Am dritten Spieltag hat es nun geklappt. Im Heimspiel gegen den FSV Zwickau konnte der TSV 1860 München auf Giesings Höhen den ersten Sieg erringen und drei Punkte einpacken. Wie sieht es bei der Konkurrenz aus?

Betzenberg: Rot für FCI-Verteidiger Keller und Sportchef Henke

Auch im sechsten Anlauf hat es für den FC Ingolstadt nicht zu einem Sieg auf dem legendären Betzenberg gereicht. Nach einer missglückten Eckballvariante der Schanzer, gerieten sie in einen Konter, bei dem Gaus als letzter Mann mit einer starken Grätsche gerade noch Schlimmeres verhinderte. Der Gegenstoß war der Auftakt einer kleinen Drangphase der Lauterer. Die Ingolstädter hätten sich über den Rückstand nicht beschweren dürfen, weil sie selbst überhaupt keine Ruhe in das insgesamt hektische Spiel brachten und ihnen im Angriff bis dahin jede Durchschlagskraft fehlte. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit fand der FCI wieder etwas besser ins Spiel – und kam prompt zu den beiden besten Chancen. Fatih Kaya (43.) zielte per Kopf aber etwas zu ungenau, Beister (45.) bekam bei seiner Direktabnahme nicht mehr genügend Druck hinter den Ball.
Mit Wiederanpfiff präsentierten sich die Schanzer zielstrebiger und hatten schon nach wenigen Sekunden die bis dahin beste Möglichkeit zum Führungstreffer. Der wiederentdeckte Offensivdrang des FCI führte zu einer offeneren Partie, vergaßen dabei jedoch die Defensive. Dem Torhüter Fabijan Buntic war zu verdanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. In der Schlussphase sorgte dann Keller für noch mehr Spannung. Der Schanzer Innenverteidiger sah nach einem überharten Einsteigen von der Seite gegen Thiele nämlich die Rote Karte (80.) und flog vom Platz. Auch Sportchef Michael Henke erlebte die Schlussphase nicht mehr am Spielfeldrand, nachdem er zu heftig protestiert hatte und ebenfalls die Rote Karte kassierte. Trotz Unterzahl hielten die Ingolstädter die Pfälzer vom eigenen Tor fern und hätten beinahe noch für den Lucky Punch gesorgt, als Filip Bilbija in der 87. nur knapp am Pfosten vorbeischoss.

Braunschweig: Drei Siege aus drei Spielen

Beim FC Carl Zeiss Jena setzten sich die Braunschweiger Löwen völlig verdient mit 2:0 durch und gewannen das dritte Spiel in Folge. Losgegangen war es aber eher mau, ohne größere Highlights. Doch die Braunschweiger übernahmen nach einer Viertelstunde das Spiel und erspielten sich gute Chancen. Die Führung in der 29. Minute war die logische Folge. Der mit aufgerückte Außenverteidiger Benjamin Kessel wuchtete einen abgewehrten Ball von der Strafraumkante aus ins lange Eck. Jena bekam so rein gar nichts auf die Reihe, denn die Eintracht machte das Mittelfeld eng. Die Folge waren viele Ballverluste der Gastgeber bereits im Aufbau. Einziges Manko aus Braunschweiger Sicht: Keiner der Konter wurde zum zweiten Treffer genutzt. Und genau so ging es auch nach der Pause weiter: Drei richtig gute Chancen hätten das Spiel entscheiden können. Dann kam jedoch Orhan Ademi. Er verwertete eine feine Vorlage von Martin Kobylanski eiskalt zur Entscheidung (81.) und machte den Sack zu.

Rostock holt den ersten Sieg gegen Bayern II

Nach einem Remis und einer Niederlage hat sich Hansa Rostock zu Hause mit 2:1 gegen Bayern München II durchgesetzt.
Die Rostocker begannen sehr druckvoll und kamen gefährlich vors Tor der Münchner. Auch wenn die Mecklenburger zunächst weiter die besseren Chancen hatten, fanden die Gäste zusehends die Lücken in der Rostocker Defensive. Torjäger Kwasi Okyere Wriedt stand in der 31. Minute frei vor Markus Kolke, scheiterte am stark reagierenden Hansa-Keeper. Sechs Minuten später war der Neuzugang Kolke machtlos, als Bayerns Oliver Batista Meier abschloss. Der zurückgeeilte Kapitän Adam Straith klärte jedoch noch kurz vor der Linie. Ausgerechnet in dieser Phase fiel das 1:0. Pascal Breier brach über die rechte Seite durch, zog auf und davon und traf. Kurz nach der Pause nutzte dann auch noch Korbinian Vollmann seine zweite Chance: Der Offensivmann ließ seinen Gegenspieler mit einem Haken aussteigen und erhöhte mit einem starken Distanzschuss auf 2:0 (50.). Die Treffer zeigten Wirkung beim jungen Hoeneß-Team. Hansa war nun klar spielbestimmend. In der Folge ließen die Hausherren den „kleinen Bayern“ aber zu viel Platz. Die Münchner kamen immer wieder zum Abschluss. Einen noch von Straith abgefälschten Schuss von Josip Stanisic konnte Kolke dann doch nicht parieren – 1:2 (84.).

Würzburger Kickers verlieren zuhause gegen Großaspach

Zweite Niederlage in Folge für die Würzburger Kickers. Die Rothosen haben gegen den bisherigen Tabellenletzten SG Sonnenhof-Großaspach mit 0:3 verloren. Die Kickers waren bereits nach drei Minuten durch einen Elfmeter, ausgeführt von Nicolas Jüllich, in Rückstand geraten und kassierten nach gut einer Stunde den zweiten Treffer von Jonas Behounek, nach Vorarbeit von eingewechselten Kai Bünker (63.). Vor gut 4.700 Zuschauern schafften es die Würzburger anschließend nicht zurück in die Partie. Den Schlusspunkt setzten die Gäste kurz vor Abpfiff mit einem Konter. Diesmal nutzte Kai Brünker die Vorlage vom kurz zuvor eingewechselten Tomo Röttger und traf zum 3:0 (93.)

Uerdingen 05 punktet in Unterzahl

Der KFC Uerdingen ist in seiner Wahlheimat Düsseldorf weiter ungeschlagen. Die Krefelder erkämpften sich gegen die SpVgg Unterhaching ein 2:2. Die Partie war zur Beginn spannend – Uerdingens Roberto Rodriguez (3.) scheiterte mit seinem Kopfball nur knapp an der Latte. Jedoch kippte unmittelbar danach das Spiel in Richtung der Gäste, die nach 20 Minuten durch die Tore von Luca Marseiler (5.) und Moritz Heinrich (14.) bereits mit 2:0 vorne lagen. Doch der KFC kämpfte und kam furios mit einem Doppelschlag noch vor der Pause zurück: Erst zeigte Roberto Rodriguez (29.), dass er durchaus auch ins Tor treffen kann und eine Minute später legte Franck Evina per Kopf nach. Die Rote Karte für Assani Lukimya in der 39. Minute nach einer Notbremse trübte die Partystimmung unter den Krefelder Zuschauern zwar etwas, doch die Mannschaft nahm auch nach der Pause den Kampf an. Sie lief unermüdlich und ließ die Gäste aus Unterhaching kaum zu Chancen kommen. Am Ende hätte der KFC sogar fast noch das Siegtor erzielt, doch die eigentlich verunglückte Flanke von Selim Gündüz (86.) traf nur den Pfosten. So blieb es letztlich bei der verdienten Punkteteilung.

Waldhof rettet einen Punkt in Magdeburg

Der SV Waldhof Mannheim – der nächste Gegner vom TSV 1860 – muss weiter auf den ersten Sieg in der 3. Liga warten. Am Mittwochabend holt der Aufsteiger einen Punkt beim 1. FC Magdeburg.
Beim SV Waldhof gab es in der Startelf eine Veränderung: Gianluca Korte begann für Kevin Koffi. Als einzige Spitze fungiert Valmir Sulejmani. Der Aufsteiger fand zunächst gut ins Spiel, ohne allerdings große Gefahr vor dem gegnerischen Tor auszustrahlen. Michael Schultz (6.) hatte nach einem Freistoß die beste Gelegenheit in der Anfangsphase. Nach rund einer Viertelstunde wurde Magdeburg dann aktiver. Waldhof ließ zu viele Standards zu, was schließlich auch zum Rückstand führte. Sören Bertram (29.) wurde von der SVW-Abwehr nach einer Ecke alleine gelassen und köpfte den Ball zur Führung ins Tor. In der Schlussphase der ersten Hälfte meldete sich Waldhof zurück – und konnte ausgleichen. Gianluca Korte schickte Valmir Sulejmani (44.) auf die Reise, der eiskalt vollstreckt und zum 1:1-Pausenstand traf. SV Waldhof rettete den Punkt gegen Magdeburg über die Zeit. Der Zweitliga-Absteiger kam mit Schwung aus der Kabine und erhöhte den Druck auf den SVW. Abgesehen von einer guten Chance für Korte (56.) konnte sich Waldhof kaum befreien. De Blau-Schwarzen können sich bei Torhüter Markus Scholz bedanken, dass es 1:1 stand. Den Magdeburgern lief letztendlich die Zeit davon – es blieb bei der Punkteteilung.

Meppen gewann beeindruckend beim Chemnitzer FC

Der SV Meppen hat in der Dritten Liga seine Torflaute beendet und am dritten Spieltag den ersten Saisonsieg gefeiert. Die Emsländer gewannen nach zweimaligem Rückstand noch mit 4:2 beim Chemnitzer FC.
Zu Beginn stand die CFC-Defensive alles andere als sicher und leistete sich eine Reihe von Flüchtigkeitsfehlern. Der SVM konnte aus den Chemnitzer Nachlässigkeiten allerdings kein Kapital schlagen. Ein Außenpfostenschuss von Deniz Undav (33.) war der einzige gute Abschluss vor dem Seitenwechsel. Doch bei einem Eckball überraschte die Heimmannschaft dann die Gäste: Den lang geschlagenen Ball legte Sören Reddeman per Kopf quer, Matti Langer schob ihn aus fünf Metern zum 1:0 über die Linie (35.). So langweilig die erste Hälfte war, so aufregend gestaltete sich die Zweite. Zunächst beendete Deniz Undav die Torflaute der Meppener und erzielte das erste Saisontor. Der Stürmer nahm den Ball gekonnt mit und verwandelte überlegt (52.). Doch nur eine Minute später lagen die Emsländer wieder zurück. Chemnitz kombinierte sich in den Strafraum, Dejan Bozic vollendete den Angriff aus kurzer Distanz. Es sah wieder schlecht aus für Meppen, der jedoch die Wende schaffte. Undav scheiterte erst am toll reagierenden CFC-Keeper Jakub Jakubov, markierte dann aber im Nachschuss den verdienten Ausgleich (68.). Für die Vorentscheidung sorgte schließlich ein bizarres Eigentor von Nils Blumberg. Der Verteidiger stand vollkommen unbedrängt am eigenen Fünfmeterraum. Doch statt den Ball ins Aus zu schlagen, beförderte er ihn ins eigene Tor (73.). Den Schlusspunkt setzte Marcus Piossek, der eine Flanke des überragenden René Guder volley verwertete (85.).

Viktoria Köln mit erster Niederlage

Viktoria Köln hat die erste Niederlage kassiert. Gegen den Halleschen FC verloren die Rheinländer mit 0:2.
Zu Beginn taten sich beide Teams offensiv noch schwer, die besseren Chancen aber hatte die Viktoria. Allein Mike Wunderlich scheiterte zweimal an HFC-Keeper Kai Eisele. Das rächte sich nach der Pause, als Halle durch Sebastian Mai (53.) mit der ersten gefährlichen Aktion in Führung ging. In der Folge gab es viele Unterbrechungen, echter Spielfluss kam nur selten auf – wenn bei den Mannschaften etwas ging, dann über ruhende Bälle. Aus dem Spiel heraus ließen die Gäste den Kölnern kaum Möglichkeiten zur Entfaltung und zeigten in der 76. Minute einmal mehr ihre Effektivität: Pascal Sohm machte mit einer tollen Einzelaktion den Sieg für Halle endgültig perfekt.
Obwohl sich die Viktoria bis zum Schluss nicht aufgab, erholte sie sich von diesem Rückstand nicht mehr.

Duisburg gewinnt verdient. Viertes Tor von Stoppelkamp

Die Zebras bezwangen den SC Preußen Münster völlig verdient mit 2:0 und kletterten damit in der Tabelle auf Position drei.
Duisburg war von Beginn an besser in der Partie, konnte daraus aber lange kein Kapital schlagen. Die größte Chance der ersten Hälfte vergab Vincent Vermeij (14.), der den Ball freistehend aus drei Metern neben das Tor schoss. Kurz nach der Pause erlöste Tim Albutat (49.) dann aber die rund 12.000 MSV-Fans. Nachdem Preußen-Keeper Maximilian Schulze Niehues den Kopfall von Lukas Daschner noch an den Pfosten lenken konnte, staubte der Mittelfeldspieler zur Führung ab. Damit fielen bereits fünf der acht Duisburger Saisontreffer in der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit. Nach 70 Minuten machte Moritz Stoppelkamp mit seinem vierten Tor im dritten Saisonspiel den Sieg dann endgültig perfekt. Münster war an diesem Tag hinten zu anfällig und vor allem offensiv viel zu harmlos, um die erste Niederlage dieser Drittliga-Spielzeit noch abzuwenden.

Alle Ergebnisse im Überblick

1 FC KaiserslauternFC Ingolstadt 040:0
FC Carl Zeiss JenaEintracht Braunschweig0:2
Hansa RostockFC Bayern II2:1
Würzburger KickersSonnenhof Großaspach0:3
FC Uerdingen 05SpVgg Unterhaching2:2
1 FC MagdeburgWaldhof Mannheim1:1
Chemnitzer FCSV Meppen 19122:4
FC Viktoria KölnHallescher FC0:2
MSV DuisburgPreußen Münster2:0
TSV 1860 MünchenFSV Zwickau3:0

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(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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blau91
Redakteur

Der komplette Spieltag in der Zusammenfassung. „Wo griagsd denn sowas?“ Na im Löwenmagazin, wo sonst. 😉
Danke Tami👍