Am Freitag beginnt der 22. Spieltag in der aktuellen Saison. Die zugelassenen Zuschauerzahlen sind unterschiedlich. Eine bundesweite Regelung war eigentlich zwischen Bund und Länder abgestimmt. Halten tut sich daran kaum ein Bundesland.

Beim Spiel von Türkgücü München gegen den TSV 1860 München sind keine Zuschauer zugelassen. Obwohl das Olympiastadion in der bayerischen Landeshauptstadt eine Kapazität von ca. 69.000 Zuschauer hat. Interessant wäre es durchaus gewesen, wieviele Sechzgerfans zum Spiel gekommen wären. 25.000 Euro plus Nebenkosten zahlt Türkgücü für den Spieltag an die Olympiapark München GmbH. Einnahmen hat man keine. Ein immenses Draufzahlgeschäft. Der TSV 1860 München profitiert übrigens bei Geisterspielen hingegen finanziell sogar. Keine Zuschauer bedeutet weniger Personalkosten. Mit den Herz-Dauerkarten ist zumindest ein Teil der möglichen Einnahmen ohnehin schon auf dem Konto. Dennoch wollen auch die Löwen auf ihre Fanbasis setzen. Gut möglich, dass beim übernächsten Heimspiel der Löwen wieder Fans zugelassen werden. Eine Entscheidung wird man in Bayern kommende Woche treffen.

Während in München keine Fans zugelassen sind, dürfen beim 1. FC Magdeburg sogar 50 Prozent ins Stadion. 15.000 Zuschauer, davon 1.500 Gästefans. Die wird der TSV Havelse als Gastverein zwar nicht zusammenbekommen, aber es wäre möglich. Bei Borussia Dortmund II sind im Stadion Rote Erde immerhin 8 Prozent Auslastung möglich. Unter Einhaltung der 2G-Regel. Alle anderen Partien werden eine Auslastung zwischen 1 und 7 Prozent haben.

Nächste Woche versuchen Bund und Länder wieder eine einheitliche Regelung zu finden. Bundesweit. Ob sich aufgrund des föderalistischen Systems jeder dran hält ist fraglich. Vor allem Bayern fordert zwar immer wieder einheitliche Regelungen, hält sich aber dann am Seltensten dran.

Mehr Informationen

Eine Übersicht über die Zuschauerzahlen am 22. Spieltag hat das Portal liga3-online.de erstellt:

Übersicht: Wie viele Fans am 22. Spieltag in die Stadien dürfen

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Andi_G

Dass sechzig von geisterspielen profitiert hat aber GG mal anders dargestellt. Ich glaube erst ab 13.500 macht sechzig Gewinn und verstehe ich was falsch?

Bine1860

Ich denke es ist gemeint, dass man bei Geisterspielen zwar die Einnahmen aus den Herzkarten hat aber die ganzen Nebenkosten wegfallen, die man ja komplett hat, wenn nur wenige Zuschauer reindürfen. Also ist ein Geisterspiel besser als eine Teilzulassung

panthera-leo

Ich halte es aber durchaus für wahrscheinlich, dass wir auch bei einer nur teilweisen Auslastung von zum Beispiel 5000 Mann gegen den KSC deutlich mehr Stimmung und somit eventuell den letzten Push fürs weiterkommen gehabt hätten. Dann hätte in etwa 1 Million mehr in die Bücher geschrieben werden können. Damit hätten sich viele Probleme lösen lassen.

Bine1860

Das sehe ich ganz genauso, gerade für das Pokalspiel! Der 12. Mann im GWS ist unbezahlbar