Der TSV 1860 München muss bis zum 31. Dezember insgesamt 4,8 Millionen Euro seiner Darlehen bei seinem Kreditgeber HAM International Limited International in Genussscheine wandeln lassen. Ansonsten droht eine Strafe gemäß den Statuten der 3. Liga durch den DFB.
Bereits vor einem Jahr wurde der TSV 1860 München durch den Deutschen Fußball-Bund sanktioniert, da sich das negative Eigenkapital verschlechtert hatte. Mit 5 % der sanktionswürdigen Eigenkapitalverschlechterung. Das machte 135.000 Euro aus. Wiederholungstäter waren die Löwen dabei nicht. In der Saison zuvor hatte man zwar in der Regionalliga ebenfalls ein negatives Eigenkapital, war jedoch im Verantwortungsbereich des Bayerischen Fußball-Verbandes. Und auch das negative Eigenkapital noch ein weiteres Jahr zuvor fiel nicht ins Gewicht. Zumindest nicht für die aktuellen Zahlungen, denn auch damals wurde man mit 750.000 Euro bestraft. Die Löwen waren in der 2. Bundesliga und hierfür galt die Regelung der DFL.
Mittlerweile läuft jedoch bereits die zweite Saison in der 3. Liga und damit würden die Löwen bei Nichtumwandlung von notwendigen 4,8 Millionen Euro zum Wiederholungstäter. Einen Punkteabzug gibt es laut den Statuten der 3. Liga nicht. Der wird erst bei zweifacher Wiederholung vorgenommen. Allerdings wird für diese Saison die Strafe erhöht. Von 5 % auf ganze 10 % der sanktionswürdigen Eigenkapitalverschlechterung1. In Summe macht das statt 130.000 Euro allerdings nicht 260.000 Euro für diese Saison, sondern aufgrund der erhöhten Verschlechterung insgesamt 480.000 Euro. Fast eine halbe Million, die 1860 zahlen müsste, wenn nicht umgewandelt wird.
Nicht klar ist, ob Geschäftsführer Michael Scharold, wie im Sommer in Medien immer wieder dargestellt wurde, tatsächlich hierfür Rücklagen gebildet hat. Eine halbe Million Euro ist eine Menge Geld. Sollte die Strafe nicht gezahlt werden können, dann droht dem TSV 1860 München in jedem Fall die Insolvenz. Darüber berichteten heute der Münchner Merkur und die tz München2.
Am morgigen Mittwoch ist Aufsichtsratssitzung. Die Wandlung von Darlehen in Genussscheine hat sicherlich dabei höchste Priorität. Im Gremium sitzen Saki Stimoniaris als Vorsitzender und Vertreter von HAM International, Yahya Ismaik, der Bruder des Gesellschafters, Andrew Livingston, der Anwalt von HAM International, sowie Karl-Christian Bay und Sebastian Seeböck als Vertreter des TSV München von 1860 e.V. und Thomas Heigl als Vertreter des Hauptsponsors „die Bayerische“.
Quellen und Links
1 3. Liga Statut, III. Grundsätze für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, 4.1
2 Ismaik gibt Mölders noch nicht verloren – Doch Sechzig droht der Gang vors Insolvenzgericht


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