Der 16. Spieltag der 3. Liga ist ausgespielt und die Punkte verteilt. Zwei Trainer hatten ihr Debüt und beide konnten punkten. Während Marco Antwerp ein glückliches Händchen bewies und die Braunschweiger Löwen dreifache Punkte holten, hatte der neuen Trainer der Münchner Löwen Michael Köllner im Derby gegen die Bayern seine Feuertaufe, in der Dennis Dressel seinen ersten Treffer in der 3. Liga landete.

Carl Zeiss Jena traf das Tor nicht, Halle effektiv zum Sieg

Im Duell zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem Halleschen FC hat es einen klaren Sieger gegeben. Auf einen Nenner gebracht: Die Gäste machten im Ernst-Abbe-Sportfeld aus wenig viel und gewannen 3:0. Die Gastgeber gaben nie auf, scheiterten aber an effektiven Hallensern. Die ersten Minuten gingen klar an die Hallenser, die sofort das Zepter in die Hand nahmen und zielstrebig Richtung Jenaer Tor steuerten. In der zehnten Minute brachte Bentley Baxter Bahn die Kugel in den Strafraum, Pascal Sohm stand bereit und köpfte wuchtig zum 1:0 ein. Nach dem Rückstand legten die Jenaer ihre Passivität ab und es ging richtig zur Sache. Nach der Pause kämpften die Zeiss-Kicker unbeirrt weiter und drängten auf das 1:1. Sie schossen aus allen Lagen, doch an der Zielgenauigkeit haperte es weiterhin. Halle verwaltete geschickt den Vorsprung und setzte dann die entscheidenden Nadelstiche. Zunächst traf Björn Jopek nach Mast-Zuspiel zum 2:0 (70.). Halles Terrence Boyd war nur wenige Minuten auf dem Feld und besiegelte mit dem 3:0 (90.) endgültig die FCC-Niederlage.

Magdeburg verpasst Unterhaching eine bittere Niederlage

Die SpVgg Unterhaching kassierte beim 1. FC Magdeburg eine klare 0:3-Niederlage. Die Gastgeber waren vom Start weg voll da, liefen hoch und intensiv an und belohnten sich nach einem Ballverlust der Hachinger im Spielaufbau in der 4. Minute durch den 1:0-Führungstreffer von Rico Preißinger. Die Gäste fanden im Anschluss besser in die Partie und hatten bereits in der sechsten Spielminute durch Stephan Hain eine gute Tormöglichkeit, die der Angreifer vergab. Das Spielgeschehen gestaltete sich eine zeitlang ausgeglichen, bis Magdeburg wieder die Oberhand gewann. Tobias Müller nutzte nach einer Ecke seine Chance und stellte für den FCM auf 2:0. Haching fehlte es in der Defensive, sowie an der Durchsetzungskraft. Zum Auftakt der zweiten Halbzeit gab es den nächsten Dämpfer. Tarek Chahed (47.) erhöhte zur 3:0-Führung. Im Verlauf war Magdeburg dem 4:0 näher als die Hachinger dem 1:3.

Gelungenes Debüt des neuen Braunschweig-Trainers Marco Antwerp

Braunschweig schaffte binnen 64 Sekunden das Spiel zu drehen und einen Sieg gegen den Chemnitzer FC herauszuholen. Die anfängliche Überlegenheit der Löwen kippte mit zunehmender Spieldauer zugunsten der Gäste. Die Eintracht vergab in der 22. Minute ihre größte Chance der ersten Hälfte kläglich. Da segelte ein Freistoß von Martin Kobylanski über alle Köpfe hinweg und landete überraschend bei Robin Ziegele, der aus vier Metern an Jakubov scheiterte. Auf der Gegenseite machte es Philipp Hosiner kurz darauf besser. Der Stürmer stand frei und nickte unbehelligt aus kürzester Distanz ein. Das 0:1 verunsicherte die ohnehin vor allem in der Abwehr wackeligen Braunschweiger. Chemnitz war klar überlegen und kontrollierte das Geschehen. Braunschweiger Löwen hatten es ihrem Schlussmann Jasmin Fejzic zu verdanken, dass der Rückstand zur Pause nur ein Tor betrug. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Leistung der Hausherren, die über weite Strecken lethargisch wirkten und schnell den Ball verloren, auf einem äußerst überschaubaren Niveau. Bis Mike Feigenspan zuschlug, bei dessen Einwechslung Antwerpen ein glückliches Händchen bewies. Erst rauschte ein als Flanke gedachter Ball des Jokers an Freund und Feind vorbei ins Tor (75.). Dann staubte er Sekunden später per Kopf zur Führung ab (76.)

KFC Uerdingen gewinnt in Würzburg

KFC Uerdingen hat das Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers mit 2:1 gewonnen. Viele Angriffe lancierten die Kickers über die linke Uerdinger Seite, auf der Großkreutz viel zu tun hatte. Der KFC aber machte es besser, benötigte jedoch einen Eckball. Tom Boere stand nach der Hereingabe Evinas am ersten Posten parat – 1:0 (26.). Die erste Chance und gleich ein Treffer. Die Gastgeber attackierten, der KFC setzte auf Konter. Aus dem Spiel heraus zeigten die Krefelder Harmlosigkeit. Würzburg drückte auf den Ausgleich, ließ aber am und im Strafraum die Schärfe vermissen. Auch nach der Pause blieben die Würzburger vermehrt im Ballbesitz. In der gegnerischen Hälfte taten sich die Uerdinger weiterhin schwer. Hinten standen die Gäste jedoch sicher, machten einen stabilen Eindruck. Vorne setzten sie dann schließlich den entscheidenden Stich. Pflücke passte den Ball zum eingewechselten Christian Kinsombi, die Hereingabe landete bei Boere – 2:0 (76.). Der Anschlusstreffer durch Sebastian Schuppan kam zu spät.

Zwickau siegt deutlich gegen Preußen Münster

Gegen Preußen Münster bot der FSV Zwickau eine überzeugende Leistung und gewann mit 4:2. Kaum waren drei Minuten vergangen, da zappelte der Ball bereits in den Maschen des Preußen-Tores. Vorausgegangen war ein Standard, ausgeführt von Fabio Viteritti. Während die FSV-Spieler noch in Jubellaune waren, klingelte es postwendend auf der anderen Seite. Zunächst scheitert Rufat Dadashov an FSV-Torwart Johannes Brinkies, Seref Özcan stand aber goldrichtig und staubte zum 1:1 ab. Danach ging es hin und her. Bis dann Elias Huth in der Nachspielzeit der ersten Hälfte erfolgreich war. Zunächst wurde ein Reinhardt-Schuss geklärt, dann war Huth auf dem Posten und nickte zum 2:1 ein. Die zweite Hälfte begann perfekt für die Gastgeber. Nach einem Gegenstoß kam Morris Schröter in der 49. Minute angerauscht und schoss den Ball in den rechten Winkel. Nach einer Freistoßflanke von Viteritti schnappte sich Elias Huth zwei Minuten später die Kugel und vollendete zum 4:1. Nach einer unübersichtlichen Situation im Zwickauer Strafraum kam Heinz Mörschel noch mit dem Bein ran und traf zum 2:4 (81.) für Münster. Ob Sven Hübscher als Trainer des SC Preußen Münster noch eine Zukunft hat, wird in den nächsten Tagen geklärt.

Meppen schlägt Sonnenhof Großaspach

Die Fußballer aus dem Emsland gewannen am Sonnabend gegen Sonnenhof Großaspach mit 2:1. Großaspach bestimmte im ersten Durchgang das Geschehen auf dem Feld und erspielte sich gute Tormöglichkeiten. Die Führung der Gäste lag in der Luft und wäre verdient gewesen. Doch ein gut vorgetragener Angriff der Meppener und eine Flugeinlage von Undav stellten den Spielverlauf auf den Kopf. Der Stürmer lief auf Gäste-Keeper Maximilian Reule zu, legte sich den Ball am Torwart vorbei und hob ab, ohne dass Reule ihn berührt hatte. Im Flug suchte Undav den Kontakt mit dem Bein des Torhüters, fädelte selbst ein und wurde für diese akrobatische Einlage von Schiedsrichter Florian Lechner mit dem Elfmeterpfiff belohnt. Thilo Leugers war es egal, er traf vom Punkt zur 1:0-Führung (42.). Dass der treffsichere Undav es auch auf ehrliche Weise kann, bewies er in der zweiten Halbzeit. Eine Flanke von Marius Kleinsorge brachte Deniz Undev in der 61. Minute im Kasten von Großaspach unter. Den Gästen gelang zwar noch der Anschluss durch Imbongo Boele (90.+1), doch der kam zu spät.

Torloses Remis zwischen Mannheim und Ingolstadt

Waldhof Mannheim musste sich gegen den FC Ingolstadt mit einem Punkt begnügen. Die Waldhöfer schafften es, die gefährliche Offensive des Zweitliga-Absteigers weitgehend unter Kontrolle zu halten. Gianluca Korte vergab nach sechs Minuten frei vor dem Tor die große Chance zum Führungstreffer des SVW vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel wurde Ingolstadt dominanter und hatte in der 60. Minute mit einem Pfostentreffer von Marcel Gaus die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Die letzte Chance der Begegnung besaßen die Mannheimer durch einen Kopfball von Michael Schultz, den FCI-Keeper Fabijan Buntic jedoch stark abwehrte. Es blieb bei einem 0:0-Unentschieden und einer Punkteteilung.

Kaiserslautern gewinnt das Heimspiel gegen Hansa Rostock

0:2 verlor Hansa Rostock beim 1. FC Kaiserslautern und hängt nach der dritten Niederlage in Folge im Tabellen-Mittelfeld fest. Die Partie auf dem Betzenberg benötigte eine lange Anlaufzeit. Beide Teams agierten äußerst vorsichtig, leisteten sich aber auch viele Ballverluste. In der 24. Minute ließ sich Hansas bis dahin gut stehende Abwehr viel zu einfach ausspielen: Christian Kühlwetter setzte sich auf der halbrechten Seite im Mittelfeld zweimal gegen seine Gegenspieler durch, spielte dann Doppelpass mit Pick und überwand dann Hansa-Keeper Markus Kolke aus kurzer Distanz – 1:0 (25.). Die Rostocker taten sich in der Folgezeit schwer mit eigenen konstruktiven Angriffen. Effektiver zeigten sich die Hausherren. Florian Pick schnappte sich den Ball und drosch aus 20 Metern zentral halbhoch zum 2:0 in die Maschen (43.). Im zweiten Durchgang entwickelten die Gäste etwas mehr Zug zum Tor, doch die besseren Gelegenheiten bot sich weiter den Lauterern, die jedoch keinen weiteren Treffer mehr landen konnten.

Duisburg baut seine mit dem Sieg die Tabellenspitze aus

In einer insgesamt ausgeglichenen ersten Hälfte hatten beide Teams starke Phasen. Viktoria konnte in der 23. Minute durch einen Treffer von Albert Bunjaku in Führung gehen. Viktoria trat spielbestimmend auf, doch die Zebras hatten insgesamt die besseren Chancen. Somit ging der Ausgleich durch Vincent Vermeij in der 42. Minute in Ordnung. Im zweiten Durchgang war Duisburg das deutlich gefährlichere Team und kam zu einigen guten Chancen, die die Hausherren aber ausließen. Erst ein Fehler von Keeper Patzler kurz vor dem Ende besiegelte die Niederlage der Kölner, als der Torhüter einen Freistoß von Lukas Scepanik mit den Fäusten abwehren wollte und die Kugel durchrutschen lässt.

Alle Ergebnisse des 15. Spieltages im Überblick

FC Carl Zeiss JenaHallescher FC0:3
1. FC MagdeburgSpVgg Unterhaching3:0
Eintracht BraunschweigChemnitzer FC2:1
Würzburger KickersFC Uerdingen 051:2
FSV ZwickauPreußen Münster4:2
SV MeppenSonnenhof Großaspach2:1
Waldhof MannheimFC Ingolstadt 040:0
1. FC KaiserslauternHansa Rostock2:0
TSV 1860 MünchenFC Bayern II1:1
MSV DuisburgViktoria Köln2:1

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anteater
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Das ist und bleibt eine spannende Liga. Duisburg hat sich jetzt mit fünf Punkten Vorsprung etwas abgesetzt, dann kommt eine Verfolgergruppe aus vier Teams, der Tabellensechste liegt nur vier Punkte vor dem ersten nicht-Abstiegsplatz 16. Einzig Jena scheint nach wie vor abgeschlagen trotz kleinem Zwischenhoch und sicher auch dank viel Pech.

Wobei, diese Saison sieht ja sogar die Bundesliga nach fast einem Drittel der Saison oben recht offen aus mit zwei tendenziell eher abgeschlagenen Teams im Tabellenkeller.

In Liga 2 zeigt Wehen, dass so ein Aufstieg vielleicht auch ein kurzes Vergnügen sein kann.

Auch die Regionalligen sehen teilweise interessant aus. In Nordost liegt nicht etwa Cottbus oder Lok Leipzig ganz vorne, sondern Altglienicke, im Westen nicht RW Essen, sondern Verl vor Rödinghausen.