Jahre her
Reply to  DaBianga

😉
Aber 2 a, der Absatz müsste anders lauten:
Anstelle von „Zweck des Vereins ist es, alle Fanclubs des TSV München von 1860 e.V. in einer
Arbeitsgemeinschaft zusammenzuschließen. “

so:
Zweck des Vereins ist es, uns genehmen Fanclubs des TSV München von 1860 e.V. in einer
Arbeitsgemeinschaft zusammenzuschließen.

DaBianga
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DaBianga (@dabianga)
2 Jahre her

😉
das könnten dann aber nur die Benachteiligten durchsetzen.

Kranzberg
Leser
Kranzberg (@kranzberg)
2 Jahre her

Mei, ARGE halt. Was will man von dem Haufen auch erwarten? Gute, alte KHW-Tradition…

Konterhoibe
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Konterhoibe (@konterhoibe)
2 Jahre her

Es hat doch nicht wirklich jemand erwartet das die ARGE sich an irgendwas hält das sie verspricht oder? Diese Leute haben immer wieder Bewiesen das ihnen nicht der TSV am Herzen liegt sondern nur die eigenen Vorteile. Da wird Ismaik halt wieder ein paar Urlaube springen haben lassen, der andere durfte mal nach London fliegen um sich den Kopf tätscheln zu lassen bei einer Audienz etc. etc.
Ich sage das nicht um jemanden lächerlich machen zu wollen, das machen die Leute schon selbst, sondern weil ich dies schon von mehreren Personen gehört habe die wirklich nah dran sind am ganzen und da ungefähr alles mitbekommen.

Die ARGE ist ein Teil des Problems das wir gerade haben. Dort besteht kein Interesse daran die Fans zusammen zu bringen sondern nur für sich selbst so viele Vorteile rauszuholen wie es geht um dann ein paar „Auserwählte“ glücklich zu machen damit diese zu allem Ja und Amen sagen was da beschlossen wird.

Die ARGE handelt mit ihrem derzeitigen Kurs gegen die eigene Satzung und arbeitet ganz klar gegen den Verein! Für mich MUSS da vom Verein hart gehandelt werden und Privilegien entzogen werden bis wieder das eigentliche Ziel im Vordergrund steht – die Fanbetreuung!

bluwe
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bluwe (@bluwe)
2 Jahre her
Reply to  Konterhoibe

Sofortige Auflösung der ARGE und Fanclub-Betreuung mit neuen ehrenamtlichen Verantwortlichen im Verein (Zusammenarbeit mit KGaA) ansiedeln

DaBianga
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DaBianga (@dabianga)
2 Jahre her
Reply to  bluwe

für Ehrenamtliche gibt es im e.V. mit Sicherheit eine bessere Verwendung.

LionsPack
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LionsPack (@lionspack)
2 Jahre her
Reply to  Konterhoibe

Egal welche Entscheidung man trifft, wenn man unter einem Dachverband weiterhin die Fans betreuen möchte, dann geht das unter dem Namen ARGE in keiner Weise mehr. Der Name ist verbrannt.

Reinhard Friedl
Reinhard Friedl (@reinhardfriedl)
2 Jahre her

Es gibt bestimmt den ein oder anderen guten Kandidaten, der im „Team Profifussball“ ist. Allerdings durch die „Mitgliedschaft“ in diesem „Team“ hat er sich meines Erachtens disqualifiziert. Daher sollte keiner dieser „Blockpartei“ gewählt werden.

LionsPack
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LionsPack (@lionspack)
2 Jahre her

Der Eine oder Andere wäre vermutlich eine Bereicherung, das stimmt. Aber sie haben eine Grund-Agenda, die ich nicht unterstützen kann. An der müssen sie sich am Ende messen lassen. Das war ihre eigene Entscheidung. Zumal ich überzeugt bin, dass sich einige nicht wirklich selbst um Informationsbeschaffung gekümmert haben, sondern eben sich auf die gesamte Agenda verlassen.

Serkan
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Serkan (@serkan)
2 Jahre her

Unter der Hand war immer klar, wofür die ARGE steht: „Team Profifußball.“ Sie rufen auch zur Wahl der Liste auf. Nur offiziell will man das nicht lesen, weil doch einige Mitglieder in den Fanclubs ziemlich sauer reagiert haben und auch ausgetreten sind. In den Fanclubs gibt es viele vernünftige Leute, der ARGE-Vorstand und die von ihm protegierten Regionsvorstände sind das Problem. Solange die Führung Politik mit Eintrittskarten und Spielerbesuchen bei Fanclubfeiern machen kann, wird sich nicht viel daran ändern. Die jahrzehntelange Doppelrolle von Jutta Schnell hat dieses System etabliert.

Konterhoibe
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Konterhoibe (@konterhoibe)
2 Jahre her
Reply to  Serkan

Alleine das „unbequeme“ Regionsvorstände etc. bei Veranstaltungen gar nicht eingeladen werden weil das nicht dem Bild der ARGE entspricht das sie gerne von sich zeichnet sagt alles über die Methoden dort aus. Andere Meinungen werden Totgeschwiegen oder geleugnet, beste Vorrausetzungen für eine Diktatur.

LionsPack
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LionsPack (@lionspack)
2 Jahre her
Reply to  Serkan

Die Vermischung der ehrenamtlichen Tätigkeit der ARGE mit dem angestellten Fanbetreuer der KGaA ist eine Frechheit sondergleichen. Ein Wunder, dass das von KGaA – Seite geduldet wurde und wird.

Landshuter Löwe
Leser
Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
2 Jahre her
Reply to  LionsPack

Nein, kein Wunder, da Ismaik nah. Und ich denke, der GF will sich hier nicht auch noch eine Baustelle aufmachen.