Das bayerische Staatskabinett setzt zukünftig auf das freiwillige 2G und das freiwillige 3GPlus. Getestete kommen dann nur noch mit PCR-Test rein. Die Änderungen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung im Wortlaut.

Quelle: Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung (Link)

Die Pressemitteilung im Wortlaut

1. Änderung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung: Bayern setzt bei Corona auf Sicherheit, Freiheit und Eigenverantwortung

Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird mit Wirkung vom 6. Oktober (Mittwoch) in folgenden Punkten geändert:

a) Es werden erhebliche Erleichterungen für Betriebe und Veranstalter eingeführt, die freiwillig lediglich Geimpfte und Genesene (sog. freiwilliges 2G) sowie auch Getestete mit einem PCR-Test zulassen (sog. freiwilliges 3G plus). Dafür gelten folgende Regelungen:

  • 2G / 3G plus sind rein freiwillig und eigene Entscheidung jedes Veranstalters oder Betreibers. Es gibt keinen staatlichen Zwang.
  • Freiwilliges 2G / 3G plus sind in allen Bereichen möglich, in denen bisher 3G gilt. Also (Beispiele): Sportstätten, Theater, Opern, Kinos, Museen, Tagungen, Kongress, Bibliotheken, Musikschulen u. v. m.
  • Wo 2G / 3G plus gilt, sind die Maskenpflicht und das Gebot des Mindestabstands aufgehoben. Etwaige Personenobergrenzen entfallen. Die Alkoholverbote bei Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen werden aufgehoben.
  • Voraussetzung ist ein strenges Zutrittsregime (Zugangshindernisse, Kontrollen mit Identitätsfeststellung etc.).
  • Missbrauch ist nicht nur bußgeldbewehrt, sondern gefährdet auch die allgemeine gewerberechtliche Zuverlässigkeit dessen, der nicht kontrolliert.
  • Kinder und alle Schüler (weil in der Schule regelmäßig getestet) haben unabhängig von ihrem persönlichen Impfstatus auch zu freiwilligem 3G plus Zutritt.

b) In der Gastronomie werden Tanz und Musik unter den für Diskotheken geltenden Bedingungen von „3G plus“ zugelassen. Getestete können daher nur mit PCR-Test teilnehmen.

c) Für Schankwirtschaften entfallen die Regelungen, wonach die Bedienung am Tisch erfolgen musste und Abgabe und Verzehr von Getränken an der Theke oder am Tresen nicht zulässig war.


Bericht aus der Kabinettsitzung als PDF: https://www.bayern.de/wp-content/uploads/2021/10/211004-Ministerrat.pdf

Titelbild: Photo by Philipp Guelland – Pool/Getty Images

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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lustiger_hans
lustiger_hans (@guest_59755)
Gast
17 Tage her

Sollte 60 eine 2G-Regel nutzen wollen: Wie wirkt sich das auf die Kopfkarten aus? Die Inhaber können ja ggf. nicht ins Stadion, weil 60 sie aus eigener Entscheidung ausschließt. Insbesondere bei den nächsten Spielen, wo selbst jemand, der sich jetzt impfen lässt, kein 2G erfüllen kann (Wartezeiten). Dass die Umstellung auf PCR-Test Schwachsinn ist, der Methode hat, weiss ja eh jeder…..

lustiger_hans
lustiger_hans (@guest_59757)
Gast
Reply to  Arik
17 Tage her

Naja, nach den Leuten, die zur Sechzgerwiesn eingeladen wurden, traue ich Pfeifer alles zu 😉

anteater
anteater (@anteater)
Leser
Reply to  lustiger_hans
17 Tage her

Warum ist die im Vergleich zum Schnelltest ausgesprochen genaue und zuverlässige PCR Schwachsinn?

lustiger_hans
lustiger_hans (@guest_59782)
Gast
Reply to  anteater
17 Tage her

Weil der technische (und finanzielle) Aufwand dafür sehr hoch ist, der Mehrwert jedoch ausgesprochen gering. Bei Massentestungen symptomloser (meist gesunder) Personen ist ein Schnelltest ein geeignetes und international anerkanntes Mittel.

anteater
anteater (@anteater)
Leser
Reply to  lustiger_hans
17 Tage her

Die Schnelltests sind leider sehr fehleranfällig, das ist international anerkannt. I.d.R. wird bei Einreisen deshalb auch eine PCR verlangt.

Und symptomlos heißt ja nicht „nicht infektös“. Das ist doch gerade das tückische an diesem Infekt (und nicht nur an diesem).

lustiger_hans
lustiger_hans (@guest_59786)
Gast
Reply to  anteater
17 Tage her

Ja, das sind sie, allerdings dann eher falsch-positiv, was ja ein Nebeneffekt davon ist, dass man eher das akzeptiert, als falsch-negativ.

Bei Einreisen z.B. nach Deutschland wird ein Schnelltest (gültig 48 Stunden! Man darf also einreisen, wenn man schon nicht mehr ins Restaurant darf) verlangt. Oder ein PCR, der ist dann 72 Stunden gültig (ebenfalls länger, als hier für Restaurant oder Stadion). International wird das meist ähnlich gehandhabt, wobei natürlich jedes Land andere Vorgaben hat.

Symptomlos heisst garnichts, das stimmt. Bekanntlich auch ein Problem, das nach der Impfung ebenfalls auftritt. Daher Schnelltest, der prüft, ob gerade infektiös. Natürlich kann er eine Erkrankung nicht nachweisen, das ist aber im Prinzip ja nicht relevant: Steckt die Person gerade niemanden an, langt das. Insofern ja die 24 Stunden Gültigkeit (die 48 Stunden bei der Einreise sind ja da schon wieder Blödsinn…)

anteater
anteater (@anteater)
Leser
Reply to  lustiger_hans
12 Tage her

Bei Geimpften tendieren sie zu falsch-negativen Ergebnissen.

Stimmt, bei ein paar Ländern hatte ich kürzlich nachgesehen, die akzeptieren teils auch Schnelltest. Manche allerdings ausschließlich PCR, teils gibt es das sogar als Stichprobentest bei der Einreise, dann verpflichtend.