Saki Stimoniaris, Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, hat sich für das Amt als Präsident beim TSV München von 1860 e.V. beworben. In seiner Pressemeldung hat er dabei Ziele definiert. Im Grunde sind es zwei Bausteine, die er sich auf die zukünftige Fahne schreibt.

Einer davon ist eine wirtschaftliche und sportliche Perspektive. Dazu gehöre eine zukunftsfähige Spielstätte. Wenn ein grundlegender Umbau des Grünwalder Stadions nicht machbar sei, dann müsse man sich sofort auf die Suche nach einem Grundstück im erweiterten Stadtgebiet machen, “indem ein Stadionbau mit mindestens 35.000 Zuschauern möglich ist.”

Der zweite Baustein ist die Nachwuchsarbeit der Fußballer. “Der Fokus muss wieder auf die ehemals vorbildhafte Nachwuchsförderung des TSV 1860 gerichtet werden”, sagt Stimoniaris. “Es bedarf nicht nur mehr Geld für die Nachwuchsarbeit, sondern auch ein neues Konzept für die Förderung unserer Jugend.”

Willi Rieber fehlt Fokus auf den e.V.

“Wir brauchen keine Luftblasen von einem Stadion, das niemals entstehen wird. Wie oft haben wir diese Illusion schon aus den Mitteilungen des Mitgesellschafters der KGaA gehört. Und jetzt verkündet sein Sprecher diese Schaumträume schon wieder. Dieses Mal ohne Löwenzoo!” sagt Willi Rieber, Abteilungsleiter der Bergsportabteilung. Ihm fehlt in der Pressemitteilung von Stimoniaris vor allem eines: Der Fokus auf den TSV München von 1860 e.V.. Man liest nur “Neubau Stadion” und Finanzierung der KGaA durch den Mitgesellschafter in Form von Darlehen oder Genussscheinen, sagt der Abteilungsleiter. “Alles weitere kreditorische Verpflichtungen.”

“Stimoniaris ist in der KGaA gut aufgehoben”

Eine der besten Besetzungen seit langer Zeit

Robert Reisinger hat fest versprochen, dass der e.V. wieder eine Heimat bekommt. “Mit einer Turnhalle, die mehr als dringend benötigt wird”, erkärt Rieber. “Wir haben derzeit ein Präsidium, und damit meine ich nicht nur den Präsidenten, sondern ausdrücklich auch die beiden Vizes, die sich nicht nur um den Profifußball, sondern auch um die Abteilungen kümmern. Ein zukünftiger Präsident, der sich laut Pressemitteilung nur um den Profifußball der KGaA kümmert und dessen erstes Ziel der Aufstieg und der Bau eines Stadions ist, wäre beim e.V. irgendwie völlig falsch untergebracht.” Für den Bergsport-Abteilungsleiter ist der aktuell eingeschlagene Weg vollkommen richtig. Stimoniaris ist in der KGaA gut aufgehoben, meint Rieber. Als Präsidenten kann er ihn sich nicht vorstellen. “Ich denke, wir haben derzeit im Präsidium eine der besten Besetzungen seit langer Zeit und das sollte auch so bleiben.” Als Abteilungsleiter Bergsport wird er in jedem Fall empfehlen, ein Präsidium zu wählen, dass sich auch für die Amateurabteilungen einsetzt und als vordringlichstes Ziel den Bau einer Turnhalle vorantreibt. Dazu sei das aktuell bestehende Präsidium in der Lage.

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