Das war kein optimaler Spieltag aus der Sicht der Löwen. Sie haben zwar eine gute Leistung gegen den SV Meppen gezeigt, doch durch die aberkannten Tore von Gebhart und Berzel gab es am Ende nicht mehr als einen Punkt. Wie erging es der Konkurrenz?

Chemnitzer FC und der 1. FC Magdeburg teilen sich die Punkte

Trotz der Unruhe im Umfeld und dem Boykott einiger Zuschauer hat der Chemnitzer FC gegen den 1. FC Magdeburg eine kämpferisch ansprechende Partie hingelegt, vergab aber zu viele Möglichkeiten, um den ersten Sieg einzufahren. Magdeburg hatte zunächst mehr vom Spiel. Die erste Gelegenheit ließ Sören Bertram ungenutzt, als er sich durch die komplette CFC-Abwehr dribbelte, aber an Jakub Jakubov aus zehn Metern scheiterte (7.). Auch danach überließen die Hausherren den Gästen das Kommando, die jedoch bis auf einen Freistoß von Kvesic aus 30 Metern (29.) nicht zu zwingenden Aktionen kamen. Nach etwa 30 Minuten kam der CFC besser ins Spiel. Vor allem Tarsis Bonga sorgte für Belebung. Bis zur Pause blieb die Partie umkämpft. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, sodass es nach 45 Minuten mit einem 0:0 in die Kabinen ging. Nach der Pause gab es zehn Minuten Leerlauf, ehe der Chemnitzer FC sich mehrere Großchancen erspielte. Doch scheiterten Pascal Itter aus 15 Metern nach starker Vorarbeit von Bonga (55.), Davud Tuma freistend aus acht Metern (64.) sowie Bonga per Kopf aus zwei Metern (70.) jeweils am FCM-Keeper Brunst. Auch bei einem vermeintlichen Foul von Sören Bertram an Tuma blieb der Elfmeterpfiff aus (58.). Bis zum Ende blieb die Partie umkämpft. Matti Langer hatte nach 87 Minuten dann doch noch das 1:0 auf dem Kopf. Sein Versuch landete jedoch auf dem Querbalken. Es blieb beim 0:0.

Uerdingen erliegt den Schanzern zu Hause mit 0:3

Der KFC erwischte einen schlechten Start ins Spiel. Keine 180 Sekunden waren gespielt, da spielte Boubarcar Barry einen Rückpass direkt in die Füße von Ingolstadts Stümer Caniggia Elva. Der traf von der Strafraumkante mit Hilfe des rechten Innenpfostens zum frühen 0:1 aus Sicht der Gastgeber. Die Krefelder konnten danach kaum eigene Chancen kreieren. Ein Fernschuss von Alexander Bittroff (7.), ein gut vorgetragener Angriff über Roberto Rodriguez (37.) – mehr gab es nicht an Offensivaktionen des KFC im ersten Durchgang. Nach der Pause wurde die Partie erst ansehnlicher, als Adriano Grimaldi nach Einwechslung für den schwachen Barry sein Ligadebüt in dieser Saison feierte. Der Stoßstürmer war in der Folge an ein paar ansehnlichen Angriffen des KFC beteiligt. Gefährliches oder gar Zählbares sprang dabei aber nicht raus. Auf der Gegenseite verpassten Stefan Kutschke und der eingewechselte Maximilian Beister die Entscheidung. Franck Evina vergab in der Schlussminute dann nach eiiner Ecke den Ausgleich. Im Gegenzug übersprang Ingolstadts Fatih Kaya bei einem Konter Lukas Königshofer und köpfte den Ball ins Netz. Stefan Kutschke setzte kurz darauf den Schlusspunkt zum 0:3.

Rostock mit Heimniederlage gegen Sonnenhof

Hansa Rostock hat den Sprung aus dem Tabellenkeller der 3. Fußball-Liga verpasst. Das Team von Trainer Jens Härtel kassierte am Samstag mit 0:1 gegen die SG Sonnenhof Großaspach die erste Heimniederlage der Liga-Saison. In einer zerfahrenen Partie lieferten die Hanseaten, bei denen Neuzugang John Verhoek erstmals in der Startelf stand, spielerisch eine ganz schwache Vorstellung ab. In der Offensive lief fast gar nichts zusammen. Die einzige Chance der ersten Halbzeit hatte in der 36. Minute Mittelfeldspieler Nils Butzen, der den Ball aus zehn Metern freistehend SG-Keeper Maximilian Reule in die Arme schoss. Auch nach dem Wiederanpfiff war von Rostocks Offensive kaum etwas zu sehen. Die Gäste spielten hingegen zielstrebiger und wurden für ihre Bemühungen auch belohnt. Wenn auch mit etwas Glück: Jonas Behouneks Schuss von der Strafraumgrenze wurde von Hansas Kapitän Julian Riedel unhaltbar für Torhüter Markus Kolke abgefälscht (79. Minute).

Viktoria dominant, Haching effektiv

Die SpVgg Unterhaching feierte am 5. Spieltag der 3. Fußball-Liga einen 2:0-Auswärtssieg bei Aufsteiger Viktoria Köln und kletterte am Samstag vorübergehend auf einen Aufstiegsplatz. Köln dominierte zwar das Spiel, doch Unterhaching war einfach gnadenlos effizient. Der Aufsteiger begann energisch und setzte die Hachinger von der ersten Minute an unter Druck. Die Gäste dafür vor dem gegnerischen Tor mit besseren Nerven. Moritz Heinrich nutzte quasi die erste Chance zur Führung (63.), nur sechs Minuten später erhöhte Sascha Bigalke auf 2:0.

Drei Punkte für Würzburger Kickers gegen Münster

Die Würzburger Kickers haben sich am fünften Spieltag drei Punkte gesichert. Das Team von Trainer Michael Schiele setzte sich gegen Preußen Münster mit 3:2 durch.
Nach dem schlechten Saisonstart zeigten die Gastgeber die richtige Reaktion: Dave Gnaase scheiterte aus wenigen Metern noch am Torwart, sein Schuss wurde aber abgelenkt. Von Max Schulze Niehues‘ Fuß landete der Ball bei Luca Pfeiffer, der das leere Netz vor sich hatte und einschob. Die Freude währte nur bis zur 37. Minute. Julian Schauerte traf per Kopf zum Ausgleich. Mit dem Beginn der Nachspielzeit schlug Würzburg zurück. Fabio Kaufmann holte einen Elfmeter heraus, den Albion Vrenezi sicher verwandelte. Mit 2:1 ging es in die Pause. Die Kickers hatten Münsters Schwachstelle, der Linksverteidiger Ugur Tezel, gefunden. Er kam mit Kaufmanns Tempo einfach nicht zurecht und hatte ihn nun schon auf Kosten von zwei Toren ziehen gelassen. Fabio Kaufmann erhöhte in der 52. Minute zum 3:1 für die Würzburger. Münster gab nicht auf und kam in der 88. Minute noch einmal heran. Luca Schnellbacher spitzelt das Leder zum 3:2 ins Tor von Eric Verstappen.

Duisburgs Stoppelkamp mit Doppelpack, Zwickau belohnt sich nicht

Drittligist MSV Duisburg hat mit einem 3:1-Heimsieg gegen den FSV Zwickau Tabellenplatz zwei gefestigt. Der Gastgeber versuchte das Spiel zu machen, fand aber in der Offensive kaum Lücken. Dadurch wurde Zwickau mit zunehmender Spielzeit immer mutiger und fand etwa ab der 30. Minute vermehrt den Weg in die Offensive. Dabei erspielten sich die Sachsen sogar mehr Chancen, die größte des Spiel hatte aber der MSV. Bereits in der 6. Minute sprang Vincent Vermeij bei einer Ecke höher als alle anderen, scheiterte aber am Aluminium. Vier Minuten nach der Pause dann der Schock für die Duisburger: Gerrit Wegkamp sorgte mit einem Volleyschuss für die Gästeführung. Nur fünf Minuten später: Moritz Stoppelkamp hatte vor dem gegnerischen Strafraum viel zu viel Platz und beförderte das Leder aus etwas über 20 Metern ins Tor. Nach 68 Minuten war die Partie gedreht: Nach einer feinen Einzelleistung von Leroy-Jacques Mickels brachte Lukas Daschner die Duisburger in Front. Bis kurz vor Schluss blieb es knapp, doch Moritz Stoppelkamp sorgte in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung. Am Ende ein umkämpfter, aber verdienter Sieg.

Braunschweig zerlegt die Roten Teufel in elf Minuten

3:0 gewannen die Braunschweiger Löwen auf dem Betzenberg und boten dabei eine bärenstarke Vorstellung. In elf Minuten zerlegten sie die Roten Teufel. Die Braunschweiger begannen gut und attackierten früh, schalteten nach Balleroberung schnell um und ließen die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. Folgerichtig hatten die Niedersachsen auch erste Torgelegenheiten. Kaiserslautern hatte erst in der 20. Minute einen gefährlichen Abschluss, wurde danch mit zunehmender Spieldauer gefährlicher. So war Engelhardt auch gegen Timmy Thiele zur Stelle (41.). Kurz darauf rettete Steffen Nkansah bei einem Schuss von Philipp Hercher auf der Linie (43.) und schließlich war es erneut Engelhardt, der weit vor dem Strafraum per Kopf vor dem heranrauschenden Hercher klärte (45.). Mit offenem Visier ging es in den zweiten Durchgang und es entwickelte sich ein Schlagabtausch an Torchancen. Es ging hin und her, beide Mannschaften taktierten nicht, sondern suchten das Rezept in der Offensive. Besser machten es dabei die Braunschweiger. Erst nickte Mike Feigenspan eine butterweiche Hereingabe des eingewechselten Alfons Amade zur 1:0-Führung ein (70.). Wenige Minuten später sorgten die ebenfalls erst kurz zuvor ins Spiel gekommenen Danilo Wiebe als Passgeber und Leander Putaro als Torschütze für das 2:0 (77.). Den Deckel auf die Partie machte Nick Proschwitz, der per Handelfmeter traf (80.).

Carl Zeiss Jena kassiert die fünfte Niederlage

Auch im fünften Spiel klappte es nicht mit dem erhofften Punkt für Carl Zeiss. Viel zu harmlos präsentierte sich Jena und hatte noch Glück, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Bereits in der ersten Minute gab es die kalte Dusche für die Hausherren. Marcel Seegert stieg nach einer Ecke am höchsten und traf ungehindert zum 0:1. Danach tat sich Jena schwer, während Mannheim das Spiel dominierte. Wie aus dem Nichts fiel anschließend das 1:1, als Ole Käupers verunglückter Seitfallzieher vor Daniele Gabriele landete, welcher dann einnetzte (23.). Bis zur Pause hatten die Gäste mehr vom Spiel, ohne aber zu zwingeden Chancen zu kommen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs gab es kurzes Aufbäumen der Gastgeber, wobei die Chancen nicht genutzt wurden. Nach 65 Minuten stand Valmir Sulejmani dann goldrichtig, als Käuper zur Ecke klären wollte, den Ball aber an den eigenen Pfosten lenkte. Davon sprang der Ball direkt auf den Kopf von Sulejmani – der zum 1:2 einköpfte. Nach Auswertung der Bilder zeigte sich jedoch, dass eine Abseitsposition vorlag und das Tor hätte nicht zählen dürfen. Die Schlussoffensive der Gastgeber blieb aus. Im Gegenteil. Mannheim vergab durch Marx die Entscheidung (83.). Es blieb beim 1:2.

Bayern II stoppt Halles Siegesserie

Die Bayernreserve entführte alle drei Punkte aus dem Sportpark vom Hallescher FC. Die Gäste erwischten den deutlich besseren Start, Halle lief zunächst hinterher und schien richtig überrascht von der Angriffslust der „jungen Bayern“ zu sein. Die Gastgeber bekamen den Ball nach einer Flanke nicht geklärt, Angreifer Kwasi Okyere Wriedt nutzte die Gelegenheit und drückte die Kugel über die Linie (7.). Erst nach rund 20 Minuten kam die Ziegner-Elf auf Touren, der Ausgleich kam dann sehr schnell. Nach der abgewehrten ersten Ecke flankte Björn Jopek auf den langen Pfosten, wo Neuzugang Terrence Boyd goldrichtig stand und das 1:1 erzielte (24.). Nach gespielten 30 Minuten ließ das Tempo etwas nach, intensive Zweikämpfe gab es aber weiterhin. Die zweite Halbzeit begann wieder sehr schwungvoll, doch Halle fehlten die Ideen, um die Bayern-Defensive wirklich in Verlegenheit zu bringen. Dann kam die Zeit der Brüder Mai: Erst verursachte Halles Sebastian einen Freistoß, den HFC-Schlussmann Eisele nur abklatschen konnte – direkt vor die Füße von Lars Lukas Mai, der einnetzte (65.). Das 1:2 bejubelte der sechs Jahre jünger Lars Lukas aus Respekt vor seinem Bruder nicht. Beide hatten noch nie gegeneinander gespielt, nur im heimischen Garten in Dresden.

Alle Ergebnisse im Überblick

Chemnitzer FC1. FC Magdeburg0:0
FC Uerdingen 05FC Ingolstadt 040:3
Hansa RostockSonnenhof Großaspach0:1
FC Viktoria KölnSpVgg Unterhaching0:2
Würzburger KickersPreußen Münster3:2
MSV DuisburgFSV Zwickau3:1
TSV 1860 MünchenSV Meppen0:0
1 FC KaiserslauternEintracht Braunschweig0:3
FC Carl Zeiss JenaWaldhof Mannheim1:2
Hallescher FCFC Bayern II1:2

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(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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anteater
Gast
anteater (@guest_32212)
1 Jahr her

Hätten wir nicht wiederholt so leichtfertig Punkte liegen gelassen, würde es sich viel leichter über diese Liga schreiben lassen.

Chemnitz scheint gerade komplett den Bach runter zu gehen, abseits des Platzes. Dagegen herrschen bei uns geordnete Zustände. Eigentlich würde man wohl sagen, dass ein Punkt gegen Absteiger MD als Aufsteiger okay ist, aber Magdeburg dürfte sich mehr erwartet haben als sechs Punkte nach fünf Spielen. So ganz scheinen sie nicht in der Liga angekommen zu sein. Vielleicht mal ein Vorteil für uns nächsten Samstag.

Duisburg hat einen echt guten Lauf und wird wahrscheinlich, wie Ingolstadt, nur diese Saison in Liga 3 bleiben, wobei Braunschweig bestimmt einer der härtesten Rivalen um den direkten Aufstieg sein dürfte.
Die Millionarios Krefeld haben eine ziemliche Packung abbekommen. Das wird deren wenigen Zuschauer nicht gefallen haben. Abstiegsplatz nach fünf Spielen. DAS erreicht man also, wenn man haufenweise Kohle reinpumpt.
Respekt vor Haching, die irgendwie die Punkte vom, aus meiner Sicht, überraschend starken Aufsteiger Viktoria mitgenommen haben. Dennoch rechne ich fest damit, dass Haching, wie letzte Saison, irgendwann einbricht.
Auch Rostock ist überraschend schwach. Ihren Spieleretat haben sie nochmal erhöht, wie weit sie vom Trainerwechsel entfernt sind, man weiß es nicht.
Dass irgendeine zusammengekaufte zweite Mannschaft bei den eigentlich starken Hallensern gewinnt, schade, aber nicht wegen Halle.
Und Jena wartet wohl auf uns für ihren ersten Dreier…

ICFPFALZ
Leser
ICFPFALZ (@icfpfalz)
1 Jahr her
Reply to  anteater

Am So wurde kurzfristig FCK vs EB besucht.
Hab jetzt nun EB 2x gesehen und wie gegen uns sind die gnadenlos effektiv. Hätte aber Kühlwetter das 1000% Tor gemacht wäre es sicherlich pro FCK gelaufen. Egal wird sind da schon ziemlich mit auf Augenhöhe, obwohl wir in EB verloren haben.

United Sixties
Gast
United Sixties (@guest_32199)
1 Jahr her

Leider wird es die erwartet schwierige Saison und auch mit neuem Stürmer oder gesunden Moll und Karger wird es knapp die Liga zu halten. In Magdeburg wird es wieder schwer zu punkten und dann in Chemnitz und gegen Jena werden Punkte schon zur Pflichtaufgabe.
Der öffentliche und interne Druck wird wachsen und das macht es nicht einfacher.
Aber als leidgeprüfte Löwen werden wir weiter treu und optimistisch unsere Löwen begleiten. ELIL

Löwin
Leser
Löwin (@lini)
1 Jahr her
Reply to  United Sixties

Na so negativ, will ich das jetzt noch gar nicht sehen. Ich denke, dass wir den Klassenerhalt schon schaffen! Mit Karger und den hoffentlich neuen Sürmer schaffen wir das ganz bestimmt!
?? Einmal Löwe Immer Löwe ??