Die Winterpause ist vorbei und die 3. Liga hat an diesem Wochenende wieder tausende Fans in die Stadien gelockt. Wie gut die einzelnen Klubs die Pause genutzt haben, wie sie sich verstärkt haben, werden wir in unseren Vorberichten „Gegner im Visier“ thematisieren. Dass der TSV 1860 München auch ohne Kaderänderungen die volle Punktzahl gegen die Braunschweiger Löwen am Sonntag holen konnte, ist keinem Löwenfan entgangen. Doch wie schlug sich die Konkurenz?

Rostock gewinnt im Auftaktspiel

Der Hallesche FC hat im ersten Drittliga-Spiel des Jahres bei Hansa Rostock eine 0:1-Niederlage erlitten. Beide Mannschaften gingen agil in die Partie rein. Dennoch zogen die Gastgeber das Geschehen früh an sich, waren allerdings zu ungenau im Abschluss. Die HFC-Elf tat sich schwer eigenen Spielfluss hinzubekommen. Trotzdem bekam Rostocks Torhüter Kolke etwas zu tun, der zunächst die Doppelchance von Julian Guttau und Terrence Boyd abwehrte, ehe er bei einem abgefälschtem Schuss aus 18 Metern seine ganze Klasse zeigen musste. Nach der Pause nahmen die Torchancen auf beiden Seiten ab. Daher wunderte es nicht, dass der erste grobe Fehler Vorteil brachte. Opoku provozierte an der Außenlinie einen Hallenser Ballverlust, setzte dann Pascal Breier ein, der im Strafraum das Auge für Korbinian Vollmann hatte. Vollmann behielt die Ruhe und versenkte aus neun Metern (64.). Dabei blieb es und die Hanseaten feierten den Heimsieg.

Wollitz Debüt missglückt. Magdeburg verliert zu Hause gegen Zwickau

Der 1. FC Magdeburg hat im ersten Spiel unter Neu-Trainer Claus-Dieter Wollitz gegen den FSV Zwickau nach eigener Führung mit 1:2 verloren. Drei Minuten reichten den Gästen, um das Spiel zu drehen. Der FCM startete stark und ging durch Sören Bertram (3.) früh in Führung. Später hätten Bertram und Marcel Costly nachlegen können, doch vergaben mehrere Riesenchancen zum 2:0. Nach dem Seitenwechsel drehten die Gäste durch einen Doppelschlag von Fabio Viteritti (65.) und Gerrit Wegkamp (67.) die Partie und nahmen die Punkte mit.

Punkteteilung in Chemnitz

Im Spiel Chemnitzer FC gegen den FC Viktoria Köln trennten sich die Gegner mit einem 2:2-Remis. In der 25. Minute verwandelte Philipp Hosiner einen Elfmeter zum 1:0 für den CFC. Simon Handle bediente Mike Wunderlich, welcher zum Ausgleich traf (32.). Nach Vorlage von Kevin Holzweiler ließ Albert Bunjaku den zweiten Treffer von Viktoria folgen (36.). In der 39. Minute sicherte Philipp Hosiner seiner Mannschaft mit dem Ausgleich zum 2:2 das Unentschieden. Die zweite Hälfte war arm an Höhepunkten, sodass keine weiteren Treffer fielen. Am Ende gingen die Teams mit einer Punkteteilung auseinander.

Jena startet in 2020 mit einer Heimniederlage

Die Luft für den FC Carl Zeiss Jena wird immer dünner: Am Samstag ging auch die Partie gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster mit 1:2 verloren. Jena begann ordentlich, ehe Münster sich mehr und mehr Spielanteile erspielte. Das 0:1 resultierte aus einem Handelfmeter von Lucas Cueto (34.), Volkmer wurde aus Nahdistanz angeschossen. Jena kam fast aus dem Nichts durch Julian Günther-Schmidt (62.) zurück. In Jenas Drangphase konterte Münster durch Lucas Cueto, der zum 1:2 die Führung einleitete (68.). FCC-Joker Skenderovic sah zehn Minute später Rot nach hohem Bein, wodurch die Gastgeber in Unterzahl blieben. Den möglichen Ausgleich für die Thüringer verhinderte Münsters Torwart Schulz Nieheus mit zwei Glanzparaden bei Günther-Schmidts Volleyschuss und bei dessen Kopfball.

Würzburg verliert zu Hause gegen Unterhaching

Die SpVgg Unterhaching gewann mit 2:1 gegen den FC Würzburger Kickers. Die erste Hälfte bot wenig Highlights und blieb torlos. Nach dem Wiederanpfiff bediente Fabio Kaufmann Luca Pfeiffer, der in der zum 1:0 einschoss (46.). Christoph Greger sicherte der SpVgg nach 67 Minuten den Ausgleich durch einen Elfmeter und die 71. Spielminute war schließlich der Wendepunkt des Spiels. Pfeiffer von Würzburg flog nämlich mit Gelb-Rot vom Platz. Nach Vorlage von Schröter ließ Lucas Hufnagel den zweiten Treffer der SpVgg Unterhaching folgen (75.). Für numerische Gleichheit sorgte schließlich die Ampelkarte von Markus Schwabl von Unterhaching in der 86. Minute.

Im Kampf um Platz 1 trennten sich Duisburg und Ingolstadt mit 1:1

Duisburg und Ingolstadt trannten sich mit mit 1:1. Nach der ersten Halbzeit ging es für den MSV und den FC Ingolstadt 04 ohne Torerfolg in die Kabinen. Caniggia Elva bediente Dennis Eckert, der in der 71. Spielminute zum 1:0 einschoss. Moritz Stoppelkamp, der in der 86. Minute erfolgreich war, sorgte mit seinem Treffer kurz vor dem Spielende für den Ausgleich. Letzendlich konnte im Aufeinandertreffen des MSV Duisburg mit Ingolstadt kein Sieger ermittelt werden.

Waldhof gewinnt in Meppen

Der SV Meppen verlor im eigenen Stadion mit 0:1 gegen Waldhof Mannheim. Den 0:1-Rückstand hatten sich die Meppener zu einem großen Teil selbst zuzuschreiben. Zunächst verloren sie unnötig den Ball am eigenen Strafraum und brachten so Mounir Bouziane in Schussposition. Er zog ab und der SVM-Keeper Domaschke konnte den relativ unplatzierten Ball nicht halten (18.). Verdient war die Führung für die Mannheimer trotzdem, weil sie aktiver als die Emsländer waren. Im zweiten Durchgang schwächten sich die Waldhöfer selbst: Der bereits verwarnte Arianit Ferati stieg zu hart gegen Markus Ballmert ein und sah die Gelb-Rote Karte (58.). Profit aus der Überzahl konnte der SVM allerdings nicht schlagen. Die Mannheimer standen defensive kompakt und konnten bis zum Schluß die knappe Führung verteidigen.

KFC Uerdingen verliert deutlich gegen die kleinen Bayern

Die Zweitvertretung des FC Bayern München schlug den KFC Uerdingen 05 mit 3:0. Der Gast aus München ging durch ein Eigentor von Assani Lukimya in Führung (25.). Für den zweiten Tagestreffer sorgte Oliver Batista Meier, der nach Vorlage von Joshua Zirkzee auf 0:2 erhöhte (42.). Die Lage wurde für Uerdingen im zweiten Durchgang noch schwieriger, als Jean-Manuel Mbom in der 52. Minute mit der Ampelkarte in die Kabine geschickt wurde. Für den komfortablen Vorsprung sorgte dann noch Joshua Zirkzee, der zum 3:0 zugunsten des FCB II traf (56.). Durch diese Niederlage fällt der KFC in der Tabelle auf Platz elf zurück.

Torlose Begegnung zwischen Lautern und Aspach

Großaspach kam zwar frech aus der Kabine ins Spiel rein, zog sich jedoch nach wenigen Minuten zurück und überließ dem Gastgeber das Spiel. Die Roten Teufel kontrolierten die Partie, kamen immer wieder vors Tor, schafften aber nichts Zählbares rauszuholen. Im zweiten Durchgang hielt Großaspach gut dagegen und spielte sich selber zwei hundertprozentige Chancen heraus, die jedoch von Lennart Grill entschärft wurden. Umgekährt wurde Maximilian Reule der Matchwinner für Aspach, der des Öfteren glanzvoll parierte und am Ende noch im Eins-gegen-Eins gegen Thiele den Punkt festhielt. Kaum zu glauben, dass dieses Spiel torlos endete.

Alle Ergebnisse des 21. Spieltages im Überblick

Hansa RostockHallescher FC1:0
1. FC MagdeburgFSV Zwickau1:2
Chemnitzer FCViktoria Köln2:2
FC Carl Zeiss JenaPreußen Münster1:2
Würzburger KickersSpVgg Unterhaching1:2
MSV DuisburgFc Ingolstadt 041:1
SV Meppen 1912Waldhof Mannheim0:1
TSV 1860 MünchenEintracht Braunschweig4:1
FC Uerdingen 05FC Bayern II0:3
1. FC KaiserslauternSonnenhof Großaspach0:0
(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Blue Power
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Blue Power (@blue-power)
8 Monate her

Da sieht man mal was ein Trainer bewirken kann der viel Erfahrung in der Ausbildung von Nachwuchsspielern und in Bundesliga 1 und 2 hat.
Das war teilweise eine Augenweide wie selbstsicher und schnell nach vorne gespielt wurde und viele Chancen kreiert wurden, auch wenn hier und da mal ein Pass nicht ankam. Auch die Abwehr mit Berzel und Erdmann war bis auf zwei, drei Aktionen bockstark.
Sollten wir auch in Zwickau und gegen Magdeburg erfolgreich punkten zeigt uns das, wir haben nun eine gereifte stabile Truppe, die mittelfristig mehr erreichen kann. Die Zeiten unter Biero mit Kick and Rusch sind vorbei. Jedoch hat Biero die Truppe mit zusammengestellt, deshalb gehört auch ihm ein Teil des aktuellen Erfolges.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
8 Monate her

Die „wir erkaufen uns den Aufstieg“-Fraktion aus Krefeld und Braunschweig hat mal schön Federn gelassen. Und Halle, das noch vor gar nicht allzulanger Zeit Aufstiegsaspirant war, geht auch längst die Puste aus, so wie der furios in die Saison gestarteten Viktoria. 3. Liga halt, irgendwie unberechenbar.

Nur ganz unten, da gibt es eigentlich keine große Überraschung, die vier Teams hätte man zu Saisonbeginn schon dort vermuten können, wo sie jetzt stehen (und eben nicht uns!).

Und jenen, die ob unserer tollen Serie und des tollen Ergebnisses am Sonntag schon wieder vom Aufstieg träumen sei gesagt, dass wir letzte Saison am 6. Spieltag Vierter waren, vier Punkte hinter dem Tabellenführer, und am Ende wurde es nochmal ganz schön eng zu den Abstiegsplätzen… (nein, wir spielen diese Saison nicht um den Abstieg mit 😉 ).

jürgen
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jürgen (@jr1860)
8 Monate her
Reply to  anteater

Aufstiegsträume gibt’s doch schon die ganze Winterpause, auch befeuert von unserem Präsidenten 😎😎😎

Alles bitte Schritt für Schritt. Erst einmal Klassenerhalt sichern und wenn dann noch mehr geht…. bitte…

Hat Herr Köllner übrigens auf der PK super gemacht mit der Feststellung dass es jetzt 11 punkte zum Abstiegsplatz sind 😉

#ELiL

bluwe
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bluwe (@bluwe)
8 Monate her
Reply to  anteater

dito, der Ball sollte weiter flach gehalten und die noch fehlenden Punkte für den Klassenerhalt möglichst zeitnah eingefahren werden.
Erst dann kann man noch schauen was geht 😉

Freilich muß sich der „Amateurpräsi“ Robert zum Ziel Bundesliga äußern. Da kommt er gar nicht aus. Trotzdem ändert sich die Meinung der Bloggerfreunde nicht. Schade nur, wie viele es davon noch gibt. Unglaublich, aber Sechzge hoid 😉

3und6zger
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3und6zger (@3und6zger)
8 Monate her
Reply to  bluwe

Und dann hab ich auf der BR Mediathek den Bericht in Blickpunkt Sport von Samstag 17:15 von dem Treffen im Landtag letzte Woche gesehen (ab Minute 18:30), wo auch der Präse im Interview zu Wort kommt:
https://www.br.de/mediathek/video/blickpunkt-sport-blickpunkt-sport-av:5def9a3ebe10560019d487b6

Und dann frag ich mich, was daran so falsch ist. Er sagt genau das, was ich auch denke und ausspreche: „Mit Köllner in naher Zukunft in die 2. Liga und dann in bei der 1.BL anklopfen.“
Wenn man eine Woche lang die Berichte über so ein Treffen findet und liest, erfährt man auch wie der Blogger seine FakeNews destilliert (z.B. das ominöse 40000er Stadion, was da durch den Blätterwald flattert).

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
8 Monate her
Reply to  3und6zger

 3und6zger

Ohne das Interview gesehen zu haben:

„In naher Zukunft“ heißt für mich keinesfalls „sofort“ bzw. „in dieser Saison“ und vor allem „mit Michael Köllner“ und nicht mit den verzweifelten „Trainer raus, Trainer rein“-Spielchen im Vierteljahrestakt, die uns irgendwann sportlich genau dahin geführt haben, wohin wir im Laufe der letzten drei, vier Zweitliga-Jahre gekommen sind.

Man muss es endlich mal kapieren, dass bei 60 sog. „Schnellschüsse“ so gut wie keine Erfolgsaussichten hatten bzw. haben (werden) und es alternativlos (sic!) ist, dass man mit bescheidenen finanziellen Mitteln einen Weg des nachhaltigen Aufbaus von sportlichem Erfolg gehen muss!

Ob das nun mit einem Präsident Reisinger besser oder schlechter läuft, als mit einem Präsident XY, sei mal dahingestellt.

Nur bringen uns Sprüche und weiß-blaue Champions League-Spiel-Fantastereien in einem 50.000 + X Zuschauer-Stadion keinen Millimeter weiter.

Ob das beim großzügigen Kreditgeber, dessen Haus- und Hof-Schreiberling und zigtausenden von „Fakebook-Fans“ allerdings ebenfalls verstanden wird, wage ich zu bezweifeln.

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
8 Monate her
Reply to  anteater

 anteater

Schön und vollkommen richtig geschrieben.

Wir müssen uns immer wieder in Erinnerung rufen, dass es

a) in der 3. Liga fast schon traditionell „eng hergeht“

b) bei einer Serie von mehreren sieglosen Spielen hintereinander es in der Tabelle recht schnell wieder runter geht

und c) gerade die Mannschaften, die zur Zeit im Abstiegskampf stehen, sich langsam aber sicher mit aller Macht dagegen wehren, am Ende zu den vier Absteigern zu gehören.

Soll heißen, es kann – speziell bei 60, das kennen wir leider seit Jahren – gegen vermeinlich „leichte Gegner“ zu ungeplanten Punktverlusten kommen.

Großaspach hat sich z.B. gestern Abend einen Punkt beim 0:0 in Lautern gesichert, den bestimmt nicht viele Fans erwartet hatten. Die Aspacher haben auch Duisburg schon einen Punkt abgenommen und bei uns waren sie ebenfalls nicht ganz unerfolgreich.

Die „Aufstiegsträumerei“ sollten wir möglichst schnell beenden, denn bei aller momentan herrschenden Freude über den sportlichen Aufschwung sollten wir doch anerkennen, dass es etliche andere Mannschaften gibt, die ebenfalls Fußball spielen können und sehr wahrscheinlich am Ende vor uns stehen werden.

60 muss endlich mal umsetzen, was ich seit Jahren gebetsmühlenartig wiederhole:

Eine Mannschaft über einen Zeitraum von mehreren Jahren entwicklen, d.h. möglichst jede Saison ein paar Plätze besser abschneiden, als in der Spielzeit davor.

Die Mannschaft punktuell verbessern und nicht jede Saison 15 Spieler gehen lassen um 18 neue zu holen. Wie soll sich mit solchen „Hire and Fire“-Methoden ein Mannschaftsgefüge bilden?

Lieber auch mal auf einen „Königs-Transfer“ verzichten, als die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen, als man „Masse statt Klasse“ verpflichtete und sich hinterher wunderte, wieso es nicht zum sportlichen Erfolg führte.

Den Nachwuchs weiterhin stärken. Das NLZ so optimal wir nur irgendwie möglich auf- und ausbauen. Talenten aus dem Nachwuchsbereich die Chance einräumen mit den Profis mitzutrainieren bzw. in den Kader holen, sobald man davon überzeugt ist, dass es einer der Jungs schaffen kann.

Keine „finanziellen Harakiri-Aktionen“ mehr.

Nur noch vernünftige und nachhaltige Investitionen in Beine und Steine. Ein gepflegtes Trainingsgelände ist dabei genauso wichtig, wie die optimale Betreuung der Fußball-Jugend.

_Flin_
Gast
_Flin_ (@guest_41722)
8 Monate her
Reply to  tomandcherry

Absolute Zustimmung. Wenn man beim TSV seriös wirtschaftet, gut arbeitet, die Mannschaft schrittweise konsequent verbessert, ohne Harakiri, dann ist man wirtschaftlich eigentlich auch gut genug aufgestellt, um mittelfristig an der zweiten Liga nicht vorbeizukommen.

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
8 Monate her

Ja mei, Hauptsache wir sind gesichert im oberen Drittel dabei 😎