Am 15. Spieltag war wieder einiges los in Liga Drei. Die Roten Teufel aus Kaiserslautern haben endlich drei Punkte erspielt und den Abstiegsplatz verlassen. Carl Zeiss Jena hat erneut gepunktet und die Löwen holten unter der Leitung von Oliver Beer den verdienten 1:0-Sieg in Halle

Jena holt in Köln den nächsten Punkt

FC Carl Zeiss Jena bei Viktoria Köln zurückgekommen und hat kurz vor Ultimo noch einen Punkt erzwungen. Jena begann mutig und versuchte, die Gastgeber schnell unter Druck zu setzen. Völlig untätig waren die Gastgeber auch nicht. So boten sich in den ersten 30 Minuten einige Chancen von beiden Seiten. Carl Zeiss war aber das spielbestimmende Team und belohnte sich in der 37. Minute mit der Führung. Nach einem Steilpass von Pagliuca auf Daniele Gabriele behielt der 24-Jährige die Übersicht und traf ins äußerste Eck. Mit dem 1:0 im Rücken ging es für die Jenaer in die Kabine. Jena war auch nach der Pause im Vorwärtsgang, wurde aber nach einer Unaufmerksamkeit in der Hintermannschaft mit dem 1:1 (51.) bestraft. Zunächst konnte der FCC nach einem Eckstoß klären, doch in der zweiten Welle brachte Mike Wunderlich den Ball nach innen und Albert Bunjaku köpfte ein. Danach wurde es zu einer offenen Begegnung. Nach 83 Minuten traf Mike Wunderlich per Freistoß zum 2:1. Doch die Thüringer gaben nicht auf und kamen nach einem Eckball in der 90. Minute zum hochverdienten 2:2. Die Viktoria-Abwehr bekam das Spielgerät nicht weg, schließlich war der eingewechselte Anton Donkor zur Stelle und drückte die Kugel ins Netz. Damit konnten die Jenaer den Rostock-Sieg zwar nicht veredeln, bestätigten aber ihre aufsteigende Form.

Großaspach ohne Chance gegen überlegene Mannheimer

Der SV Waldhof Mannheim hat das Baden-Württemberg-Duell gegen die SG Sonnenhof Großaspach mit 3:0 gewonnen. Der Aufsteiger war haushoch überlegen und gewann das Auswärtsspiel ungefährdet und verdient. Die Aspacher wurden von der ersten Minute an vom Gegner förmlich an die Wand gespielt. Ein erstes Mal zappelte der Ball bereits in der zwölften Minute im SG-Netz, doch wurde dieses Tor wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Zehn Minuten später war es jedoch so weit. Nach einer Ecke war Mannheims Kevin Conrad zur Stelle und hämmerte den Ball volley unter die Latte (22.). Dorian Diring (64.) und Marcel Seegert (73.) erzielten die weiteren zwei Treffer für den SV Waldhof, der in der Schlussphase zudem in Überzahl spielte. Sebastian Bösel sah nach einem Frustfoul die Rote Karte.

Ingolstadt gewinnt im torreichen Spiel gegen Zwickau

Im Audi-Sportpark unterlag Zwickau dem FCI mit 2:4. Zunächst wurde der FSV-Keeper von Maximilian Thalhammer geprüft (4.), dann hätte Stefan Kutschke per Kopf beinahe für die Führung der Schanzer gesorgt (18.). Nach einem Schuss von Kutschke, den Brinkies nur abklatschen ließ, war Dennis Eckert zur Stelle und schob zum 1:0 ein (27.). Zwickau reagierte stark, klatschte erst einen Ball auf die Latte und kam dann durch Ronny König zum 1:1 (31.). Zwickau war noch gar nicht mit dem Jubeln fertig, da zappelte der Ball erneut im eigenen Tornetz. Wieder war es Dennis Eckert (33.). Zwickau versuchte sich zu sammeln, musste aber einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Dieses Mal trug sich Stefan Kutschke in die Torschützenliste ein, nachdem er einen strittigen Strafstoß verwandelt hatte (40.). Für den Schlusspunkt der ersten Halbzeit sorgte Morris Schröter, dem in der Nachspielzeit noch der überraschende Anschlusstreffer zum 2:3 gelang (45.+3). Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber höchst motiviert aus der Kabine. Eine gute Möglichkeit, auf 4:2 zu erhöhen, hatte Marcel Gaus, der Brinkies per Freistoß zu einer Glanztat zwang (53.). Um ein Haar hätten Elias Paul Huth (61.) und Julius Reinhardt (76.) sogar für den Ausgleich gesorgt, doch bei ihren Abschlüssen fehlte es an Genauigkeit. Die wiederum bewies der eingewechselte Maximilian Beister, der in der Schlussphase per Fernschuss für die Entscheidung und den 4:2-Endstand sorgte (85.).

Die Roten Teufel endlich siegreich

KFC Uerdingen hat das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:3 verloren. Die Gäste aus der Pfalz machten in den ersten Minuten nicht den Eindruck eines kriselnden Abstiegskandidaten – sie spielten frech mit und der KFC kam im ersten Durchgang nur zu ein paar Abschlüssen aus der Distanz. Es kam jedoch schlimmer für den KFC: Nach einem Ballverlust lenkte Konrad eine Hereingabe ab, Assani Lukimya konnte sich nicht mehr wegdrehen, fälschte den Ball ins eigene Tor ab. 1:0 für Kaiserslautern. So ging es in die Pause. Die Gäste waren auch im zweiten Durchgang agiler und hatten nach der Halbzeit schon eine Einschussmöglichkeit. Die Pfälzer blieben gefährlich und landeten den zweiten Treffer des Tages. Ecke KFC, Abschlag Grill, Thiele flankte quer auf Christian Kühlwetter. Schon waren die Uerdinger ausgespielt. Torwart Lukas Königshofer ohne Chance – 0:2 (56.). Nur neun Minuten später erlitten die Krefelder den nächsten Schlag. Timmy Thiele war nach einem Konter auf und davon – 0:3. Die Uerdinger Angriffsbemühungen blieben erfolglos. Der FCK stand hinten sicher, als hätte es die turbulenten vergangenen Wochen nicht gegeben. Vorne vergab der FCK noch die eine oder andere Chance. Zu allem Überfluss holte sich Matuschyk in der Schlussphase noch die Gelb-Rote Karte ab.

MSV Duisburg gewinnt mit Effizienz in Rostock

Trotzt einer über weite Strecken guten Leistung verlor Hansa Rostock gegen Tabellenführer MSV Duisburg mit 1:2. Hansa zeigte sich nach dem fast schon peinlichen 1:3 in Jena wie verwandelt. Die Mecklenburger waren konsequent in den Zweikämpfen, defensiv gut organisiert und bei ihren schnellen Angriffen häufig gefährlich. Duisburg konnte sich glücklich schätzen, dass es zur Pause immer noch 0:0 stand. Denn Hansa hatte mehrere gute Möglichkeiten und sorgte für einen arbeitsreichen Tag von MSV-Keeper Leo Weinkauf. Pascal Breier und Nic Omladic binnen weniger Sekunden (19.) sowie Max Reinthaler (28.) hatten die besten Gelegenheiten für Rostock. Von der MSV-Offensive, der besten in der Dritten Liga, war vor dem Wechsel kaum etwas zu sehen, doch das änderte sich im zweiten Durchgang. Der eingewechselte Lukas Scepanik verwandelte eine Flanke von Moritz Stoppelkamp zu Führung für die Gäste (52.). Drei Minuten später kam es zum Ausgleich. Nico Neidhart legte den Ball quer, Nikolas Nartey schob ihn zum 1:1 ins Tor. Das Tempo ließ danach deutlich nach, beide Mannschaften schienen mit dem Remis zufrieden zu sein. Zum Schluss köpfte Vincent Vermeij die effizienten Gäste in der 82. Minute zum Sieg.

Unterhaching teilt sich mit Meppen die Punkte

Die Fußballer des SV Meppen erkämpften sich beim Tabellenzweiten SpVgg Unterhaching ein 0:0-Unentschieden. Lange passierte nicht viel im Hachinger Sportpark, nach einer guten Viertelstunde kamen aber die Gäste zu ersten nennenswerten Offensivaktionen. Valdet Rama vergab nach Zuspiel von Deniz Undav die erste Torchance und schoss weit über das Gehäuse (19.). Kurz darauf glänzte der Albaner aber als Passgeber: Guder scheiterte jedoch an Torwart Nico Mantl (27.). Nur eine Minute später köpfte Undav den Ball an den Pfosten (28.). Defensiv ließen die Emsländer kaum etwas zu, gerade Mal zwei Gelegenheiten der Unterhachinger war im ersten Durchgang zu verzeichnen. Die zweite Halbzeit begann unglücklich für die Neidhart-Elf: Undav, bis dahin einer der auffälligsten Meppener, verletzte sich im ersten Zweikampf und musste ausgewechselt werden (48.). Auch in der Folgezeit attackierte der SVM früh und brachte die Spielvereinigung aus dem Konzept. In der 77. Minute forderte Meppen vehement einen Elfmeter, nachdem Florian Egerer im Strafraum zu Fall gekommen war – Schiedsrichter entschied auf „Ball gespielt“. In der Schlussphase kam Unterhaching noch zu Torchancen, Meppen kämpfte weiter aufopferungsvoll und warf sich in jeden Ball. Es blieb aber beim torlosen Remis.

Bayern II schlägt zu Hause Magdeburg

Trotz einer spielerisch guten Leistung ist der 1. FC Magdeburg beim FC Bayern München II leer ausgegangen. Der Ball lief in der Anfangsphase gut durch die Reihen der kleinen Bayern. Immer wieder tauchten sie vor dem Tor von Morten Behrens auf. Richtig gefährlich wurde es aber erst, als Christopher Richards einen Kopfball knapp links am FCM-Kasten vorbeisetzte (17.). Kurz darauf kam Sarpeet Singh an der Strafraumgrenze an den Ball und traf per Flachschuss zum 1:0 (21.). In der 30. Minute schnürte Singh den Doppelpack. Magdeburg steckte nicht auf und kam ebenfalls zu Möglichkeiten. Mit 2:0 ging es in die Pause. Vom Tempo der ersten Halbzeit war nach dem Seitenwechsel zunächst nichts mehr zu sehen. Beide Teams spielten nun eher vorsichtig und gingen kaum ein Risiko ein. Das behäbige Tempo kam den Bayern, die so ihre Führung sicher verwalten konnten, sehr gelegen. Magdeburg gefiel das allerdings nicht, so versuchten sie nach und nach den Druck zu erhöhen. Spielerisch gelang das kaum, da fasste sich Sören Bertram aus der zweiten Reihe ein Herz und erzielte den Anschlusstreffer (69.). Der FCM hatte Blut geleckt und spielte weiter nach vorn. Vor allem Bertram und Beck waren von der Bayern-Defensive kaum in den Griff zu kriegen. Aber es nützte nichts. Die in der zweiten Halbzeit enttäuschenden Bayern hielten dem Druck stand und brachten das 2:1 über die Zeit.

Nullnummer in Chemnitz

Der Chemnitzer FC hat sich mit 0:0 von den Kickers Würzburg getrennt. Die „Himmelblauen“ nutzten keine ihrer vielen Torchancen. Hinten zeichnete sich CFC-Torwart Jakub Jakubov aus. Er hielt unter anderem mit dem Kopf die Null. Der CFC machte aus seinen ruhenden Bällen zu wenig. Zudem lief sich der lauffreudige Tarsis Bonga an seinen vielen Gegenspielern fest. Nach der Pause war deutlich zu merken, dass sich beide Teams nicht mit dem Remis zufriedengaben. CFC-Spieler Erik Tallig ließ den Ball sogar im Tor zappeln. Da er vorher aber Frank Ronstadt zu Boden gerissen hatte, zählte der Treffer nicht. Die Kickers hatten kurz vor Spielende eine Drangphase. Der CFC-Keeper bekam erst den Lattenknaller von Luca Pfeiffer um die Ohren und köpfte dann den Schuss von Widemann aus Nahdistanz weg (88.). Kurios: Schiedsrichter Robin Braun hatte seine Gelbe Karte auf dem Spielfeld verloren. Als er sie wiederfand, kam sie nach einem Foul von Daniel Bohl zum Einsatz. Der Mittelfeldspieler sah seine fünfte Verwarnung und fehlt somit am 16. Spieltag im Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig.

Münster retten in der Schlussphase einen Punkt

Das Montagsspiel bestritten Preußen Münster und die Braunschweiger Löwen. Von Begin an war es ein umkämpftes Spiel, bei dem beide Teams versuchten, mit Tempo in die Offensive zu kommen. Phasenweise ist es auf beiden Seiten gelungen. Ademi war der auffälligste Mann auf der Seiten der Gäste im ersten Durchgang. Eben jener hatte in der 12. Minute auch die beste Chance des Spiels, als er im Sechzehner durchbracht und sich die Ecke aussuchen konnte, doch stattdessen an Schnitzler scheiterte. Im zweiten Durchgang zogen die Braunschweiger Löwen an und machten Druck. In der 58. Minute zahlte sich dieser aus. Benjamin Kessel schoss per Volley aus 18 Metern und brachte BTSV in Führung. Die Gastgeber liefen immer wieder druckvoll an, doch es fehlte an Kreativität. Dann klappte es doch noch. Als die Braunschweiger Hintermannschaft unsortiert war, nutzte Heinz Mörschel die Gelegenheit zum Ausgleich. Bitter für Braunschweig, die über 90 Minuten offensiv wie defensiv stärker waren.

Alle Ergebnisse des 15. Spieltages im Überblick

Viktoria KölnFC Carl Zeiss Jena2:2
Sonnenhof GroßaspachWaldhof Mannheim0:3
FC Ingolstadt 04FSV Zwickau4:2
Hallescher FCTSV 1860 München0:1
FC Uerdingen 051. FC Kaiserslautern0:3
Hansa RostockMSV Duisburg1:2
SpVgg UnterhachingSV Meppen0:0
FC Bayern II1. FC Magdeburg2:1
Chemnitzer FCWürzburger Kickers0:0
Preußen MünsterEintracht Braunschweig1:1

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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anteater
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Die größte Überraschung waren diesen Spieltag bestimmt wir. Nach all den desaströsen Auftritten in der Fremde. Am Ende wurde es noch ein paar mal brenzlig, aber der Sieg war hoch verdient. So lange wir noch näher am Abstiegsplatz sind als am 3. Platz, sollte der Blick realistischerweise aber weiter nach hinten bzw. unten gehen.

Lautern kann also doch noch gewinnen und das souverän und bei den Geldsäcken der Liga. Tja, wie war das mit „man braucht nur Geld investieren, dann kommt der Erfolg“? Denkste! Denkste falsch!

Jena ist im Powerranking jetzt schon auf Platz 10. https://www.fupa.net/liga/dritte-liga/powerrankings Die werden doch nicht nochmal nach einem Trainerwechsel so ein Wunder vollbringen wie letzte Saison? Diese Saison wird ihnen das 4-0 gegen Sechzig fehlen! Auf jeden Fall aus Sportsmannssicht toll, was die für eine Moral zeigen!

Haching jetzt mit einem Sieg aus fünf Spielen, trotzdem Dritter. Und Meppen macht weiterhin aus wenig viel, respektabel. Sooo das unschlagbare Wunderteam ist Haching nicht!

In Braunschweig dürfte es gewaltig scheppern, wenn sie nicht aufsteigen. Laut Aussage von einigen Fans, mit denen ich mich letztes Jahr unterhalten hatte, haben die eigentlich diese Saison schon kein Geld mehr für große Aufrüstungen, haben aber genau das gemacht. Bleibt spannend.

Und endlich sind wir mal wieder vor den finanziellen Minimalisten aus Zwickau. Das war ja schon peinlich, mit doppeltem, letzte Saison dreifachem Etat nichts auf den Rasen zu bringen.

Es bleibt also spannend, kein Team gibt sich auf. Die so furios in die Saison gestarteten Kölner haben jetzt mit vier Punkten aus den letzten fünf Spielen mit Münster den schlechtesten Lauf. Chemnitz hingegen ist mit Ingolstadt und Haching eines von drei Teams, das in den letzten fünf Spielen nicht verloren hat. Das sah zu Beginn der Saison für den sächsischen Chaosclub auch ganz anders aus. Die Jungmillionäre spielten zuletzt S-N-U-N-S, also verlieren sie ihr nächstes Spiel, holen dann einen Punkt gegen Jena und verlieren dann gegen Duisburg.

Und liga3-online war so überrascht von der Leistung unseres Stefan Lex, dass sie glatt vergessen haben, ihn für das Spieler-der-Woche-Voting zu nominieren. Schwach! https://www.liga3-online.de/jetzt-voten-der-spieler-des-15-spieltages-7/