Am kommenden Mittwoch wird um 14.00 Uhr der Sportausschuss des Stadtrates tagen. Dabei werden auch die Ergebnisse des Vorbescheidverfahrens im Hinblick auf den Umbau des Städtischen Stadions an der Grünwalder Straße diskutiert.

Die tz München schreibt von einem Rückschlag im Hinblick auf die Umbaupläne der Stadt München für das Stadion an der Grünwalder Straße. Was die Zeitung damit meint, ist auch bei mehrmaligem Lesen nicht wirklich erkennbar. Klar ist, dass der Stadtrat im Sommer 2019 einen Ausbau grundsätzlich befürwortet hat, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wurde, die mit einem positiven Ergebnis veröffentlicht wurde und zu einem Vorbescheid führte. Die Bürger wurden beteiligt, die Klagefristen sind abgelaufen und der Bescheid ist damit rechtskräftig. Am kommenden Mittwoch wird der Sportausschuss die Ergebnisse des Vorbescheidverfahrens im Stadtrat diskutieren. Der Planungsbescheid kommt vom Planungsreferat. Anschließend soll das Sport- und Baureferat in die Detailfragen gehen. Mit dem Beginn der Umbaumaßnahmen ist nicht vor 2022 zu rechnen, was keine Überraschung ist. Alles eine bislang klare und nachvollziehbare Entwicklung mit bisher recht positiven Ergebnissen.

Klar ist, und das thematisiert die tz München in ihrem Artikel: Der TSV 1860 München wird während der Umbaumaßnahmen, die gut zwei Jahre dauern sollen, in ein anderes Stadion ausweichen. Sollte man auf das Olympiastadion ausweichen wollen, muss in Giesing der Umbau spätestens im Sommer 2022 beginnen. Denn auch das Olympiastadion steht vor einem Umbau. Beginn ist 2024. Das Stadion an der Grünwalder Straße muss also allerspätestens im Herbst 2024 fertig sein. Für die Löwen definitiv kein Rückschlag, sondern vielmehr eine eher günstige Situation. Es ist davon auszugehen, dass die Stadt München den Bau des Grünwalder Stadions in genau diesen Zeitrahmen legt. Also im Sommer 2022 mit dem Bau begonnen wird und wohl bereits im Herbst 2024 im neu umgebauten Stadion in Giesing gespielt werden kann.

Es fehle nach wie vor ein klares Bekenntnis der Löwen, dass der Verein seine Zukunft dauerhaft im Grünwalder Stadion sieht, schreibt die tz München und zitiert dabei Vize-Bürgermeisterin Verena Dietl. Auf Anfrage des Löwenmagazins erklärt Dietl, dass die Stadt München ein schriftliches Bekenntnis benötigt. Das wurde bisher nicht gegeben. Man sei jedoch bereits in intensiven Gesprächen, sowohl mit dem TSV München von 1860 e.V., als auch mit der Profifußball-KGaA. Die bisherigen mündlichen Bekenntnisse müssen in Schriftform gebracht werden, mehr nicht. Im Endeffekt eine reine Formalität.

Fazit

Das Stadion an der Grünwalder Straße war lange Zeit vom Abriss bedroht. Nach dem Zwangsabstieg im Jahr 2017 und der Rückkehr ins Grünwalder Stadion wurde kontinuierlich an Plänen für einen möglichen Umbau des Stadions, inklusive einer Bundesliga-Tauglichkeit, gearbeitet. Die Chancen, dass die Löwen in der Saison 2024/25 im neu umgebauten und zweitligatauglichen Grünwalder Stadion spielen, sind hoch. Und wer weiß. Vielleicht dann sogar schon selbst in der 2. Liga spielend. Einen Rückschlag für die Löwen sehen wir aktuell nicht einmal im Ansatz.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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United Sixties
Gast
United Sixties (@guest_52159)
1 Monat her

Danke für die Hinweise und Erläuterungen.Noch besser wäre, wenn man bereits im Winter 2021 beginnen könnte und schon zur Saison 23/24 und zum Juli 2023 die Einweihung feiern könnte. Keine Zeit vergeuden und mit neuen Einnahmequellen im Sitzplatz- und B-Seat-Bereich sowie Marketing zu neuen Ufern starten. SECHZIG IN GIASING EINZIGARTIG !

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
1 Monat her

Was hier nicht erwähnt wird ist folgender Satz aus der TZ:

Laut Stadtverwaltung hat die DFL eine Lizenzierung für die Zweite und Erste Bundesliga signalisiert,

Das ist das erste Mal, dass in den Medien auch offen über 1. BL geschrieben wird.

Im Moment bin ich nur froh, dass der Ausbau des Grünwalder noch in Planung ist und nicht Coronabedingt dem Rotstift zum Opfer gefallen ist und auf unbestimmte Zeit verschoben wird.

60 München gibt’s nur in Giesing!!!

Andi
Leser
Andi (@andi)
1 Monat her

Fake news von der tz
Was ich trotzdem prüfen wollen würde ist die Änderung des b-plans zugunsten mehr Kapazität. Bei uns im Unternehmen machen wir sowas für Supermärkte auch. Das ist nichts ungewöhnliches in der Stadtplanung.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her

Rückschlag sieht nur derjenige, der das GWS partout schlecht reden möchte…

Aymen1860
Leser
Aymen1860 (@aymen1860)
1 Monat her

Vielleicht wird das Geld knapp bei der Stadt. Auch im anderen Städten wurden ja schon Bauvorhaben, besonders im Kulturbereich gestrichen.

Serkan
Leser
Serkan (@serkan)
1 Monat her

Die Überschrift der „tz“ passt nicht zu ihrem Artikel. Clickbaiting, mehr nicht. Vermutlich stammt die Headline auch nicht vom Autor.