Der 14. Spieltag der Dritten Liga hatte einige Tore zu bieten und noch viel mehr. Carl Zeiss Jena holte im 14. Versuch den ersten Saisonsieg und verkürzte den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf zehn Punkte. 1. FC Kaiserslautern rutschte noch tiefer in die Krise und auf einen Abstiegsplatz. Halle verspielte die Tabellenführung und der MSV Duisburg übernahm. Die Münchner Löwen feierten einen 4:2-Heimsieg gegen Viktoria Köln. Und der Rest…

Sonnenhof holt in Zwickauer einen knappen Sieg

Der FSV Zwickau hat gegen die SG Sonnenhof Großaspach sein Heimspiel mit 0:1 verloren. Zwickauer gingen beherzt in die Partie rein und drückten die Gäste sofort in ihre eigene Hälfte. Folgerichtig hatte Elias Huth die erste Großchance der Begegnung, scheiterte jedoch am stark reagierenden SG-Keeper Maximilian Reule (11.). Nachdem der FSV-Torhüter Brinkies den Angriff der Gäste vereiteln konnte (18.) waren die Zwickauer am Drücker und erarbeiteten sich einige Chancen, ohne den Abschluß zu schaffen. Und auch die Großaspacher scheiterten zwei Mal am Aluminium. Die ersten Minuten der 2. Halbzeit gehörten den Gästen und nach 57. Spielminuten war es dann so weit. Nach einer Ecke vom Ex-Stuttgarter Panagiotis Vlachodimos stieg Kai Brünker im Zwickauer Strafraum am höchsten und ließ FSV-Keeper Brinkies keine Chance (57.). Zwickau agierte danach oft zu ungenau und konnte selbst keine große Torgefahr ausstrahlen. Die Westsachsen konnten sich am Ende sogar bei Torwart Brinkies dank seiner Wahnsinns-Parade in der 70. Minute bedanken, dass es beim 0:1 blieb. Weitere Bemühungen der Zwickauer scheiterten am SG-Keeper. Reule verhinderte mit zwei großen Taten gegen Denis Jäpel und Christopher Handke den Ausgleich (86./90.). Der FSV blieb vor allem im zweiten Durchgang blass und kassierte nach fünf ungeschlagenen Partien mal wieder eine Niederlage.

Magdeburg schiebt Halle von der Spitze

Der 1. FC Magdeburg hat den Halleschen FC mit knappen Sieg von der Tabellenspitze geholt. Vor der Pause zeigten die Mannschaften ein Kampfspiel mit interessanten Zweikämpfen. Spielerisch war jede Menge Luft nach oben. Halle machte den besseren Eindruck und hätte zweimal in Führung gehen können. Magdeburg hatte lange nur Pseudo-Chancen zu bieten, schlug dann aber gleich nach der ersten Gelegenheit zu: Ausgerechnet Ex-Hallenser Sören Bertram nutzte eine schnelle Kombination über links und netzte aus 18 Metern ein (43.). Nach der Pause ließ Magdeburg kaum noch etwas anbrennen und hätte gar erhöhen können, während sich Halle immer wieder an der Defensive der Gastgeber die Zähne ausbiss. Zweimal wäre der Ausgleich möglich gewesen, doch Julian Guttau schaufelte einen Flanke von Patrick Göbel über den Kasten (70.) und Jopek verzog in der Nachspielzeit nach zwei Kopfballverlängerungen. Aber die Elbestädter wirkten in Halbzeit zwei einfach gefährlicher. Die besten Gelegenheiten vergaben Dominik Ernst (50.) und Christian Beck per Kopf (74.), weshalb es bis zum Ende spannend blieb.

Ingolstadt schlägt Braunschweig in 27 Minuten

Eintracht Braunschweig verlor gegen den FC Ingolstadt mit 0:3 – nach bereits 27 Minuten. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase ohne Höhepunkte drehten die Schanzer auf und trafen mit ihren ersten drei Abschlüssen. Zunächst gelang Marcel Gaus die Führung. Sein Schuss aus der Drehung wurde abgefälscht, der Ball senkte sich unhaltbar über Eintracht-Keeper ins Tor (20.). Nur drei Minuten später ließ sich Braunschweig bei einer Ecke überrumpeln. Nico Antonitsch lief sich frei und köpfte ein. Und damit war nicht Schluss: Wieder dauerte es drei Minuten, ehe der Ball erneut im Kasten lag. Maximilian Thalhammer vollendete mit einem Flachschuss aus 15 Metern zum 3:0 (26.). BTSV-Keeper Fejzic verhinderte gegen Stefan Kutschke wenig später den vierten Gegentreffer (32.). Die Gastgeber brachten während der ersten Hälfte genau einen guten Angriff zustande. Der Frust über die wohl schlechtesten 45 Minuten saß tief bei der Eintracht. Besonders beim Verteidiger Steffen Nkansah, der an der Mittellinie mit beiden Beinen überhart gegen Peter Kurzweg einstieg und zurecht die Rote Karte sah (54.). Weil Ingolstadt den Vorsprung nur noch verwaltete und sich mit dem 3:0 begnügte, blieb es bei der 0:3-Niederlage für die Braunschweiger Löwen.

Chemnitz holt trotz dreimaliger Führung nur ein Unentschieden in Münster

Preußen Münster ist im Kellerduell gegen den Chemnitzer FC nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Nacheiner ruhiger Anfangsphase war es Tobias Müller, der nach Vorarbeit von Tallig und Hosiner zum 0:1 aus Nahdistanz per Kopfball einnetzte (14.). In der 27. Minute klärte Chemnitz-Verteidiger Paul Milde direkt in den Fuß von Münsters Maurice Litka, der aus elf Metern ins linke Eck traf und für den Ausgleich sorgte. Die Münsteraner hatten zunächst Glück, als nach einem Freistoß Milde (40.) erst an der Latte und anschließend Tallig mit dem Nachschuss am Pfosten scheiterte. Eine Minute später war Erik Tallig doch erfolgreich (41.) und schoss CFC erneut in Führung. Münster antwortete wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff mit dem 2:2 durch Fridolin Wagner, der nach einer Flanke von Julian Schauerte ins lange Eck traf. Nach der Pause kamen beide Teams zu weiteren Gelegenheiten, doch im Gegensatz zur ersten Hälfte blieben diese ungenutzt. In den Schlussminuten überschlugen sich die Ereignisse: Zunächst erzielte Chemnitz durch Dejan Bozic (89.) aus spitzem Winkel den vermeintlichen Siegtreffer, doch Münster schlug noch einmal durch Seref Özcan zurück, der den Ball ins lange Eck schlenzte.

Waldhof Mannheim bleibt auch im fünften Spiel in Folge ohne Sieg

Gegen die SpVgg Unterhaching mussten sich die Mannheimer geschlagen geben. Die Gastgeber begannen gut und hatten in den ersten fünf Minuten durch Maurice Deville zwei gute Chancen. Nach und nach erarbeitete sich jedoch die Spielvereinigung ein Übergewicht. So brachte Moritz Heinrich Unterhaching in der 29. Minute nach einem Solo in Führung. Alexander Winkler erhöhte nach 58 Minuten auf 2:0 und Moritz Heinrich machte mit seinem Doppel-Pack den Auswärtssieg sechs Minuten vor dem Ende perfekt. Die Waldhöfer kämpften nach dem 0:2 darum, den Anschlusstreffer zu erzielen, entwickelten in vorderster Linie aber keinerlei Durchschlagskraft. Mit dem Auswärtssieg holte sich Haching die Tabellenspitze zurück.

Kaiserslautern verliert gegen die Kickers und rutscht auf Rang 18

Für den 1. FC Kaiserslautern wird es in Liga Drei immer bitterer. Die Roten Teufel verloren gegen die Würzburger Kickers mit 2:3 und fielen auf den 18. Rang. Nur drei Tage nach dem überraschenden Pokalsieg gegen Zweitligist 1. FC Nürnberg sind die Lauterer schnell wieder in gewohnte Muster zurückgefallen. Albion Vrenezi sorgte nach einem strittigen Foulelfmeter (13.) für den Führungstreffer der Würzburger. Philipp Hercher war per Kopf der zwischenzeitliche Ausgleich für die FCK gelungen (28.) doch das Eigentor von Christoph Hemlein (47.) brachte die Kickers wieder nach Vorne. Luca Pfeiffer sorgte für den dritten Treffer der Gäste (69.). Der Anschluss von Simon Skarlatidis zum 2:3 kam dann zu spät (87.). Die Hausherren schwächten sich jedoch selber. Fast die gesamte zweite Halbzeit mussten die Gastgeber nach einer Gelb-Roten Karte für Christoph Hemlein mit einem Mann weniger auskommen. Der bereits verwarnte Lauterer traf nach einer Grätsche von hinten auch den Ball, wurde von Schiedsrichter Weickenmeier aber dennoch vom Platz gestellt.

Verrückt: Meppen gewinnt nach 1:3 Rückstand mit 5:3 gegen Bayern II

SV Meppen bezwang den FC Bayern München II nach zwischenzeitlichem 1:3-Rückstand noch mit 5:3. Zu Beginn fanden die Gäste besser ins Spiel. Leon Dajaku vergab nach Vorarbeit von Torjäger Kwasi Okyere Wriedt die große Chance zur Münchner Führung. Der 18-Jährige, der am Vortag beim 1:5-Desaster der Bayern-Profis bei Eintracht Frankfurt auf der Bank gesessen hatte, schoss freistehend vorbei (16.). Präziser zielte fünf Minuten später Timo Kern. Per Kopf brachte er Bayern II in Führung. Meppen war kurzzeitig geschockt und wackelte ein wenig in der Abwehr. Dann aber übernahmen sie die Initiative. Nach Kopfball-Ablage von Marcus Piossek beförderte Deniz Undav den Ball per Seitfallzieher zum Ausgleich in die Maschen. Nach dem Seitenwechsel konnten die Emsländer zunächst nicht an ihre mutige Vorstellung aus der ersten Halbzeit anknüpfen. Die Gäste agierten zielstrebiger und gingen durch einen Doppelschlag mit 3:1 in Führung. Zunächst war Chris Richards per Kopf erfolgreich, dann überwand Sarpreet Singh Keeper Harsman mit einem Schuss ins lange Eck. Abermals zeigten die Hausherren Moral. Nachdem der eingewechselte Kleinsorge in der 69. Minute aus kurzer Distanz noch an Früchtl gescheitert war, überwand Hassan Amin den Keeper bald darauf mit einem Rechtsschuss von der Strafraumgrenze. Dann wurde es turbulent. Erst wurde Bayerns Joshua Zirkzee mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen (80.), dann erzielte Hilal El-Helwe mit einem Rechtsschuss den Ausgleich. Damit noch nicht genug des Meppener Wahnsinns: Deniz Undav köpfte die Niedersachsen nach Kleinsorge-Flanke erstmals in Führung und nachdem auch Thilo Leugers mit Gelb-Rot vom Platz musste (90.+2) sorgte Marius Kleinsorge nach einem Konter noch für das 5:3.

Jena siegt zu Hause gegen Rostock

Carl Zeiss Jena kann doch noch gewinnen. Gegen Hansa Rostock holte das Team von Rico Schmitt einen 3:1-Sieg davon. Von Beginn an versuchte das Team von Jens Härtel, die Spielkontrolle zu übernehmen. Nik Omladic und zweimal Korbinian Vollmann setzten die ersten Achtungszeichen, doch Jo Coppens im Jena-Tor war immer zur Stelle. Auch Aaron Opoku vergab seine Chance zur Gäste-Führung. Jena kämpfte zwar, doch spielerisch kam sehr wenig. Bis zur 43. Minute, als Anton Leander Donkor sein Solo über rechts mit dem 1:0 aus Nahdistanz krönte. Nur acht Minuten nach Wiederanpfiff sorgte Rostocks Verteidiger Sven Sonnenberg aus zehn Metern für das 1:1. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Schließlich brachte Ole Käuper die Jenenser mit 2:1 in Führung, als er eine perfekte Eingabe von Raphael Obermair erfolgreich verwerten konnte (61.). Dadurch agierte Jena selbstbewusster. Acht Minuten später sorgte Dominik Bock mit einem sehenswerten Schuss ins lange Eck für das 3:1 nach Vorarbeit von Obermair über die rechte Seite. Hansa Rostock versuchte in der Folge alles, aber auch die Kopfbälle aus Nahdistanz von Maximilian Ahlschwede und John Verhoek fanden nicht den Weg ins Tor. Bis zum Abpfiff verteidigte Jena leidenschaftlich das 3:1 über die Zeit und packte die ersten drei Punkte der Saison ein.

Duisburg gewinnt das Montagsspiel gegen Uerdingen

Die Gäste aus Krefeld dominierten die ersten 20 Minuten und machten einen guten Eindruck. Doch dann fiel wie aus dem Nichts das 1:0 für Duisburg: Stoppelkamp brachte eine scharfe Flanke an den ersten Pfosten, wo Vermeij die Kugel mit dem Kopf nicht richtig erwischte. Der Ball landete bei Lukas Daschner – Tor (22.). Das Spiel wandelte sich, die Gastgeber wurden zum spielbestimmenden Team und erhöhten kurz vor dem Halbzeitpfiff auf 2:0. Diesmal war es Leroy-Jacques Mickels, der aus 25 Metern unhaltbar in den rechten Winkel einnetzte. Im zweiten Durchgang hatten die Hausherren angeführt durch Stoppelkamp noch einige Möglichkeiten, waren aber nicht konsequent genug im Abschluss. Der KFC Uerdingen leistete kaum Gegenwehr und trat mit leeren Händen die Heimreise an.

Alle Ergebnisse des 14. Spieltages im Überblick

FSV ZwickauSonnenhof Großaspach0:1
TSV 1860 MünchenViktoria Köln4:2
1. FC MagdeburgHallescher FC1:0
Eintracht BraunschweigFC Ingolstadt 040:3
Preußen MünsterChemnitzer FC3:3
Waldhof MannheimSpVgg Unterhaching0:3
1. FC KaiserslauternWürzburger Kickers2:3
SV MeppenFC Bayern II5:3
FC Carl Zeiss JenaHansa Rostock3:1
MSV DuisburgFC Uerdingen 052:0
(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Krasse Liga, in der sich keiner aufgibt. Von den untersten sieben Mannschaften (vor dem Spieltag) punkteten sechs (4 Siege, ein Unentschieden zwischen zwei direkten Kontrahenten).

Und wieder waren, zumindest aus meiner Sicht, einige Überraschungen dabei. Großaspach gewinnt beim sonst gut organisierten FSV, Ingolstadt nach Schwächephase beim Aufstiegskandidaten Braunschweig, sogar Jena holt den Dreier (ich Depp hatte das zuerst getippt und dann doch kalte Füße bekommen). Magdeburg freut sich sicher riesig über den Sieg gegen Halle, die mögen sich mal so gar nicht. Und die Überraschungsmannschaft aus Mannheim ist noch ganze zwei Punkte vor uns. Aufstiegseuphorie vielleicht weg, die Gegner wissen jetzt, was da kommt. Und Sechzig ist jeweils drei Punkte vom Abstiegsplatz und vom 7. Platz entfernt. Spannung pur!