1860 seit dem Doppelabstieg – die Phönix aus der Asche der Vergangenheit

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Spieler und Fans feiern auf dem Platz

Der TSV 1860 München hat in der vergangenen Woche die finanziellen Rahmenbedingungen des Deutschen Fußball-Bundes rechtzeitig erfüllt. Die Profimannschaft kann in der kommenden Saison in der Dritten Liga an den Start gehen. Im Grunde ist es ein Phänomen. Die Löwen sind einfach nicht kaputt zu bekommen. Jedes andere Unternehmen hätte man vermutlich längst eingestampft. Doch der vor zwei Jahren eingeleitetete Konsolidierungskurs hat den Totalabsturz verhindert.

Der TSV 1860 München verliert 2017 die Relegation gegen Jahn Regensburg. Der Abstieg aus der 2. Bundesliga ist besiegelt. Hans Sitzberger und Heinz Schmidt verkünden, dass sie beide als Vize-Präsidenten weiter machen. Dass sie sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Sitzberger erklärt vor den Mitgliedern des TSV, dass sowohl er als auch Schmidt die Meinung vertreten hatten, dass auch Peter Cassalette nicht zurücktreten solle. Doch Cassalette legte sein Amt nieder. Robert Reisinger wurde am sogenannten Schwarzen Freitag Interims-Präsident der Löwen. Zu dem Zeitpunkt war klar, dass der Klub 1860 in die Regionalliga abgestürzt und hoch verschuldet war. Die Löwen in der Asche ihrer Vergangenheit.

Ein Heilungsprozess sollte beginnen. Man stellte einen Experten ein. Der begann letztendlich mit dem heute eingeschlagenen Kurs. Markus Fauser, temporärer Geschäftsführer des geschwächten Klubs 1860 München. Er habe hohe Verbindlichkeiten bei Amtsantritt vorgefunden und es sei schwer gewesen finanziellen Handlungsspielraum zu erkennen. Eine positive Fortführungsprognose sei nicht gewährleistet gewesen, so Fauser im Juli 2017. Den Löwen drohte die Insolvenz. Er konnte allerdings Stundungen für die Altlasten erwirken, die erst wieder von Bedeutung werden, wenn die erste Mannschaft in die 2. Bundesliga aufsteigt oder man genügend finanzielle Mittel habe. Auch der Ausstieg aus der Allianz Arena war notwendig, um die Insolvenz abzuwehren. 2 Millionen Euro mehr Verlust hätte der TSV 1860 pro Jahr, wenn er in der Arena bleibt.

Bis heute hat der TSV 1860 München sich Stück für Stück wieder aufgerichtet. Phönix aus der Asche. Auch wenn immer wieder Leute versuchen, den Verein kleinzureden und so tun, als wäre man am Ende – die Entwicklung ist angesichts des Doppelabstiegs, der massiven Verschuldung und den teilweise wahnsinnigen Knebelverträgen aus der Vergangenheit fast schon legendär. Es mutet seltsam an, dass Angesichts der irrwitzigen Vorgeschichte der eine oder andere schon wieder ganz nach oben schaut. Hinauf in die 1. Bundesliga und zur Champions League. Ja, der eine oder andere wird auch die kommenden Jahre weiter hoffen. Und diese Hoffnung raubt ihm vor allem eines: die Chance, das aktuelle 1860 anzunehmen und zu genießen.

Hans Sitzberger forcierte den Mitgliederzuwachs. Er machte Werbung bei den Fans. Warb Firmenmitglieder an und verloste unter Neumitgliedern wertvolle VIP-Tickets. Heute hat der TSV München von 1860 e.V. den Mitgliederhöchststand seiner Geschichte.

Heinz Schmidt nahm sich der Gemeinnnützigkeit an. Die war gefährdet. In der Zwischenzeit, so teilte er es dem Löwenmagazin mit, ist sie gesichert. Enorme Mehreinnahmen durch Mitgliederzuwachs und vor allem auch durch die dazugewonnenen Firmenmitglieder sind zu verzeichnen.

Mit Viola Oberländer wurde eine unglaublich taffe Managerin für die Abteilungen eingestellt. Mit ihrer freundlichen Art hat sie so manchem Unternehmer den einen oder anderen Euro für die Abteilungen und für die Nachwuchsarbeit aus dem Geldbeutel gezogen. Sie versteht es, die Bedürfnisse der Sportler zu präsentieren. Die Spendenbereitschaft ist auch durch sie enorm gestiegen.

Abteilungen wurden neu gegründet. Die Golfer haben sich selbstständig gemacht und sind zur eigenen Abteilung geworden. Neu hinzugekommen ist eSports. Eine Kooperation mit PENTA Sports aus Berlin. Zudem hat sich der Dart- sowie der Präzisionssport etabliert.

Die Inklusion von Behinderten wird zentrales Thema. Fördergelder fließen, Projekte abgeschlossen.

Die Unternehmer für Sechzig organisieren und gründen sich. Und bringen enorme finanzielle Leistungen für den Nachwuchs und die Fußballschule. Dem Doppelabstieg zum Trotz. Oder vielleicht gerade deshalb.

Daniel Bierofka hat mit der Profimannschaft den Aufstieg aus der Regionalliga in die 3. Liga geschafft. Die Emotionen waren enorm. Die Stimmung bombastisch.

Die Fans begleiten die Löwen auswärts überall hin. Keiner hat mehr Auswärtsfahrer. Im deutschen Vergleich aller Ligen ist man sogar auf Platz 12.

Richtig, es wird schwer, den enormen Schuldenberg abzubauen. Vielleicht sogar unmöglich. Mit dem Verkauf der Merchandising-Rechte hat man sich über 20 Jahre einer Einnahmequelle beraubt. Das war 2012. Damit müssen die aktuellen Verantwortlichen nun umgehen. Und auch sonst gibt es viele absurde Verträge und Verbindlichkeiten.

Es ist erstaunlich, wie wach und aktiv der TSV 1860 München dennoch wirkt. Die 3. Liga ist eine unglaublich schwierige Liga. Die aktuellen Zustände fressen den Klub weiter auf. Und dennoch kommt immer wieder ein neues Licht. Zum Beispiel durch Hauptsponsor „die Bayerische“. Mit einem tollen Sponsoren-Paket. Mit einer enormen Summe für die Namensrechte am NLZ. Limitiert auf 3 Jahre. Eine übersichtliche und überschaubare Zeit. Da wirken die 20 Jahre für die Rechte am Merchandising schrecklich lang. Ja, man hat gelernt. Und man ist auf einem guten Weg.

Am 30. Juni 2019 wird der TSV München von 1860 e.V. seine Mitgliederversammlung abhalten. Die Richtung ist vorgegeben. Die Mitglieder sind aufgerufen, ihrem Präsidium und dem Verwaltungsrat den Rücken zu stärken. Damit sich 1860 nicht nur wie ein Phönix aus der Asche erhebt, sondern irgendwann auch die Asche von den Flügeln abklopft und in die Lüfte steigen kann. In Ruhe und mit Vernunft.

Wie habt Ihr die Zeit seit dem Doppelabstieg erlebt? Was war positiv. Was war negativ?

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Chemieloewe
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Super Kommentar @Blue Power! Genau in dieser Zeit, der zweiten Hälfte der 1970er, hat es mich, wenn auch abgeschottet im Osten, im Dresdner Raum, auch irgendwie mit 1860 gepackt u. so ist es bis heute. Damals hat noch ein Völler o. Magath… im Grünwalder gespielt u. ich glaube, es waren die Basketballer(?) sogar in der Bundesliga….u. ein Riedl war Präsident….u. ja, es kamen viele dunkle u. wenige helle Zeiten. Unbeschreiblich viele Katastrophen, ebensolche Verantwortliche u. Entscheider, angefangen bei den Präsidenten, die unbeschreiblich bis unfaßbar viel Geld in die berühmt Tonne versenkt haben, ich erinnere mich an den oft gebrauchten Ausdruck „Wohlfühloase 1860“, wo einst verdiente Fußballveteranen ihren Karrierefeierabend hoch bezahlt gefeiert haben, ohne noch groß was zu reißen, ich erinnere mich an einen Erich Beer, vorher bei Hertha BSC, aus jener Zeit…In den 90ern war ich dann nach dem Aufstieg nicht mehr so intensiv mit meinem Interesse beim Fußball u. 60, da haben in meinem Leben andere Sachen den Fußball etwas nach hinten gedrängt u. habe mehr am Rande von dem ganzen Geschehen Notiz genommen. Erst so ab 2005…2008 ist meine Leidenschaft für 60 u. den Fußball wieder neu entflammt, dann auch für die BSG Chemie Leipzig, nur mal so am Rande. Früher nie zu 60-Spielen gefahren, in die AA wollte ich sowieso nie, habe ich es seit der Rückkehr ins Grünwalder, nun endlich, nach einer unvorstellbaren Ewigkeit, geschafft, auch mal zu 60-Spielen zu fahren. Nach den vielen schlimmen Katastrophen war der Doppelabstieg für mich, wie bestimmt für viel 60er, phänomenalerweise soetwas wie ein Befreiungsschlag u. eine Wiederbelebung meines Herzensvereins 1860, ja, wie eine Wiederauferstehung. Die Rückkehr ins Grünwalder war dabei sehr entscheidend u. das neue Denken im Verein durch, mit u. um Robert Reisinger, ausgerichtet auf einen neuen Konsolidierungskurs, befördet auch bei mir die Hoffnung auf einen kontinuierlichen u. soliden, nachhaltigen Weg in eine bessere u. erfolgreichere Zukunft, ohne dabei nun gleich an 1. o. 2. BL zu denken. Der Neuanfang war u. ist vielversprechend u. spannend.

Nicht übereinstimmen tue ich allerdings mit deiner respektablen Hoffnung, mit Hasan Ismaik ein fruchtbares, respektvolles, gleichberechtigtes, erfolgreiches, partnerschaftliches Verhältnis vom e.V. hinzubekommen! Diese Hoffnung habe ich, wie wahrscheinlich die meisten 60er schon längst aufgegeben. Mit HI ist das einfach unmöglich, glaube ich. Deshalb gehört für mich grundlegend u. entscheidend zu einem weiteren Gelingen unseres Neuanfanges die Trennung von HI definitiv dazu!!! Mit HI in die Zukunft, vielleicht in die 2.BL…geht definitiv schief u. voll vor die Wand! Ich hoffe, wir schaffen die Trennung von HI in den nächsten 1-2 Jahren, ansonsten bin ich ratlos, wie es mit ihm weitergehen soll, dann weiß ich auch nicht weiter u. bin enttäuscht , wenn wir HI weiter mit durchschleppen!

Sorry, Leute, meine Endfassung meines Kommentars weiter unten konnte ich mal wieder nicht mehr im Blog abspeichern, warum, keine Ahnung(…?), deshalb hier mein kompletter Kommentar noch mal neu!

anteater
Leser

So wie ich es sehe, kann man Kommentare nicht mehr bearbeiten, sobald sie bewertet worden sind.

WH 60
Gast
WH 60

Zwei Sachen die ich aus meiner Zeit erlebt habe,(seit 1958)waren a.der Verkauf für die Arenagelder billiger ging’s nimmer, b.solch einen Präse wie jetzt ,der ausser Zwiespalt mit H.I.noch nichts zusammen gebracht hat.

Chemieloewe
Leser

Mal weiter so voll auf Schulden u. Pump…???? Dann als Klatschpappenstatisten einer Investorenfirma zujubeln, die mit dem e.V. u. deren Mitgliedern nichts mehr zu tun hat bzw. nichts mehr zu tun haben will, sich aber das Logo u. den Namen des Vereins an die Brust hängt u. macht, was der Investoroberguru will??? Dann ist man dort, wo der RB Leipzig-….Fan war u. ist! Ich sage, nein danke u. Dir, aus der Vergangenheit leider nichts gelernt, schade!!! Wenn du das bei 1860 so wie vor dem Abstieg mit Ismaik weiter willst bzw. 1860 nach dem RB-…Muster ausrichten möchtest u. die Mehrheit aller 1860-Mitglieder u.-Fans dafür wären, würde ich dann bestimmt nicht mehr zu dem Ismaik-…..(?)Profifußballclub gehen u. halten! Denn ein Konstrukt nach dem Prinzip, zuschauen u. supporten sollen u. dürfen alle, aber zu entscheiden haben alle nichts, sondern nur der Investor, lehne ich kategorisch strikt ab!!!

anteater
Leser

Dein Horrorszenario ist glücklicherweise, Stand jetzt, reine Phantasie.

Loewen1860
Leser

Der einzige richtige Spalter ist ein gewisser O., nämlich Betreiber von schür24.by oder so ähnlich – ich nenne es nicht beim Namen.

Bine1860
Leser

derjenige hat ja auch Ähnlichkeit mit dem, dessen Namen nicht genannt werden darf..

Loewen1860
Leser

War das der von Harry P.? Hm, der Unterschied ist aber, dass Zauberei nichts mit Lügen sondern was im Illusionen zu tun hat. Für einen Zauberer hält den doch wohl keiner?

Bine1860
Leser

Ja der, zitiere mal aus dem hpwiki
Voldemort strebt nach absoluter Macht und Unsterblichkeit. Um unbesiegbar zu werden, nimmt er mehrere magische Schritte vor, die auch sein Aussehen verändern. Statt des früher hübschen Hogwarts-Schülers, sieht er immer unmenschlicher aus,… schlangenähnlich, dass er auch nur „halbblütig“ ist, also rassistisch beurteilt kein „richtiger Zauberer“ ist, wissen viele seiner fanatischen Anhänger nicht…. 😂😂😂
ich sag nur gespaltene Zunge 🤣😅🤣😅

anteater
Leser

Dieser Blog ist so irrelevant, ich kenne den gar nicht.

Bine1860
Leser

Metzgerei Bockensack? Hirn verlegt?

Blue Power
Leser

Liest sich zwar etwas wirr, aber ich bin ganz Ohr!

Kranzberg
Leser

Mensch, erzähl mehr. Klingt ja wahnsinnig spannend.

Blue Power
Leser

Mein erstes Spiel meiner Löwen, das ich live gesehen hatte war 1977 das Derby und es spielte noch der Jimmy Hartwig.
1975 im zarten Alter von 6 Jahren wurde ich durch und durch ein Löwe, Leute ich war so stolz auf mein erstes Löwentrikot mit dem Frucade Schriftzug unseres Sponsors vorne drauf und das Wappen auf der Brust.
Nun hatte ich schon viel erlebt, Abstiege, Aufstiege die Bayernliga und so vieles mehr. Zum Großteil war diese Zeit geprägt von einer Misswirtschaft im e.V.. Wer von Euch sich noch an den CSU Politiker Riedl erinnern kann der unseren Verein zum ersten Mal so richtig ruiniert hatte, wird mir recht geben. Wir hatten Politiker-Präsidenten, Investoren-Präsidenten, Unternehmer-Präsidenten, Beamtaen-Präsidenten und alle haben sie es im wahrsten Sinne des Wortes verka….!
Dann kamen Wildmoser und Lorant. Eine glorreiche Zeit mit unheimlich viel Emotionen, Erfolgen und Stolz! Diese Ära endete jedoch auch im Desaster!
2011 war es dann wieder soweit und man hatte wieder dringend Geld benötigt. Ein Herr Ismaik aus Abu Dhabi sah dies als Chance ein Invest im deutschen Fußball zu haben und wer die arabische Mentalität kennt, der weiß da geht es um Ansehen und Prestige, deshalb wollte er den Verein unbedingt in der 1. Bundesliga sehen und somit fing der erneute Absturz mit diesem Investor/ Kreditgeber an.
Als er in der Saison 2016/2017 mit Hilfe seiner Marionette im Präsidium anfing darauf einzuwirken Oliver Kreuzer zu entlassen, der eine gute 2. Liga Mannschaft zusammenstellen wollte und dafür einen Eichin einzusetzen, war dies der Anfang vom Ende!
Jeder weiß wie es weiter ging es folgten Ribamar, Olic und Co. und dann der Welttrainer VP mit „we go to the top“ und daraus wurde ein tak, tak, tak, wir steigen ab!
So blieb uns nach dem kläglichen Rückspiel in der Relegation gegen Regensburg nur die 3. Liga so glaubten wir alle, schlimm genug.
Aber nach einem weiterem spätpubertären Anfall verweigerte unser Investor oder Kreditgeber, man kann es sehen wie man will, eine vereinbarte Zahlung zum D-Day für die Lizenz und die berühmtberüchtigte „4“ und der Amateur Fußball hatte uns nach zwei Jahrzehnten wieder. 22 Millionen standen nun ebenfalls auf der Soll Seite der Bilanz!
Ich war geschockt, traurig, verzweifelt und fassungslos!
Umso erstaunlicher ist es, wie der e.V. es geschafft hat durch das Nutzen der 50+1 Regel den durch Casalette und Ismaik hinterlassenen Totalschaden wieder zu beheben.
Ein unabhängiger Unternehmensberater oder besser gesagt Sanierer wurde geholt und man hat es geschafft direkt wieder in die 3. Liga aufzusteigen!
Was für eine geile AUFSTIEGS-Party nach dem Rückspiel gegen Saarbrücken, unbeschreiblich! Dafür großer Dank auch an Biero, seinen Jungs und dem ganzen Team.

In dieser Saison haben wir es geschafft die Klasse zu halten und das alles trotz eines zweistelligen Betrages auf der Soll Seite der Bilanz.
Jetzt spielen wir bald die 3. Saison in unserem geliebten „Sechzger Stadion“ und ich genieße jede Sekunde darin. Ein echtes Fußballstadion mit viel Fankultur und Historie. Man trifft sich vor und nach dem Spiel in einer der Kneipen und tauscht sich bei einem Bier über die Mannschaft und den Verein aus, herrlich!

Jetzt bleibt uns nur eines, Herrn Griss den albernen Journalisten und einem gewissen Saki dem Gewerkschaftsfunktionär mundtot zu machen und den Investor zur Vernunft zu zwingen!

Auf geht’s Löwen kämpfen und siegen!!!

Chemieloewe
Leser

Super Kommentar @Blue Power! Genau in dieser Zeit der zweiten Hälfte der 1970er hat es mich, wenn auch abgeschottet im Osten, im Dresdner Raum, auch irgendwie mit 1860 gepackt u. so ist es bis heute. Damals hat noch ein Völler o. Magath… im Grünwalder gespielt u. ich glaube, es waren die Basketballer(?), in der Bundesliga….u. ein Riedl war Präsident….u. ja, es kamen viele dunkle u. wenige helle Zeiten. Unbeschreiblich viele Katastrophen, ebensolche Verantwortliche u. Entscheider, angefangen bei den Präsidenten, die unbeschreiblich bis unfaßbar viel Geld in die berühmt Tonne versenkt haben, ich erinnere mich an den oft gebrauchten Ausdruck Wohlfühloase 1860, wo einst verdiente Fußballveteranen ihren Karrierefeierabend hoch bezahlt gefeiert haben, ich erinnere mich an einen Erich Beer, vorher bei Hertha BSC, aus jener Zeit…In den 90ern war ich dann nach dem Aufstieg nicht mehr so intensiv mit meinem Interesse beim Fußball u. 60, da haben in meinem Leben andere Sachen den Fußball etwas nach hinten gedrängt u. habe mehr am Rande von dem ganzen Geschehen Notiz genommen. Erst wieder so ab 2005…2008 ist meine Leidenschaft für 60 u. den Fußball neu entflammt, dann auch für die BSG Chemie Leipzig, nur mal so am Rande. Früher nie zu 60-Spielen gefahren, in die AA wollte ich sowieso nie, habe ich es seit der Rückkehr ins Grünwalder, nun endlich, nach einer unvorhersehbaren Ewigkeit, geschafft, auch mal zu 60-Spielen zu fahren.

Blue Power
Leser

Danke!
Ich finde es erstaunlich, dass Du Dich im abgeschotteten Osten so für Sechzig begeistern konntest, so etwas ist schön zu hören und zeigt das unser Sechzig eine Faszination auslöst, die so nicht in Worte gefasst werden kann.
Gestern war ich auf einem Charity Event und bin völlig unerwartet dem Idol aus meiner Kindheit „Jimmy Hartwig“ begegnet, ich fühlte mich als wäre ich wieder acht Jahre alt ;-)) Ich hatte mich mit ihm ausgetauscht und ihm unter die Nase gerieben, dass er an meinen jahrzehnte langem Leiden als Sechzger Fan schuld wäre ;-))) so klein ist die Welt, unglaublich denn ich hatte hier vor ein paar Tagen reingeschrieben, dass er in meinem ersten Löwenderby das ich live im Stadion im Alter von acht Jahren gesehen hatte, mitgespielt hat.

Chemieloewe
Leser

Danke, Blue Power Power! Verrückte, infizierte Löwenfans gibt’s halt im Süden, Norden, Westen, ja auch im Osten, wenn auch ein paar weniger(hihiiii) als in Bayern, zugegeben. Aber mit der hoffnungsvollen Geschichte nach dem Doppelabstieg, Grünwalderrückkehr, Robert Reisinger & Co. brennt das fast schon erloschene Feuer im schmerzenden Löwenherz von Neuem lichterloh u. das Löwenherz tut nicht mehr weh, naja, der Schmerz lässt zumindestens nach u. ist auch manchmal weg. Es tut gut, daß wir einen neuen Weg gefunden haben u. wie ich glaube, in die richtige Richtung vorwärts gehen, auch wenn der Weg sehr schwer ist. Aber leicht war’s bei uns Löwen ja nie oder?

anteater
Leser

RS Leipzig ist das Gebot der Stunde, gerade in Sachsen!

Chemieloewe
Leser

Der RS – Rote Stern Leipzig, Landesklasse Sachsen-Nord, auf jeden Fall, mein anteater !!! Steht bei mir in Leipzig, neben Chemie, an erster Stelle, wie Du ja weißt! Daumen hoch!!!

jürgen (jr1860)
Leser

Immerhin ist Chemie wieder in die RL aufgestiegen 😁

…war damals übrigens Volleyball…

Chemieloewe
Leser

Danke für die Info., jürgen (jr1860) gen (jr1860), waren also die Volleyballer damals! Ja, schon super, daß Chemie den Wiederaufstieg in die RL Nordost geschafft hat! Da bin ich auch ganz happy u. war natürlich letzten So. live im Alfred-Kunze-Sportpark in Leipzig-Leutzsch beim 2:1-Aufstiegssieg gegen den FC Eilenburg dabei. Da werden eben auch erst mal kleine Brötchen gebacken, nach ähnlichen Totalschäden wie bei 60, nach Insolvenz vom FC Sachsen Leipzig. So ist es richtig, solide, Schritt für Schritt, ohne Verschuldungsschlinge, dauert halt, aber so macht es Sinn, finde ich. Wir müssen das irgendwie mit 60 auch hinbekommen! Das angepeilte Benefizrückspiel mit unseren 60ern in Leutzsch für das Flutlicht, was Chemie ja noch nicht hat(!!!), ist leider noch nicht vereinbart/terminlich fixiert, schade! Ich hoffe, es wird noch! Fortuna Düsseldorf war zu diesem Zweck Mi. vor 2 Wochen bei Chemie, toll! Auch der 1.FC Magdeburg hat zugesagt u. Eintracht Frankfurt, die auch schon da waren, haben uns zu einem Rückspiel nach Frankfurt eingeladen. Feine Sache, das hilft u. zeigt Solidarität!

Kranzberg
Leser

19.11.1988
Das erste Mal. Als kleiner Bub an Vaters Hand.
Mein Dad ist ein Blauer, war in den Sechzger Jahren bei den großen Triumphen dabei, fuhr des Öfteren auch auswärts mit und hat viel mit den Löwen mitgemacht. Als ich anfing, mich für Fußball zu interessieren, hat er mir davon erzählt, ließ mir aber freie Hand bei der Vereinswahl. Samstags lief „Heute im Stadion“ im Radio, so richtig interessant wurde es aber erst, wenn die Bayernliga-Ergebnisse kamen – es war die Zeit, als es noch kein Internet und keine Smartphones gab.

Die Tendenz ging schon früh Richtung Blau (Löwentrikot im Säuglingsalter), meine ersten Stadionerlebnisse waren aber bei den Roten im Olympiastadion und eigentlich war alles angerichtet, dass ich bei denen lande: die waren dauernd Meister, haben Fußballfeste gefeiert, hatten Nationalspieler in ihren Reihen.

Und 1860? Sportlich meist furchtbar, Skandale, Bayernliga-Tristesse.

Jahrelang bat ich meinen Vater vergebens, dass wir mal zu den Löwen ins Stadion gehen. „Das ist zu wild für Dein Alter. Ich hab echt keine Lust darauf, dass Dir irgendso ein Irrer sein Bier ins Genick kippt.“ Thema gegessen. Mit 10 hatte ich ihn dann so weit: es war der 19. November 1988, es war kalt, aber es war ein Tag, der mein Leben verändern würde. Mein erster Besuch im Sechzgerstadion. Ich war fasziniert von den Menschen, von der Atmosphäre, der Stimmung und der Leidenschaft. die Löwen schlugen den VfL Frohnlach mit 5:1 und es war klar: mein Verein für alle Zeit wird 1860 sein.

Danach ging ich öfter ins Stadion, die Besuche in Giesing mehrten sich, später wurde es eine Dauerkarte und der Spielplan der Löwen bestimmte die Freizeitplanung. 2. Bundesliga, 1. Bundesliga – die ganz Großen zu Gast in Giesing. Wahnsinn!

Ein Großgastronom und Vereinspräsident führte meinen Verein bis in die Qualifikation der Champions League – und trat die Wurzeln des TSV 1860 mit Füßen. Die Löwen zogen ins Olympiastadion, später in ein schlauchförmiges Gebäude vor den Toren der Stadt. Es war nicht mehr das Selbe, auch wenn es im Exil ebenfalls denkwürdige Matches gab – man denke nur an den 27.11.1999…

So schlug ich 1995 ein neues Kapitel auf, das mich über viele Jahre begleitete und dem ich extrem viel Zeit widmete: die Amateure. Bei meinem ersten Amas-Spiel im Sechzger (endlich mal wieder ein Match in der Heimat!) fiel mir das Fanzine SDL (Sinn des Lebens) in die Hände. Deren Macher sprachen mir mit ihren Worten aus der Seele und mir wurde klar, dass ich nicht der Einzige bin, der Sechzig gerne wieder in Giesing sehen würde. So konnte ich im Kampf um unser Stadion in den Folgejahren zahlreiche Kontakte knüpfen und Freundschaften schließen, die bis heute halten. An dieser Stelle sei exemplarisch mein bester Freund und Trauzeuge genannt, den ich ohne Sechzig wohl nie kennengelernt hätte.

Kurze Zeit später stieg ich selber beim SDL ein, es folgten andere Fanzines wie die „staz“ und der „Rotz im Schnauzbart“ – stets kritisch, stets hinterfragend und nie konform mit der Vereinspolitik des angesprochenen Großgastronoms.

Was waren das für Zeiten damals? Die große Euphorie, als Manni Schwabl seine Stadionpläne vorstellte, die Enttäuschungen, als man immer wieder vor Augen geführt bekam, dass der Verein gar kein Interesse hat, sich seiner Wurzeln zu besinnen und stattdessen zum billigen Abklatsch des Lokalrivalen werden möchte, die zunehmende Spaltung der Fanszene, die der Präsident aktiv vorantrieb, indem er die „Ewiggestrigen“, die „Störer“ und „Plärrer“ öffentlich diffamierte, ins kriminelle Eck stellte und es Vereinsausschlussverfahren hagelte.

Aber wir gaben nicht auf, wir waren stark und wir waren gewillt, uns nicht unterkriegen zu lassen. Mit Gründung des TSV Weiß-Blau Sechzgerstadion (WBS) wurden wir nun auch auf sportlicher Ebene aktiv und dieser Verein (heute übrigens als Spielgemeinschaft mit den Löwen als TSV 1860 III und IV im Spielbetrieb des BFV) vereinte traditionsbewusste Löwenfans, die sonst wohl aufgrund komplett konträrer Einstellungen nicht zueinander gefunden hätten. Auch diese Bande sind heute noch sehr stark und ich freu mich jedes Mal wieder, einen der Jungs zu sehen.

WBS erfüllte mir den Traum, selber im Stadion an der Grünwalder Straße spielen zu dürfen und ich werde diese Tage nie vergessen. Das erste Mal als Spieler durch den Tunnel kommen, Hunderte Zuschauer auf der Tribüne, eine Stadionzeitung, der eigene Name aus den Lautsprechern auf Giesings Höhen…

Parallel wurden aber natürlich weiterhin fleißig Matches besucht, hauptsächlich die der Amateure und nach dem Aufstieg in die damals drittklassige Regionalliga Süd gründete ich mit zwei Freunden und freundlicher Unterstützung durch den damaligen NLZ-Leiter Ernst Tanner den „Ama-Lion“, die Stadionzeitung der Amateure. Vier intensive, arbeitsreiche Jahre, in denen wir aufgrund unserer mitunter schon recht vereinskritischen Ansichten, die wir auch im Heft zum Besten gaben, nicht immer mit Samthandschuhen angefasst wurden. An dieser Stelle auch einen Dank an den Ernst, der uns zwar liebevoll als „Fundamentalisten“ bezeichnete, aber als Verantwortlicher für den Ama-Lion doch die schützende Hand über uns hielt und uns gewähren ließ.

Es folgte mein Umzug nach Heidelberg, später an den Bodensee und die nicht nur körperlich zunehmende Entfernung vom TSV 1860. Die Profis in der Arena völlig uninteressant, die Amateure meist nur noch auswärts – die Löwen waren eine Zeit lang für mich nur noch Erinnerungen und ganz besonders die Leute, die ich über die Jahre hinweg kennen- und schätzen gelernt habe.

Ein jordanischer Investor setzte der Entfremdung die Krone auf. Ein Investor wohlgemerkt, der gar nicht investierte, sondern nur Darlehen vergab und den völlig überschuldeten Komapatienten TSV 1860 künstlich am Leben erhielt. Ja, die Beteiligung an der Arena hatte den Löwen das Genick gebrochen… Es ist ja nicht so, dass wir nicht damals schon auf die Gefahren hingewiesen hätten. Ja, wir wussten es besser, aber wir wurden vom Großgastronom ausgebremst, diffamiert und als „Vereinsschädlinge“ beleidigt. Heute wie damals wissen wir: wir lagen richtig!

Im Internet entstand das virtuelle „Projekt Abstieg“ in der Hoffnung, man könne vielleicht doch eines Tages wieder nach Giesing zurückkehren, aber ich geb zu: als Kai Bülow zum 2:1 gegen Kiel traf, habe ich mir die Seele aus dem Leib gebrüllt, mir das Trikot vom Leib gerissen und meine Freude aus dem Fenster geschrien, dass es vermutlich ganz Friedrichshafen gehört hat. Mit dem Gedanken gespielt, mir das Match in der Arena anzusehen, habe ich übrigens nicht eine Sekunde. Man kann mir viel vorwerfen, aber mangelnde Konsequenz nicht.

In der Saison 2016/17 war es dann so weit: der Investor hatte freie Hand, gab weitere Darlehen und die KGaA warf Geld zum Fenster raus. Statt des erhofften Aufstiegs stand am Ende der Relegationsplatz und nach zwei beschämenden Leistungen gegen Jahn Regensburg war der sportliche Abstieg in die 3.Liga besiegelt. Tage später der nächste Hammer: „4“! Diese eine Ziffer aus einer SMS des Investors an die SZ machte einmal mehr deutlich, worum es dem Jordanier geht: Macht. Er ließ die Löwen direkt in die Regionalliga Bayern abrutschen – im Irrglaube, dass dort die 50+1-Regel nicht gelte. Doch da hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn einen Tag vorher beschloss der BFV, dass 50+1 auch auf dieser Ebene gelte und stellte der völlig überschuldeten KGaA in Aussicht, an der Regionalliga Bayern teilnehmen zu dürfen. Die Löwen würden also das erste Mal in ihrer Historie viertklassig sein.

Der Rest ist bekannt: unter dem neuen Präsident Robert Reisinger wurde Herr Fauser zum neuen GF ernannt und dieser erwirkte, auch auf Wunsch des e.V., die Auflösung der Arena-Verträge und die Rückkehr nach Giesing.

Wir spielen also wieder daheim. Da, wo wir hingehören. Endlich. Und die letzten zwei Jahre haben für alles entschädigt, was wir im Exil ertragen mussten. Endlich werden wieder Fußballfeste gefeiert – egal, wie das Spiel ausgeht. Alleine das erste Spiel nach dem Abstieg in Memmingen war eine Offenbarung – so viele Gesichter von früher, so viel Herzblut.

Auch wenn ich pro Saison nur ein paar Spiele sehen kann (Distanz, Familie), so sind diese Ausflüge nach Giesing Feiertage und sorgen bei mir tagelang für ein Hoch, für etwas, von dem ich zehren kann.

anteater
Leser

Tolle Geschichte, Kranzberg!

Mit dem Macher des SDL war ich seinerzeit auch befreundet, über meinen Wegzug aus Bayern hinaus. Leider verlor man sich über die Jahre trotzdem aus den Augen und bei Facebook finde ich ihn nicht.
Kannst Du mir da vielleicht helfen? Ich kann ja über PN mal beweisen, dass ich ihn wirklich kannte. Hatte auch ein gutes Verhältnis zu seiner Mutter, sehr nette Frau.

Unvergessen das Gesellschaftsspiel „Heinzi ärger dich nicht“ im SDL.

Kranzberg
Leser

Von welchem der SDL-Jungs sprichst Du? Habe da eigentlich zu allen noch Kontakt.

anteater
Leser

Hab Dir eine PN geschickt zum Schutze der persönlichen Daten.

Loewen1860
Leser

Ja da nehme ich mir doch auch mal a bisserl Zeit für MEINE Geschichte….

Ich war als Kind nie Fußballbegeistert, hatte nicht mal einen Ball zu Hause, obwohl unser Fußballplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zu mir lag. Folglich wurde ich natürlich auch nicht mit diversen Fußballclubs versaut. Erst mit ca 13 haben mich Freunde überredet, vielleicht doch mal mit dem Kicken zu beginnen. So wuchs auch mein Interesse für Fußball. Um mich herum waren oder sind auch heute fast nur Rote oder Clubberer. Zu beiden Clubs fand ich aber irgendwie keine Bindung. Lediglich das Lästern über beide Fangruppierungen, das lernte ich recht schnell…

So mit etwa 15 Jahren nahmen mich bekannte mit nach Ingolstadt ins legendäre MTV-Stadion. Mein 2. Spiel, was ich live im Stadion sehen durfte. Mein 1. Spiel war im Oly – Bayern gegen FC Homburg – alles drumherum war interessant für mich, nur nicht das Spiel in diesem Stadion. Ich glaub dieses Spiel entschied, dass ich definitiv NICHT Roter werde.

Das 2. Spiel jedoch hat mich geflasht! Ich war im Gästeblock. 60 gewann auswärts beim MTV. Die Fans waren der Hammer. Sie flippten aus, wie wenn sie gerade Meister wurden, dabei wars auch dieses Jahr wieder nix mit Aufstieg von der Bayernliga in die 2. BuLi. Das war der große Unterschied zwischen Rot u Blau. Ich glaub die Bayern gewannen das Spiel damals mit 6-1, und die Fans dankten dies relativ emotionslos. Typisch rot eben😏

Lange dauerte es nicht, und ich durfte dann auch immer wieder ins 60er Stadion nach München mit. Und das war u ist halt ein anderes Stadion, als das Oly oder später die AA. Egal wie viel Leute im 60er waren, die Stimmung war meist klasse. Ich kriegte damals, wie auch heute noch eine Gänsehaut, wenn die Mannschaften im Grünwalder einmarschieren – das haben weder Olympiastadion noch Allianzarena geschafft.

Eine Dauerkarte hatte ich erst, als wir das 3. Jahr in der 1. Liga spielten – eigentlich ein Fehler, denn im Oly war die Stimmung meist nicht die beste. Allerdings hatte ich die Jahre zuvor berufsbedingt freien Eintritt- allerdings wurde mir immer Jubelverbot auferlegt! Auch nicht so schön.

Nach 4 oder 5 Jahren DK hat es mir gereicht. Die Stimmung wurde nach unserer CL-Quali immer schlechter u der Zuschauerschnitt sank, das 60er hätte mM auch für 1 Buli gereicht. Ich hab mir dann nur noch die wichtigsten Spiele live gegeben, aber nicht mehr von der Kurve aus, sondern eine Weile nur noch Sitzplatz. Als damals gegen ich glaube Freiburg der große Auftritt des „Wichsers“ kam, u jedes Spiel immer „wir wolln den Wichser sehn“ gerufen wurde, bis dieser sich dann auch zeigte, hats mir einfach gereicht.

In der AA war ich max bei 5 Spielen im Jahr. Das Stadion inkl Stimmung gefiel mir nie besonders. Die wenigen schönen Spiele waren DFB-Pokal gegen BVB und Relegationsspiel gegen Kiel. Erleichtert für mich – auch wenn ich im Stadion geweint habe und mein damals 9jähriger Bub mich tröstete – war die Niederlage gegen Jahn Rgbg.

Die wahre Liebe zu 1860 fand ich erst wieder in der Regionalliga. Die Stimmung der nur 12.500 Zuschauer war immer Topp. Ein Highlight war nicht nur der Aufstieg, sondern eigentlich jedes Spiel, das ich ansehen durfte. In den letzten 2 Saisonen war ich in mehr Spielen, wie in den Jahren zuvor 2. Liga. Auch meiner Kinder sei Dank.

Ich freu mich schon wieder wahnsinnig, Wenn’s los geht, auch wenn ich befürchte, dass es noch schwerer wird, wie heuer, die Klasse zu halten. Aber ich sags mal so, egal in welcher Liga, 60 darf es nur in Giasing geben u hoffentlich bald ohne H.

Was mich übrigens sehr freute, dass ich euch, das Löwenmagazin kennenlernen durfte. Ihr seid alle schwer in Ordnung. Macht alle weiter so!!! Die Würzburgfahrt war trotz Niederlage der Hammer, auch wenn an der Versorgung noch etwas gearbeitet werden muss…. Aber da kann ma ja in der Holledau no a paar Kisten einladen 😁. Do gibts zwar koa Giasinga, aber a a guads Bier! Bin gespannt, wohin ich nächste Saison mit euch mitfahre.

So des war jetz mei 60ergschicht. In diesem Sinne ELIL

anteater
Leser

Schon krass, wie viele hier, auch Du, gerade durch den Doppelabstieg mehr Liebe für Sechzig verspüren. Wahrscheinlich sind wir vom Wesenskern her die Antithese des Erfolgsfans.

jürgen (jr1860)
Leser

Weil für mich (und wenn ich das alles so les, für viele) 60 wieder das ist, was es mal war 🤩

Bodenständig, familär und ein lustiger Haufen

DaFranz
Leser

Ach Du, mein geliebter Sauhaufen!! 60 ist ein Gefühl, dass ich immer noch spüre, auch wenn der Verein sich, seit ich ihn verfolge, regelmäßig wie ein Blinder auf der Autobahn verhält. Und das kann mir kein Grabenkampf, kein Hetzer und kein Pseudo-Investor jemals kaputt machen.

Manne60
Leser

Wenn der Virus 1860 Dich erfasst kannst Du nicht mehr von ihm los lassen. Wie oft habe ich es in den letzten 25 Jahren seitdem ich ne Dauerkarte habe mir die Frage gestellt warum tust Du Dir das eigentlich noch an? (AA sehr oft) Konnte aber trotzdem nicht los lassen und in den letzten beiden Jahren sehr schnell wieder gelernt warum ich nicht los lassen konnte,.

Weil Sechzig trotz aller Querelen, Investor, Blogger usw. usw. einfach der geilste Club der Welt ist.

ELIL

blau91
Redakteur

Hui, soviele Tränen. Bin ich hier im Mädchen-Chat lol
Spaß.
Tolle Beiträge mit Gänsehaut-Faktor. Da sprechen mir viele aus der Seele. Der Totalabstieg hat auch mich zu Sechzig zurück gebracht. So nah, wie ich es zuvor nie war.
In dem Bericht steht hier ja nichts Neues, und gerade deshalb verwundern mich Meinungen anderer Fans, die ganau das vergessen zu haben scheinen. Hoffentlich lesen viele diesen tollen Bericht, wachen ein Stück weit auf und erkennen die Leistung des amtierenden Präsidiums.

Wir waren doch mausetot. Was die beiden letzten Jahre nach dem Totalabsturz passiert ist, einfach nur Wahnsinn. Ich behaupte mal, jeder ander Club wäre nicht mehr aufgestanden. Und ich rede nicht von neuen Geldgebern, neuen Spielern. Ich rede von den Fans. Wir sind mehr als je zuvor. Ohne diese Fans gäbe es kein Sechzig mehr.

anteater
Leser

Wenn Du frech wirst, dann weinst Du gleich, vor Schmerzen! wink

jürgen (jr1860)
Leser

Jaaaa
Hab nach fast 15 Jahren meine Kutte rausgesucht, abgestaubt und trage sie wieder mit Stolz 🦁😁🦁😍

Sportfan
Gast
Sportfan

Glückwunsch das sie noch passt wink

Manne60
Leser

Meine ist auch wieder immer am Start. In der AA war das nicht so, nur wenn ich mal Bock drauf hatte aus alter Gewohnheit sie mal wieder rauszuziehen.

Tami Tes
Redakteur

Wenn ihr Eure Geschichten hier auspackt, dann mache ich das mal mit meiner auch… Ich bin Kroatin und dort auch aufgewachsen. Meine Familie war schon immer Fußballbegeistert, meine Mutter liebte Beckenbauer und Rummenigge, mein Bruder war/ist FCB-Fan. Als ich 1994 nach Deutschland kam, kannte ich kein 1860. Eigentlich niemand in Kroatien… Also weg von Dinamo Zagreb, dann halt eben kein Fußball, denn Bayern war mir einfach schon immer unsympathisch und keine Alternative.
Ich arbeitete als Studentin in einem Krankenhaus in der Cafeteria und als eines Tages ein Kollege wie verrückt durch das Krankenhaus lief und schrie „wir haben es geschafft, wir haben es geschafft“, wollte ich genau wissen, was. Und dann erzählte er mit von 1860, von dem Aufstieg und all den Jahren davor, all dem Leid und Kummer. Und er erzählte es mit so viel Liebe und Leidenschaft, dass ich mich sofort verliebt habe – nein, nicht in ihn – in 1860.
Und ab da verfolgte ich die Löwen, las alles, ging auch ab und an ins Oly.

Nachdem ich dann meinen Mann heiratete (zufällig auch ein Löwe) und die Löwen in die AA zogen, kaufte ich uns Dauerkarten und wir waren jedes Spiel draußen. 2009 war dann mein Mann weg und die Löwen blieben – und ich auch. Südkurve, Block 113. Ich wurde Moderatorin im Forum „Hungrige Löwen“ in XING und kam immer tiefer in die Materie rein, lernte auch immer mehr Löwen kennen und Leute aus dem TSV 1860 Umfeld. Auch Peter Cassalette hat da noch vor seinem Amt lange mitdiskutiert. 2011 kam Hasan Ismaik und das Streiten ging los… Was waren das für Diskussionen im Forum. Auch einige unserer Leser hier, werden es noch wissen. Zwei Parteien haben sich gebildet – diejenigen, die von Anfang an sagten „Finger weg von Ismaik, lieber Insolvenz, das wird nicht gut gehen“ und solche, wie ich war „Gott sei Dank, wir sind gerettet, gibt dem Mann ein Chance“.

Und die Chance haben wir ihm gegeben. Immer und immer wieder. Und wie die Jahre vergingen und immer mehr diskutiert wurde und immer weniger Fußball wichtig war, sondern nur noch die politischen Spielchen – und dadurch der Fußball auch immer schlechter wurde, desto schwieriger war es diese Leidenschaft zum TSV noch aufrecht zu halten. Der Frust war immer größer und man fing an, nicht mehr sein Leben nach 1860 zu planen. Man nahm wieder andere Einladungen an und hatte auch mal keine Lust mehr auf die Löwen und das leere kalte Stadion.

Dann kam der Zwangsabstieg und der Kampfgeist erwachte wieder. Jetzt erst recht. Und auch wenn ich sie nicht mehr unbedingt wieder erleben muss, die Regionalliga war die beste Zeit seit vielen vielen Jahren. Sie hat den Fußball wieder zurückgebracht und den Löwen. Die Heimat und den Stolz. Ich bin wahrlich kein Ruinenanbeter (da ich früher nicht dabei war), aber das GWS ist einer der Gründe, warum Sechzig nicht untergegangen ist – weil sich die Löwen wieder identifizieren konnten. Das war seit Jahren verloren gegangen. Wenn man jetzt ins GWS reinläuft, ist es immer Gänsehaut – das gab es in der AA nicht.

Doch leider entwickelt sich alles wieder in die falsche Richtung. Die Lager sind tiefer denn je und wir müssen alle aufpassen, dass es nicht wieder so wird, wie vor Jahren. Denn es geht wieder nur um die Politik! Statt um das was wichtig ist – TSV 1860 und Fußball.

anteater
Leser

Und wie ist es bei Dir so mit den Tränen?

Tami Tes
Redakteur

anteater Pfff … Du hast mich ja am letztes Spieltag gesehen. Ich hab schon öfters wegen 1860 geheult. Interessanterweise aber nicht beim Abstieg gegen Regensburg. Hmmm

anteater
Leser

Na, dann hoffentlich beim Aufstieg.

Tami Tes
Redakteur

Ja. War letzten Sommer auch tränenreich.

baumi
Leser

Danke Arik für die Zusammenfassung unserer kurzfristigen Historie.
Die Vertreter des Vereins die geblieben sind und neu dazu gekommen sind haben unseren Arsch gerettet. (Wobei ein Insolvenz zum damaligen Zeitpunkt sexy gewesen wäre)
Wer etwas anderes erzählt wird vom ‚Investor‘ bezahlt oder von einem Blog einer Gehirnwäsche unterzogen. Leider habe ich in den letzten 2 Jahren einige (in erschreckender Menge viele) ‚Fans‘ getroffen die anders denken. Ursache und Wirkung werden als physikalisches Phänomen abgetan. Hauptargument: ‚Des macht ma ned‘ weil wer Geld gibt dem liegt man zu Füssen. Das Hassan niemals Geld gegeben hat (als Sponsor) sondern Kredite prallt als Argument ab. Das Argument ‚Merchandising‘ wird ebenso abgetan. Das alle teuren Mitarbeiter Hassans anderweitiger Unternehmen dort gehaltstechnisch geparkt werden um den Gewinn unter der Abgabenschwelle bei der KGaA zu halten prallt als Argument wie der Flummy ab.
Wie geht nochmal der Spruch eines verhinderten Künstlers aus Braunau?

Das Volk ist dumm.

ELIL

anteater
Leser

Ich bin durch einen Klassenkameraden in den 1980ern zu Sechzig gekommen, also in der Bayernliga, und hatte dann schnell auch eine Dauerkarte. Was da politisch im Verein ablief, das habe ich nie mitbekommen, hat mich auch nie interessiert. Es war einfach immer ein Erlebnis unter den etwas wilderen Leuten (wilder als meine biedere Familie) unter der Anzeigetafel zu stehen. Irgendwann habe ich dann Bayern verlassen und Sechzig aus der Ferne und nur am Rande verfolgt. Umzug ins Oly habe ich nicht mehr mitgemacht, weil ich es ja als Stadion der Roten kannte. Von der AA brauchen wir gar nicht reden.

Natürlich bin ich über die Jahre immer wieder nach Hause gefahren um Freunde und Familie zu treffen, klar, und weil es halt doch die Heimat ist. Mal in die AA zu Sechzig zu gehen, das hat mich nicht wirklich gereizt. Als ich vor einigen Jahren meiner Freundin mal das Grünwalder Stadion zeigte, weil sie die ganzen Touristenattraktionen schon kannte, da bekam ich dann schon feuchte Augen und weiß bis heute nicht warum (und werde jetzt auch keine Therapie machen, um das herauszufinden). Gut, sie hat es nicht gemerkt.

Als Ismaik einstieg, da dachte ich „schaun ma mal, was des werd“. Es gab ja im internationalen Fußball einige Beispiele, wo so etwas dank bodenloser Taschen von Investoren super gelaufen ist, also war ich da nicht von Anfang an dagegen, war ja eh zu weit weg. Gefreut hätte es mich halt schon, wenn Sechzig ganz oben mitspielen kann und besser als Insolvenz klang es zu dem Zeitpunkt schon. Wenn ein Verein Erfolg haben sollte, dann doch bitte Sechzig.

Und dann kamen die Abstiegsspiele gegen Regensburg, wir waren gerade bei meinen Eltern im Bayerwald (Ferienhaus), also ganz in der Nähe. Tickets bekommen? Versucht, zwecklos. Und überhaupt, wie gesagt, war ich ja zu weit weg, zu lange draussen und andere somit viel besser geeignet, da die nötige Stimmung zu verbreiten. Allerdings war ich dann schon wieder näher dran, als die Jahre zuvor, so rein emotional. Irgendwo, Sport 1 oder so, wurde ein paar Tage später von der Geschäftsstelle berichtet, als die legendäre „4“ verkündet wurde und plötzlich kullerten mir völlig unvermittelt die Tränen übers Gesicht (nein, ich weiß auch an der Stelle nicht, wo das herkam) und dann war klar, dass ich offensichtlich aus irgendwelchen Gründen mich extrem stark emotional zu Sechzig hingezogen fühle.

Mitglied wurde ich dann auch recht schnell, erstmals in meinem Leben, denn durch intensive Beschäftigung mit der Thematik wurde mir schnell klar, dass der e.V. und der Kurs des aktuellen Präsidiums gestärkt werden muss, auch wenn ich nur einer (mehr) bin. Und schnell ging ich auch wieder ins Stadion, ob meines entfernten Wohnorts eher unregelmäßig, aber der Urlaub wurde dann bald auch so gelegt, dass zwei Heimspiele und ein Auswärtsspiel mit fünf Tagen Urlaub einfach gemacht werden konnten und so Geschichten halt. Und was der Jürgen schreibt, das kenne ich. Im Stadion ist halt Emotion pur, ungefilter.
Legendär ist der Spruch meiner Freundin, als ich sie das erste Mal mitgenommen habe. Sie war davor noch nie in einem Fußballstadion, sympathisiert mit dem BVB, warum auch immer, also musste der erste Stadionbesuch ihres Lebens natürlich im GWS sein, befand ich. Haupttribüne, damit es für mich auch mal was neues ist. Als wir vom Wettersteinplatz Richtung Stadion gegangen sind und ich schon wieder nix gegen die Tränen machen konnte, kam es dann: „Du hast ja doch Gefühle“. Tja, so sieht es aus.

Das mit dem ins Stadion gehen, das wurde jetzt natürlich immer mehr und ein langstrecken- und wintertauglicheres Fahrzeug angeschafft. Auch dank Löwenmagazin habe ich eine Menge Anlaufpunkte und Leute, bei denen ich stehen kann und unter denen ich mich wohl fühle. Und mein Chefchefchef hat die klare Ansage bekommen, dass wir eine berufliche Perspektive für mich innerhalb des Konzerns näher an der Heimat finden müssen, und zwar bald. Die Fahrerei ist schon hart auf Dauer. Tja, so habe ich die Zeit seit dem Doppelabstieg erlebt und den Weg dahin. Hat mein Leben ganz schön verändert, fühlt sich gut an, trotz des ganzen Chaos. Inzwischen kann ich auch reinen Gewissens für die wichtigsten Spiele Tickets ordern, weil, ich zitiere da am Besten die Worte meines Schwagers an meinen Neffen vor einem Spiel: „Red jetzt mit Deinem Onkel, weil heut Abend ist er wieder heiser und kann nimmer reden.“.

Fazit: So viel Sechzger, wie ich es heute bin, war ich vor dem Doppelabstieg noch nie. Danke, Hasan!

jürgen (jr1860)
Leser

Das nächste mal ein Bier an der Litfasssäule am Grünspitz 😎🍻?
Hab Gänsehaut

anteater
Leser

Ja, dachte ich mir auch schon öfter mal. Häng eh meistens am Stand von den Freunden des Sechzgerstadions rum.

Baum
Leser

Ja Giesinger Bräu oder Grünspitz. Wär schon mal a Sache sich da auf ein Bier zu treffen. Wär ich dabei. smile
Oder auf der Mitgliederversammlung. Ich gehe davon aus ihr seid da ebenfalls anzutreffen?

jürgen (jr1860)
Leser

Giasinger sind wir meist beim public viewing bei Auswärtsspielen

jürgen (jr1860)
Leser

Ich ca. 5m weiter

anteater
Leser

Nächstes Ligaheimspiel, wenn nichts dazwischen kommt. Baum kennt die Litfasssäule sicher auch…

LNHRT
Leser

Da würd ich auch gern auf a Halbe vorbei schaun wink

Baum
Leser

Ja logisch.

Baum
Leser

Super Beitrag, inkl. Gänsehaut beim lesen!
Seit dem Auszug aus der Arena ist Sechzig wiedergeboren und macht wieder richtig Spass und Freude. Jetzt noch den 30.06. gut hinter sich bringen, der Rest wird schon.

anteater
Leser

Das sehe ich auch so. Weiß nicht, ob ich heute Mitglied wäre, hätte es nicht die Heimkehr nach Giesing gegeben.

jürgen (jr1860)
Leser

Mitglied bin ich damals zum Bundesligaaufstieg geworden. Nach dem Abstieg und dem Umzug in die AA hat die Lust an 60 sehr nachgelassen, habe da dann auch auf meine Dauerkarte verzichtet. Mag auch an den Kindern gelegen haben, aber das war nicht mehr mein 1860. Ca. 2012 habe ich auch meine Mitgliedschaft gekündigt und das wilde treiben im Verein nur noch in den Medien verfolgt…

Mit dem schwarzen Freitag hat sich dann schlagartig alles verändert. Im GWS, dahoam in Giasing ist MEIN 1860 wieder auferstanden. Hatte auf einmal das Gefühl, dass sich wesentlich was geändert hat. Die Spieler aus der Region und zum Anfassen. Die Gespräche am Grünspitz bei der bank wie früher, das Drumherum ums Stadion. Die Tränen die mir im Stadion (und nur im Stadion!) Vor lauter Rührung kommen, alles sehr emotional 😁
Bin wieder Mitglied und habe wieder ne Dauerkarte, jetzt zwar in der Stehhalle und nicht mehr im Westen, aber da wandelt mein Bua auf meinen Spuren. Man wird ja nicht jünger…

Denke der Verein ist auf dem richtigen, bodenständigen Weg. Es muss nicht Bundesliga sein (aber auch nimmer Buchbach), in Liga 3 und 2 sind auch viele attraktive Vereine..
Hoffe nur, dass der Knoten endlich platzt und wir uns auch endlich für die nächste Saison verstärken…

anteater
Leser

Das mit den Tränen, das habe ich auch und zwar sobald das Grünwalder in Sichtweite ist, egal ob an Spieltagen oder sonst wann. Seltsam, da ich sonst als sehr rational und kopflastig bezeichnet werde.

jürgen (jr1860)
Leser

Bin auch eher emotionsloser IT-ler 😎
Aber im Stadion überkommt es mich einfach

Baum
Leser

Prost Kollege! beer

Thrueblue
Gast

Schöner Beitrag!
Den Fokus auf die Erfolge, Errungenschaft und kleinen Fortschritte gerichtet. Wer will sowas lesen? ICH!!
Denn es lässt sich auch immer wieder beobachten:
Hass macht hässlich….

Gut das wir hier alle sehr viel Freude am TSV haben!

Reinhard Friedl
Leser

Für mich war es der Zeitpunkt, als ich sah, dass das neue Präsidium einen Weg eingeschlagen hat, der in meinen Augen der absolut richtige ist, auch Mitglied im e.V. zu werden. Seit 1965 Fan, nach einem halben Jahr Reisinger Mitglied geworden und bisher nicht bereut.

United Sixties
Gast
United Sixties

Die Regionalliga war als Löwenfan insbesondere auswärts mehr frustrierend
( Niederlagen in Buchbach, Burghausen zweimal gegen die Seitenstraße oder Unentschieden in Rosenheim) …aber die wahren Heimspiele -nach zwölf Jahren Frust am Müllberg- allesamt Feste auf Giesings Höhen. Endlich trifft man wieder viele Freunde und Bekannte auch zufällig in all den Kneipen und vergibt dem Team so manches lasche Gekicke. Die nötigen Punkte wurden auch hier erkämpft.
Die beiden Spiele 2018 gegen Saarbrücken unvergesslich wie auch die Derbys gegen Hachingen. Es wächst etwas zusammen, wenn auch ein unangenehm spaltender Blogger mit seinen Hetzereien gegen Präsidium und Verwaltungsrat oft schlechte Laune hineinkeilen möchte. Wahre Löwen und Sechzger stehe doch mehrheitlich zusammen , werden Mitglied und kämpfen auch für den weiteren Aus und Umbau am Grünwalder, damit man zukunftsfähig bleibt. http://www.sechzig-im-sechzger.de halte ich in diesen Wochen der Veröffentlichung zur Machbarkeitsstudie GWS existenziell. Hierfür auch Danke an alle Mitwirkenden und an das Löwenmagazin-Team…
meinen Brüdern und Schwestern im Geiste!
Euer Innstadt-Löwe Ritsch Ostermeier